Rezension zu „Schattengalaxis 1 – Die letzten Tage“ von Daniel Isberner

„Kapitän auf der Brücke!“

Die Science Fiction ist ein Genre, dessen Fangemeinde in den vergangenen Jahren zwar etwas geschrumpft ist, nach wie vor aber tapfer die Stellung auf der Brücke hält. Da ist es erfreulich, dass mit „Schattengalaxis“ eine neue Romanreihe von Indie-Autor Daniel Isberner entsteht, deren erster Teil hier vorliegt. Als bekennender Möchtegern-Raumschiffkapitän habe ich mir das selbstverständlich umgehend in meine Rezensionsstation gebeamt und mit dem Tricorder durchgescannt. Das Ergebnis der Analyse könnt Ihr jetzt lesen.

Buchcover Daniel Isberner - "Schattengalaxis I - Die letzten Tage"In nicht allzu ferner Zukunft hat die Menschheit die Nachbarschaft der Erde besiedelt und sich entsprechend vermehrt. Der gute alte Blaue Planet ist hingegen durch die Umweltbelastung angeschlagen. Die Regierung beschließt, ihn durch Terraforming zu erhalten. Dieses Unterfangen scheint zunächst auch zu gelingen. Aber schon nach kurzer Zeit beginnt sich ein mysteriöser Schatten über die Erde zu legen, der sich immer weiter ausbreitet und die Existenz der Menschheit bedroht. Bald ist nur noch ein einziges bewohntes System nicht davon betroffen. Das Raumschiff Hagner vom Planeten Rateri I soll ausgesandt werden, um dem Geheimnis des Schattens auf den Grund zu gehen. Doch die Mission muss so einige Hürden nehmen, bevor sie endlich starten kann.

Außerdem spielt sich währenddessen noch eine weitere Begebenheit ab. In einem Supermarkt auf dem Planeten Rateri II wird die Agentin Ranai in einen Überfall verwickelt, und das an ihrem freien Tag. Da sie ein Profi ist, gelingt es ihr zügig, die Räuber zu eliminieren. Später erhält sie einen neuen Auftrag und stellt zusammen mit ihrem etwas nachlässigen Kollegen Polzer überrascht fest, dass es dabei Verbindungen zur Mission der Hagner gibt.

Schattengalaxis 1 – Die letzten Tage“ ist ein spannendes SF-Abenteuer, das in abwechslungsreicher, bisweilen amüsant unterhaltsamer Sprache geschildert wird, allerdings nicht ganz frei von Wortwiederholungen. Auch hat der mysteriöse Schatten wohl nicht nur Planeten, sondern auch zahlreiche Kommas dahingerafft, die man bei komplexen Sätzen vermisst. Ansonsten erlebt man beim Lesen jedoch ein turbulentes Abenteuer, das durch eine aufwendige Ausgestaltung punkten kann. Viele kleine Details lassen den Eindruck einer fernen Zukunft glaubhaft wirken, z.B. die Art, wie man in einem Café sein Frühstück bestellt, oder die außergewöhnliche Emotion, die man bei der Reise durch ein Sprungtor empfindet. Nur finde ich, dass ein paar weniger Tote die Spannung nicht gemindert hätten, aber das ist sicherlich ein sehr subjektiver Eindruck.

Die Handlung wird sicher jeden Fan dieses Genres begeistern. Umso erstaunlicher ist der geringe Preis von 0,99€, für den man an dieser aufregenden ereignisreichen Mission teilnehmen kann. Somit ist das eBook für alle Leser zu empfehlen, die rasante Unterhaltung wünschen. Und dann kommt da ja auch noch die eine oder andere Fortsetzung der Reihe.

Außerdem findet derzeit auf BookRix eine Verlosung zu „Schattengalaxis“ statt.

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