Rezension zu „You & Me – Zwei Leben mit dir“ von Any Cherubim

Von der blauen Blume und der Vergangenheit eines Geflohenen …

Die Autorin Any Cherubim ist längst keine Unbekannte mehr, hat sie doch mit Titeln wie „Half Moon Bay“, „Der geheimnisvolle Cherubim“ und – vor allem – „Mea Suna“ die Aufmerksamkeit vieler Leser auf sich gezogen. Ein gewisses Faible fürs Romantische ist in all diesen Werken enthalten und so verwundert es auch nicht, dass das neue Buch namens „You & Me – Zwei Leben mit dir“ ebenfalls dem Genre „Liebe“ zuzuordnen ist.

Zum Inhalt: Hannah ist rundum zufrieden mit ihrem Leben. Sie ist verlobt mit einem reichen und netten Mann, ihre berufliche Zukunft als Angestellte in seiner Firma ist gesichert und mit Lisa hat sie eine „beste“ Freundin, die sich stets um sie sorgt. So ist sie immer bemüht, Hannah etwas Abwechslung und Spaß zu verschaffen. Eines schönen Abends nimmt sie sie daher zu ihrer Tante Nancy mit, die die Gastgeberin einer Vernissage ist. Auf der Ausstellung wird auch die Statue eines stattlichen Mannsbilds ausgestellt, doch damit passiert Hannah ein folgenschweres Unglück – das hier nicht näher beschrieben werden soll, um den Spaß beim Lesen der Szene nicht zu verderben. Als Hannah bereits das Schlimmste befürchtet, kommt ihr ein – ziemlich lebendiges – Mannsbild zu Hilfe, nimmt das Missgeschick kurzerhand auf die eigene Kappe und besänftigt so die Anwesenden.

Hannahs Retter ist Roger Roon, ein Escort-Man, und sie kann ihn aus unerfindlichen Gründen nicht richtig ausstehen. Doch durch seine Rettungstat steht sie in seiner Schuld. Da bittet er sie um einen Gefallen: Für einen Besuch in seiner alten Heimat braucht er eine Begleitung, damit seine Großmutter einen tollen und sorglosen achtzigsten Geburtstag feiern kann. Nach einigem Hin und Her willigt Hannah schließlich ein, zu diesem Anlass Rogers Freundin zu spielen. Doch allmählich stößt sie auf einen dunklen Fleck in der Vergangenheit des Escort-Mans, den er zu verbergen versucht. Was ist damals wirklich geschehen? Und je besser sie Roger kennenlernt, desto lauter wird eine kleine Stimme in ihr, die sich fragt, ob sie wirklich so zufrieden mit ihrem Leben ist.

You & Me – Zwei Leben mit dir“ gibt sich in sehr guter Qualität, was Rechtschreibung, Ausdruck und äußere Aufmachung anbetrifft. Auch die Handlung weiß zu gefallen, denn nach und nach werden die geheimnisvollen Ereignisse aus Rogers Vergangenheit aufgedeckt und das erzeugt eine fortwährende Spannung. Das romantische Element kommt selbstverständlich auch nicht zu kurz und die Einarbeitung klassischer Literatur verleiht der Geschichte noch eine künstlerische Note, wobei ich mich allerdings frage, ob die New Yorker tatsächlich Goethe und Novalis zitieren oder doch eher Shakespeare, aber das ist sicherlich ein ziemlich pedantischer Gedanke. Das Cover hat einen Bezug zu einem Aspekt der Handlung, passt also ideal zum Buch.

You & Me – Zwei Leben mit dir“ ist vor allem eines: romantische Unterhaltung, die ein kurzweiliges prickelndes Lesevergnügen bietet. Eine liebenswerte Handlung wird sensibel und einfühlsam erzählt. Sicher macht sie auch ein wenig nachdenklich, wie es denn mit der eigenen Zufriedenheit aussieht. Dadurch lassen sich Hannahs Gedankengänge nur noch besser nachempfinden.

Das Buch kann also bedenkenlos empfohlen werden und wird mit Sicherheit eine große Fangemeinde finden.

Rezension zu „Fuck the Police!“ von Guy Kiss

I kissed a cop …

Dann und wann stolpert ja der Rezensent beim Stöbern über so manchen ausgefallenen Buchtitel, gelegentlich kommt aber auch ein Buch zum Vorschein, das ein wenig – sagen wir mal – „reißerisch“ ausschaut. So auch hier: „Fuck the Police!“ heißt das Werk, das sich bei näherer Betrachtung als Anthologie herausstellt, die von den Mitgliedern einer BookRix-Gruppe zusammengestellt und herausgegeben worden ist. Da wird man neugierig und guckt mal hinein.

Das Buch besteht aus 14 Kurzgeschichten, vor denen jeweils eine knappe Inhaltsangabe zu finden ist, sodass man sich vorab schon grob orientieren kann, worum es im Folgenden geht. Dazu kommt noch ein Vorwort, das die Entstehungsgeschichte des Sammelbandes schildert. Darin erfahren wir, dass die 14 vertretenen Autorinnen allesamt Mitglieder der Gruppe „Gay Kiss“ auf BookRix sind und unter dem Pseudonym Guy Kiss diese Anthologie mit homoerotischen Texten veröffentlicht haben. Unter ihnen befinden sich solch wohlbekannte Namen wie Kooky Rooster oder Caro Sodar, von der auch das Cover stammt.

Inhaltlich dreht es sich stets um folgenschwere Begegnungen männlicher Protagonisten mit männlichen Polizeibeamten. Dabei geben sich die einzelnen Episoden recht unterschiedlich, mal gefühlvoll und leise, mal direkt und unverblümt. Besonders drollig finde ich den Text von Savannah Lichtenwald, in der es um Steffen, einen übermotivierten Ordnungshüter, geht, der schrecklich gerne Parksünder in seiner Nachbarschaft aufspürt. Praktischerweise wohnt seit Neusten schräg gegenüber ein Callboy, dessen motorisierte Kundschaft meistens im Parkverbot hält, ein Traum für Steffen. Doch die Dinge entwickeln sich dann nicht so, wie es gedacht war.

In eine ganz andere Richtung geht „Fuck the Demolition Master“ von Norma Banzi. Die Handlung spielt nämlich auf dem Bergbauplaneten Deidalus und hat außerdem Aliens als Protagonisten, was für einen homoerotischen Text doch ungewöhnlich wirkt. Aber auch die Außerirdischen haben Alltagssorgen und Liebeskummer. Auch der Alkohol darf bei ihnen nicht fehlen.

Insgesamt ist zu sagen, dass das Buch in einer sehr ordentlichen Form daherkommt. Fehler laufen einem beim Lesen fast nie über den Bildschirm und man wird überrascht sein, wie viel aus dem anfangs vielleicht etwas dürftig erscheinenden Leitmotiv herausgeholt werden kann. Das Zauberwort lautet hier „Vielfalt“. Die Autorinnen verfügen jeweils über eine unverwechselbare Handschrift, was Ausdruck und Handlung angeht. Dadurch wird das Lesen zu einem kurzweiligen Erlebnis.

Außerdem ist noch zu erwähnen, dass die Autorinnen den Erlös aus dem Verkauf des Sammelbandes an den Förderkreis Heartbreaker spenden möchten. Dieser Verein engagiert sich für AIDS-Projekte und einen tolerante(re)n Umgang mit Erkrankten. In Anbetracht dieses Umstandes sowie der guten Ausarbeitung des Buches hätte man gerne noch mehr dafür bezahlt.

Fuck the Police!“ ist eine Anthologie, die zeigt, was sich aus einem freundlichen und toleranten Miteinander entwickeln kann. Durch die 14 beteiligten Autorinnen wird das Buch abwechslungsreich und sehr kurzweilig. Nicht nur Polizisten werden es mögen und andere Berufsgruppen werden vermutlich schon jetzt auf eine weitere Ausgabe der Gay-Kiss-Gruppe warten, in der sie dann selber im Mittelpunkt stehen.

Gewinne ein eBook von Paula Roose!

Drachentau

Paula Roose, die Autorin der erfolgreichen Drachentau – Saga, lädt Euch herzlich ein, an der Leserunde zum ersten Band Drachentau teilzunehmen!

Passend zu diesem Event verlost Paula zusammen mit whatchareadin 10 Exemplare des tiefsinnigen Fantasyromans! Hier geht´s zum Gewinnspiel auf whatchareadin.

Nehmt bis zum 13. September an der Verlosung teil und besprecht Eure Eindrücke mit anderen Lesern und der Autorin in der Leserunde, die am 15. September startet!

Hier geht´s zur Leserunde.

Ihr kennt whatchareadin nicht?

Whatchareadin ist eine unabhängige Lese-Plattform, auf der sich Leser über Bücher, eBooks und Autoren informieren und austauschen können. Auch für Autoren ist diese Seite eine große Unterstützung und Hilfe. Nicht nur kann man hier Leserunden und Gewinnspiele veranstalten; whatchareadin  bietet zudem die Möglichkeit, sich durch Networking mit anderen Usern Fachwissen und Ratschläge rund ums schreiben zu holen und Autoren bei der Verwirklichung ihrer Werke zu helfen!

Wir können jedem unserer fleißigen Autoren wärmstens empfehlen, sich bei Whatchareadin anzumelden und dort selbst Gewinnspiele und Leserunden zu veranstalten.

Rezension zu „Mana Loa 2“ von Astrid Rose

Mystik und Romantik auf Hawaii …

Bereits vor einer Weile hat die Autorin Astrid Rose ihren Roman „Mana Loa – Familienbande“ vorgestellt, ein recht umfangreiches Werk voller Romantik und Geheimnis, das nicht zuletzt wegen der geradezu hingebungsvollen Ausschmückung der Handlung viele Fans gewonnen hat. Nun ist die ersehnte Fortsetzung erschienen, „Mana Loa 2 – Seelenbande“. Passend zu dieser mystischen Neuerscheinung verlost BookRix 5 Exemplare von „Mana Loa 2“. Einfach die Gewinnfrage beantworten und abtauchen in eine Welt voller Geheimnisse, Magie und Romantik!

Nina ist glücklich! Sie hat Ben geheiratet, die Liebe ihres Lebens! Doch schon bald zeigt Ben eine neue, unheimliche Seite und es ziehen dunkle Wolken am rosa Beziehungshimmel auf. Nina muss sich fragen, wie gut sie ihren Ehemann tatsächlich kennt. Auch ihr Mana wird von Tag zu Tag stärker und liefert ihr Visionen von einer eher bedrückenden Zukunft. Als wäre das nicht genug, taucht plötzlich auch noch Daniel auf und verfolgt Nina wie ein Schatten, sehr zum Missfallen ihres frischgebackenen Ehemanns. Es scheint, als hätte jeder von ihnen Geheimnisse, die er auf keinen Fall preisgeben will …

Was die Ausarbeitung des doch recht umfangreichen Stoffs betrifft, wird gleich zu Beginn des Buches eines ganz klar: Astrid Rose ist eine Autorin, die großen Wert auf Qualität legt! Wie auch in Band 1 stimmt hier einfach alles: Sprachlicher Ausdruck, Rechtschreibung und Grammatik, Erzähltempo, Charakterentwicklung, Spannungsbogen; alles zeigt sich hier in Perfektion. Auch die Verbindung der unterschiedlichen inhaltlichen Aspekte von Romantik und Mystik sind nahtlos gelungen, sodass das ganze Werk sehr organisch und lebendig erscheint. Durch die angenehme und flüssige Erzählweise hat Astrid Rose keinerlei Probleme damit, ihre Leser in ihren Bann und in die magische Welt von „Mana Loa“ zu ziehen; eine Welt, die so liebevoll und detailreich konstruiert ist, dass man gerne für ein paar Stunden darin abtaucht.

Mit „Mana Loa 2“ kann man nicht viel falsch machen, denn selten passten Liebe und Mystik zu perfekt zueinander. Wenn man allerdings Band 1 noch nicht kennt, sollte man erst mal damit beginnen, da die Fortsetzung sonst nicht verstanden werden kann. Angesichts der wirklich gewissenhaften Gestaltung dieser Buchreihe kann man ruhigen Gewissens gleich beide Bände kaufen.

Rezension zu „Stern der Macht – Salomons Fluch“ von Elvira Zeißler

Die Glut des Herzens ist entflammt.

Vor einer Weile hat Elvira Zeißler den ersten Teil ihrer Romantasy-Trilogie „Stern der Macht“ veröffentlicht, nämlich „Herzensglut“. Das Buch überzeugte nicht nur durch den gewohnt guten Schreibstil der Autorin, sondern hatte auch bei der rasanten Handlung Einiges zu bieten. Nun ist mit „Salomons Fluch“ der zweite Teil der Reihe erschienen.

Zur Erinnerung: Die 17-jährige Erin wird Zeugin eines schrecklichen Verkehrsunfalls. Das Opfer, eine alte Dame, drückt ihr mit letzter Kraft ein Amulett in die Hand, das sich bald als Bestandteil von Salomons Stern der Macht herausstellt. Erin gerät zwischen die verbitterten Fronten zweier Geheimbünde, die nach den insgesamt fünf Amuletten trachten. Und zu allem Überfluss tritt Daniel in ihr Leben, der durch sein Schicksal ebenfalls zwischen den beiden Organisationen steht. Der Konflikt eskaliert und Daniel ist gezwungen, seinen Eid gegenüber einem der beiden Bünde zu brechen, um Erin zu retten. Das allerdings hat fatale Folgen. Er wird sterben. Es gibt lediglich einen Ausweg: Erin und Daniel müssen ein weiteres der fünf Amulette finden, welches angeblich über Heilkräfte verfügt.

Das ist in Teil 1 geschehen. Nun, im zweiten Band „Salomons Fluch“ geht die Suche für Erin und Daniel los. Die beiden forschen nach den Spuren eines gewissen Erik Buchman, dem das verschollene Diamant-Amulett zuletzt gehört haben soll. Da dies aber mehr als 70 Jahre her ist, gestaltet sich das Unterfangen ziemlich schwierig. Allerdings können Erin und Daniel mit Hilfe ihrer eigenen Amulette seine Fährte aufnehmen.

Salomons Fluch“ bildet einen beinahe nahtlosen Übergang zum ersten Band, wobei zu Beginn dankenswerterweise ein paar Erklärungen zu beteiligten Personen und wichtigen Gegenständen erfolgen, um sich einige Fakten der Handlung wieder in Erinnerung zu rufen. Darauf setzt sich die Geschichte fort. Und das tut sie mit eiligem Tempo. Das Geschehen fliegt am Leser vorbei wie in einem grandios arrangierten Film. Weder ist es zu langatmig, noch zu überhastet. Eine Szene fügt sich elegant in die nächste und die Handlung wirkt plausibel. Die langwierige Suche nach dem Diamant-Amulett wird ausgeschmückt mit den zwischenmenschlichen Problemen, die Erin und Daniel beschäftigen. Die Nachforschungen werden glaubhaft erzählt und man hat nie den Eindruck, dass die Geschichte überstürzt oder unüberlegt dargestellt wird. Das ermöglicht beim Lesen intensives Mitfiebern.

Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung sind hier in bester Ordnung, wie man es auch von Teil 1 und generell von Elvira Zeißler schon gewohnt ist. Man merkt hieran deutlich, dass die Autorin großen Wert auf Qualität legt und nicht mal so eben ein halbgares Produkt auf den Markt werfen will.

Stern der Macht – Salomons Fluch“ kann also als gelungene Fortsetzung angesehen werden. Meiner Meinung nach ist dieser Teil sogar noch flüssiger und spannender ausgefallen als sein Vorgänger. Man kann sich prima in die Atmosphäre einer jeden Szene hineinfühlen und somit das Lesen ausgiebig genießen. Wer allerdings Teil 1 „Herzensglut“ noch nicht kennt, sollte zuerst dort anfangen, da „Salomons Fluch“, für sich alleine gelesen, eher wenig Sinn macht. Fazit: Unbedingt reinschauen!

Rezension zu “Flickenteppich” von K.J. Weiss

“Schicksalsschläge zeigen dir deine wahren Freunde.”

Mit dem schwierigen Thema Schizophrenie befasst sich der Roman “Flickenteppich” von K. J. Weiss. Es handelt sich dabei um eine fiktive Geschichte, die, wie wir im Vorwort erfahren, jedoch teilweise auf tatsächlich Erlebtem des Autors beruht. Das deutet auf ein Werk mit Tiefgang hin, weshalb ich es mir einmal genauer angesehen habe.

Gleich nach dem Vorwort befinden wir uns mitten in der Handlung. Wir erleben mit, wie eine Frau in der eisigen Kälte der Nacht vor einem Verfolger flieht. Sie hastet durch die Straßen einer erstarrten Stadt und versteckt sich schließlich in einem Müllcontainer vor ihm. Sie wartet und wartet, hört immer wieder verdächtige Geräusche, bis die Angst sie übermannt und sie aus dem Behälter zu springen versucht.

Dann befinden wir uns bei Nicole zu Hause. Sie bekommt an einem Sonntagmorgen einen Anruf einer Ärztin. Allem Anschein nach ist ihre Schwester Sarag verfogt und überfallen worden, weshalb sie jetzt auf der Intensivstation liegt. Nicole ist geschockt und begibt sich sofort ins Krankenhaus. Was ist bloß mit ihrer Schwester passiert? Beim Versuch, die Vorfälle der letzten Nacht aufzuklären, ergeben sich immer mehr Ungereimtheiten. Sollte Sarah nicht eigentlich im Urlaub in Spanien sein? Was hat sie in die garstige Kälte hinausgetrieben? Und wie geht es weiter?

Was sofort positiv auffällt, ist die unterschwellige Spannung, die der Autor von Beginn an erzeugt. Kaum hat man einen Absatz gelesen, möchte man unbedingt wissen, wie es weitergeht, und das, obwohl ja im Vorwort bereits angedeutet wird, was das eigentliche Thema des Buches ist. Die Schilderungen sind jedoch so plastisch und glaubwürdig, dass man stets bei der Stange gehalten wird. Auch der sehr ausführliche und vielseitige Schreibstil tragen zu diesem Eindruck bei.

Doch “Flickenteppich” bietet mehr als nur Spannung. Wir erleben mit, wie Nicole durch das Schicksal ihrer Schwester Sarah mehr und mehr für das Leid Anderer sensibilisiert wird, wie sie Gegebenheiten hinterfragt und neu abwägt. Das gibt auch dem Leser zu denken. Und schließlich kommt dann auch die Beschäftigung mit der Diagnose Schizophrenie, dem Wechselbad der Gefühle, das dadurch bei den Betroffenen und Angehörigen entsteht. Dem Autor gelingt es auf eine sehr einfühlsame Weise, sein Publikum für die Problematik psychischer Erkrankungen zu sensibilisieren, denn letztlich stehen stets Einzelschicksale dahinter, unverwechselbare Menschen, die ihr Leben meistern müssen.

Flickenteppich” ist ein Buch, das wärmstens empfohlen werden kann. Es bietet ein komplexes, wichtiges Thema, viel Spannung und Dramatik und noch mehr Stoff zum Nachdenken. Und das alles wird in sprachlich grandioser Form geschildert. Unbedingt lesen!

Rezension zu “Atem auf deiner Haut” von Ewa Aukett

Mut und Entschlossenheit …

Mal wieder hat die Autorin mit dem angenehm vielseitigen Schreibstil, Ewa Aukett, ein neues Werk verfasst. „Atem auf deiner Haut“ ist sein Titel, der bereits andeutet, wohin die Reise geht, nämlich ins Romantische. Doch auf dem Weg dahin gibt es einige Hindernisse zu überwinden. Die habe ich mir etwas genauer angesehen.

Doch fangen wir vorne an. Kirsten MacAllister, eine Frau im besten Alter, ist eine erfolgreiche Künstlerin. Ihre Bilder verkaufen sich gut, doch zu Hause läuft nicht alles so reibungslos, wie sie es gerne hätte. Sie ist mit Jeff verheiratet, die Beziehung ist glücklich, nur kann Kirsten selbst keine Kinder bekommen und mit Jeffs Tochter aus erster Ehe, der achtzehnjährigen Grace, versteht sie sich sehr schlecht. Außerdem benimmt sich Jeff in letzter Zeit etwas merkwürdig und hält sich bis spät am Abend im Büro auf, angeblich um an einem geheimen Projekt zu arbeiten. Wenn Kirsten nur wüsste, dass er dabei ist, eine Überraschungsparty zu ihrem 30. Geburtstag vorzubereiten.

Wie man es von Ewa Auketts bisherigen Büchern – z.B. das wundervoll komplexe „Crafael“ – schon gewöhnt ist, kommt auch der neue Roman in sehr ansprechender Form daher, was sowohl für die äußere Aufmachung mit einem von Sascha Pikkemaat eigens dafür illustrierten Cover wie auch für den Inhalt gilt. Hier bekommt man – mal wieder – ein Buch, das in puncto Ausarbeitung und Rechtschreibung keinen Grund zur Beanstandung bietet. Und die Geschichte, die hier erzählt wird, bahnt sich mühelos den Weg in die Herzen ihrer Leser. Kirstens Gefühlswelt wird nachvollziehbar und mitreißend geschildert. Man erlebt die Höhen und Tiefen ihres Lebens quasi hautnah mit und wird fast schon ein unsichtbarer Teil ihrer Familie. Von knisternder Erotik bis hin zu zwischenmenschlichen Desastern bekommt man alles geboten.

Dass die Geschichte um Kirsten so emotional und einfühlsam ausgefallen ist, kommt nicht von ungefähr, denn wie wir im Nachwort von der Autorin erfahren, hat auch ihre Schwester, der dieses Buch übrigens gewidmet ist, selbst einen Schicksalsschlag erfolgreich überwunden. Folglich steht auch Kirsten in ihrem fiktiven Leben oft an dem Punkt, an welchem sie der Mut verlässt und sie schon aufgeben möchte. Doch wie sich zeigt, kommt dann plötzlich wieder eine weitere Wendung im Weltenlauf und die Karten werden neu gemischt. Das erkennt Kisten schließlich und nutzt es für sich, indem sie wieder kämpft.

Atem auf deiner Haut“ ist also eine Geschichte, die Mut macht und zeigt, wie wichtig ein jeder Moment des Lebens doch ist. Anhand von Kirstens Beispiel stellen wir fest, dass selbst im tiefsten Jammertal noch eine Quelle für neue Hoffnung sprudelt.

Man kann daher mit Fug und Recht behaupten, dass „Atem auf deiner Haut“ das emotionsgeladenste und lebendigste Buch von Ewa Aukett ist. Es bietet ein Beziehungsdrama mit allen Facetten der Zweisamkeit und lässt auch dann und wann mal kräftig die Funken fliegen – im romantischen Sinne. Und das Ganze stellt sich in literarisch einwandfreier Form dar. Was will man mehr?

Rezension zu „Drachenstaub“ von Paula Roose

Drachenblut und Sternenstaub …

Vor einer Weile hat uns Paula Roose schon mit ihrem wundervollen Roman „Drachentau“ in das beschauliche Bärendorf Mühlenau entführt und mit Rosa bekannt gemacht. Die schöne Bärin wird vom gierigen Drachen Tumaros geraubt und in dessen Höhle verschleppt. Die gefühlvolle, außergewöhnliche Geschichte um Rosas Leben und Flucht hat „Drachentau“ zu einem ganz besonderen literarischen Schatz werden lassen und nebenbei auch einen Riesenerfolg ermöglicht. Die Fans und Bewunderer von Paula Roose können sich nun freuen, denn mit „Drachenstaub“ liegt eine Fortsetzung der Saga vor, die genau wie der erste Band sowohl von innen wie auch von außen begeistern wird.

Viele Jahre sind vergangen, seit Rosa aus den Fängen des Ungeheuers Tumaros entkommen ist. Nun lebt sie zusammen mit ihren Nachfahren wieder in Mühlenau. Ihre Enkelin Patrizia macht eines Tages beim Pilzesammeln eine schauderhafte Entdeckung. Beim Auskundschaften eines Tunnels unweit des Drachenberges wird sie beinahe von gespenstischen Händen in den Erdboden gezogen. Eine unvorstellbare Kälte umgibt sie dabei. Doch Bernhard, ihr Vater und Rosas Sohn, kann sie retten. Was geht da vor sich? Kurz darauf bekommt Bernhard unerwarteten Besuch. Keine Geringere als Eschagunde, die königliche Waldfee, erscheint und erzählt ihm, was es mit dem Angriff auf Patrizia auf sich hat. Tumaros, der Drache von einst, ist zwar schon längst besiegt, doch hat er im Inneren des Berges ein noch viel bedrohlicheres Unheil eingesperrt, das nun mit aller Macht versucht, sich zu befreien. Eschagunde hat zwar einen Plan, was dagegen unternommen werden kann, aber leicht wird dieses Vorhaben nicht gerade.

Wir erleben dann eine gefährliche Reise in das Menschenland sowie durch einen toten Wald, aus dem noch nie jemand wieder herausgefunden hat.

So wie bei Band 1 der „Drachentau-Saga“ lädt auch hier bei „Drachenstaub“ das Cover zum Reinschnuppern ein. Und der Inhalt des Buches ist dann alles Andere als enttäuschend. Eine märchenhafte Geschichte entfaltet sich bildgewaltig, die weder an Gefühlen noch an Dramatik spart. Spannend ist es von Anfang an und einige geschickt eingestreute Perspektivwechsel lockern die Handlung gezielt auf. Bei einem kontinuierlich flüssigen Erzähltempo fühlt man sich wunderbar unterhalten.

Stilistisch und orthographisch gibt es fast nichts zu kritisieren. Nur gelegentlich stolpert man über die dann zu häufig benutzten Verben „sagen“ und „antworten“, aber bei dem durchweg gehobenen sprachlichen Niveau stolpern da bloß Pedanten wie ich. Jedenfalls gibt es nur wenige Bücher, die Sprache auf so eine angenehme und wohltuende Weise gebrauchen, wie es hier der Fall ist. Man kann die Wortwahl am besten als „bezaubernd“ bezeichnen.

Die Handlung enthält reichlich Motive aus dem Bereich der Märchen, geht aber darüber hinaus. Besonders gelungen finde ich, dass am Ende der gefährlichen Reise nicht gleichzeitig auch das Ende des Buches erreicht ist, sondern die Geschichte noch weiterläuft und etliche Aspekte wieder aufgreift und zusammenführt, die zuvor schon angesprochen worden sind. Man hat dadurch am Schluss den Eindruck, etwas Abgerundetes und sorgsam Konzipiertes gelesen zu haben.

Mit „Drachenstaub“ setzt Paula Roose ihre Saga über die sympathischen Bären aus dem Dorf Mühlenau ebenso fort, wie sie sie schon begonnen hat, nämlich spannend, romantisch, mitreißend und sprachlich perfekt. Fans von Fantasy-Abenteuern werden sich hier genauso wohlfühlen wie diejenigen Leser, die eine nicht alltägliche und gehobene Lektüre bevorzugen. Die Mischung aus liebevoll geschilderter Handlung und literarischer Eleganz ist bei „Drachenstaub“ mehr als geglückt. Unbedingt kaufen und lesen!

BookRix und Bastei Lübbe starten strategische Partnerschaft

Wie es vielleicht einige Schnelle von euch bereits aus den Medien erfahren haben, wurde heute eine strategische Partnerschaft zwischen BookRix und Bastei Lübbe, einem der digitalen Vorreiter der deutschen Verlagsbranche, besiegelt und verkündet.

Viele von euch fragen sich nun bestimmt was das bedeutet und was sich dadurch ändert. Macht euch keine Sorgen. Denn ändern wird sich an BookRix selbst und speziell für euch User nämlich gar nichts – weder an der Community, unserer Webseite, noch an BookRix als unabhängigem Self-Publishing-Anbieter.

Positive Auswirkungen wird es aber mit Sicherheit geben: denn die Autoren unter euch werden von dieser engen Partnerschaft profitieren. Wir sind uns sicher, dass sich durch die Zusammenarbeit mit Bastei Lübbe  neue Chancen eröffnen werden, zum einen eure eBooks einer noch breiteren Leserschaft zugänglich zu machen und zum anderen unseren Self-Publishing-Service weiter zu verbessern und noch mehr nach euren Bedürfnissen zu gestalten.

Kurzgeschichten-Turnier

Feuilleton von Monirapunzel

Hallo Ihr Lieben,

aus 16 Teilnehmern haben sich Zora Zorn und Cecilia Troncho für das Finale des ersten Kurzgeschichten-Turniers 2014 qualifiziert!

Zora ZornCecilia TronchoBei diesem Turnier kommt je Runde die Hälfte der Teilnehmer mit den meisten Punkten weiter. Das nächste Turnier startet im Mai/Juni 2014. Jeder kann mitmachen! Der Sieger erhält neben Ruhm und Ehre eine kleine Überraschung. Weitere Informationen findet Ihr in der Gruppe KG-Turnier.

Hier möchte ich Euch die bisherigen Beiträge von Zora Zorn und Cecilia Troncho zeigen:

1. Runde Thema: “Das Vermächtnis”

Zora ZornStigma

Cecilia TronchoDas Vermächtnis

2. Runde Thema: “Mitten in der Nacht steht ein alter Schulfreund (eine alte Schulfreundin) vor der Tür und bittet darum, eine Tasche für ihn (sie) aufzubewahren.”

Zora ZornE = mc²

Cecilia TronchoEs war einmal

3. Runde Thema: “Scheinwelt”

Zora ZornEskapismus

Cecilia Troncho - Im Schutz des Scheins

Das aktuelle Thema lautet: “Der Blinde und der Lahme” von Christian Fürchtegott Gellert.

Gruppe KG-Turnier
Wir freuen uns auf ein spannendes Finale! Jeder ist in der Gruppe KG-Turnier herzlich willkommen!

 

Grüße von Monirapunzel

Monirapunzel

Monirapunzel, bekannt als langjährige und engagierte BookRix Userin, schreibt in ihrem Feuilleton über verschiedene Themen rund um BookRix.