Buchvorstellungen:

Was ist ein Rübsaat?

Vielleicht haben wir die Frage falsch gestellt, denn sie müsste lauten: Wer ist Katja Rübensaat, dass wir mehrere Einsendungen nach unserem Aufruf erhalten haben. Autoren, Leser und Blogger sollten uns Buchvorstellungen bzw. Rezensionen an support-de@bookrix.com senden – Es kam einiges zusammen, dennoch freuen wir uns über weitere Einsendungen!

Vor allem Katja Rübsaat scheint in unserer Community viel Resonanz zu bekommen.

Userin Genoveva, Mitglied seit 01.02.2009, schickte uns folgende Meinung:

Ich habe mir das Buch, auf dessen Leseprobe ich bei BOOKRIX aufmerksam wurde, da Katja Rübsaat dort auch schon mehrere ihrer hervorragenden Bücher eingestellt hatte, hier bei AMAZON gekauft und auf meinen PC geladen. Innerhalb weniger Abendstunden habe ich „Den Sturm“ gelesen und kann sagen, dass mich selten ein Buch derart gefangen genommen hat. Die Spannung über das Schicksal dieses Jungen, der völlig ungerechtfertigt von der Fürsorge den sehr liebevoll beschriebenen Eltern weggenommen wird, hat Katja Rübsaat meisterhaft zu schildern verstanden. Das Buch endet nicht abrupt, es nimmt den Leser noch eine Weile mit und das hat mir auch sehr zugesagt. Ich kann nur sagen: ein Buch, das einen nicht losläßt und sehr berührt.

Auch Enya2853 berichtet begeistert über Katja.ruebsaats Bücher:

1. Katja Rübsaat, Brüder 1 – Wer Wind sät

Nun, da ich das gesamte Buch gelesen habe, kann ich meinen vollständigen Eindruck  wiedergeben:

Dieses Buch hat mich von Anfang an gefangen genommen. Allein der Prolog verheißt Spannung und diese bleibt bis zum Ende hin erhalten. Die Autorin versteht es ausgezeichnet, die Hauptcharaktere so detailliert zu beschreiben durch Dialoge und Handlungen, dass der Leser sich mit jedem von ihnen identifizieren kann. Geschickt sind die einzelnen Handlungsstränge miteinander verwoben und führen den Leser schrittweise in die – zunächst versteckte – Problematik hinein und diese dann auch weiter. Nach und nach eröffnen sich Perspektiven, die zum Schlussszenario führen. Auch die eingestreuten Rückblenden unterbrechen die Handlung nicht, sondern lassen das real werden, was der Leser schon erahnt: Alle drei Protagonisten werden in ihrem Fühlen, Denken und Handeln bestimmt durch zurückliegende Ereignisse in der Kindheit und vor allem durch komplizierte Familienkonstellationen. Diese „Lasten“ befreien zunächst nicht durch das Zusammenfinden der drei jungen Menschen, sondern diese verstricken sich mehr und mehr in Probleme, indem sie diese Erinnerungen zulassen, sich stellen. Mögliche Wege, die jeder am Ende allein zu gehen scheint, werden sich wieder kreuzen – so mag man ahnen. Neben dieser sehr individuell abgestimmten Geschichte wird der Leser in die Welt des Umbruchs der 60er Jahre geführt und nimmt teil an politischen und kulturellen Ereignissen.
Ein sehr empfehlenswertes Buch, das den Leser von der ersten Seite nicht mehr loslässt. 

Ich bin sehr angetan und habe Teil 2 sofort geordert.

2. Katja Rübsaat, Brüder 2 – …denn sie wissen nicht, was sie tun

Wie bereits den ersten Teil habe ich nun auch Brüder 2 förmlich verschlungen.

Dieses Buch steht dem ersten in nichts nach.
Spannende Handlung, verknüpft mit psychologischer und sogar philosophisch anmutender Betrachtung zeichnen das Bild der drei Protagonisten, die in tiefer Freundschaft verbunden sind.
Es scheint als seien sie sich gegenseitig Katalysator. Jeder trägt an seinen Problemen, die trotz jedes Lösungsansatzes schwer wiegen. Aber immer, wenn einer von ihnen in Schwierigkeiten ist, haben die anderen genügend Kraft, ihm weiter zu helfen.
Jason trägt an seiner moralischen Verantwortung, dass niemand zur Rechenschaft gezogen wurde für das im ersten Band geschilderte Vergehen. So ist er hin und hergerissen zwischen moralischem Handeln und dem Bewusstsein, anderen Unrecht zu tun.
Die Erleichterung, dass er quasi davon gekommen ist, hilft nicht, seine innere Zerrissenheit aufzulösen. Ja, er wird durchkommen, aber nichts wird ihn glücklich machen, so sein Empfinden, das auch bleibt, nachdem er in Indien „gefangen war in seinem Schatten“.
Dennoch können die Freunde sich in Indien erholen, Kraft tanken und es wieder aufnehmen mit dem Leben. Nicht zuletzt ist es Sadhu, der alte Mann, der Jason eine Perspektive eröffnet.
„Das, was tatsächlich dir gehört, kann dir niemand wegnehmen… und es kann auch nicht verletzt werden…Es geht niemals um den anderen, es geht immer um dich selbst“. Schlüsselsätze, mit denen sich Jason auseinander setzt und die quasi Kontrapunkt bilden zu Sartres Philosophie, die Jason doch sehr verinnerlicht hatte.
Den Gespenstern seiner Vergangenheit und dem Druck seiner Familie kann er aber auch in Indien nicht entfliehen. Er weiß, er kann nicht davonlaufen. Auch seinen beiden Freunden ist dies bewusst.
Zurück in England erleben die Protagonisten erneut die Höhen und Tiefen, die Studium, Prüfungen und Leben und Auseinandersetzungen an der Hochschule mit sich bringen.
In Kathrins Zuhause, Burgess Hill finden die Freunde immer wieder ein Refugium.
„Die wenigen Räume….waren ein Zuhause“, auch ein Schlüsselsatz, der den Gegenpool zu Jasons Familie aufzeigt.
Dem Leser öffnen sich nach und nach weitere „Gespenster“ von Jasons Vergangenheit, sein Aufenthalt in der Psychiatrie als Kind, der zum Trauma wurde, was sich gegen Ende des Buches beinahe dramatisch wiederholt und verdichtet, als Richard eben dort eingeliefert wird und sich Jason erneut seiner Vergangenheit und vor allem der Beziehung zu seinem Bruder stellen muss Dieser hat Jason benutzt, da er nicht mit seinen Unzulänglichkeiten leben kann und eine Projektionsfläche braucht. Jasons Weigerung Richard in dem psychiatrischen Institut zu treffen, erfährt die Wandlung, als Kathrin ihm deutlich macht, dass es vielleicht gar nicht um Richard allein geht, sonder um Jasons eigene Befindlichkeit, um sein Gewissen, mit dem er würde leben müssen, wenn er sich völlig mit der Familie überwerfe. Jason stellt sich erneut – seinem Bruder und sich selbst. Aber trotz gegenseitiger Entschuldigungen ist wirkliche Annäherung nicht möglich. Letztlich geht es um Wahrheit, um jene, die verborgen bleibt. Oder eben um die Wahrheit, die man sich zurechtbastelt, wie die Autorin an einer stelle ihres Buches sagt: „Jeder macht sich seine eigene, will nur hören, was ihm genehm ist“.
Es bleibt eine Hoffnung. Als Jason meint, er könne seine Vergangenheit nicht einfach in Rauch aufgehen lassen, sagt Kathrin: „Aber vielleicht die Dämonen, die sich darin eingenistet haben.“ Ein Ende, der ein Anfang ist, denn auf die Freunde warten neue Herausforderungen.

Die Autorin spricht neben diesen Kernproblemen noch viele andere an, die allzu menschlich sind. Beziehungsprobleme, Eifersucht, Intrigen, Machtkämpfe – alles wird hier geboten, jedoch ohne überzogen zu wirken. Vielmehr versteht es die Autorin, all dies einfühlsam und subtil in die Handlung einfließen zu lassen. Es würde an dieser Stelle zu weit führen, tiefer ins Detail zu gehen. Man muss es lesen, sich hineinfallen lassen in diese Geschichte.

Wir bedanken uns herzlich bei den Rezensenten und hoffen, dass noch viele weiter Autoren und Blogger unsere neue Möglichkeit „Buchvorstellungen“ nutzen, um für ihren Blog oder Bücher Werbung zu machen. Weitere Informationen dazu erhaltet ihr HIER.