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Social Media Marketing für Self Publisher – Teil 1

Setze Deine Ziele fest!

Social Media kann für Indie-Autoren ein mächtiges Marketingtool sein, wenn man weiß, wie man damit umzugehen hat. Um euch ein wenig Starthilfe zu geben, haben wir Social Media Expertin Frauke Bitomsky darum gebeten, uns einige Tipps zu diesem Thema mit auf den Weg zu geben. Heute, im ersten Teil, beschreibt Frauke, was man bedenken sollte, bevor der Spaß beginnt.

Die Grundlagen

Social Media ist seit langem in aller Munde und nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Indie Autoren interessant, denn es ist ein mächtiges Werkzeug, um die Bekanntheit eines Autors und seiner Bücher zu steigern. Wer einige Grundlagen beachtet und bereit ist, ein wenig Zeit und Geduld zu investieren, kann sich im Internet ein starkes Netzwerk aufbauen und so die eigenen Bücher besser vermarkten. In diesem Artikel will ich diese Grundlagen ansprechen und Tipps geben, damit der Weg ins Social Media erfolgreich wird.

Eines vorweg: Social Media funktioniert nicht über Nacht, sondern setzt Geduld und Ausdauer voraus. Ein Netzwerk aus Fans und Followern, die aktiv kommunizieren und das Netzwerk mitgestalten, ist unbezahlbar, aber es muss erst wachsen. Wer bereits nach drei Wochen bahnbrechende Erfolge erwartet, wird wohl eine Enttäuschung erleben.

„Social Media setzt Geduld und Ausdauer voraus „

Was will ich eigentlich?

Ehe man sich voller Eifer in die Social Media Aktivität stürzt, sollte man sich ein paar Minuten Zeit nehmen und festlegen, was und wen man eigentlich erreichen möchte. Nur wer weiß, was er eigentlich will, hat auch ein Ziel, dass er erreichen kann. Diese Fragen kommen noch vor der Entscheidung, welche Netzwerke man später nutzen möchte.

Aus der Frage, was genau man erreichen möchte – Bekanntheit steigern und mehr Bücher verkaufen, andere Autoren kennen lernen, neue Ideen finden, Kontakte zu Verlagen knüpfen – entsteht die Frage nach der Zielgruppe, die man ansprechen möchte. Social Media „für alle“ funktioniert kaum, da man am Ende jeden ein bisschen, aber niemanden wirklich anspricht. Eine kleine Zielgruppe, deren Geschmack man trifft, ist besser als eine große graue Masse, für die man höchstens mäßig interessant ist.

Welche Ziele habe ich und wie viel Zeit kann ich aufwenden?

Auch die Frage, wie viel Zeit man auf lange Sicht regelmäßig in die Social Media Aktivität investieren kann sollte beantwortet werden, denn ein Aktivitätsschub alle sechs Monate, dem wieder eine lange Durststrecke folgt, wird kaum zu Erfolgen führen. Die Zeit, die man investieren kann, ist auch maßgeblich an der Entscheidung des Netzwerkes beteiligt, das man für sich nutzen sollte. Wer keine Zeit hat Blogartikel zu schreiben, sollte kein Blog aufsetzen; wer nur am Wochenende Zeit hat, ist mit einem Blog wahrscheinlich besser bedient als mit einem Twitter Account, der täglich gepflegt werden sollte. Wer feststellt, dass er alleine nicht die Zeit aufbringen kann, Social Media Präsenzen zu pflegen, kann überlegen, ob er sich mit ein paar anderen Autoren zusammentut.

Erst, wenn all diese Fragen geklärt sind, wird die Entscheidung gefällt, in welchen Netzwerken man sich präsentieren möchte. Aus den Antworten dieser Fragen wird die Strategie entwickelt, die später hilft, den roten Faden nicht zu verlieren. Sie kann (und sollte) immer wieder überprüft und angepasst werden, wenn sich z.B. die Zielgruppe oder die verfügbare Zeit für Social Media ändert. Aber sie verhindert, dass man sich verrennt und Zeit und Energie verschwendet, ohne etwas zu bewirken.

Wichtig: Bloß keine Werbung in eigener Sache

Dies mag paradox klingen, ist aber tatsächlich sinnvoll und wichtig. Wer als Indie-Autor die Bekanntheit seiner Bücher mithilfe von Social Media steigern will, sollte bloß nicht beginnen, diese offensiv zu bewerben. Kein potentieller Leser hat Interesse an der Selbstbeweihräucherung eines Autors, der nur immer wieder verkündet, dass er ein Buch geschrieben hat. Es ist wie mit Werbebroschüren und Spammails: Sie werden ungelesen weggeworfen und gelöscht.

Klassische Werbung, die den Empfänger drängt etwas Bestimmtes zu kaufen (Push-Strategie), funktioniert in den sozialen Netzwerken nicht. Social Media bedeutet nicht nur Austausch und Kommunikation in alle Richtungen, sondern setzt auch eine andere Werbestrategie voraus: Die Nutzer wollen von einer Seite oder einem Anbieter angelockt werden (Pull-Strategie). Um dies zu bewerkstelligen, muss ein Social Media Auftritt dem Leser einen Mehrwert in Form von Inhalten bieten, die für die Leser Relevanz haben und ihn interessieren.

Im Falle eines Indie-Autors könnten dies Schreibtipps, Kurzgeschichten, eigene Gedanken zu verschiedenen Schreibansätzen, Empfehlungen für Schreibratgeber, Links zu interessanten Artikeln in thematisch passenden Blogs und ähnliches sein. Hilfreich ist ein Redaktionsplan, in dem Ideen für zukünftige Beiträge gesammelt und geordnet werden.

Social Media ist eine gute Möglichkeit, sich der Leserschaft vorzustellen und zu zeigen, dass man ein Experte auf dem eigenen Gebiet ist und mehr zu bieten hat als nur ein Buch.

Wichtig: nicht nur eine Rowling und ein King sind Experten. Auch „kleine“ Autoren, die keinen Verlag haben, haben Erfahrungen über das Schreiben gesammelt und können diese teilen. Das heißt nicht, dass man „fertig“ gelernt hat und alles über das Schreiben weiß, aber man sollte sein Licht auch nicht unter den Scheffel stellen.

Heißt das, dass man gar nicht auf das eigene Buch hinweisen soll? Doch, natürlich. Aber nicht zu offensiv. In einem Blog kann eine Unterseite für eigene Bücher eingerichtet werden, während der Blog selbst mit Artikeln rund um das Thema Schreiben gefüllt wird.

Wer öfter auf sein Buch hinweisen, aber auch nicht plakativ Werbung machen will, kann seine Erfahrungen aus dem eigenen Schreibprozess teilen. Wie wurde das Buch geplant, woher stammten die Ideen, wie wurden Schreibblockaden besiegt? All das interessiert die Leser und bietet gleichzeitig mehr Inhalt als die bloße Aussage „Ich habe ein Buch geschrieben, bitte kauft es!“.

Worum es nächste Woche geht:

Welches Netzwerk ist das Richtige für mich?

Was Dich auch noch interessieren könnte:

Frauke´s Homepage: B2N Social Media Services

Blogbeitrag: Bloggen leicht gemacht

Blogbeitrag: Wie die Crowd dem Selfpublisher Beine macht

Bloggen leicht gemacht – Tipps für Anfänger und Neueinsteiger

So können Selfpublisher Kontakte knüpfen

Ein wichtiger Marketingtipp für alle Selfpublishing-Autoren ist das Betreiben eines eigenen Blogs. Zum einen, um für Dich und Deine Bücher zu werben, aber vor allem auch um Kontakte zu knüpfen, Dich mit anderen Bloggern anzufreunden und Dir im Web einen Namen zu machen. Unser Gastblogger Michael Modler, der den Blog www.ebooks-autoren.de betreibt, gibt uns wertvolle Tipps zum Thema „Bloggen leicht gemacht„.

Wichtige Tipps für Blogger:

Der Entschluss zum Bloggen ist gefallen, eine kostenlose Blog-Software gefunden (z.B. WordPress oder Blogger/Blogspot) und der Kopf sprudelt über vor Ideen. Dank des Baukastenprinzips kann heute jeder ganz einfach zum Blogger werden und ohne große HTML-Kenntnisse in wenigen Schritten eine optisch ansprechende Webseite gestalten. Doch wie findet man seine Leser, welche Rechte und Pflichten hat man als Blog-Betreiber und worauf sollten Anfänger und Neueinsteiger bei den Inhalten ihrer Postings achten?

Der erste Blog – auf zu großen Taten!

Erst die Pflicht, dann die Kür. Was im Sport gilt, lässt sich auch wunderbar aufs Bloggen übertragen. Doch ich kann euch beruhigen: die Pflicht ist nur ein Kurzprogramm, wohingegen sich die Kür über Jahre erstrecken kann.

Erst die Pflicht …

1. Impressum erstellen

Ja, es mag spießig klingen, dass ich Blog-Neulingen als erstes zu diesem mitunter nervigen Schritt rate, doch ein Impressum (Anbieterkennzeichnung) ist fürs Bloggen ebenso wichtig wie der Führerschein fürs Autofahren. Und auch wenn es im Internet leider sehr viele selbsternannte Experten gibt, die den Eindruck verbreiten, so etwas braucht man nicht („ich blogge seit vielen Jahren und mich hat noch nie jemand abgemahnt“), kann ich nur jedem raten, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.
Um es mal etwas drastischer zu sagen: nur weil ich über drei Ecken ein paar Leute kenne, die schon mal mit geschlossnen Augen über die Straßen gegangen sind, heißt dies nicht, dass das bei mir auch klappt. Dank kostenloser Tools ist die Erstellung eines Impressums übrigens viel leichter als es auf den ersten Blick aussieht. Daher: nehmt euch etwas Zeit für dieses wichtige Thema. Euer Schlaf wird es euch danken!

Surftipps:
Infos vom Bundesjustizministerium (übersichtlicher Leitfaden)
Impressum Generator (Hilfreiches Tool)

2. Bildrechte beachten

Bilder und Fotos sind IMMER urheberrechtlich geschützt. Ob nun eine Mini-Grafik oder ein preisgekrönter Schnappschuss spielt dabei keine Rolle. Wer aus purer Bequemlichkeit über die Google-Bildsuche seine Fotos und Grafiken einsammelt und im eigenen Blog veröffentlicht, bewegt sich auf ganz dünnem Eis. Und auch die Bezeichnung “lizenzfrei” ist in diesem Zusammenhang nicht mit “kostenlos” gleichzusetzen.

Surftipp:
Bilder auf der eigenen Webseite? (guter Einstieg in das Thema)

3. Copy and Paste

Was vielen Menschen bei der Nutzung von Bilder noch einleuchtet, gilt natürlich auch für Texte (und das nicht erst seit den jüngsten Plagiats-Affären bei diversen Doktorarbeiten). Nur weil es einfach ist, ganze Absätze aus Büchern, Dokumenten, Online-Artikeln etc. zu kopieren und in den eigenen Blog ohne Nennung der Originalquelle einzufügen, ist dies noch lange nicht erlaubt. Selbst bei Zitaten, die in keinem inhaltlichen Zusammenhang mit dem eigenen Text stehen, ist Vorsicht geboten. Doch ich möchte alle Anfänger beruhigen: um erfolgreich zu Bloggen muss niemand zum Hobby-Jurist aufsteigen. Oft reicht der gesunde Menschenverstand und die Frage: würde ich wollen, dass jemand meine Texte ohne meine Erlaubnis im Internet verbreitet?

Surftipp:
Texte übernehmen (eine kurze und verständliche Übersicht)

Dann die Kür…

Wenn man sich an diese Regeln hält, ist man mit seinem Blog rechtlich schon einmal auf der sicheren Seite. Weitere Tipps zum Thema Bloggen findest Du hier auf Michaels Blog. Dabei geht er auch noch näher auf die „Kür“ des Bloggens ein und erklärt, wie man Follower für seinen Blog findet, wie regelmäßig man überhaupt bloggen sollte und warum man sich mit anderen Bloggern austauschen sollte.

Publishing Tipps &Tricks:

Tipp #8: Der Blog zum Buch.

Einen Blog verbinden viele Autoren mit Arbeit, Stress und Zeit. Oft stellen sie sich die Frage, was ihnen ein Blog bringt und warum sie die Mühe investieren sollen, einen zu erstellen.
Leser sollten sich doch so finden lassen, oder?
Zunächst einmal: Ja, auch ohne Blog wird der Autor Leser haben, aber mit Blog sind es sehr wahrscheinlich mehr. Darüber hinaus gibt es noch andere, unzählige Möglichkeiten, einen Blog richtig und effektiv zu nutzen.
Dass die Blogerstellung lange dauert, ist dank des Internets auch nicht mehr die Wahrheit: Es gibt viele „Baukästen“, mit denen sich ein Blog innerhalb weniger Minuten zaubern lässt.
Warum ein Autor diese Minuten investieren sollte?
Fangen wir mit dem offensichtlichen Vorteil an: Blogger vernetzen sich gerne untereinander. Auf fast jedem Blog findet sich die sogenannte „Linkliste“, auf der vom Blogbesitzer andere Schreiber empfohlen werden. Aus solch eine Liste kommt man meistens sehr leicht, denn es gilt: „Verlinkst du mich, verlink ich dich.“ – Vorausgesetzt natürlich, der andere Blog gefällt und passt thematisch zum eigenen. Findet sich der Autorenblog auf möglichst vielen Linklisten wieder, werden Blogleser ihn sicherlich öfter besuchen, da sie ihn in den Listen entdecken. Und vielleicht sind diese Blogbesucher auch gleichzeitig neue Leser?
Hier kommt es darauf an, wie sich der Autor selbst präsentiert. Ein Blog bietet unzählige Chancen, sich selbst und die eigenen Werke darzustellen:
Kurze Steckbriefe der Charaktere, ausgeschriebene Biografie des Autors, Zusammenfassung des Werkes, Leseprobe, Erweiterungen wie Karten/Bilder/Fanart zum Buch,  Linkliste zu Interviews mit dem Autor …
Hier sind dem Bloggestalter keine Grenzen gesetzt. Ein Blog hat somit noch einen weiteren Vorteil: Informationen, wie z.b. Links zu Rezensionsblogs oder Interviews, können an einem Ort gesammelt und vom Leser abgerufen werden. Somit muss er sich nicht durch Suchmaschinen klicken, sondern hat alles bequem auf einer Seite versammelt. Möchte der Autor Werbung für sich selbst oder seine Werke machen, muss er nun nur noch den entsprechenden Link verbreiten – Anstatt sich in jedem Forum aufs Neue vorzustellen.
Auch können Leser durch die Kommentarfunktion Feedback geben, die vom Autor so übersichtlich einsehbar sind. Der Blog fungiert als Kommunikationsmöglichkeit mit den Lesern.
Es gibt ein neues Gewinnspiel zum Buch?
Ein neues Interview?
Eine neue Rezension?
Oder gar ein neues Werk?
Alle wichtigen Dinge können Fans nun auf einer Internetseite vorfinden, auf der sie gleichzeitig noch Kontakt zu ihrem Idol haben können.
Nun wollen wir die eifrigen Autoren aber nicht länger vom Blogerstellen abhalten – Viel Spaß dabei!

Hast Du schon einen Blog? Teile doch den Link mit uns!

Publishing Tipps &Tricks:

Tipp #6: Leser lassen sich von anderen Lesern beeinflussen.

Den heutigen Blogbeitrag wollen wir nutzen, um alle bei uns veröffentlichten Autoren auf ein Recht aufmerksam zu machen, welches sie haben: Rezensionsexemplare verteilen.
Wichtig ist allerdings, dass diese Marketingmöglichkeit nicht leichtfertig genutzt wird. Im World Wide Web gibt es viele Rezensionsblogs, manche haben fünf, andere über fünftausend Leser. Ein Autor sollte sich immer die Frage stellen:
„Lohnt es sich für mich, diesem Rezensenten ein Exemplar gratis zu schicken?“
Die Verlockung, jedem Bücherblog sein Werk anzubieten, ist groß, denn natürlich möchte man als Autor möglichst oft im Internet genannt werden.
Wir empfehlen jedoch, zunächst „größere“ Blogs anzuschreiben. Hier gibt es ein paar Dinge, auf die ein Autor achten sollte:
– „Welches Genre rezensiert der Blogbesitzer?“
– „Wie viele Leser hat der Blog?“
– „Wie sehen die bisherigen Rezensionen aus?“ (Wenn ein Blogautor sich bsp. Über Vampirromane auslässt, da er das Thema „abgelutscht“ findet, sollte man ihm nicht seinen Vampirroman anbieten)
– „Wird regelmäßig gebloggt?“
– „Erscheinen die Rezensionen auch auf Amazon, etc.?“
Sind diese Fragen zufriedenstellend beantwortet worden, kann der Autor den Blogbesitzer anschreiben. Wichtig hierbei ist, sich nicht als „begeisterten Fan“ ausgeben, sondern ganz klar zu sagen, dass man ein neuer Autor ist, sich vorstellen könnte, dass der Blogbesitzer Gefallen am eigenen Werk finden könnte und ob er nicht Lust hätte, dies zu rezensieren. Leseprobe in Form eines ePubs gibt es selbstverständlich umsonst.
Den Klappentext, sowie den Link zur Leseprobe mitzuschicken, empfiehlt sich ebenfalls. Man sollte nicht in der ersten Mail bereits das ePub mitschicken, denn dies könnte aufdringlich erscheinen und wenn der Blogger das Buch nicht rezensieren möchte, hat er es trotzdem schon erhalten und kann es lesen.
Allen Blogbesitzern, die diesen Beitrag lesen, legen wir nahe, sich durch die Liste unserer kaufbaren Bücher zu klicken und gegebenenfalls den Autor mit der Bitte um ein Rezensionsexemplar anzuschreiben. Ihr würdet den Indie-Autoren damit sehr helfen und entdeckt vielleicht sogar als einer der ersten einen neuen Stern am Autorenhimmel.