Die Welt der Feen und Elfen:

Jurywertung, die Fünfte.

Schon die Fünfte? Dann bleiben ja nur noch 2 übrig. Oje. Wir nähern uns dem Ende und doch… Kann sich noch alles ändern. Nach der Vierten Wertung sah der Punktestand aber erst einmal so aus:

Calysta“Die Liebe eines Schöpfers”6
Acardia“Kummerfäden” 5
Riedel
“Das Königreich des Herbstes” 3
CosimettaDie Waldfee 3
FullmoonElfenwald 2
Mapa67Die letzte Elfe des Lichts 2
Jean.p.schettlerReginas zweite Flügel 1
Hannes.ZawodnikSchatten aus Gold
Miss.wunderlich“Die Fee der vergessenen Wünsche” 1
Moorhenne
“Abends” 0
T.j.hudspethFeenherz und Elfenblut 0
JenniferblackdeathIce geflüster 0
MonirapunzelGriseldis 0
R.hoenatschDas Geheimnis von Petunia Goldherz 0
DiefeenkennerDie wahren Feen von heute! 0

…und jetzt?

Jetzt erzählt uns Perdita, alias Sundown, Administratorin der Gruppen „Kunst“ und „Poesie“, Mitgründerin des Sperling-Verlags und Gewinnerin des Jurywettbewerbs „Fremde Weihnacht“, welche Geschichten sie überzeugt haben.

Ihr Lieben,
es war echt schwer.
Ich habe alle Geschichten mehrmals gelesen und 5 in die engere Wahl genommen. Wieder gelesen und nun hier mein Ergebnis.


1. Die Fee der vergessenen Wünsche

Ein modernes Märchen, in einer erfrischenden Sprache erzählt. Das Feen nicht immer nur in Geschichten auftauchen müssen, die mit „Es war einmal“ anfangen, beweist Birgit Schulz mit ihrer kleinen Erzählung.

Sehr bildhaft entführt sie den Leser in eine kleine Kneipe, wie man sie wohl in jeder Stadt findet. Eine Stätte, in der sich Nacht für Nacht die Einsamen und Glücklosen einfinden, um für ein paar Stunden ihre Sorgen vergessen zu können. Auch die Fee Sylvi steht in der Feenwelt auf der anderen Seite. Sie ist weder elfenhaft schön wie andere ihrer Art, noch hat sie das Rüstzeug, um alle Wünsche erfüllen zu können. Und doch hat sie es geschafft sich einen Platz in ihrer Welt zu erobern. Anschaulich erzählt die Autorin in kleinen Rückblenden einiges aus dem Leben von Sylvi. So vergisst man als Leser sehr schnell das Aussehen der Fee und sieht nur noch ihr Herz. Die Protagonisten wurden gut gewählt und obgleich einige Umstände mit Klischees behaftet sind, stört das die Story in keinster Weise. Die Kernaussage, dass es nicht immer die großen materiellen Wünsche sind, die glücklich machen, sondern vielmehr oft die kleinen, eben „vergessenen“ Wünsche, auf die man manchmal nur mit einem kleinen Stups hingewiesen werden muss, wird hier voll getroffen.

Abgesehen von wenigen kleinen Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehlern, einigen Wortwiederholungen, ist die Geschichte gut geschrieben. Ein großartiger Spannungsbogen ist zwar nicht vorhanden, aber das macht die lebhafte Erzählweise wett.

2. Das Königreich des Herbstes

ein liebevoll erzähltes, rundum schönes Märchen. In der Tat wie aus einem alten Märchenbuch. Der Autor( Autorin? ) lässt vor dem Leser die Geschichte der kleinen Haselnussfee, die sich auf die Suche nach ihrer Herkunft macht, lebendig werden. Getragen wird das Märchen durch die innige Freundschaft zu einem Kater. Er begleitet sie auf der Suche nach ihrer Identität. Anschaulich, in einer poetisch schönen, einem Märchen gut zu Gesichte stehenden Sprache, wird dem Leser der ewige Kreislauf der Natur dargebracht. Jedes Leben unterliegt den Gesetzen der Jahreszeiten und jede Störung kann Chaos hervorrufen. Märchen wurden erfunden um den Menschen Wesentliches und kleine Weisheiten zu vermitteln. Das ist hier gelungen.

Wortwiederholungen sind kaum zu finden. Die wenigen Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler schmälern nicht den Gesamteindruck der Geschichte. Die Umsetzung der Idee und des dem Leser zu vermittelnden Grundgedankens ist hier vollends gelungen.

3. Schatten aus Gold

Kein Märchen wird uns hier erzählt, keine Geschichte von einem schillernden Fabelwesen und ihren Abenteuern. Hannes Zawodnik führt dem Leser nur eine einzige kleine Szene vor Augen. Eine Schulstunde, ein Blatt Papier, ein Stift, wenige Farben und die Erinnerung an die verstorbene Mutter. Der Leser sieht der unter den Händen der Protagonistin entstehenden Gestalt der Mutter, die als Fee dargestellt wird, bewegt zu. Eingeworfene Erinnerungen an ein Märchen, welches die Mutter immer vorgelesen hat, unterstreichen die Melancholie. Eine Szene die berührt, besonders ausgelöst durch die gut gesetzten Worte. Die Story aus der Ich-Erzählperspektive aufzubauen wurde vom Autoren gut gewählt. Dadurch spürt der Leser die Intensität der Geschichte und wird mitten hineingezogen in die Gedankenwelt der Protagonistin.

Das Ende ist schlicht und dennoch in einer Form ergreifend. Man kommt nicht umhin, mit der Protagonistin zu leiden. Sprachlich könnte noch etwas gefeilt werden, einige Sätze wirken zu übertrieben und beladen.

Womit wir nun bei folgender Punkteverteilung wären:

Calysta“Die Liebe eines Schöpfers”6
Acardia“Kummerfäden” 5
Riedel“Das Königreich des Herbstes” 5
Miss.wunderlich“Die Fee der vergessenen Wünsche” 4
CosimettaDie Waldfee 3
FullmoonElfenwald 2
Mapa67Die letzte Elfe des Lichts 2
Hannes.ZawodnikSchatten aus Gold 2
Jean.p.schettlerReginas zweite Flügel 1
Moorhenne
“Abends” 0
T.j.hudspethFeenherz und Elfenblut 0
JenniferblackdeathIce geflüster 0
MonirapunzelGriseldis 0
R.hoenatschDas Geheimnis von Petunia Goldherz 0
DiefeenkennerDie wahren Feen von heute! 0

Doch keine Sorge! Noch stehen 2 Wertungen aus. Es bleibt spannend.

Wichtig: Dies ist nicht die finale Juryentscheidung, sondern nur die Wertung eines Jurymitglieds . Die weiteren Wertungen folgen bis morgen. Seid gespannt!

Schreibe einen Kommentar