Rezension zu „Stern der Macht – Erwachen“ von Elvira Zeißler

 Aus wahrer, unveränderlicher, unendlicher Liebe zu allen Menschen …

Endlich ist der dritte Teil zu haben! Nachdem ich schon ganz begeistert die beiden ersten Bände der Trilogie „Stern der Macht“ gelesen habe, geht es nun daran zu erfahren, wie die Geschichte zu einem Abschluss kommt. „Erwachen“ nennt sich der letzte Teil der Reihe von Elvira Zeißler. Mal gucken, was man da lesen kann.

Nach „Herzensglut“ und „Salomons Fluch“ ist „Erwachen“ nun das große Finale. Nach den Ereignissen in Band 2 ist Erin mehr oder weniger auf sich gestellt. Doch das Leben muss auch ohne Daniel weitergehen, auch wenn es schwerfällt. Mit ihrer Freundin Mia bezieht Erin eine Studentenbude. Eines Tages steht Gareth, der walisische Barde, ganz unvermittelt vor der Tür. Er hat ein kleines Mitbringsel von seinem Großvater, dem Druiden, dabei, das Erin angeblich helfen soll. Noch ehe sie überhaupt eine Ahnung hat, wofür sie das Geschenk brauchen könnte, macht sie in einem Club eine unerwartete Entdeckung. Kennt sie den Mann an der Theke wirklich? Und was haben diese seltsamen Träume zu bedeuten, die sie seit einiger Zeit verfolgen? Derweil erlebt auch Enrico von Treibnitz, skrupelloser Anführer der „Suchenden“, so einige Überraschungen. Offenbar haben sich seine Widersacher, die Bruderschaft, neu organisiert und greifen wieder in das Geschehen ein. Und dann ist da ja auch noch Erhard, der Wächter des Sterns. Er geht mittlerweile eigene Wege, doch hat er nach wie vor ein Auge auf die Amulette. Auf welcher Seite steht er?

Erwachen“ hat als abschließender Band der Trilogie die schwere Bürde zu tragen, dass hier möglichst alle losen Handlungsstränge zu einem Ende geführt und die noch offenen Fragen größtenteils geklärt werden sollten. Das ist Elvira Zeißler hier wirklich gut gelungen. Und mehr noch: „Erwachen“ bietet jede Menge überraschende Wendungen, mit denen man nicht gerechnet hat. Spannung gibt’s dabei ohne Ende und man fragt sich stets aufs Neue, wie das Ganze wohl ausgehen mag, weil die Vorhersehbarkeit durch die vielen Ereignisse schon bald völlig abhandenkommt. Erfreulicherweise wirkt die Handlung dadurch sehr abwechslungsreich und bereitet beim Lesen ein Wechselbad der Gefühle. Sehr stimmungsvoll finde ich persönlich die wiederkehrenden Rückblenden in die Zeit der Entstehung des Sterns der Macht, nicht nur weil sie die Geschichte durch den Perspektivwechsel auflockern, sondern auch wegen der tieferen Bedeutung, die sie für das Ende haben.

Was ebenfalls wieder positiv auffällt, ist die qualitativ hochwertige Ausarbeitung des Buches. Elvira Zeißler zeigt einmal mehr, dass ihre Werke ausgereift und durchdacht sind. Vom Cover über die Rechtschreibung bis hin zur Ausschmückung der Seiten ist alles wie aus dem Ei gepellt. So ein Buch zu lesen, macht einfach Freude.

Alles in allem bildet „Erwachen“ einen würdigen Abschluss der Reihe „Stern der Macht“ und dabei außerdem ihren besten Teil. Elvira Zeißler hat wieder einmal ihr Talent fürs Romanschreiben unter Beweis gestellt und ein gleichermaßen spannendes wie auch romantisches Buch herausgebracht. Für all diejenigen, die die beiden ersten Bände schon gelesen haben, ist es natürlich Pflichtlektüre. Für alle anderen empfiehlt sich jetzt erst recht ein genauerer Blick in die Trilogie, um auf den Geschmack zu kommen. Es lohnt sich.

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