Kategorie-Archiv: self-publishing

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Was bringt der Self-Publishing-Day 2017? Interview mit Lutz Kreutzer

Der Self-Publishing-Day (#SPDay) geht in die nächste Runde. Und zwar unter neuer Organisationsleitung: Lutz Kreutzer, Autor, Trainer und Eventmanager, tritt an, das erfolgreiche Format in die Zukunft zu führen. Wir haben ihn dazu befragt, warum Autoren unbedingt kommen müssen!

Eine generelle Frage zum Einstieg: Was erwartet die Besucher auf dem #spday17 – und warum muss man als Selfpublisher kommen?

Lutz Kreutzer (c) privat

Lutz Kreutzer (c) privat

Der Self-Publishing-Day 2017 greift einen Bogen auf: „Vom Geistesblitz zum Buch“. Ob Sachbuch oder Belletristik, ob E-Book oder gedruckt, die Vorträge und Workshops zeigen ganz praktisch eine Art Workflow auf und helfen dem Self-Publisher, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Tipps für bessere Schreibergebnisse, Klappentext und Exposé, optimale Zusammenarbeit mit Lektoren, technische Erstellung von E-Books, und natürlich Marketing, Marketing, Marketing. Aber das Schöne dabei ist: Hier sind die Autoren unter sich, also anders als auf Buchmessen. Anfänger sind ebenso willkommen wie Fortgeschrittene, und die Profis geben hautnah ihre Erfahrungen weiter. Der SP-Day ist mittlerweile zu einer Art Familientreffen geworden, ganz ohne Berührungsängste. Eine vergleichbare Veranstaltung gibt es in dieser Form nicht.

Du hast Organisation und Veranstaltung des #spday im letzten Jahr übernommen. Wie kam es dazu?

Andreas Hollender, der den SP-Day im Jahr 2014 erfunden hat, wollte sich und seine Arbeit auf seinen Verlag konzentrieren. Er hat letztes Jahr nach dem SP-Day in München jemand gesucht, in dessen Hände er den SP-Day geben kann. Da ich seit Beginn bei jeder Veranstaltung, also 2014, 2015 und 2016, als Referent dabei war, kannte ich den Ablauf und die Details. Weil ich mich von meinem Management-Dasein in der interationalen Softwarebranche zurückgezogen habe, kam mir der SP-Day gerade recht. Ich habe nicht lange überlegen müssen, denn ich finde diese Veranstaltung einfach Klasse!

Bist du zufrieden mit der Entscheidung? Was reizt dich besonders an der Veranstaltung und welcher Teil der Orga macht dir am meisten Spaß?

Eindeutig Ja! Hier helfen Autoren anderen Autoren, wie wunderbar! Und ich freu mich riesig auf Hamburg. Ich bekomme viel Zuspruch für die Auswahl der Referenten und das Programm. Der besondere Reiz liegt darin, dass es sich um ein relativ neues Geschäftsfeld in der Literaturszene handelt. Beim Self-Publishing gibt es sehr viel kreatives Potenzial, im Gegensatz zur Verlagswelt, wo die Abläufe doch sehr festgefahren waren. Was wirklich sehr spannend ist, dass sich die Self-Publisher ihren Markt irgendwie selbst schaffen und ihn durch eigene Ideen stark beeinflussen können, ganz unabhängig von Verlagen. Bei dieser spannenden und auch schönen Arbeit will ich die Leute mit dem Self-Publishing-Day unterstützen. Ich hatte selbst einen Bestseller, und meine Managementerfahrung hilft mir sehr, die Veranstaltung duchzuführen.

Was ändert sich gegenüber den Vorjahren?

Das Self-Publishing ist derweil aus den Kinderschuhen heraus, der Self-Publishing-Day wird daher auch erwachsener. Wir haben als Referenten mittlerweile viele Profis, die ihr Geschäft sehr gut verstehen. Eine Umfrage unter den Teilnehmern hat ergeben, dass das Interesse an Marketing- und Social Media-Themen im Vordergrund steht. Darauf geht das Programm für den SP-Day 2017 ein. Ich konnte auch neue Sponsoren gewinnen. Die sind auch absolut nötig, denn ohne Sponsoren wäre der SP-Day nicht durchführbar. Die Eintrittsgelder allein würden nicht ausreichen.

Und zum Schluss: Worauf und worüber freust du dich am meisten?

Auf die Teilnehmer, auf die Gäste und die Gespräche mit ihnen in heiterer Atmosphäre. Und darauf, am Ende des Convents hoffentlich in lauter zufrieden lächelnde Gesichter blicken zu können.

Aufruf zum e-ditio Independent Publishing Award für ausgezeichnete Lektorate

Rechteck Logo+SpruchDas Berliner Jungunternehmen e-ditio, das Self-Publishern und Verlagen per Algorithmus qualifizierte Übersetzer, Lektoren und Korrektoren sowie Textgutachter vermittelt, schreibt zum zweiten Mal den “e-ditio Independent Publishing Award” (#eIPA16) für gut lektorierte eBooks von Self-Publishern aus.

Es tönt allerorts: Self-Publisher professionalisieren sich zusehends – und mit ihnen ihre Vermarktungsstrategie, ihre Vertriebswege und natürlich die Textarbeit.
Schon heute zeichnen sich einige selbstpublizierte Bücher durch ein sehr gutes Lektorat aus.

Dies möchte e-ditio honorieren und daher gut lektorierten E-Books von Self-Publishern wieder einmal den e-ditio Independent Publishing Award verleihen. Es geht dabei um die inhaltliche wie stilistische Qualität, den berühmten “roten Faden” sowie die Einheitlichkeit und Formalitäten, welche die aus Lektoren zusammengesetzte Jury bewerten wird.

Der Gewinnerin des letzten Jahres, Christine Jaeggi, ist es seither gut ergangen: Der Gewinnertitel „Fatale Schönheit“ kletterte in den Charts nach oben und ihr zweites Buch „Das Geheimnis der Muschelprinzessin“ ist bereits bei Ullstein erschienen.

Bis zum 6. Juni können Self-Publisher ihre Werke aus den Bereichen Frauenunterhaltung, Spannung und (populäres) Sachbuch einsenden; die Gewinner werden im Juli bekannt gegeben. Der Wettbewerb wird im nächsten Jahr mit anderen Schwerpunkten weitergeführt. Den Besten winkt das e-ditio Gütesiegel, das künftig von dem guten Lektorat und der Qualität zeugt und für Werbemaßnahmen genutzt werden kann, sowie Empfehlungen bei großen eBook-Onlineshops.

Voraussetzungen sind in diesem Jahr:
• Das Werk wurde in den letzten zwei Jahren oder wird in den nächsten drei Monaten publiziert.
• Die Einsendung liegt in deutscher Sprache in den Formaten EPUB oder MOBI vor.
• Es muss ein vollständiges Exemplar ohne DRM an info@e-ditio.eu gesendet werden.
• In diesem Jahr liegen die Genreschwerpunkte aufgrund der Spezialisierung der Jury in den Bereichen: Spannung, Sachbuch und Frauenunterhaltung
• Das Werk wird nicht exklusiv über einen Anbieter angeboten.

Die diesjährige Jury des #eIPA16 besteht aus:
• Dr. Gregor Ohlerich (Dozent und freier Lektor bei Obst & Ohlerich, u.a. für Random House)
• Louisa Pegel (Lektorin Midnight und Forever)
• Julia Wagner (Inhaberin von www.deintextdeinbuch.de und ehemalige Lektorin Ullstein Verlag)
• Tom Müller (Lektor Aufbau Verlag)

Das Kleingedruckte:
Teilnehmen kann jede(r) Autor/-in mit einem Werk, welches nicht in einem Verlag publiziert oder dessen Lektorat von einer Institution oder Organisation bezahlt wurde. Die Ausschreibung ist nicht gekoppelt an ein Lektorat vermittelt über e-ditio CTC UG (haftungsbeschränkt). Selbstverständlich wird das Urheberrecht gewahrt und das Werk oder andere Daten nicht an Dritte weitergegeben. Einsendeschluss ist der 06. Juni, die Gewinner werden schriftlich im Juli 2016 verständigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es sind keine Barerlöse möglich.

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Interview zum Self-Publishing-Day 2016: “Der Traum vom Self-Publishing”

Viele Autoren möchten ihr Werk selbst verlegen – und dadurch nicht nur völlige inhaltliche Freiheit genießen, sondern auch komplett von ihren Erlösen profitieren. Der Erfolg im Self-Publishing hängt nicht nur davon ab, ein gutes Buch zu schreiben, sondern auch von Marketing- sowie Vertriebsentscheidungen und nicht zuletzt von guter Vernetzung. Fürs Networking wie auch für die Fortbildung bietet der Self-Publishing-Day, der dieses Jahr am 9.4. in München stattfindet, eine gute Plattform. Wir haben den Veranstalter Andreas Hollender befragt, warum selbstverlegende Autoren unbedingt kommen sollten!

BX: Was hat sich in den letzten Jahren rund um den Self-Publishing-Day getan?

Andreas Hollender, (c) privat

Andreas Hollender, (c) privat

AH: Der Self-Publishing-Day ist längst nicht mehr unbekannt in der Buchbranche. Durch ihn sind die Selbstverleger aneinander gerückt, haben sich vernetzt, kooperieren miteinander und tauschen sich rege aus. Für viele Autoren rücken die Wege des Erfolges in greifbare Nähe. Denn der Self-Publishing-Day beweist eines ganz klar und jedes Jahr aufs Neue: Es gibt die unterschiedlichsten und konstruktivsten Wege zum Erfolg. Die Bedürfnisse, die wir aufgriffen, als wir den Self-Publishing-Day gründeten, bestehen nach wie vor. In diesem Jahr findet der Self-Publishing-Day zum dritten Mal statt und es werden, wie in den Vorjahren, großartige Künstler der Literaturszene anwesend sein.

Der Self-Publishing-Day bietet die Möglichkeit, von erfolgreichen Autoren zu lernen, sich an ihnen zu orientieren und ein Miteinander zu schaffen. Fachleute der Buchvermarktungsindustrie halten eine enorme Auswahl an Workshops bereit. Dabei fokussieren sie sich nicht nur auf die Erstellung aussagekräftiger Cover, Klappentexte oder Schreibtechniken, sondern ebenso auf erfolgsgekröntes Buchmarketing, wirksame PR-Strategien und die Bedeutung sozialer Medien.

Wie sieht denn die Gästeliste aus?

Auch in diesem Jahr erwartet der Self-Publishing-Day außergewöhnliche Referenten und Autoren. Sie haben die Möglichkeit, Poppy J. Anderson, Hanni Münzer, Kirsten Wendt, Lutz Kreuzter und viele weitere erfolgreiche Autoren hautnah zu erleben. Erfahren Sie im Workshop von Lutz Kreutzer „Eine Geschichte braucht klare Charaktere“, wie Sie spannende Figuren erschaffen, oder lernen Sie von Bela Bolten, wie Sie einen Plot erstellen. Neobooks, BOD, Twentysix, epubli, Tolino Media, Amazon, nur um einige der Aussteller zu nennen, halten interessante Vorträge für Sie bereit. Obwohl die Themen jedes Jahr variieren, sich den Bedürfnissen der Selbstverleger anpassen, und die dringlichsten Aspekte der Gegenwart aufgreifen, bleibt eines immer gleich: Der Self-Publishing-Day lässt Autoren enger zusammenwachsen. Der Austausch von Informationen, gegenseitige Hilfe, bis hin zu Aufträgen innerhalb der geschlossenen Gruppen, wachsen stetig an.

Wo bekommt man Tickets?

Über unseren eigenen Ticketservice können die Tickets sicher und bequem bestellt werden. Im Ticketpreis enthalten sind: die Teilnahme an den Vorträgen und Workshops. Dazu ist für die Verpflegung mit Kaffee, Tee und Brezeln am Vormittag, mit einem tollen Mittagsbuffet und am Nachmittag mit Kaffee, Tee und Kuchen gesorgt. Frühbucher haben immer den besten Preis. Monatlich steigen die Ticketpreise zum Event an. Der #SPDay16 findet im Novotel München City statt, Tickets bestellen und mehr erfahren können Sie unter: http://self-publishing-day.de

Und noch eine abschließende Frage: Wie sollte man sich auf den SPDay am besten vorbereiten?

Grundsätzlich bedarf es keiner umfassenden Vorbereitung zum SPDay 2016. Sicherlich ist es sinnvoll und nützlich, dass die Teilnehmer sich im Vorfeld überlegen, welches Workshopthema für sie am interessantesten ist. Wo liegt für sie bei den vielfältigen Themen der Fokus. Wo haben sie offene Fragen, in welchen Themen brauchen sie noch Informationen. Gibt es bestimmte Nachfragen an die Aussteller, oder einen Referenten mit dem sie sich gern einmal austauschen möchten. Haben sie gezielte Fragen, die ihnen bei der Veröffentlichung ihrer Werke von Bedeutung sein können.

Mein persönlicher Tipp wäre es: Die Pausen nicht nur allein zum Schlemmen, sondern auch zum Vernetzen und Austausch von Informationen zu nutzen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass gerade in dieser Zeit wertvolle Gespräche entstehen.

Auf unserer der Website zur Veranstaltung bekommen die Teilnehmer einen detaillierten Einblick in Aussteller, Referenten und Workshopthemen.

Young female is writing notes and planning her schedule.

Wie schreibe ich ein gutes Exposé?

„Bitte reichen Sie ein Exposé ein.“

Dieser Satz verursacht bei vielen Autoren regelmäßig Schweißausbrüche und kalte Füße.

Einen Tausend-Seiten-Roman schreiben? Kein Problem.

Aber bei 2-3 Seiten Exposé rauft sich so manch einer die Haare.

Schwierigkeiten und Stolpersteine gibt es beim Exposé genug: Wie balanciere ich auf dem schmalen Grat zwischen sachlich und werbend? Wie ausführlich darf/soll/kann die Zusammenfassung des Inhalts sein? Was soll ich denn überhaupt reinschreiben, was kann ich auslassen?

Vorneweg noch eine Sache: Es gibt kein Universalrezept für ein ideales Exposé, jeder Verlag, Agent oder Lektor hat seine eigene Vorstellung davon, wie das perfekte Exposé aussehen soll. Informiere dich auf der Verlags- oder Agenturseite, oftmals werden dort schon einige Hinweise und Besonderheiten zu den Anforderungen genannt.

Wozu ein Exposé?

Deine Eintrittskarte in die Verlagswelt ist ein gut durchdachtes, gehaltvolles und sinnvoll strukturiertes Exposé. Erfahrene Lektoren und Literaturagenten werden ein Manuskript gar nicht erst lesen, wenn das Exposé sie nicht überzeugt.

Doch auch, wenn du dein Werk keinem Verlag anbieten möchtest, empfiehlt es sich trotzdem, ein Exposé anzufertigen. Oftmals merkst du beim Versuch, dein Manuskript zusammenzufassen und einen Handlungsaufriss auszuarbeiten, welche Schwachstellen dein Werk noch hat. Du bekommst eine objektivere Sichtweise auf deine eigene Arbeit und stellst vielleicht erst beim Erstellen des Exposés erschrocken fest, dass deine Nebenhandlungen zu stark gewichtet sind oder verhältnismäßig unwichtigere Teile zu lang beschrieben werden. Fällt es dir schwer, den Hauptplot in einem klaren Spannungsbogen kurz und logisch nachvollziehbar unterzubringen? Dann solltest du vielleicht nochmal überprüfen, ob denn dein Manuskript überhaupt logisch und nachvollziehbar ist. Oftmals weisen Unverständlichkeiten im Exposé darauf hin, dass auch im Manuskript Unklarheiten zu finden sein werden.

Bei Facebook wurden Autoren dazu aufgefordert, die Handlung ihrer Werke in einem zusammenfassenden, prägnanten Satz zu beschreiben. Für viele Autoren ist schon diese – durchaus sinnvolle – Übung eine Königsdisziplin. Obwohl einige tolle, treffende Sätze dabei waren, konnte man zwei unterschiedliche Problematiken erkennen:

  • Einige Autoren verwechseln an dieser Stelle den Inhaltssatz mit einem Werbesatz. Konzentriere dich darauf, den Kern des Werkes darzulegen. Überlege dir, was der wichtigste Aspekt deines Manuskripts ist, und distanziere dich dabei emotional von deiner Arbeit.
  • Die zweite große Schwierigkeit zeigt sich darin, dass der Satz sich zwar auf den Inhalt bezieht, der Autor allerdings Probleme damit hat, zum eigentlichen Kern vorzustoßen. Diese Sätze sind oft ungenau und wirken unbestimmt und unschlüssig. Wenn du dir ernsthafte Gedanken darüber machst, was das Wesen deines Werkes ist, fällt es dir auch beim Schreiben leichter, die Handlung um diesen Hauptgedanken herum aufzubauen.

Wenn du ein Exposé anfertigst, legst du damit dein eigenes Werk unter die Lupe und stellst dir dabei nochmal die grundlegenden Fragen:

  • Was ist die Haupthandlung meines Werkes?
  • Was unterscheidet mein Manuskript von anderen Manuskripten des gleichen Genres oder sogar Themas?
  • Was will ich mit meinem Werk vermitteln? Was möchte ich beim Leser auslösen?
  • Liegt der Fokus bei meinem Manuskript auf der Handlung oder der emotionalen Ebene?
  • Hat mein Werk einen roten Faden? Ist es stimmig? Sind die Handlungen abgeschlossen und nachvollziehbar?

Natürlich solltest du dir schon Gedanken über diese Fragen gemacht haben, bevor du mit deinem Manuskript beginnst, aber nicht selten verschieben sich die Antworten während des Schreibprozesses unbemerkt.

Auch, wenn es anstrengend, nervig und zeitaufwendig ist – sinnvoll ist es dennoch, jeweils ein Exposé vor und eines nach der Arbeit am Manuskript anzufertigen.

Und wie schreibe ich denn nun ein Exposé?

Genug dazu, wozu ein Exposé geschrieben werden sollte – nun geht es ans Eingemachte.

Der kurze, einleitende Text sollte den Arbeitstitel sowie Informationen zu Genre und Thema enthalten und auf die Zielgruppe eingehen. Benenne das Genre ganz konkret und vermeide Aussagen wie: „Es ist zwar ein Thriller, aber auch mit Romantik und ein bisschen Fantasy“. Unentschlossenheit wirkt hier unprofessionell, also leg dich fest! Du kannst dein Manuskript auch mit ähnlichen Werken des gleichen Genres vergleichen, aber sei vorsichtig: ein Vergleich mit Jane Austen, Arthur Miller oder Tolkien wirkt unangebracht und überheblich – orientiere dich lieber an „kleineren“ Autoren.

Biographische Angaben gehören nur dann ins Exposé, wenn sie für den weiteren Inhalt wichtig sind oder besonders hervorstechen (große Literaturpreise, namhafte Tätigkeiten) und werden ansonsten separat in der Vita genannt.

Nun kommt wieder die Mein-Werk-in-einem-Satz-Übung zum Einsatz. Fasse noch vor der Inhaltsangabe dein Manuskript in einem Satz zusammen; zur Not auch in zwei oder (maximal!) drei Sätzen.

Jetzt folgt der entscheidende und längste Teil – die Inhaltsangabe.

Ein Exposé wird immer im Präsens geschrieben und sollte – wenn nicht ausdrücklich anders angegeben – nicht mehr als zwei bis drei DIN A4 Seiten umfassen, wobei die Inhaltsangabe den größten Teil davon einnimmt. Bleib sachlich; das Exposé ist kein Klappen- oder Werbetext. Sätze wie „Und dann geschieht Unglaubliches“ oder „Um das zu erfahren, müssen Sie mein Manuskript lesen“ gehören hier nicht hin! Wichtig ist vor allem, die Handlung knapp, verständlich und logisch nachvollziehbar aufzuzeigen. Wertungen oder Interpretationen deines eigenen Textes sind hierbei fehl am Platz. Dein Exposé ist auch keine Absichtserklärung, also verzichte darauf, dem Lektor oder Leser zu erläutern, was der tiefere Sinn deines Buches ist oder was für eine Botschaft es vermitteln soll. Entweder dein Werk schafft das von selbst – oder eben nicht.

Achte darauf, dass sich die Länge der Inhaltsangabe bei deinem Exposé zum einen an der Länge und Komplexität des Manuskripts orientiert und zum anderen daran, was du mit dem Exposé bezwecken willst. Bei einem halbseitigen, werbenden Exposé sollte sich die Inhaltsangabe auf die Haupthandlung und die wichtigsten Protagonisten beschränken. Bei einem Exposé, das einem Agenten, Lektor oder Verlag als Ausarbeitungsgrundlage dient, muss die Inhaltsangabe ausführlicher sein und alle Figuren und Nebenhandlungen einschließen.

Jetzt kommt der kniffelige Teil. Nachdem dir hier nun lang und breit erzählt wurde, dass die Inhaltsangabe kein Werbetext ist und möglichst sachlich und knapp abgehandelt werden sollte, folgt nun das große ABER.

ABER dein Exposé muss dennoch so gut geschrieben, packend und mitreißend sein, dass derjenige, der es in die Finger bekommt, auch tatsächlich Interesse daran hat, dein Manuskript zu lesen. Rück die Handlung ins rechte Licht, hebe die Besonderheiten deiner Arbeit geschickt hervor und lass deine Protagonisten lebendig und greifbar erscheinen. Du musst bei der Charakterisierung deiner Figuren nicht in die Tiefe gehen, aber deren Motivationen und Handlungen müssen klar und verständlich sein.

Ready to go?

Wahrscheinlich brennst du jetzt schon richtig darauf, dich an einem Exposé zu versuchen. Es ist immer hilfreich, das Exposé von Personen lesen zu lassen, die das Manuskript nicht kennen. Such dir zwei, drei Freunde, die dir ehrlich sagen, ob dein Exposé (besonders die Inhaltsangabe) verständlich und ansprechend ist. Falls es beim ersten Mal nicht gleich perfekt ist – nur nicht aufgeben!

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Thriller oder Krimi?

Was unterscheidet die beiden Genres voneinander?

Thriller und Krimis gehören zu den beliebtesten Genres des Buchmarktes. Allerdings sind die Grenzen zwischen diesen beiden Kategorien oftmals fließend, was eine klare Zuordnung und Definition nahezu unmöglich macht. Subgenres, Mischformen und falsche Bezeichnungen erschweren die Unterscheidung zusätzlich.

Nichtsdestoweniger wollen wir hier den kurzen Versuch einer Abgrenzung unternehmen.

Der Krimi konzentriert sich für gewöhnlich in erster Linie auf die Aufklärung eines Verbrechens, die Rahmenhandlung wird durch die Ermittlungsarbeit vorgegeben. Es geht darum, eine Tat aufzuklären und nicht darum, sie zu verhindern. Das Verbrechen setzt hierbei den Startschuss für den Krimi, der Höhepunkt ist die Auflösung, die Erkenntnis. Der Leser grübelt gemeinsam mit dem Ermittler und hat dafür auch nur die Informationen, die diesem zur Verfügung stehen.

Das wichtigste Rezept für den Krimi: Der Detektiv darf niemals mehr

wissen als der Leser.”

(Agatha Christie)

Während der Detektiv im klassischen Kriminalroman eine eher unantastbare Person ist, baut der Thriller darauf auf, dass die ermittelnde Person selbst eine wichtige Rolle für die Handlung spielt und dass durch den erbitterten Gegenspieler Gefahr für Leib und Leben des Helden droht.

Im Thriller ist es nicht zwingend notwendig, dass der Held, der dem Täter auf der Spur ist, tatsächlich im kriminalistischen Bereich tätig ist. Oftmals gerät der unbescholtene Protagonist durch Zufall in eine Situation, die ihn dazu antreibt oder gar zwingt, Jagd auf den Gegenspieler zu machen. Der Held entwickelt sich weiter, lernt, quält sich und besteht undenkbare Herausforderungen. Dabei ist es durchaus möglich, dass dem Leser Informationen zur Verfügung stehen, die dem leidenden Helden vorenthalten bleiben. Nicht selten führt das zu Momenten, in denen der Lesende der zentralen Figur am liebsten „HALT! STOP! Tu das nicht!“ zurufen würde, weil er schon längst weiß, was sich hinter einer verschlossenen Tür oder dem Rücken der hübschen und scheinbar unschuldigen Helferin des Helden versteckt.

Wesentliches Element des Thrillers ist – wie der Name schon sagt – der Nervenkitzel, der thrill. Ein Krimiautor will für gewöhnlich den Kopf, das Gehirn des Lesers erreichen und anregen, dieser soll mitdenken, überlegen, kombinieren und spekulieren. Der Thriller hingegen zielt auf den Bauch, die Haut, das Herz und den Puls. Er soll das Kribbeln im Nacken, das Gefühl, beobachtet zu werden, den Drang, sich umzusehen und vor dem Schlafengehen die Türen abzuschließen, auslösen. Ein guter Thriller sorgt dafür, dass der Leser nachts wachliegt und die Story ihn vielleicht sogar in den Schlaf begleitet, während der Krimi-Leser über vollgekritzelten Notizblöcken mit Hinweisen brütet, um noch vor dem Ermittler herauszufinden, wer es denn nun getan hat.

Zentrales Thema im Krimi ist die Neugier, im Thriller dagegen die ANGST.

 

BookRix und Bastei Lübbe starten strategische Partnerschaft

Wie es vielleicht einige Schnelle von euch bereits aus den Medien erfahren haben, wurde heute eine strategische Partnerschaft zwischen BookRix und Bastei Lübbe, einem der digitalen Vorreiter der deutschen Verlagsbranche, besiegelt und verkündet.

Viele von euch fragen sich nun bestimmt was das bedeutet und was sich dadurch ändert. Macht euch keine Sorgen. Denn ändern wird sich an BookRix selbst und speziell für euch User nämlich gar nichts – weder an der Community, unserer Webseite, noch an BookRix als unabhängigem Self-Publishing-Anbieter.

Positive Auswirkungen wird es aber mit Sicherheit geben: denn die Autoren unter euch werden von dieser engen Partnerschaft profitieren. Wir sind uns sicher, dass sich durch die Zusammenarbeit mit Bastei Lübbe  neue Chancen eröffnen werden, zum einen eure eBooks einer noch breiteren Leserschaft zugänglich zu machen und zum anderen unseren Self-Publishing-Service weiter zu verbessern und noch mehr nach euren Bedürfnissen zu gestalten.

Erste Verträge im Rahmen von BookRix Selected

Tanja Rauch und Ewa Aukett erhalten als erste Self-Publishing-Autorinnen eine Vorschusszahlung für ihr nächstes eBook

Vor zwei Wochen haben wir bekannt gegeben, dass wir im Rahmen des Programms „BookRix Selected“, Vorschüsse an ausgewählte Indie-Autoren zahlen wollen. Nun präsentieren wir Euch stolz die ersten beiden Autorinnen aus unserer Community, die wir für eine engere Zusammenarbeit gewinnen konnten. Beide erhalten eine Vorschusszahlung für das nächste via BookRix publizierte eBook.

BookRix-Autorin Tanja Rauch

BookRix-Autorin Tanja Rauch

Tanja Rauch konnte mit den ersten beiden Teilen ihrer Fantasy-Reihe „Blutsdämmerung“ bereits tausende Leser begeistern und dementsprechende Verkaufszahlen vorweisen. Momentan schreibt sie am dritten Teil, der in einigen Monaten über BookRix veröffentlicht wird. Auch ihr im Juli 2013 erschienener Erotikroman „Bittersüße Sehnsucht“ entwickelte sich zum Indie-Bestseller und schaffte es bei Amazon bis auf Platz 2 der Kindle-Charts in der Kategorie „Erotik/Romane und Erzählungen“.

Ewa Aukett, Autorin des erfolgreichen Liebesromans „Outback“, kommt ebenfalls in den Genuss eines Vorschusses. Sie arbeitet aktuell an der Fortsetzung ihres Self-Publishing-Debüts „Outback“. Das eBook schaffte es bereits kurz nach Veröffentlichung in die Kindle Top 10 / Liebesromane.

Natürlich wollen wir mit „BookRix Selected“ nicht nur Indie-Autoren aus  unserer Community unterstützen, deshalb befinden wir uns aktuell auch mit diversen hochkarätigen Autoren im Gespräch, die ihre eBooks bisher nicht über BookRix veröffentlicht haben.

Mehr Infos zu BookRix Selected findest Du auf unserer Info-Seite zum Thema “Vorschüsse für Self-Publishing-Autoren”