Kategorie-Archiv: Für Autoren

Pressearbeit belohnt durch Reichweite

Pressearbeit für Selfpublisher: Was bringt die Pressemeldung zum neuen Buch?

Die meisten Selfpublisher betreiben Social-Media-Marketing, machen Preisaktionen oder weisen auf einer eigenen Website auf ihre Werke hin. Pressemitteilungen gehören aber nur selten zum Standard-Repertoire selbst verlegender Autoren. Damit sich das ändert, haben wir hier einige Tipps und Lektürehinweise gesammelt!

Warum solltest du Pressemitteilungen versenden?

Marketing-Bemühungen zielen darauf ab, dein Buch unter den tausenden Neuerscheinungen in jedem Monat hervorzuheben. Und dabei zahlt es sich natürlich besonders aus, Kanäle anzusprechen, die nicht jeder verwendet. Durch klassische Pressearbeit erreichst du zudem Journalisten, Medien und schließlich Käufer, die über Online-Werbung oder Social Media angesprochen werden können. Du steigerst also nicht nur deine generelle Reichweite, sondern erweiterst sie um neue Zielgruppen.

Wie funktioniert’s?

Bei Pressemeldungen gibt es ein paar Faktoren zu beachten:

Empfängerkreis und Verteiler

Am Anfang steht die Frage: Was soll mit der Pressemeldung bekannt gemacht werden – und für wen ist das interessant? Die neue Bestseller-Schnulze rund um eine Friedhofsgärtnerin ist für die arte-Redaktion vermutlich nicht von Interesse (oder erst in 40 Jahren). Ein Fachblatt für Gärtnerei oder Friedhofswesen könnte sich aber dafür interessieren, und sei es nur für die “Vermischtes”-Rubrik.

Die wichtigste Aufgabe bei der Pressearbeit ist daher die Suche nach den richtigen Empfängern. Dabei können viele Medien in Frage kommen – von thematisch passenden Bloggern bis hin zu (Regional-) Zeitungen und Zeitschriften. Um zu einem funktionalen, guten Presseverteiler zu kommen, ist individuelle Recherche, Kontakt- und Datenpflege unumgänglich. Ein Einstiegspunkt können z.B. Fachpresse-Datenbanken wie fachzeitungen.de sein – oder auch die lokale Uni-Bibliothek.

Eine Möglichkeit, seine Meldung schnell zu streuen, bieten Portale wie

– meist gegen Geld. Ob sich das im Einzelfall lohnt, muss jeder für sich und sein Werk entscheiden bzw. ausprobieren.

Inhalt

Zum Aufbau einer ordentlichen PM gibt es eine sehr nützliche Übersicht in der Selfpublisher-Bibel. Als Selfpublisher und Journalist ist Matthias Matting prädestiniert für dieses Thema.

Wer hilft?

Wenn du professionelle Unterstützung brauchst, wirst du z.B. auf dem Selfpublishing-Markt fündig. Gute Pressearbeit ist – wie die meisten Dienstleistungen – nicht billig. Sie kann sich aber lohnen!

Weiterlesen

Zur Lektüre empfiehlt sich dieser Artikel aus dem Upload Magazin, der leider einige Jahre alt ist. Für Recherche-Ideen und die Grundlagen ist er aber weiterhin aktuell.

Wer macht’s?

Bildschirmfoto vom 2017-02-07 15-09-15Anlass für diesen Artikel war die Pressemitteilung von Kerstin Eger und Romy van Mader zu „Sex, Lügen & Schokolade“, der Fortsetzung von „Sex, Lügen & Einmachbohnen“.

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Preisaktionen, Deals, Rabatte: Tipps für Werbung und Verbreitung

Eine Preisaktion ist besonders wirkungsvoll, wenn sie ordentlich beworben wird. denn woher sollen die unbekannten Leser, die du erreichen willst, sonst von deinem Buch erfahren?

Du kannst deine Rabatt-Deals z.B. auf diesen Seiten bekannt machen:

Kostenlos: Gratis-Werbung für deine Preisaktionen

Einige Dienste bieten die kostenlose Bekanntmachung von Deals und Aktionen an. Meistens sind hieran allerdings Bedingungen geknüpft, etwa eine bestimmte Anzahl von Rezensionen auf Amazon oder ein gewisser Mindestumfang.

Kostenpflichtig: Premium-Promotion deiner Deals

Viele Dienste bieten die Promotion von Preisaktionen kommerziell an. Hier kommen sehr unterschiedliche Anforderungen zum Tragen und es fallen auch jeweils unterschiedliche Gebühren an.

Weitere Übersichten

Inzwischen gibt es einen wahren Dschungel aus Plattformen, um die Preisaktionen für dein Buch zu bewerben. (Sogar den Dschungel selber gibt es: ebook-dschungel.de.) Daher sind wir nicht die ersten und nicht die letzten, die eine entsprechende Liste zusammenstellen. Weitere Übersichten findest du zum Beispiel bei

Andere Möglichkeiten

Von auf Rabattaktionen spezialisierten Seiten abgesehen, solltest du natürlich auch alle regulären Verteiler und Marketingkanäle mit Infos zur Aktion bespielen. Einige Ideen und Anregungen dazu findest du in unserem Ratgeber.

Featured Image:

“Deal” by NY – http://nyphotographic.com/. License: Creative Commons 3 - CC BY-SA 3.0

Aufruf zum e-ditio Independent Publishing Award für ausgezeichnete Lektorate

Rechteck Logo+SpruchDas Berliner Jungunternehmen e-ditio, das Self-Publishern und Verlagen per Algorithmus qualifizierte Übersetzer, Lektoren und Korrektoren sowie Textgutachter vermittelt, schreibt zum zweiten Mal den “e-ditio Independent Publishing Award” (#eIPA16) für gut lektorierte eBooks von Self-Publishern aus.

Es tönt allerorts: Self-Publisher professionalisieren sich zusehends – und mit ihnen ihre Vermarktungsstrategie, ihre Vertriebswege und natürlich die Textarbeit.
Schon heute zeichnen sich einige selbstpublizierte Bücher durch ein sehr gutes Lektorat aus.

Dies möchte e-ditio honorieren und daher gut lektorierten E-Books von Self-Publishern wieder einmal den e-ditio Independent Publishing Award verleihen. Es geht dabei um die inhaltliche wie stilistische Qualität, den berühmten “roten Faden” sowie die Einheitlichkeit und Formalitäten, welche die aus Lektoren zusammengesetzte Jury bewerten wird.

Der Gewinnerin des letzten Jahres, Christine Jaeggi, ist es seither gut ergangen: Der Gewinnertitel „Fatale Schönheit“ kletterte in den Charts nach oben und ihr zweites Buch „Das Geheimnis der Muschelprinzessin“ ist bereits bei Ullstein erschienen.

Bis zum 6. Juni können Self-Publisher ihre Werke aus den Bereichen Frauenunterhaltung, Spannung und (populäres) Sachbuch einsenden; die Gewinner werden im Juli bekannt gegeben. Der Wettbewerb wird im nächsten Jahr mit anderen Schwerpunkten weitergeführt. Den Besten winkt das e-ditio Gütesiegel, das künftig von dem guten Lektorat und der Qualität zeugt und für Werbemaßnahmen genutzt werden kann, sowie Empfehlungen bei großen eBook-Onlineshops.

Voraussetzungen sind in diesem Jahr:
• Das Werk wurde in den letzten zwei Jahren oder wird in den nächsten drei Monaten publiziert.
• Die Einsendung liegt in deutscher Sprache in den Formaten EPUB oder MOBI vor.
• Es muss ein vollständiges Exemplar ohne DRM an info@e-ditio.eu gesendet werden.
• In diesem Jahr liegen die Genreschwerpunkte aufgrund der Spezialisierung der Jury in den Bereichen: Spannung, Sachbuch und Frauenunterhaltung
• Das Werk wird nicht exklusiv über einen Anbieter angeboten.

Die diesjährige Jury des #eIPA16 besteht aus:
• Dr. Gregor Ohlerich (Dozent und freier Lektor bei Obst & Ohlerich, u.a. für Random House)
• Louisa Pegel (Lektorin Midnight und Forever)
• Julia Wagner (Inhaberin von www.deintextdeinbuch.de und ehemalige Lektorin Ullstein Verlag)
• Tom Müller (Lektor Aufbau Verlag)

Das Kleingedruckte:
Teilnehmen kann jede(r) Autor/-in mit einem Werk, welches nicht in einem Verlag publiziert oder dessen Lektorat von einer Institution oder Organisation bezahlt wurde. Die Ausschreibung ist nicht gekoppelt an ein Lektorat vermittelt über e-ditio CTC UG (haftungsbeschränkt). Selbstverständlich wird das Urheberrecht gewahrt und das Werk oder andere Daten nicht an Dritte weitergegeben. Einsendeschluss ist der 06. Juni, die Gewinner werden schriftlich im Juli 2016 verständigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es sind keine Barerlöse möglich.

Young female is writing notes and planning her schedule.

Wie schreibe ich ein gutes Exposé?

„Bitte reichen Sie ein Exposé ein.“

Dieser Satz verursacht bei vielen Autoren regelmäßig Schweißausbrüche und kalte Füße.

Einen Tausend-Seiten-Roman schreiben? Kein Problem.

Aber bei 2-3 Seiten Exposé rauft sich so manch einer die Haare.

Schwierigkeiten und Stolpersteine gibt es beim Exposé genug: Wie balanciere ich auf dem schmalen Grat zwischen sachlich und werbend? Wie ausführlich darf/soll/kann die Zusammenfassung des Inhalts sein? Was soll ich denn überhaupt reinschreiben, was kann ich auslassen?

Vorneweg noch eine Sache: Es gibt kein Universalrezept für ein ideales Exposé, jeder Verlag, Agent oder Lektor hat seine eigene Vorstellung davon, wie das perfekte Exposé aussehen soll. Informiere dich auf der Verlags- oder Agenturseite, oftmals werden dort schon einige Hinweise und Besonderheiten zu den Anforderungen genannt.

Wozu ein Exposé?

Deine Eintrittskarte in die Verlagswelt ist ein gut durchdachtes, gehaltvolles und sinnvoll strukturiertes Exposé. Erfahrene Lektoren und Literaturagenten werden ein Manuskript gar nicht erst lesen, wenn das Exposé sie nicht überzeugt.

Doch auch, wenn du dein Werk keinem Verlag anbieten möchtest, empfiehlt es sich trotzdem, ein Exposé anzufertigen. Oftmals merkst du beim Versuch, dein Manuskript zusammenzufassen und einen Handlungsaufriss auszuarbeiten, welche Schwachstellen dein Werk noch hat. Du bekommst eine objektivere Sichtweise auf deine eigene Arbeit und stellst vielleicht erst beim Erstellen des Exposés erschrocken fest, dass deine Nebenhandlungen zu stark gewichtet sind oder verhältnismäßig unwichtigere Teile zu lang beschrieben werden. Fällt es dir schwer, den Hauptplot in einem klaren Spannungsbogen kurz und logisch nachvollziehbar unterzubringen? Dann solltest du vielleicht nochmal überprüfen, ob denn dein Manuskript überhaupt logisch und nachvollziehbar ist. Oftmals weisen Unverständlichkeiten im Exposé darauf hin, dass auch im Manuskript Unklarheiten zu finden sein werden.

Bei Facebook wurden Autoren dazu aufgefordert, die Handlung ihrer Werke in einem zusammenfassenden, prägnanten Satz zu beschreiben. Für viele Autoren ist schon diese – durchaus sinnvolle – Übung eine Königsdisziplin. Obwohl einige tolle, treffende Sätze dabei waren, konnte man zwei unterschiedliche Problematiken erkennen:

  • Einige Autoren verwechseln an dieser Stelle den Inhaltssatz mit einem Werbesatz. Konzentriere dich darauf, den Kern des Werkes darzulegen. Überlege dir, was der wichtigste Aspekt deines Manuskripts ist, und distanziere dich dabei emotional von deiner Arbeit.
  • Die zweite große Schwierigkeit zeigt sich darin, dass der Satz sich zwar auf den Inhalt bezieht, der Autor allerdings Probleme damit hat, zum eigentlichen Kern vorzustoßen. Diese Sätze sind oft ungenau und wirken unbestimmt und unschlüssig. Wenn du dir ernsthafte Gedanken darüber machst, was das Wesen deines Werkes ist, fällt es dir auch beim Schreiben leichter, die Handlung um diesen Hauptgedanken herum aufzubauen.

Wenn du ein Exposé anfertigst, legst du damit dein eigenes Werk unter die Lupe und stellst dir dabei nochmal die grundlegenden Fragen:

  • Was ist die Haupthandlung meines Werkes?
  • Was unterscheidet mein Manuskript von anderen Manuskripten des gleichen Genres oder sogar Themas?
  • Was will ich mit meinem Werk vermitteln? Was möchte ich beim Leser auslösen?
  • Liegt der Fokus bei meinem Manuskript auf der Handlung oder der emotionalen Ebene?
  • Hat mein Werk einen roten Faden? Ist es stimmig? Sind die Handlungen abgeschlossen und nachvollziehbar?

Natürlich solltest du dir schon Gedanken über diese Fragen gemacht haben, bevor du mit deinem Manuskript beginnst, aber nicht selten verschieben sich die Antworten während des Schreibprozesses unbemerkt.

Auch, wenn es anstrengend, nervig und zeitaufwendig ist – sinnvoll ist es dennoch, jeweils ein Exposé vor und eines nach der Arbeit am Manuskript anzufertigen.

Und wie schreibe ich denn nun ein Exposé?

Genug dazu, wozu ein Exposé geschrieben werden sollte – nun geht es ans Eingemachte.

Der kurze, einleitende Text sollte den Arbeitstitel sowie Informationen zu Genre und Thema enthalten und auf die Zielgruppe eingehen. Benenne das Genre ganz konkret und vermeide Aussagen wie: „Es ist zwar ein Thriller, aber auch mit Romantik und ein bisschen Fantasy“. Unentschlossenheit wirkt hier unprofessionell, also leg dich fest! Du kannst dein Manuskript auch mit ähnlichen Werken des gleichen Genres vergleichen, aber sei vorsichtig: ein Vergleich mit Jane Austen, Arthur Miller oder Tolkien wirkt unangebracht und überheblich – orientiere dich lieber an „kleineren“ Autoren.

Biographische Angaben gehören nur dann ins Exposé, wenn sie für den weiteren Inhalt wichtig sind oder besonders hervorstechen (große Literaturpreise, namhafte Tätigkeiten) und werden ansonsten separat in der Vita genannt.

Nun kommt wieder die Mein-Werk-in-einem-Satz-Übung zum Einsatz. Fasse noch vor der Inhaltsangabe dein Manuskript in einem Satz zusammen; zur Not auch in zwei oder (maximal!) drei Sätzen.

Jetzt folgt der entscheidende und längste Teil – die Inhaltsangabe.

Ein Exposé wird immer im Präsens geschrieben und sollte – wenn nicht ausdrücklich anders angegeben – nicht mehr als zwei bis drei DIN A4 Seiten umfassen, wobei die Inhaltsangabe den größten Teil davon einnimmt. Bleib sachlich; das Exposé ist kein Klappen- oder Werbetext. Sätze wie „Und dann geschieht Unglaubliches“ oder „Um das zu erfahren, müssen Sie mein Manuskript lesen“ gehören hier nicht hin! Wichtig ist vor allem, die Handlung knapp, verständlich und logisch nachvollziehbar aufzuzeigen. Wertungen oder Interpretationen deines eigenen Textes sind hierbei fehl am Platz. Dein Exposé ist auch keine Absichtserklärung, also verzichte darauf, dem Lektor oder Leser zu erläutern, was der tiefere Sinn deines Buches ist oder was für eine Botschaft es vermitteln soll. Entweder dein Werk schafft das von selbst – oder eben nicht.

Achte darauf, dass sich die Länge der Inhaltsangabe bei deinem Exposé zum einen an der Länge und Komplexität des Manuskripts orientiert und zum anderen daran, was du mit dem Exposé bezwecken willst. Bei einem halbseitigen, werbenden Exposé sollte sich die Inhaltsangabe auf die Haupthandlung und die wichtigsten Protagonisten beschränken. Bei einem Exposé, das einem Agenten, Lektor oder Verlag als Ausarbeitungsgrundlage dient, muss die Inhaltsangabe ausführlicher sein und alle Figuren und Nebenhandlungen einschließen.

Jetzt kommt der kniffelige Teil. Nachdem dir hier nun lang und breit erzählt wurde, dass die Inhaltsangabe kein Werbetext ist und möglichst sachlich und knapp abgehandelt werden sollte, folgt nun das große ABER.

ABER dein Exposé muss dennoch so gut geschrieben, packend und mitreißend sein, dass derjenige, der es in die Finger bekommt, auch tatsächlich Interesse daran hat, dein Manuskript zu lesen. Rück die Handlung ins rechte Licht, hebe die Besonderheiten deiner Arbeit geschickt hervor und lass deine Protagonisten lebendig und greifbar erscheinen. Du musst bei der Charakterisierung deiner Figuren nicht in die Tiefe gehen, aber deren Motivationen und Handlungen müssen klar und verständlich sein.

Ready to go?

Wahrscheinlich brennst du jetzt schon richtig darauf, dich an einem Exposé zu versuchen. Es ist immer hilfreich, das Exposé von Personen lesen zu lassen, die das Manuskript nicht kennen. Such dir zwei, drei Freunde, die dir ehrlich sagen, ob dein Exposé (besonders die Inhaltsangabe) verständlich und ansprechend ist. Falls es beim ersten Mal nicht gleich perfekt ist – nur nicht aufgeben!

Hochsp_Bookrix

Thriller oder Krimi?

Was unterscheidet die beiden Genres voneinander?

Thriller und Krimis gehören zu den beliebtesten Genres des Buchmarktes. Allerdings sind die Grenzen zwischen diesen beiden Kategorien oftmals fließend, was eine klare Zuordnung und Definition nahezu unmöglich macht. Subgenres, Mischformen und falsche Bezeichnungen erschweren die Unterscheidung zusätzlich.

Nichtsdestoweniger wollen wir hier den kurzen Versuch einer Abgrenzung unternehmen.

Der Krimi konzentriert sich für gewöhnlich in erster Linie auf die Aufklärung eines Verbrechens, die Rahmenhandlung wird durch die Ermittlungsarbeit vorgegeben. Es geht darum, eine Tat aufzuklären und nicht darum, sie zu verhindern. Das Verbrechen setzt hierbei den Startschuss für den Krimi, der Höhepunkt ist die Auflösung, die Erkenntnis. Der Leser grübelt gemeinsam mit dem Ermittler und hat dafür auch nur die Informationen, die diesem zur Verfügung stehen.

Das wichtigste Rezept für den Krimi: Der Detektiv darf niemals mehr

wissen als der Leser.”

(Agatha Christie)

Während der Detektiv im klassischen Kriminalroman eine eher unantastbare Person ist, baut der Thriller darauf auf, dass die ermittelnde Person selbst eine wichtige Rolle für die Handlung spielt und dass durch den erbitterten Gegenspieler Gefahr für Leib und Leben des Helden droht.

Im Thriller ist es nicht zwingend notwendig, dass der Held, der dem Täter auf der Spur ist, tatsächlich im kriminalistischen Bereich tätig ist. Oftmals gerät der unbescholtene Protagonist durch Zufall in eine Situation, die ihn dazu antreibt oder gar zwingt, Jagd auf den Gegenspieler zu machen. Der Held entwickelt sich weiter, lernt, quält sich und besteht undenkbare Herausforderungen. Dabei ist es durchaus möglich, dass dem Leser Informationen zur Verfügung stehen, die dem leidenden Helden vorenthalten bleiben. Nicht selten führt das zu Momenten, in denen der Lesende der zentralen Figur am liebsten „HALT! STOP! Tu das nicht!“ zurufen würde, weil er schon längst weiß, was sich hinter einer verschlossenen Tür oder dem Rücken der hübschen und scheinbar unschuldigen Helferin des Helden versteckt.

Wesentliches Element des Thrillers ist – wie der Name schon sagt – der Nervenkitzel, der thrill. Ein Krimiautor will für gewöhnlich den Kopf, das Gehirn des Lesers erreichen und anregen, dieser soll mitdenken, überlegen, kombinieren und spekulieren. Der Thriller hingegen zielt auf den Bauch, die Haut, das Herz und den Puls. Er soll das Kribbeln im Nacken, das Gefühl, beobachtet zu werden, den Drang, sich umzusehen und vor dem Schlafengehen die Türen abzuschließen, auslösen. Ein guter Thriller sorgt dafür, dass der Leser nachts wachliegt und die Story ihn vielleicht sogar in den Schlaf begleitet, während der Krimi-Leser über vollgekritzelten Notizblöcken mit Hinweisen brütet, um noch vor dem Ermittler herauszufinden, wer es denn nun getan hat.

Zentrales Thema im Krimi ist die Neugier, im Thriller dagegen die ANGST.

 

BookRix und Bastei Lübbe starten strategische Partnerschaft

Wie es vielleicht einige Schnelle von euch bereits aus den Medien erfahren haben, wurde heute eine strategische Partnerschaft zwischen BookRix und Bastei Lübbe, einem der digitalen Vorreiter der deutschen Verlagsbranche, besiegelt und verkündet.

Viele von euch fragen sich nun bestimmt was das bedeutet und was sich dadurch ändert. Macht euch keine Sorgen. Denn ändern wird sich an BookRix selbst und speziell für euch User nämlich gar nichts – weder an der Community, unserer Webseite, noch an BookRix als unabhängigem Self-Publishing-Anbieter.

Positive Auswirkungen wird es aber mit Sicherheit geben: denn die Autoren unter euch werden von dieser engen Partnerschaft profitieren. Wir sind uns sicher, dass sich durch die Zusammenarbeit mit Bastei Lübbe  neue Chancen eröffnen werden, zum einen eure eBooks einer noch breiteren Leserschaft zugänglich zu machen und zum anderen unseren Self-Publishing-Service weiter zu verbessern und noch mehr nach euren Bedürfnissen zu gestalten.

Readfy. Eine Option für Autoren? Schau ma mal.

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Zeit wurde es, dass nun endlich auch eine unabhängige Plattform in Deutschland mit einem Abo-Flat-Rate-Modell an den Start gehen will. Bisher gab es mehr oder weniger nur Skoobe und die Onleihe, die aber aber auch nicht alles abdecken. Siehe Beitrag “ebook-flatrates im Vergleich” auf Lesen.net

Abo-Flat-Rate-Dienste finde ich als User natürlich sympathisch und in gewisser Weise auch zukunftsweisend, halte aber den Vergleich mit Spotify für keinen sehr glücklichen Einstieg. Es gibt wenige Portale, die so viele negative Assoziationen bei Urhebern und Musikern auslösen wie Spotify. (siehe z.B. Beiträge mächtig rote Zahlen, oder Musiker klagen über niedrige Erlöse, oder werden von namhaften Musikern boykottiert oder Musiker wehren sich usw.)

Mich als Bookrix-ler interessiert im Zusammenhang mit Readfy natürlich besonders die Frage, wie die Abrechnung genau funktioniert und wie viel bei den Autoren hängenbleibt. Denn die Autoren sind schließlich diejenigen, die den Content überhaupt erst erschaffen, mit dem readfy Geld verdienen will. Daher wäre eine Spotify-Variante, die auf dem Rücken der Autoren realisiert wird, aus meiner Sicht keine Option. Bei ca. 0,4 cent pro Abruf eines Songs bei Spotify bekommt der Rechteinhaber (Musiker/Künstler, Produzent, Label) also ganze 4 Euro, wenn sein Song 1000 Mal abgerufen wird. Oder 400 Euro, wenn er 100.000 Mal abgerufen wurde. Und 100.000 Aufrufe sind eine stolze Zahl, die nicht so leicht zu erreichen ist! Nicht zu vergessen: diese 400 Euro müssen natürlich noch zwischen den Rechteinhabern aufgeilt werden. Da ist es also besser, gleich Hartz4 zu beantragen.

Daher hoffe ich, dass Readfy trotz des Namens nicht zu sehr auf Spotify schielt, sondern sich vielleicht zu etwas ähnlichem wie Oyster oder Scribd entwickelt. Die haben zum Beispiel ein Modell gefunden, was trotz eines relativ moderaten, monatlichen Abo-Preises zwischen 9-10 Dollar sowohl die Content-Lieferanten (also Autoren und Verlage) als auch die Leser zufriedenstellt. Kein Wunder, dass Smashwords als der größte unabhängige Selfpublisher in den Staaten bereits einen Deal mit beiden abgeschlossen hat. Auch wir werden früher oder später mit beiden Plattformen ins Geschäft kommen wollen, um die Reichweite für unsere Autoren auszubauen.

Bei Oyster bekommt z.B. ein Smashwords-Autor 60% des Listenpreises, also mehr oder weniger fast die gleiche Summe, die er auch beim Verkauf seines Ebooks erhalten hätte. Mark Coker (Gründer von Smashwords) “Ein smashwords Autor oder Herausgeber bekommt 60% ​​des Buchhandel-Listenpreises, wenn ein Oyster-Leser mehr als 10% seines Buches liest, beginnend am Anfang des Buches. Es ist ein Autoren-freundliches Modell.“  Mehr hierzu unter “Smashwords Illuminates Authors on Oyster eBook Royalties” auf goodereader.com

Bei Scribd ist es ähnlich. Trip Adler , der CEO von Scribd : ” Wenn jemand bei uns ein Buch liest, bezahlen wir den Verlag, als ob er das Buch verkauft hätte. Die Höhe der Ausschüttung errechnet sich am Digitallistenpreis. Wir haben ein ziemlich kompliziertes System, um festzustellen, ob ein Verbraucher tatsächlich das Buch gelesen hat.“   Siehe Beitrag “Examining the business model of ebook subscription services” auf blog.smahswords.com

In der Tat ist das Scribd-System komplizierter als das Oyster-System, aber beide Systeme funktionieren im Prinzip so, dass sobald ein Leser mehr als 10% des Buches gelesen hat, der vereinbarte Prozentsatz des Listenpreises fällig wird.  Die ersten 10% sind also die freie Leseprobe und danach geht es cäsh in die Täsch für die Autoren.

Selbst klassische Verlage, die grundsätzlich sehr vorsichtig und konservativ sind, was solche Flat-Rate-Angebote betrifft, beginnen sich mit diesen Szenarien nun zu beschäftigen. HarperCollins, einer der Big 5 in den Staaten, hat Ende letzten Jahres mit Scribd einen Vertrag geschlossen.  Brian Murray, der CEO von Harpercollins erwähnte explizit , „dass sie und ihre Autoren sich freuen würden, wenn dieser Weg im Buchgeschäft sich so weiterentwickeln würde, da er das genaue Gegenteil der Abo-Modelle der Musikindustrie darstellt und für ihre Autoren gut ist.“   Siehe Artikel “scribd moves beyond document sharing with $8.99 month ebook subscription service” auf Gigaom.com

Zurück zu Readfy. Laut Frank Großklaus, einem der Gründer von Readfy wollen sie Verlage und Autoren pro gelesener Seite auszahlen. Wie viel genau bezahlt wird, lässt er offen. Vielleicht weiß er es selbst auch noch nicht, denn sie sind ja noch in der Betaphase. Im Gegensatz zu Spotify allerdings, die eine Art Gewichtung nach Marktbekanntheit vornehmen, sollen bei readfy alle die gleichen Konditionen bekommen. Hinzu kommen angeblich noch die Erlöse aus den Werbeeinnahmen, die sie zum größten Teil auch an die Verlage ausschütten wollen. Die Betaphase soll aber auch hierfür Erkenntnisse liefern.

Readfy-Gründer Bauchspiess sagt: „Der Verlag wird für jede gelesene Normseite bezahlt; durch diese Einnahmen, denken wir, lassen sich die Einbrüche der physischen Verkaufszahlen zumindest teilweise kompensieren.“  Siehe  ”wir wollen die disruptive Kraft sein” auf buchreport.de 

Konkreter wird es leider derzeit nicht, zumindest habe ich trotz einiger Recherche nichts gefunden. Vielleicht weiß jemand mehr? Was readfy also für Autoren bedeutet, kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich abschätzen. Schauen wir also mal, welchen Weg sie einschlagen.

 

 

 

Schreibwettbewerb „Mach aus Deiner Idee einen Bestseller“

MachausDeinerIdeeeinenBestseller07Nutze noch bis Montag, den 02.03.2014  die Chance einen von zwei Plätzen im AutorenseminarRomanwerkstattWie Sie ein richtig gutes Buch schreiben zu gewinnen und nimm am Wettbewerb „Mach aus Deiner Idee einen Bestseller“ teil.

Sende uns dafür einfach:

  • Eine kurze Begründung, warum Du an diesem Workshop teilnehmen willst.
  • Eine Ideenskizze zu Deinem Roman (1-2 Seiten) und
  • eine Leseprobe vom Anfang des Romans (max. 10 Manuskriptseiten à 1800 Zeichen).

Bitte sende Deine Bewerbung per E-Mail an folgende Anschrift:

schreibwerkstatt@luebbe.de.
Alle Einsendungen werden von der Jury beachtet. Die Jury besteht neben dem BookRix-Team aus den beiden Referenten des Workshops und jetzigen Leitern der Bastei Lübbe Academy Ann-Kathrin Schwarz und Jan F.Wielpütz.

Aann_kathrin_schwarznn-Kathrin Schwarz war nach dem Studium und Volontariaten in großen Publikumsverlagen als freie Redakteurin und Gutachterin für Eichborn und Kiepenheuer & Witsch tätig, bevor sie als Lektorin für Belletristik und Sachbuch bei Bastei Lübbe und Ullstein arbeitete.

 

 

 

jan_f_wielpuetzJan F. Wielpütz arbeitete zunächst als Übersetzer und Redakteur für Bastei Lübbe, bevor er als Buchlektor viele Jahre erfolgreiche Autoren betreute. Bei Bastei Entertainment leitete er das erste Verlagslektorat für E-Books und digitale Publikationen.

Unter dem Pseudonymen Anne Weiss und Stefan Bonner  haben sie gemeinsam den SPIEGEL-Bestseller Generation Doof, Doof it Yourself und Heilige Scheiße geschrieben und leiten nun  gemeinsam die Bastei Lübbe Academy.

Hier kannst Du noch mehr über die beiden Referenten und Jury-Mitglieder erfahren.

Texte aktuell gespeichert?

Feuilleton von Monirapunzel

Hallo Ihr Lieben,

neulich habe ich eine Folge von Star Trek gesehen, in der der Bordcomputer der Enterprise von einem fremden Computerprogramm manipuliert wurde. Die Schiffsysteme spielten verrückt und der Enterprise drohte die Zerstörung. Gelöst wurde dieses Problem – natürlich in letzter Minute – durch einen Neustart des Bordcomputers mit Löschung des Kurzzeitspeichers. Damals bei der Erstausstrahlung habe ich das nicht verstanden und einfach als Science-Fiction hingenommen.

Jetzt ist mir klar, dass es um Systemwiederherstellung ging. Bei meinem PC sichere ich seit Jahren das Betriebssystem und die Daten regelmäßig, um im Bedarfsfall auf einen alten Systemstand zurückgreifen zu können. Sollte mein PC irgendwann in die ewigen Jagdgründe eingehen, kann ich alle Texte und Bilder von USB-Platten und CDs auf einen neuen PC kopieren. Also kann ich ganz beruhigt sein.

Wirklich? Habe ich tatsächlich alle meine Texte aktuell gespeichert? Wie oft ändere ich meine bei BookRix bereits veröffentlichten Texte, wenn mir plötzlich noch ein Tippfehler auffällt? Denke ich immer daran, diese Änderung auch in meinem Originaltext auf meinem PC durchzuführen? Habe ich nicht sogar manchmal Formulierungen geändert? Textpassagen umgestellt?

Meistens habe ich meinen Originaltext aktualisiert. Da bin ich mir sicher. Aber bei einer Zusammenstellung für einen Sammelband sind mir doch schon mal kleine Unterschiede aufgefallen? Natürlich! Das betraf Beiträge, die ich für Wettbewerbe geschrieben und erst kurz vor Abgabetermin veröffentlicht habe. Da habe ich unter Zeitdruck nicht an die Aktualisierung auf meinem PC gedacht. Das könnte mir durchaus wieder passieren. Wie kann ich das verhindern?

Ach, ganz einfach! Ich werde regelmäßig alle meine BookRix Bücher als ePub-Dateien downloaden und mir ein Archiv für alle Fälle anlegen. Damit fange ich sofort an, damit ich wieder gut schlafen kann.

Habt Ihr Eure Texte aktuell gesichert?

Grüße von Monirapunzel

Monirapunzel

Monirapunzel, bekannt als langjährige und engagierte BookRix Userin, schreibt in ihrem Feuilleton über verschiedene Themen rund um BookRix.

63. BookRix Wortspiel startet am 7. Februar!

Feuilleton von Monirapunzel

Monirapunzel

 

Monirapunzel, bekannt als langjährige und engagierte BookRix Userin, schreibt in ihrem Feuilleton über verschiedene Themen rund um BookRix.

 

Hallo Ihr Lieben,

kennt Ihr das BookRix Wortspiel? Die 63. Runde dieses Klassikers startet am 07.02.14!

Gruppe BookRix WortspielDas BookRix-Wortspiel gibt es fast schon so lange wie BookRix selbst. Seit 2008 geht es darum, jeden Monat in kürzester Zeit einen Beitrag zu schreiben, der fesselt, überrascht, begeistert oder berührt.

7 Tage Zeit zum Schreiben! 7 Tage Zeit zum Lesen! Beginn immer am 7. des Monats!

Nutzt Eure Kreativität, übt Eure Schreibkunst und stellt Euch den Juroren!
Die Leser entscheiden in der darauf folgenden Woche, welcher Beitrag gewinnt.
Der Sieger des Wortspiels gibt jeweils das nächste Thema vor.
Die weiteren Infos zur aktuellen Runde findet Ihr in der Gruppe Das BookRix Wortspiel.

Ich finde es wunderbar, dass aus Themenvorgaben so unterschiedliche und sehr gute Geschichten entstehen. Sehr schwierig ist für mich immer die Abstimmung. Entscheide ich mich für eine Geschichte, die ich atemlos spannend finde oder für eine Geschichte, die mich zu Tränen gerührt hat?

Macht mit! Der Erzählstil kann frei gewählt werden. Von der Prosa bis zur Lyrik – Kurzgeschichte, Biografie, Satire, Philosophie und Gedicht – alles ist erlaubt.

Natürlich gibt es noch viele andere interessante Gruppen-Wettbewerbe bei BookRix. Davon erzähle ich Euch demnächst.

Grüße von Monirapunzel