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Rezension zu „Das Haus der Eulen“

Kollege im Visier

Heute möchten wir euch ein Buch vorstellen, das für uns etwas ganz Besonderes ist – schließlich hat es einer unserer Kollegen, Dr. Andreas Fischer, bei unseren BookRix-Usern besser als homo.nemetiensis bekannt, geschrieben. Nichtsdestotrotz – oder gerade deswegen – haben wir uns das Buch besonders kritisch unter die Lupe genommen. Doch lieber Andreas, Du kannst aufatmen: Wir haben kaum Grund, zu meckern 😉

Das Buch „das Haus der Eulen“ ist eine Kurzgeschichte. Die Protagonistin, Autorin Nijanna, leidet unter einer Schreibblockade. Um diese zu überwinden, entschließt sie sich, in einer inspirierenden und einsamen Umgebung neue Ideen zu sammeln. Dazu mietet sie sich – entgegen der Empfehlung der Hausbesitzer- allein in eine alte Hütte ein, von der man sagt, dass es dort spuken soll. Sie lernt eine geheimnisvolle, junge Frau kennen. Diese ist Künstlerin und zeichnet aus dem Bauch heraus.

Doch irgendetwas kommt Nijanna komisch vor an ihren Bildern. Sie ist gleichzeitig von ihnen fasziniert als auch ein wenig vor den Kopf gestoßen. Erkennt sie da etwa eine gewisse Ähnlichkeit zwischen sich selbst und dem Bild, auf dem eine Eule zu sehen ist? Gruselige Geräusche erklingen durch die Hütte! Spukt es etwa wirklich in diesem Haus? Und wo kommen die vielen Eulen bloß her?

Andreas Fischer hat sein Buch in ein geheimnisvolles und gruseliges Gewand gehüllt. Besonders angenehm ist sein unangestrengt wirkender und tadelloser Schreibstil. Er zeichnet die Hütte und die Umgebung in so passenden Worten, dass man sie direkt vor sich sieht. Beim Lesen führt diese bildliche Vorstellung der Umgebung und einige gruselige Begebenheiten ein paar Mal dazu, dass sich einem die Nackenhaare aufstellen. Das Ende kommt überraschend und hinterlässt den Leser in einer angenehmen Ahnungslosigkeit.

Das Cover des Buches ist durchaus passend, könnte allerdings noch ein wenig aussagekräftiger sein. Das Buch umfasst 42 BookRix-Seiten und der Preis von 1,99€ wirkt dafür auf den ersten Blick vielleicht etwas hoch. Die Geschichte trifft aber mit Sicherheit den Geschmack vieler Leser und so lohnt es sich durchaus, das Buch zu kaufen!