Rezension zu „Das Erbe der Bestie“ von Manuel Timm

Die Geschichte einer Entführung.

Der Autor Manuel Timm nennt sich auf BookRix „empty3171“. Allerdings erweckt sein Benutzername vielleicht falsche Erwartungen, denn „leer“ sind seine Texte ganz und gar nicht. Deshalb möchte ich Euch heute auch die Kurzgeschichte „Das Erbe der Bestie“ vorstellen.
Schon das Cover lässt auf etwas Grausiges schließen. Allerdings erfolgt die überraschende Wendung erst ganz am Ende. Zuvor werden wir Zeugen, wie die Ganoven Tom und Paul den Sohn eines wohlhabenden Firmenchefs entführen, um diesen zu erpressen. Paul macht sich nun auf den Weg, den alten Herrn anzurufen. Allerdings verläuft das Telefonat mit der Bekanntgabe der Entführung völlig absonderlich, da der Angerufene einfach auflegt. Paul kehrt unverrichteter Dinge zu seinem Komplizen zurück. Doch dieser scheint wie vom Erdboden verschluckt.
Manuel Timm schreibt sehr professionell. Schwachstellen sind kaum auszumachen. Wortschatz und Ausdruck sind abwechslungsreich und genau. Die Szenen werden lebhaft und anschaulich dargestellt. Die Handlung fließt in angemessenem Tempo dahin, ohne Langeweile aufkommen zu lassen. Problematisch ist allerhöchstens der am Ende stattfindende Genrewechsel, aber das ist sicher Geschmackssache. Die letzte Szene lässt genügend Freiraum für die eigene Interpretation der Vorkommnisse, sodass man noch eine Weile lang darüber nachdenken kann, was vorgefallen ist.
Die Geschichte ist für all diejenigen ein Leckerbissen, die eine spannende Lektüre suchen.

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