Rezension zu „Sehnsucht“ von Achatvenus

„Sie belogen ihn und lächelten dabei.“

 

Buchcover Achatvenus "Sehnsucht"Die Autorin Achatvenus ist seit Dezember 2011 bei uns und eines ihrer ersten Werke ist – zum Monat ihres Erscheinens passend – eine Weihnachtsgeschichte. „Sehnsucht“ heißt sie, aber sie erzählt nichts, was Gewöhnlich wäre.

„Sehnsucht“ ist nicht zuletzt wegen des recht guten Stils und der eindrücklich geschilderten Handlung ein Lesetipp. Wir erleben einen kurzen Moment im Leben des Jungen Lukas, der an das baldige Wiedersehen mit seiner Mutter denkt. Weihnachten steht vor der Tür und dann wird er wieder bei ihr sein. Seine momentane Lage ist wenig erfreulich, aber er selbst hat immer noch die Kraft, durchzuhalten. Auch hat er gelernt, die Lügen zu erkennen, die sein Umfeld ihm gegenüber äußert.

In zahlreichen kurzen Erinnerungen begibt sich Lukas daher zu seiner Mutter, bei der er Trost finden kann. Die geschilderten Begebenheiten gewähren einen flüchtigen Blick in das leidvolle Leben der beiden, ohne dabei in irgendeiner Weise klischeehaft zu wirken. Vielmehr erkennt man zwei ehrliche und umsichtige Charaktere, die sich mutig ihren Problemen stellen.

„Sehnsucht“ ist eine Kurzgeschichte, die stilistisch und inhaltlich überzeugt. Ich hoffe, dass wir von Achatvenus bald noch mehr Werke lesen können.