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Ende April in Essen: Autorencamp mit nächtlicher Schreibwerkstatt

Um das Schreiben von der Berufung zum Beruf machen zu können, braucht es nicht nur Können, sondern auch Vernetzung. Um Autoren dabei zu helfen, präsentiert Dembelo am 29. April 2017 im Unperfekthaus Essen das Autorencamp und die nächtliche Schreibwerkstatt im kultigen WG-Hotel. Ein Gastbeitrag des Dembelo-Teams

Anmeldungshinweis: Wer noch an der exklusiven nächtlichen Schreibwerkstatt teilnehmen will, sollte sich schnell unter info@dembelo.de melden, sonst sind alle Plätze weg.

Das Wichtigste zuerst: Das erwartet euch beim Autorencamp

Das Dembelo-Team – Veranstalter des Autorencamps

Das Dembelo-Team – Veranstalter des Autorencamps

Das Autorencamp orientiert sich am Modell eines Barcamps, d.h., wir organisieren nur den formalen Rahmen, die Inhalte kommen spontan von den Teilnehmern. Dabei ist es egal, ob jemand Experte oder blutiger Anfänger ist, das Interesse an einem Thema reicht, um es zu einer erfolgreichen Session zu machen. Man profitiert vor allem von dem gemischten Publikum, das die verschiedensten Erfahrungen und Gedanken mitbringt und so das Schreiben und Veröffentlichen ganz neu beleuchtet.

Die so entstandenen Sessions laufen bis Mitternacht, dann schließt das Unperfekthaus seine Tore. Doch für ein exklusives Dutzend geht es im WG-Hotel des Unperfekthauses mit der nächtlichen Schreibwerkstatt weiter: Konzeptionieren in der Sauna, Wettschreiben in der Gemeinschaftsküche – für jeden, der durchhält, sogar bis in die Morgenstunden. Den Abschluss bildet ein geselliges Brunch-Buffet.

Wie wir auf die Idee kamen

Das traditionelle Autorenbild sieht etwa so aus: Jemand schreibt im stillen Kämmerlein, und wenn er oder sie fertig ist, geht es zu den Verlagen Klinken putzen. Inzwischen hat sich da vieles geändert. Durch das Selfpublishing sind Autoren nicht mehr nur Schreiber, sondern gleichzeitig auch für Layout und Marketing zuständig. Aber auch Verlagsautoren müssen immer häufiger ihr Schneckenhaus verlassen und bei der Werbung für ihre Werke präsent sein.

Umso wichtiger ist es, sich mit anderen auszutauschen, sich gegenseitig zu unterstützen und seine Fähigkeiten zu erweitern. Aus diesem Gedanken heraus ist das Autorencamp entstanden: Um den Kulturschock vom Autorsein hin zum Unternehmerwerden etwas milder zu gestalten, wollten wir für lockere Atmosphäre sorgen. :-)

Und wer sind „wir“ überhaupt?

Veranstaltungsbild-Autorencamp-1200x630Hinter dieser Idee steht das Dembelo-Team, das momentan aus drei Autorinnen, einer Lektorin und einem Technikteam besteht.

An der Aufgabe, unser Projekt zu beschreiben, haben wir uns schon mehr als einmal die Zähne ausgebissen. Unser Ziel ist, kurz gesagt, eine Revolution der Literaturlandschaft. Also überhaupt nicht größenwahnsinnig … Um das zu erreichen, haben wir unser Projekt in drei Bereiche aufgeteilt:

  • ein digitales Literaturkonzept,
  • für eine Web-Plattform für mobiles Lesen,
  • wirtschaftlich umgesetzt in einer sozialen Geschäftsstruktur.

Im Detail heißt das, dass wir uns damit beschäftigen, wie Texte aufgebaut und präsentiert werden müssen, damit sie zwischendurch gelesen werden können – im Bus, im Café oder im Wartezimmer –, den Leser aber trotzdem so fesseln, dass er stets weiterlesen möchte und immer wiederkommt.

Dabei arbeiten wir mit echten Entscheidungen, durch die der Leser den Text mitlenkt, bevor er geschrieben wird. Das ist keineswegs nur eine Weiterentwicklung des Entscheidungsromans aus den 80ern, sondern vielmehr reale Interaktion zwischen Autoren und Lesern, die sich auch außerhalb des Textes in den sozialen Medien fortsetzen soll. Dadurch entsteht eine Art Wettbewerb zwischen Autor und Leser, ein Spiel mit Erwartungen, das einerseits den Reiz fiktiver Geschichten erhöht, andererseits Literatur aber auch unmittelbarer macht, was für Autoren wirtschaftlich enorm relevant ist, weil es ihnen ermöglicht, dauerhaft zu schreiben, aber auch dauerhaft bezahlt zu werden. Unterhaltungsliteratur wird dadurch zu einer Dienstleistung, statt ein – im schlimmsten Fall klaubares – Produkt zu sein und kann damit flexibler angeboten und finanziell genutzt werden.

Doch diese Vision ist noch im Versuchsaufbau, und wir sind keineswegs arrogant genug zu glauben, wir könnten Autoren vorschreiben, wie sie ihre Geschichten zu erzählen haben. Daher ist es uns wichtig zuzuhören. Wir wollen wissen, wie die verschiedensten Typen von Autoren denken und arbeiten, wir wollen sie beobachten, mit ihnen sprechen und sie bei ihren Projekten unterstützen. Deshalb organisieren wir im Unperfekthaus verschiedene Veranstaltungen – Diskussionsrunden, Workshops und Treffen – und als neusten Höhepunkt eben das Autorencamp mit nächtlicher Schreibwerkstatt. Dadurch können wir alle dazulernen und gemeinsam erfolgreicher sein.

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