Rezension zu „Der blaue Drache“ von Olaf Lahayne

Legenden aus Korea

 

Buchcover Olaf Lahayne "Der blaue Drache"Heute möchte ich Euch ein Buch vorstellen, das vor kurzem erfolgreich am Wettbewerb „Drachengold“ teilgenommen hat und nun als kaufbares eBook erhältlich ist. Es handelt sich um „Der blaue Drache“ von Olaf Lahayne alias lahayne. Der Text ist bald auch in gedruckter Form in einer Anthologie zu bewundern.

Die hier geschilderte Handlung stellt ein rührendes Märchen dar, das zu Zeiten des Königs Sejong in Korea spielt. Es dreht sich um das Geschwisterpaar Mun Hee und Yong Sun, die einem Minister am Hofe des Königs von zwei Müttern geboren werden, nachdem er dem Drachengott ein Opfer dargebracht hat. Die Kinder entwickeln sich recht unterschiedlich, was schließlich die Eifersucht einer der beiden Mütter provoziert. Sie plant, das ungeliebte Schwesterchen ihres weniger begabten Sohnes loszuwerden, doch sie hat dabei nicht mit dem Beistand des Drachengottes gerechnet.

Die Geschichte weist ein erfreulich hohes Niveau beim sprachlichen Ausdruck auf. Wiederholungen gibt es nur äußerst wenige. Ansonsten ist die Wortwahl äußerst vielseitig und ausgefeilt. Die Schilderungen der Charaktere und der Handlung sind ausführlich und anschaulich ausgefallen, sodass der Text als literarisch gelungen gelten kann.

Das Buch ist für 1,49 € herunterladbar. Der Preis ist angesichts der sorgfältigen Ausarbeitung mehr als angemessen. Man bekommt ein wundervolles Märchen zu lesen, das noch lange im Gedächtnis bleibt und durch die Einbeziehung alter koreanischer Mythenfiguren eine ganz eigene Atmosphäre schafft.

 

ISBN: 978-3-95500-011-0