Buchvorstellung:

Siddharthas Leere (Roman)

In unserer Rubrik „Buchvorstellugen“ bringt uns heute Albert Karsai, alias Comediantraveller sein Buch „Siddharthas Leere“ näher:

Siddhartha hat es nicht leicht. Nach langer und entbehrungsreicher Suche ist er endlich erleuchtet. Nun möchte er dieses Wissen an seine Mitmenschen weitergeben, damit auch sie sich vom Rad der Wiedergeburten und dem damit verbundenen Leid befreien können. Doch wie erklärt man den Grund für alles Leiden und den Weg zur Überwindung desselben, wenn die meisten Menschen mit sehr weltlichen Dingen beschäftigt sind? Alles beginnt mit fünf Asketen …

Warum ich den Buddhismus zum Thema gemacht habe, ist leicht erklärt: Schon seit mehr als zehn Jahren beschäftige ich mich mit dieser Lehre, und sie hat mein Leben wirklich nachhaltig verändert. Der menschliche Geist ist eine stets gegenwärtige, für viele recht unerforschte und auch stiefmütterlich behandelte Region unseres Selbst (wiewohl dieses Selbst laut Buddha im eigentlichen Sinn ja nicht existiert), und die Beschäftigung, um nicht zu sagen, Zähmung des wilden, ungestüm agierenden Geistes ermöglicht ganz erstaunliche Lebenserfahrungen und neue Möglichkeiten. Die buddhistische Lehre ist für mich eine der wenigen Philosophien, die wirklich nachhaltig Sinn in die menschliche Existenz bringen, vielleicht auch deswegen, weil seine (geistlichen) Vertreter niemals der Versuchung erlegen sind, ihn auf die Stufe einer Religion zu erheben, und auch nicht den Anspruch stellen, den einzigen Weg zur spirituellen Entfaltung anzubieten.

Dennoch existieren bereits viele Bücher zu diesem Thema, und da stellt sich natürlich die Frage: Warum ein weiteres? Nun, es gibt unbestritten viele Bücher, die sich mit dem Buddhismus beschäftigen – manche klar und anschaulich, andere wiederum eher theoretisierend und etwas trocken. Doch hatte ich mit diesem Roman etwas anderes im Sinn. Wenngleich ich die Kernelemente der buddhistischen Lehre (wie die vier edlen Wahrheiten und den edlen achtfachen Pfad) vorstelle und in Beziehung zum Alltag setze, so soll dieses Buch doch ebenso unterhalten und zum Schmunzeln verleiten. Am Ende dient das Buch dem einen oder anderen Leser vielleicht sogar als Anreiz, sich näher mit dem Buddhismus zu beschäftigen oder eine neue Sichtweise darauf zu erlangen.

Das schwierige an der Sache ist allerdings, die goldene Mitte zu finden. Denn Siddhartha ist – speziell nach seiner Erleuchtung – jemand, dessen Lebenswandel untadelig ist, und dem niemals ein böses, zynisches oder verletzendes Wort auskommt. Insofern bietet diese Figur wenig Spielraum für Komödie. Etwas anders stellt sich die Sache aber für seine Mitmenschen dar, denn diese spiegelten zwangsläufig alle Facetten menschlichen Verhaltens wider, und es muss auch damals für viele von ihnen schwierig gewesen sein, zum Kern von Siddharthas Lehre vorzudringen. Hier habe ich mir einige der historischen Figuren herausgegriffen und ihnen jene Persönlichkeiten verpasst, die meiner Absicht dienlich waren. Ich hoffe, Sie schließen mit ihnen Freundschaft und erfreuen sich an ihren Schrullen.

Und der Titel? Siddharthas Leere? Ist das ein Schreibfehler? Mitnichten! Aber lesen Sie selbst.

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