Kategorie-Archiv: Rezensionen

edingaard_vermaechtnis_zeissler

Das Vermächtnis der Bestseller-Autorin – „Edingaard 3“ von Elvira Zeißler (Rezension)

Dies ist eine Rezension von Andreas Fischer zu “Edingaard 3 – Das Vermächtnis der Priesterin” von Elvira Zeißler. 

coverpic3dSelten ist die Fortsetzung einer Fantasy-Trilogie derart herbeigesehnt worden wie der dritte Band von „Edingaard“ aus der Feder von Elvira Zeißler. Immerhin hatte die Autorin mit den beiden vorigen Teilen bereits ordentlich vorgelegt und die Messlatte für Fantasy-Romane in puncto Kreativität und Handlungsverlauf um Einiges nach oben verschoben. Nicht umsonst hatten der „Pfad der Träume“ und der „Klang der Magie“ ausgezeichnete Platzierungen in den Bestsellerlisten. Wird das „Vermächtnis der Priesterin“, wie Band 3 im Untertitel heißt, an diese Tradition anknüpfen können?

Weiterlesen

Rezension zu „Stunde der Drachen“ von Ewa Aukett

„Sie wird Feuer und Tod in diese Welt tragen und doch ist sie dem Leben gleich …“

Endlich! Ja, endlich ist es so weit und es gibt ein neues Buch von Ewa Aukett, der sympathischen Autorin, die mit ihrem Erstlingswerk „Crafael“ für Aufsehen gesorgt hat. Jetzt kommt ihr neuster Roman „Stunde der Drachen“, und als ob das nicht schon genug Anlass zur Freude wäre, stellt man beim Anlesen auch noch fest, dass es sich um eine Fortsetzung von „Crafael“ handelt, die man jedoch problemlos auch ohne Vorkenntnisse genießen kann. Was will man mehr?

Man kriegt sogar NOCH mehr, denn „Stunde der Drachen“ ist der Auftakt einer Trilogie. Aber der Reihe nach, nicht dass sich der begeisterte Rezensent vor Aufregung noch vertippt…

Crafael“ ist ja im Genre „Fantasy-Romance“ angesiedelt. Es beginnt mit klassischen Fantasy-Elementen, entwickelt sich dann aber nicht nur zu einer wundervollen Romanze, sondern auch zu einer komplexen Zeitreisegeschichte, die nicht zuletzt durch einen ausgezeichneten Schreibstil vollauf überzeugt. Dass Ewa Aukett ein Faible sowie ein ausgeprägtes Talent für gefühl- und niveauvolle Liebesgeschichten hat, konnte man in „Crafael“ bereits feststellen. Und auch ihre folgenden Werke gingen ja in diese Richtung. Mit „Stunde der Drachen“ hat sie nun ein Buch geschrieben, das sowohl die Fantasy- wie auch die Romantikfans begeistern wird.

Zu Beginn von „Stunde der Drachen“ lernen wir die Protagonistin Lee kennen. Sie ist sehr einsam und sieht keinen Sinn mehr in ihrem irdischen Dasein. In allergrößter Verzweiflung stürzt sie sich in einen reißenden Fluss, doch… tja… anstatt im Jenseits zu landen, findet sie sich unter einem Baum im eiskalten Schnee liegend wieder. Sie ist völlig verwirrt, da sie sich an kaum etwas erinnern kann. Glücklicherweise kommt ihr aber ein brummiger, doch gutmütiger Krieger zu Hilfe, der sie nach Callahan-Castle im Lande Sijrevan bringt. Dort trifft sie erstmals auf Royce McCallahan, den Anführer eines Clans von Highlandern. Obwohl ihr ihre Erinnerungen nach wie vor beharrlich den Dienst verweigern, spürt sie beinahe überdeutlich, dass Royce für sie kein Unbekannter zu sein scheint. Was steckt hinter diesen Gefühlen? Und wird sie sich in dieser mittelalterlichen Umgebung behaupten können? Ein spannendes Abenteuer beginnt.

Um es gleich vorwegzunehmen, „Stunde der Drachen“ wird sowohl die Fans von Liebesgeschichten wie auch die von Fantasy-Abenteuern in seinen Bann ziehen. Die Handlung beginnt zunächst ein wenig geheimnisvoll, da Lee sich erst mal an die ungewohnte Welt und Zeit (!) gewöhnen muss. Nach und nach entwickelt sich dann eine zarte Romanze, die von einigen Wirrungen begleitet wird, denn die Hauptfigur beschließt, sich zu ihrem Schutz als Mann auszugeben, was ein paar skurrile Situationen verursacht. Dann, ungefähr ab dem zweiten Drittel des Buches, setzen die Fantasy-Elemente ein, worauf sich die Spannung enorm ausdehnt. Erfreulicherweise ist der Roman recht umfangreich ausgefallen, weshalb die einzelnen Handlungsstränge genügend Raum zur Entfaltung haben. Dadurch ergeben sich zahllose detaillierte Szenenbeschreibungen, die das Lesen zu einem sagenhaften Ereignis werden lassen.

Ewa Aukett ist ja bereits für ihre qualitativ hochwertigen Bücher bekannt. Auch „Stunde der Drachen“ fügt sich in diese lobenswerte Tradition ein und gibt in puncto Rechtschreibung und Grammatik überhaupt keinen Anlass zur Kritik. Das Erzähltempo ist ebenfalls gut umgesetzt. Langatmige Stellen gibt es nicht und die Spannung kann sich immer weiter steigern, bis sich dann am Schluss die Ereignisse förmlich überschlagen. Man hat also stets das Gefühl, einen hochkarätigen und sehr durchdacht erarbeiteten Roman vor sich zu haben.

Inhaltlich bietet uns Ewa Aukett eine interessante Mischung von Romantik und Fantasy. Auch etwas „knackigere“ Szenen sind enthalten, was für das nötige Knistern sorgt, auch wenn, wie ich persönlich anmerken möchte, die Formulierungen ebendieser Szenen nicht so kreativ wirken wie das Buch an sich. Das wird aber nur sehr pedantischen Rezensenten auffallen, die Liebhaber feuriger Erotik werden es ohnehin genießen und voll auskosten.

Fazit: Als Nachfolger von „Crafael“, als erster Teil einer ereignisreichen Trilogie, als perfekt abgestimmte Synthese aus Liebe, Schwertkämpfen und geheimnisvoller Zeitreise zieht „Stunde der Drachen“ so ziemlich alle Register. Und das Tolle ist, dass es Ewa Aukett grandios gelingt, aus diesen Zutaten einen bombastischen Roman zu zaubern, der nicht nur aus einem Guss ist, sondern auch großartige Unterhaltung bietet, die den literarischen Anspruch nicht vermissen lässt. Mit „Stunde der Drachen“ kann man nichts falsch machen, weil einfach alles passt. Und dazu ist der Roman auch noch so umfangreich, dass man damit ein ausgedehntes Leseerlebnis haben wird. Man kann ihn übrigens auch ohne Kenntnisse zu „Crafael“ problemlos verstehen. „Stunde der Drachen“ ist also der heißeste Tipp, seit es Bücher von Ewa Aukett gibt.

Rezension zu „Jenseits“ von Fia-Lisa Espen

Von Dunkelheit und Licht …

Nach gar nicht allzu langer Zeit gibt es wieder eine neue Fortsetzung des Romans „Stationär“ von Fia-Lisa Espen, und zwar „Jenseits“. Es geht also weiter mit den vielschichtigen Charakteren Charlotte, Rebecca, Elias und Co. Da mir die beiden bisherigen Bücher dieser außergewöhnlichen Reihe schon extrem gut gefallen haben, ist es keine Frage, dass ich mir Teil 3 nun ebenfalls genauer angesehen habe.

Während Maja noch immer mit den Nachwirkungen zu kämpfen hat, die der „Zirkel“ in ihr hinterlassen hat, gibt es für Elias neue Herausforderungen. Er erhält eine Kiste von seiner verstorbenen Zwillingsschwester Laura, in der nicht nur Briefe stecken, sondern auch noch ganz andere Erinnerungsstücke, die Elias in einen Sog des Wiedererlebens reißen. Er geht auf Entdeckungsreise in die eigene Vergangenheit, in der es Licht, aber auch Dunkelheit gibt. Derweil plagen Mirjam ganz andere Sorgen. Wie lange kann sie noch verheimlichen, wer der Vater ihres Kindes ist? Während sich Rebecca wieder in der Klinik befindet, sucht Mirjam unerwartet Charlottes Nähe.

Wie schon angedeutet, sind in diesem Teil der Reihe Elias, Mirjam und Charlotte die Hauptfiguren, um die sich die Handlung vorrangig dreht. Maja und Rebecca kommen zum Teil vor, Julie und Fritzi hingegen nur ganz am Rande. Auch Elias‘ jüngere Schwester Mira tritt wieder auf und es gibt außerdem einige neue Gesichter wie etwa Ben, Elias‘ besten Freund aus Kindertagen. Obwohl man nach „Außerhalb“ zwar auf die Fortsetzung der Julie-Handlung gewartet hat, sind die in „Jenseits“ vorhandenen Stränge kein bisschen uninteressant, eher im Gegenteil, da sich gewisse neue Verflechtungen zwischen den Figuren ergeben, mit denen man so nicht unbedingt rechnen konnte. Man wird daher – wie bei den Vorgängern schon – von der Geschichte mitgerissen und kann kaum loslassen, was nicht zuletzt daran liegt, dass die einzelnen Charaktere in gewohnter Manier beschrieben werden.

Zur Ausarbeitung des Buches muss man kaum was sagen, wenn man weiß, wie gewissenhaft Fia-Lisa Espen darauf achtet. Stil, Rechtschreibung und Cover sind mal wieder perfekt. Hier gibt es absolut nichts zu meckern. Und der Inhalt der Geschichte spielt ohnehin in einer eigenen Liga. In „Jenseits“ werden neue Facetten zu Figuren hinzugefügt, die bereits sehr viele davon hatten, mehr als das in vielen anderen Romanen der Fall ist. Bei „Jenseits“ bekommt man eine Ahnung, was es bedeutet, einen Charakter wirklich zu kennen, seine Licht- und Schattenseiten zu entdecken, seine Hoffnungen und Ängste. Hier geht es um das reale Leben von Menschen, die mit ihren Problemen zurechtkommen müssen, auch wenn die Umstände widrig sind. Aber dennoch geben sie nicht auf, weil sie sich gegenseitig unterstützen und verstehen.

Jenseits“ überzeugt als Fortsetzung der beiden bisherigen Romane auf ganzer Linie. Nur gelegentlich stellt sich die Lektüre nicht ganz einfach dar, da etwas fachsprachlich-psychologisch, was hier jedoch nicht als Minuspunkt verstanden werden soll, denn der Markt hat schließlich schon genügend Bücher, die man, ohne viel nachzudenken, zwischendurch konsumieren kann. Bei „Jenseits“ hingegen sollte man sich Zeit nehmen, wird dafür aber belohnt mit einer aufregenden Handlung, einzigartigen Protagonisten und herausragendem Sprachgenuss.

Jenseits“ kann also fraglos empfohlen werden. Wer allerdings die beiden Vorgänger „Stationär“ und „Außerhalb“ noch nicht kennt, sollte erst diese lesen. Grandios sind sie alle drei und sollten daher gemeinsam sowieso in keiner Büchersammlung fehlen. Bleibt zu hoffen, dass die Geschichte auch noch eine vierte Episode bekommt, denn sie ist definitiv ein Gewinn für die Literatur. Unbedingt lesen!

Rezension zu „You & Me – Der Zauber am Ende des Tages“ von Any Cherubim

Schmetterlinge… nicht nur im Bauch …

Viele haben schon sehnsüchtig gewartet, nun ist er da, der zweite Teil der Reihe „You & Me“ von Any Cherubim. Er heißt „Der Zauber am Ende des Tages“ und verspricht romantisches Lesevergnügen, wie man es von der Autorin schon gewohnt ist. Nicht umsonst hat der erste Teil der Reihe die Charts gestürmt. Da ist natürlich die Neugier groß, was sie sich für die Fortsetzung der Reihe hat einfallen lassen.

Zunächst wollen wir uns erinnern: Matt Baldwin wollte ja eigentlich Hannah heiraten. Alles war schon bis ins kleinste Detail vorgeplant, doch dann tauchte der Escort-Man Roger Roon und brachte Hannah ganz durcheinander. Das Ende vom Lied war, dass die Hochzeit ausfiel. Dann sah man Matt in einer Bar sitzen, wo ihn alsbald eine merkwürdige Fremde ansprach.

Und genau an dieser Stelle geht der zweite Teil der Reihe los. Matt sitzt also in der Bar und die Fremde quatscht ihn an. Zuerst reagiert er verhalten, doch nach und nach taut das Eis und die beiden kommen sich näher. Sie heißt Lu, doch wie sich am anderen Morgen herausstellt, ist sie keine Fremde. Die beiden kennen sich nämlich schon aus der Schulzeit und da war ihr Verhältnis durch ein traumatisches Erlebnis für Lu sehr angespannt. Deshalb sucht sie schnell das Weite und möchte nichts mehr mit Matt zu tun haben. Doch ihr Vater hat in der Zwischenzeit schon andere Pläne für sie ausgearbeitet. Immerhin ist Lu die Tochter eines vermögenden Firmenbosses, der sich auf den Pfad der Tugend zurückführen möchte. Dummerweise soll ihm ausgerechnet Matt dabei behilflich sein. Das kann also heiter werden.

Es ist eine drollige Idee, den am Ende von Teil 1 einsam zurückgelassenen Matt in Teil 2 zu einer der (beiden) Hauptfiguren zu machen. In Lu findet er auch eine passende Gegenspielerin, sozusagen. Auch gibt es in Teil 2 wieder eine Art Thema. In Teil 1 war es die Lyrik, hier sind es Tiere und Tierschutz. Ich möchte allerdings an dieser Stelle noch nicht zu viel vorwegnehmen, denn die Art, wie dieses Thema in die Handlung eingeführt wird, ist äußerst humorvoll. Überhaupt gibt sich „Der Zauber am Ende des Tages“ origineller und heiterer als sein Vorgänger, über dem ja das dunkle Geheimnis der Vergangenheit schwebte. Zwar gibt es in „Der Zauber am Ende des Tages“ ebenfalls eine Menge Action, doch ist die Stimmung eindeutig lockerer.

Was die Ausarbeitung des Textes angeht, kann man auf keinen Fall meckern. Any Cherubim hat hier einen Roman abgeliefert, der frei von Fehlern daherkommt und nicht nur durch das wundervolle Cover glänzt, sondern auch durch eine kurzweilige Handlung und guten Stil. Romantische Liebesszenen kommen reichlich vor und für viel Humor ist auch gesorgt. Und was ich sehr gelungen finde, ist die Art, wie der Buchtitel am Schluss der Geschichte – quasi wirklich „am Ende des Tages“ – seinen Sinn erhält.

You & Me – Der Zauber am Ende des Tages“ ist ein mit viel Liebe und Hingabe geschriebener Roman, der die Herzen wärmt. Wer auf Romantik steht, kann hier nichts falsch machen. Auch als Geschenk unterm Weihnachtsbaum kann es nichts schaden. Auf jeden Fall kann es empfohlen werden.

Rezension zu „Ein Anwalt unterm Weihnachtsbaum“ von Marina Schuster

Wie ein Pfefferkuchen, nur noch süßer …

Die Autorin Marina Schuster hat uns bereits früher schon die Vorweihnachtszeit mit romantischer Literatur versüßt. Auch dieses Jahr gibt es von ihr ein ganz besonderes Leckerli, nämlich einen „Anwalt unterm Weihnachtsbaum“. Wer den wohl geschenkt bekommt?

Michelle, eine junge aufstrebende Anwältin, hat einen kniffligen Termin bei einem berüchtigten Berufskollegen. Doch ausgerechnet heute ist sie zu spät dran, und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, reißt die Pannenserie nicht ab. Ihr Wagen namens Hulk will nicht anspringen und auf der Suche nach einem Taxi wird sie von einem frechen Sportwagenfahrer reichlich mit Pfützenwasser besprüht. Doch der Übeltäter zeigt Reue und bietet Michelle an, sie zu entschädigen, indem er sie zu ihrem Termin fährt. Etwas widerwillig nimmt sie den angebotenen Chauffeurdienst. Sie kann ja nicht ahnen, dass das Ziel der Fahrt für ihn keinen Umweg darstellt.

Schon von außen macht das Buch durch das schöne Cover viel her. Und von innen kann es sich erst recht sehen lassen. Marina Schuster verfügt ja bekanntermaßen über eine sehr angenehme Art, sich auszudrücken, stilvoll, treffend und romantisch, die man auch in diesem Roman wieder bewundern kann. So wird die Geschichte auch mit einer gehörigen Portion Humor erzählt und wirkt dadurch entspannt und locker. Außerdem weihnachtet es im ganzen Buch nur so. Im Radio werden entsprechende Hits angespielt, auf den Bergen ist Schnee zu sehen und dann verlagert sich die Handlung auch noch in einen Ort namens Elkpoint. Und die Anzahl der Kapitel beträgt 24. Da kommt schon mal ein besinnliches Feeling auf.

Ansonsten gibt es keinen Grund zur Klage. Die Rechtschreibung glänzt wie ein geschmückter Tannenbaum und man hat daher eine Menge Freude an dem Buch.

Ein Anwalt unterm Weihnachtsbaum“ eignet sich daher perfekt für die vorweihnachtliche Lektüre. Auch anzuraten für ein ruhiges Wochenende zu zweit auf einer verschneiten Berghütte. Oder als Geschenk zu Weihnachten. Auf jeden Fall ist das Buch rundum zu empfehlen.

Rezension zu „Stern der Macht – Erwachen“ von Elvira Zeißler

 Aus wahrer, unveränderlicher, unendlicher Liebe zu allen Menschen …

Endlich ist der dritte Teil zu haben! Nachdem ich schon ganz begeistert die beiden ersten Bände der Trilogie „Stern der Macht“ gelesen habe, geht es nun daran zu erfahren, wie die Geschichte zu einem Abschluss kommt. „Erwachen“ nennt sich der letzte Teil der Reihe von Elvira Zeißler. Mal gucken, was man da lesen kann.

Nach „Herzensglut“ und „Salomons Fluch“ ist „Erwachen“ nun das große Finale. Nach den Ereignissen in Band 2 ist Erin mehr oder weniger auf sich gestellt. Doch das Leben muss auch ohne Daniel weitergehen, auch wenn es schwerfällt. Mit ihrer Freundin Mia bezieht Erin eine Studentenbude. Eines Tages steht Gareth, der walisische Barde, ganz unvermittelt vor der Tür. Er hat ein kleines Mitbringsel von seinem Großvater, dem Druiden, dabei, das Erin angeblich helfen soll. Noch ehe sie überhaupt eine Ahnung hat, wofür sie das Geschenk brauchen könnte, macht sie in einem Club eine unerwartete Entdeckung. Kennt sie den Mann an der Theke wirklich? Und was haben diese seltsamen Träume zu bedeuten, die sie seit einiger Zeit verfolgen? Derweil erlebt auch Enrico von Treibnitz, skrupelloser Anführer der „Suchenden“, so einige Überraschungen. Offenbar haben sich seine Widersacher, die Bruderschaft, neu organisiert und greifen wieder in das Geschehen ein. Und dann ist da ja auch noch Erhard, der Wächter des Sterns. Er geht mittlerweile eigene Wege, doch hat er nach wie vor ein Auge auf die Amulette. Auf welcher Seite steht er?

Erwachen“ hat als abschließender Band der Trilogie die schwere Bürde zu tragen, dass hier möglichst alle losen Handlungsstränge zu einem Ende geführt und die noch offenen Fragen größtenteils geklärt werden sollten. Das ist Elvira Zeißler hier wirklich gut gelungen. Und mehr noch: „Erwachen“ bietet jede Menge überraschende Wendungen, mit denen man nicht gerechnet hat. Spannung gibt’s dabei ohne Ende und man fragt sich stets aufs Neue, wie das Ganze wohl ausgehen mag, weil die Vorhersehbarkeit durch die vielen Ereignisse schon bald völlig abhandenkommt. Erfreulicherweise wirkt die Handlung dadurch sehr abwechslungsreich und bereitet beim Lesen ein Wechselbad der Gefühle. Sehr stimmungsvoll finde ich persönlich die wiederkehrenden Rückblenden in die Zeit der Entstehung des Sterns der Macht, nicht nur weil sie die Geschichte durch den Perspektivwechsel auflockern, sondern auch wegen der tieferen Bedeutung, die sie für das Ende haben.

Was ebenfalls wieder positiv auffällt, ist die qualitativ hochwertige Ausarbeitung des Buches. Elvira Zeißler zeigt einmal mehr, dass ihre Werke ausgereift und durchdacht sind. Vom Cover über die Rechtschreibung bis hin zur Ausschmückung der Seiten ist alles wie aus dem Ei gepellt. So ein Buch zu lesen, macht einfach Freude.

Alles in allem bildet „Erwachen“ einen würdigen Abschluss der Reihe „Stern der Macht“ und dabei außerdem ihren besten Teil. Elvira Zeißler hat wieder einmal ihr Talent fürs Romanschreiben unter Beweis gestellt und ein gleichermaßen spannendes wie auch romantisches Buch herausgebracht. Für all diejenigen, die die beiden ersten Bände schon gelesen haben, ist es natürlich Pflichtlektüre. Für alle anderen empfiehlt sich jetzt erst recht ein genauerer Blick in die Trilogie, um auf den Geschmack zu kommen. Es lohnt sich.

Rezension zu „Sahnestücke“ von Ewa Aukett

„Ich mag Vieles sein, nur nicht festgelegt.“

Mit dieser selbstbewussten Aussage deutet die Autorin Ewa Aukett im Vorwort zu ihren „Sahnestücke“ an, dass die Themenvielfalt ihrer hiermit vorliegenden Kurzgeschichtensammlung beträchtlich sein wird. Das hört der lesewütige Rezensent besonders gerne, da er ja bekanntlich die Abwechslung schätzt. Was liegt da näher als gleich reinzuschauen?

Der Sammelband „Sahnestücke“ wartet mit insgesamt 13 Kurgeschichten auf. Von diesen ist eine ein Gastbeitrag von Slakje Bult. Thematisch liegen die Texte bisweilen sehr weit auseinander, was schon mal für die versprochene Abwechslung sorgt. Kurzkrimis sind ebenso enthalten wie Humorvolles, Thriller und Vampire ebenso wie Dramen. Besonders eindringlich ist „Weg in die Freiheit“, das von der Flucht einer Frau erzählt und eine düstere, spannungsgeladene Atmosphäre erzeugt. Ein anderes, ganz spezielles Schmankerl bietet „Summer Heat“. Es handelt sich dabei nämlich um die Vorgeschichte zu Ewa Auketts bekanntem Roman „Outback“ und berichtet über die darin vorkommenden Figuren Tom und Henny. Wer das Liebesabenteuer in der australischen Wildnis schon in seinem Regal hat, sollte sich daher dessen Prequel nicht entgehen lassen.

Etwas außergewöhnlich ist „Dunkle Gedanken“, da es der erste autobiografische Text von Ewa Aukett ist, den wir zu lesen bekommen. Wir erfahren, wie die Autorin ihre ersten Werke veröffentlichte und was für Hürden sie dabei überwinden musste. Das bringt uns auch den Menschen hinter der Autorin näher; ein Name wird lebendig und zeigt uns einen Teil seiner sympathischen Seele.

Die Zugabe von Slakje Bult rundet die Anthologie dann mit ulkiger und sprachlich äußerst knackiger Realsatire aus dem Leben von Autoren ab.

Zu jeder der 13 Geschichten gibt es außerdem ein kleines Vorwort, das die Umstände der Entstehung des jeweiligen Textes schildert. Das ist insofern sehr interessant, weil es einen Einblick in das Schaffen und Sichweiterentwickeln einer Schriftstellerin gewährt. Dadurch wird das in „Dunkle Gedanken“ Gesagte passend ergänzt.

Was die Qualität des gesamten Buches angeht, kann ich nur eines sagen: Ewa Aukett! Wer ihre bisherigen Werke kennt, der weiß, dass auch die „Sahnestücke“ wieder astrein abgeliefert worden sind. Ausdruck, Grammatik, Rechtschreibung überzeugen auf ganzer Linie. Vor allem aber zeigt sich eine verblüffende stilistische Wandlungsfähigkeit, mit der sich die Autorin geschmeidig jedem Genre anpasst. Dadurch erweckt sie vielschichtige, eigenständige und stets sympathische Protagonisten zum Leben, die mit einem unverkennbaren Charisma durch ihre Geschichten gleiten.

Sahnestücke“ bietet also eine gehörige Menge Abwechslung in gewohnter und geschätzter Qualität. Als Sammelband mit Kurzgeschichten lässt sich die Lektüre auch praktisch und je nach Stimmungslage einteilen. Wer Ewa Aukett noch nicht kennen sollte, hat nicht nur was verpasst, sondern hiermit auch eine wunderbare Gelegenheit, in ihr vielseitiges Werk Einblick zu nehmen. Und wer sie schon kennt, wird ohnehin gleich zuschlagen. Wie auch immer, es ist schön zu wissen, dass sich nicht alle Autoren in starre Schubladen einsortieren lassen.

Rezension zu „Maeves Grab“ von Pia Recht

„Pat warf ihm einen Blick zu, bei dem Milch sauer geworden wäre …“

Irland, die grüne Insel, ist nicht ohne Grund bekannt für angenehme Musik und mystische Geschichten. So ist es auch zu einer Quelle der Inspiration geworden, aus der viele Autoren gerne schöpfen. Auch Pia Recht, die sich im Netz sinnigerweise „Dubliner Tinte“ nennt, hat ein ausgesprochenes Faible für dieses Land und sein ganz besonderes Flair. Da verwundert es kaum, dass ihr neuer Sammelband „Maeves Grab“ ebenfalls auf der Insel spielt.

Das Werk enthält drei vollständige Romane und somit eine ganze Menge Lesestoff. Die Hauptfigur ist Sorley O’Cearnaigh, ein ehemaliger IRA-Aktivist. Da er nicht mehr für diese Organisation tätig ist, verdingt er sich dann und wann für andere Auftraggeber, die kleinere und größere Probleme zu lösen haben. In „Maeves Grab“ sind es dann eher größere Angelegenheiten, die beileibe nicht ungefährlich sind. So muss Sorley einen Heckenschützen in London ausschalten, in einem abgelegenen Kaff in Irlands Westen eine Zielperson eliminieren, ohne zu wissen, wer der Auftraggeber überhaupt war, und schließlich verhindern, dass sich jemand am Grab einer Feenkönigin zu schaffen macht. Mit von der Partie ist stets Pat Fanning, mit der sich Sorley so gut verstehen könnte, wenn – ja wenn – die beiden nicht eine hingebungsvoll gepflegte Hassliebe verbinden würde.

Wer Irland mag, kommt natürlich von Beginn an auf den Geschmack dieser Geschichten, zeigen sie doch die gesamte Bandbreite irischer Eigenarten, und das ist eben nicht nur das Idyllische und Märchenhafte. Tatsächlich spielen der Nordirlandkonflikt und die durch ihn entstandenen Verletzungen eine bedeutende Rolle in den drei Romanen und somit werden auch die unerfreulichen Seiten der grünen Insel klar angesprochen. Daraus ergibt sich jedoch eine äußerst spannende Mischung, die beim Lesen nicht nur für reichlich Nervenkitzel sorgt, sondern den Geschichten eine unvermutete Tiefe verleiht, durch die man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Gleichzeit verfügt Pia Recht jedoch auch über einen feinen Sinn für Humor und Wortwitz, der immer wieder durchbricht. Man langweilt sich hier also absolut nicht.

Die Ausarbeitung des Werkes ist sehr gut. Sorley und Pat sind Figuren mit Ecken und Kanten und werden mit viel Liebe zum Detail vorgestellt, sodass man sie mag, auch wenn sie mal Mist bauen. Rechtschreibung und Grammatik bieten keinen Grund zur Klage und der Schreibstil der Autorin verfügt über eine deutlich ausgeprägte und sehr angenehme persönliche Note, durch die sich Pia Rechts Texte von der Masse abheben. Besonders eindrucksvoll ist die Genre-Mischung aus Thriller und Fanatsy-Elementen in der Episode „Maeves Grab“ ausgefallen. Hier werden keine ausgetretenen Pfade beschritten, vielmehr entsteht nach und nach eine ganz eigentümliche Stimmung, die man so bei kaum einem anderen Buch wahrnimmt.

Alles in allem ist „Maeves Grab“ eine sehr gute Wahl, wenn man spannende und mitreißende Lektüre sucht. Nicht nur die Fans der grünen Insel werden es genießen. Die drei Romane bieten durch gute Ausgestaltung und charismatische Protagonisten ein ganz besonderes Leseerlebnis. Unbedingt reinschauen!

Rezension zu „Außerhalb“ von Fia-Lisa Espen

„Geheimnisträger und Erinnerungsmaler, Fluchtdichter, Lichtzeichner und Wärmebewahrer …“

 

Es gibt Bücher, die etwas an sich haben, das kein anderes Buch auf diese Weise ausstrahlt; etwas, das nicht nur einfach die Kombination einer ausgeklügelten Handlung mit einem hervorragenden Ausdruck ist, sondern über die Teile des Ganzen hinausreicht, weil es den Leser bewegt und auf eine gedankliche Reise mitnimmt, die unvergleichlich ist. Und so ein Buch ist „Stationär“ von Fia-Lisa Espen, das bereits vor einer ganzen Weile erschienen ist und mich sehr beeindruckt hat. Nun liegt mit „Außerhalb“ – aus dem die Überschrift für diese Rezension stammt – endlich die ersehnte Fortsetzung vor. Da ist es keine Frage, dass ich sofort einen Blick hineingeworfen habe.

Zur Erinnerung: In „Stationär“ lernten wir zunächst Rebecca und Charlotte kennen. Die beiden Frauen begegnen sich in einer psychosomatischen Klinik. Ihre Probleme sind zwar verschieden, Rebecca leidet am Borderline-Syndrom, Charlotte ist magersüchtig, doch trotzdem kommen sie sich langsam näher und entwickeln eine liebevolle Beziehung zueinander. Zusammen mit weiteren Patienten, Fritzi, Julie, Maja, Bine und Elias, versuchen sie, den Klinikaufenthalt sowie die Schatten ihrer Vergangenheit zu bewältigen.

Außerhalb“ schließt sich nun direkt an „Stationär“ an. Die Protagonistinnen sind inzwischen alle aus der Klinik entlassen und müssen, so gut es geht, ihr Leben und den Alltag meistern. Rebecca und Charlotte wohnen zusammen, Julie ist bei ihrer Familie und bereitet sich auf das Abi vor und Maja ist in Rebeccas Stadt gezogen und trifft sich oft mit Elias. Doch die Probleme und Sorgen melden sich zurück. Während Julie nach wie vor mit ihrer Magersucht zu kämpfen hat, erkennt Maja, dass sie anscheinend Gedächtnislücken hat. Sie versucht herauszufinden, was sich in diesen verlorenen Momenten ereignet hat. Dabei stößt sie nach und nach auf ein dunkles Geheimnis in ihrem Innern, das immer bedrohlichere Züge annimmt. Kann ihr neuer Therapeut ihr helfen? Unterdessen möchte Julie zurück in die Klinik, doch es ergeben sie beinahe unüberwindbare Hindernisse, da es ihre Familie nicht schafft, ihre Krankheit zu akzeptieren. So steht Julie plötzlich ganz alleine da.

In „Außerhalb“ konzentriert sich die Handlung im Wesentlichen auf die Erlebnisse von Maja und Julie, doch auch die übrigen Bekannten aus „Stationär“ kommen reichlich vor, neben Rebecca und Charlotte auch Bine und Fritzi. Elias spielt bei der Maja-Geschichte eine besondere Rolle und Julie lernt in der Schule ein Mädchen namens Mira kennen, mit der sie sich auf einer Wellenlänge zu bewegen scheint. Trotz der verhältnismäßig zahlreichen Figuren entsteht beim Lesen keinerlei Verwirrung, die einzelnen Handlungsstränge sind klar strukturiert. Auch wenn der Schwerpunkt des Geschehens auf dem Umgang mit psychischen Problemen im Alltag besteht, entwickeln sich die Vorgänge trotzdem auf eine Weise, wie man es zunächst nicht vermuten würde. Eine fortwährende Spannung schwingt mit, die sich unbemerkt aus dem Hintergrund in die Mitte der Geschichte zieht.

Was Rechtschreibung und Grammatik angeht, zeigt sich das Buch in Bestform. Das Cover ist stilistisch an dasjenige des Vorgängerromans angelehnt und schafft damit Kontinuität. Was aber einer besonderen Erwähnung bedarf, ist Fia-Lisa Espens unverkennbarer Schreibstil. „Außerhalb“ ist – wie auch „Stationär“ schon – keine bloße Aneinanderreihung von Ereignissen. Es ist weit mehr als das. Die Schilderungen der einzelnen Szenen kommen Gemälden gleich, so wortgewandt sind sie; die Formulierungen überraschen durch immer neue Begriffskombinationen, sprühen lyrische Funken durch die lebhaft vermittelte Gedankenwelt, strahlen in ungekannten Farbtönen, die die Sensibilität der handelnden Figuren auf subtile, abstrakte, aber gleichzeitig bildhaft nachfühlbare und intuitive Weise verdeutlichen. Die einzelnen Charaktere bekommen dadurch eine verblüffende Tiefe. Man kann somit die Geschehnisse in einer emotionalen Nähe zu ihnen begleiten, wie es nur bei ganz wenigen Romanen überhaupt möglich ist. Man liest nicht einfach, man erlebt. Und man versteht.

Das Fazit dieser Rezension kann also nur lauten: Unbedingt lesen! Es gibt nur wenige Bücher, die so berühren und faszinieren. „Außerhalb“ – das auch „Außergewöhnlich“ heißen könnte – ist ein literarisches Juwel, das aus dem Einheitsbrei sich oftmals wiederholender Liebes- und Fantasy-Romane so überdeutlich hervorragt, dass man es nicht oft genug betonen kann. Fia-Lisa Espen hat hier etwas Besonderes geschaffen, das man gelesen haben muss, um zu begreifen, was mit dem Medium Sprache möglich ist. Fünf Sterne sind viel zu wenig, sieben wären passender.

Rezension zu „You & Me – Zwei Leben mit dir“ von Any Cherubim

Von der blauen Blume und der Vergangenheit eines Geflohenen …

Die Autorin Any Cherubim ist längst keine Unbekannte mehr, hat sie doch mit Titeln wie „Half Moon Bay“, „Der geheimnisvolle Cherubim“ und – vor allem – „Mea Suna“ die Aufmerksamkeit vieler Leser auf sich gezogen. Ein gewisses Faible fürs Romantische ist in all diesen Werken enthalten und so verwundert es auch nicht, dass das neue Buch namens „You & Me – Zwei Leben mit dir“ ebenfalls dem Genre „Liebe“ zuzuordnen ist.

Zum Inhalt: Hannah ist rundum zufrieden mit ihrem Leben. Sie ist verlobt mit einem reichen und netten Mann, ihre berufliche Zukunft als Angestellte in seiner Firma ist gesichert und mit Lisa hat sie eine „beste“ Freundin, die sich stets um sie sorgt. So ist sie immer bemüht, Hannah etwas Abwechslung und Spaß zu verschaffen. Eines schönen Abends nimmt sie sie daher zu ihrer Tante Nancy mit, die die Gastgeberin einer Vernissage ist. Auf der Ausstellung wird auch die Statue eines stattlichen Mannsbilds ausgestellt, doch damit passiert Hannah ein folgenschweres Unglück – das hier nicht näher beschrieben werden soll, um den Spaß beim Lesen der Szene nicht zu verderben. Als Hannah bereits das Schlimmste befürchtet, kommt ihr ein – ziemlich lebendiges – Mannsbild zu Hilfe, nimmt das Missgeschick kurzerhand auf die eigene Kappe und besänftigt so die Anwesenden.

Hannahs Retter ist Roger Roon, ein Escort-Man, und sie kann ihn aus unerfindlichen Gründen nicht richtig ausstehen. Doch durch seine Rettungstat steht sie in seiner Schuld. Da bittet er sie um einen Gefallen: Für einen Besuch in seiner alten Heimat braucht er eine Begleitung, damit seine Großmutter einen tollen und sorglosen achtzigsten Geburtstag feiern kann. Nach einigem Hin und Her willigt Hannah schließlich ein, zu diesem Anlass Rogers Freundin zu spielen. Doch allmählich stößt sie auf einen dunklen Fleck in der Vergangenheit des Escort-Mans, den er zu verbergen versucht. Was ist damals wirklich geschehen? Und je besser sie Roger kennenlernt, desto lauter wird eine kleine Stimme in ihr, die sich fragt, ob sie wirklich so zufrieden mit ihrem Leben ist.

You & Me – Zwei Leben mit dir“ gibt sich in sehr guter Qualität, was Rechtschreibung, Ausdruck und äußere Aufmachung anbetrifft. Auch die Handlung weiß zu gefallen, denn nach und nach werden die geheimnisvollen Ereignisse aus Rogers Vergangenheit aufgedeckt und das erzeugt eine fortwährende Spannung. Das romantische Element kommt selbstverständlich auch nicht zu kurz und die Einarbeitung klassischer Literatur verleiht der Geschichte noch eine künstlerische Note, wobei ich mich allerdings frage, ob die New Yorker tatsächlich Goethe und Novalis zitieren oder doch eher Shakespeare, aber das ist sicherlich ein ziemlich pedantischer Gedanke. Das Cover hat einen Bezug zu einem Aspekt der Handlung, passt also ideal zum Buch.

You & Me – Zwei Leben mit dir“ ist vor allem eines: romantische Unterhaltung, die ein kurzweiliges prickelndes Lesevergnügen bietet. Eine liebenswerte Handlung wird sensibel und einfühlsam erzählt. Sicher macht sie auch ein wenig nachdenklich, wie es denn mit der eigenen Zufriedenheit aussieht. Dadurch lassen sich Hannahs Gedankengänge nur noch besser nachempfinden.

Das Buch kann also bedenkenlos empfohlen werden und wird mit Sicherheit eine große Fangemeinde finden.