Am Ende blieb das Licht

Rezension zu „Und plötzlich wurde es hell“ von Ursula Steinbach.

Ursula Steinbach veröffentlicht auf BookRix schon seit einiger Zeit ihre Texte. Unter diesen befindet sich auch das Märchen „Und plötzlich wurde es hell“, das ich Euch heute vorstellen möchte. Es ist eine Geschichte, die in Afghanistan spielt. Die Fremde, die sich Sharifa nennt, lebt schon seit einer Weile in diesem Land, die Sprache ist ihr jedoch noch nicht vollständig geläufig und von den Einheimischen wird sie bisweilen recht misstrauisch betrachtet. Sharifa macht nun eine sonderbare Bekanntschaft, die ihr neuen Auftrieb für ihr Leben gibt.

Der Text schildert zunächst den Alltag der Protagonistin. Wir erfahren, wie sie lebt, wo sie arbeitet und worauf sie achten muss, um nicht anzuecken. Auch wird die kulturelle Entwicklung der Hauptstadt Kabul seit der Entmachtung der Taliban kurz angerissen. Was also zunächst wie ein modernes Abenteuer wirkt, wandelt sich dann urplötzlich zu einer märchenhaften Schilderung des Auftauchens eines Unbekannten, der offenbar in der Lage ist, sich auch nonverbal mit Sharifa auszutauschen. Das Zwiegespräch der beiden berichtet vom kosmischen Zusammenhang von Vergangenheit und Gegenwart mit der Zukunft und hat spirituelle Züge. Am Ende bleibt Sharifa aber etwas, das sie sehr dringend benötigt, mehr Licht in ihrem Leben.

Ursula Steinbach beschreibt die Geschehnisse sehr ausführlich und mit angenehmer Wortwahl. Wiederholungen sind selten und generell gibt der Text kaum Anlass zu Kritik. Einige Fragen bleiben am Ende zwar offen, aber darin ruht wohl das Geheimnis hinter diesem Märchen, das Weben der Zukunft, das geschieht, während man die Zeilen aufmerksam liest.

Die Geschichte kann empfohlen werden.

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