Tag der Pressefreiheit

Gefährliches Leben für Journalisten

Heute, am dritten Mai, wird zum 8. Mal der Internationale Tag der Pressefreiheit begangen, der 1994 von der UNESCO eingeführt wurde. Ziel war und ist es, die Weltbevölkerung auf diejenigen Staaten hinzuweisen, in denen dieses grundlegende Recht leider noch immer nicht gewährleistet wird.

Dass diese Problematik aktueller denn je ist, wird einem besonders im Jahr 2012 schmerzlich bewusst. Bereits mehr als 40 Journalisten wurden in den letzten fünf Monaten weltweit wegen freier Meinungsäußerungen getötet, viele weitere ins Gefängnis gesteckt. Tendenz steigend. Das internationale Presseinstitut stellt sogar die erschreckende Prognose, dass 2012 das tödlichste Jahr für Journalisten werden könnte. Besonders betroffen davon sei Syrien. In Deutschland ist die Pressefreiheit im Artikel 5 des Grundgesetzes verankert, sie ist ein „Barometer für die Demokratie“ . Nichtsdestotrotz ist auch bei uns die Ausführung der Pressefreiheit noch ausbaufähig.

„Die Liste der Länder ohne oder nur mit eingeschränkter Pressefreiheit ist lang. Umso wichtiger ist es, dass diejenigen Staaten, in denen – wie in Deutschland – dieses recht im Grundgesetz verankert ist, Presse- und Meinungsfreiheit auch wirklich leben“, sagte der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen, der Deutschen Presseagentur zu diesem Thema.

Den schwierigsten Stand haben Journalisten in Weißrussland, Kuba, Äquatorialguinea, Eritrea, der Iran, Nord Korea, Turkmenistan und Usbekistan. Doch es gibt ein kleines Licht am Ende des Tunnels. Es haben sich verschiedene Organisationen gegründet, die nicht tatenlos dabei zusehen möchten, wie Journalisten mit extremen Mitteln mundtot gemacht werden sollen. Unter anderem setzt sich beispielsweise die Vereinigung P.E.N. (poets essayists novelists) aktiv für die Befreiung inhaftierter Schriftsteller ein und kämpft für die weltweite Durchsetzung der freien Meinungsäußerung.

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