Rezension zu „Stern der Macht: Herzensglut“ von Elvira Zeißler

Neuer Stern am Bücherhimmel …

Eine neue Mystery-Reihe namens „Stern der Macht“ von Elvira Zeißler kündigt sich mit ihrem ersten Band „Herzensglut“ an. Da die Autorin für ihre stimmungsvollen und gut ausgearbeiteten Texte bekannt ist, habe ich mir ihr neustes Werk gleich mal angeschaut.

Elvira Zeißler - Stern der Macht: HerzensglutDie Geschichte beginnt mit einem schrecklichen Ereignis. Erin, eine gewöhnliche Schülerin, muss mit ansehen, wie eine alte Dame mitten auf der Straße von einem Auto angefahren wird. Sie eilt ihr zu Hilfe, doch das Unfallopfer drückt ihr mit letzter Kraft ein Amulett in die Hand. Dies wird allerdings nicht die einzige Merkwürdigkeit bleiben. Kurze Zeit später bekommt Erin einen neuen Mitschüler. Daniel heißt er und ist offenkundig schon etwas älter als sie. Dennoch gibt er vor, das Abi nachholen zu wollen. Ihr gegenüber benimmt er sich zunächst alles Andere als charmant, vor allem nachdem er das rätselhafte Amulett bei ihr entdeckt hat. Als er sie auf das Schmuckstück anspricht, stellt sich heraus, dass es zwei Geheimbünde gibt, die es gerne in ihren Besitz bringen würden. Daniel gehört einem der beiden an und verspricht Erin, sie vor den „Anderen“ zu beschützen. Doch kann sie ihm trauen?

Zugegeben, der Anfang der Handlung klingt etwas althergebracht, aber der weitere Verlauf offenbart dann jede Menge Neues. Erin sieht sich nämlich schon bald in der verzwickten Lage, dass sie niemandem wirklich trauen kann, inklusive sich selbst, denn ihre Emotionen mischen auch kräftig mit. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn ihr nicht verschiedene Leute nach dem Leben trachten würden. Und dies geschieht leider sogar dort, wo sie sich in Sicherheit wähnt. Es entwickelt sich also ein gehöriges Ausmaß an Spannung, die sich bis zum Ende des Bandes immer weiter steigert.

Aber das ist längst nicht alles, was „Herzensglut“ zu bieten hat. Die Romantik kommt auch nicht zu kurz. Dabei halten sich Action und Gefühl sehr gut die Waage und gestalten das Lesevergnügen sehr abwechslungsreich. Einzig im Mittelteil kommen mal doch etwas zu ausschweifende Erklärungen über das Amulett und seine Fähigkeiten vor, aber davon sollte man sich nicht abbringen lassen, die Geschichte weiterzulesen, denn danach geht es gleich wieder ordentlich zur Sache.

Stilistisch und orthographisch schaut das Buch ebenfalls sehr gut aus, wie man das von Elvira Zeißler ja gewöhnt ist. Auch das Cover weiß zu gefallen. Man merkt deutlich, dass „Herzensglut“ aufwendig und gewissenhaft erarbeitet worden ist.

Die angekündigte Trilogie „Stern der Macht“ überzeugt schon mit ihrem ersten Band. „Herzensglut“ ist vorbildlich gestaltet und ausformuliert. Inhaltlich macht es Lust auf mehr. Es bietet eine perfekte Mischung aus Spannung und Gefühl. Wer kann da noch widerstehen?

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