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Jurywertung # 4: Die Entscheidung!

Verdacht auf Mord: Arlynn

Villa Freyheit von Melpomene

Eingepackt in ein mysteriöses, zur Geschichte passendes Layout und einen knackigen Klappentext, der alle Informationen beinhaltet, die der Leser anfangs benötigt, fesselt dieses Buch sofort.

„Villa Freyheit“ erzählt die Geschichte der Deutschlehrerin Vera, die sich auf die Suche nach ihrem verschwundenen Bruder Jan begibt. Ein Anhaltspunkt ist die „Villa Freyheit“, eine Pension, in der Jan übernachtet haben soll, um sich dann auf den Weg zu seinem Geliebten Antonio zu machen.

Die eingeschüchterte Estelle Freyheit mit den feuerroten Haaren leitet die alte Villa und wirft einige Rätsel auf. Schockierenderweise findet Vera dann auch noch Jans Rucksack im Wandschrank.

Durch tadellose Grammatik und Orthografie, einen charakternahen, ausgereiften Stil und kleine, gut positionierte Details schafft Melpomene es, ihre Figuren aufleben zu lassen. Jede von ihnen agiert absolut überzeugend und glaubwürdig. Humor an den richtigen Stellen lässt diese Geschichte zu einem absoluten Lesegenuss werden.

Einzelne Fäden werden geschickt verknotet – auch wenn sie manchmal völlig durcheinander wirken, um den Leser zu verwirren – und bilden am Ende ein logisches, lückenloses Gesamtkonzept mit einer schockierenden Auflösung.

„Villa Freyheit“ bietet das, was ein echter Krimiliebhaber fordert: Spannung, Nervenkitzel, rätselhafte Ereignisse und falsche Spuren für den Leser. Selbst mit einem schockierenden letzten Satz konnte die Autorin mich noch festhalten, sodass ich mich nicht recht traute, das Buch zu schließen.

Eqinsor von Jen June Equal

Dieser Fantasy-Krimi strotzt geradezu vor Kreativität. Ein selbst gestaltetes Cover, welches einen Jungen mit einem Flügel zeigt, macht schon neugierig und nach dem Lesen der Geschichte erscheint das Layout passend, gut gewählt und unterstreicht das ganze Flair des Buches.

Jen June Equal hat ihren Krimi in die fantastische Stadt Duodecim gesetzt, der es an Details nicht fehlt, sodass man das Gefühl bekommt, die Autorin selbst wäre dort aufgewachsen. Nachdem man sich mit den etwas vielen fremden Worten und Begriffen angefreundet hat, kann man nicht mehr vom Bildschirm aufschauen.

In Duodecims Akademie wird ein beliebter Professor erschlagen aufgefunden, sein überaus wichtiges Experiment ist allerdings verschwunden. Nun ist es die Aufgabe von Fawl Philisander, das Experiment und den Mörder zu finden. Dabei trifft er auf den geflügelten Eqinsor.

Equal schafft einen wunderbaren Spagat zwischen Fantasy und Krimi. Duodecims Welt erscheint als Metropole der Modernität und dennoch finden Elfen und Fyrr, Wesen, welche die Infrastruktur in Gang halten, ihren Platz.

Nebencharaktere kommen zwar ein wenig kurz, jedoch ist dafür die Ausgestaltung des Protagonisten Philisander umso überzeugender. Wie einem echten Holmes entgeht ihm kein Detail. Seine Coolness erlebt am Ende der Geschichte, bei Auflösung des Falles, seinen Höhepunkt.

Weil Equal es geschafft hat, eine eigene Welt, einen echten Kriminalfall und einen Sherlock Holmes mit fantastischer Sprache und tadelloser Orthografie bzw. Grammatik zu verschmelzen, verdient sie den zweiten Platz.

Die Tränensonate von L.Cocco

Auch dieses Werk macht mit einem besonders einladenden Cover auf sich aufmerksam, welches bereits eine wundervolle Einleitung für die Geschichte darstellt.

Der Detektiv Francis DuMont erhält den Auftrag von Mary Sterling, auf der baldigen Familienfeier ein Auge auf Sohn Richard zu haben, dem seit Kurzem seltsame Unfälle geschehen. Drei Geschwister könnten es auf das Erbe ihres ältesten Bruders abgesehen haben. Der Schatz soll in den Noten der Tränensonate versteckt sein, die der Vater einst kombiniert hat. Auf der Feier wird Richard schließlich vergiftet.

Besonders gefallen wird die Geschichte denjenigen, die Fans des typischen Krimis sind: Es geschieht ein Mord, mehrere Täter kommen in Frage und der Detektiv begibt sich auf die Suche nach den kleinsten Spuren und Hinweisen, bis er den Mörder schließlich überführen kann. Auf jener Suche kann sich auch der Leser als Detektiv versuchen.

L. Cocco schafft genau das! Er streut in sein Werk Hinweise, die vom Leser zuerst nur als „schöne Beschreibung“ ausgelegt werden und am Ende von elementarer Bedeutung für die Lösung des Falles sind. Wenige Merkwürdigkeiten fallen auch dem Laien auf, aber letztendlich kann nur Detektiv DuMont die Puzzleteile zusammensetzen.

So lässt allerdings die schöne, gehobene Sprache und die Liebe zum Detail, mit denen das Werk begann, etwas nach und auch einige orthografische Fehler sind zu finden, die Grammatik ist allerdings tadellos.

Beeindruckend an „Die Tränensonate“ ist der zum Schluss aufgelöste Tathergang, den sich so nur ein echter Krimifan ausdenken kann. Für den Leser ist es beinahe etwas fragwürdig, ob ein Mord tatsächlich so stattfinden könnte und das, obwohl der Autor alles glaubwürdig und plausibel geschildert hat. Das zeugt von wahrer Kreativität.

Die Gewinner:

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren fleißigen Juroren, die in diese Jurywertung viel Arbeit gesteckt haben. Und nun freuen wir euch, die glücklichen Gewinner mitteilen zu dürfen:

1. Platz:  Villa Freyheit von Melpomene (Gewinn: 130€ Amazongutschein)

2. Platz: Verdacht auf Mordnarrentod (Gewinn: 100€ Amazongutschein)

3. Platz: Akkurat verpackt- Mord im Cyberspace von royofinnigan (Gewinn: 80€ Amazongutschein)

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner und vielen Dank an alle Teilnehmer für die wunderbaren Geschichten!


Jurywertung # 3

Andreas aus dem BookRix-Team

Auch unser BookRix-Kollege Dr. Andreas Fischer – auch bekannt als homo.nemetiensis-  hat sich wieder an die Arbeit gemacht und seine Wertung für den Wettbewerb „Verdacht auf Mord“ abgegeben. Hier seht ihr seine Beurteilung:

Villa Freyheit von Melpomene

(Seitenangaben beziehen sich auf die Version im epub-Format.)

Orthographie und Grammatik

Der Beitrag macht in dieser Disziplin einen hervorragenden Eindruck. Es gibt so gut wie keine Fehler. Auf Seite 9 fehlt einmalig ein Gänsefüßchen.

Form und Stil

Der sprachliche Ausdruck ist erfreulich vielseitig. Wiederholungen finden sich nur selten („wild“ auf Seite 4, „spät“ Seite 5 oder „Vibrieren“ Seite 6). Ansonsten gibt es nicht zu bemängeln.

Gelungen ist auch, Veras Bericht von ihrem ersten Besuch in der Villa Freyheit einzuschieben, anstatt ihn nachzuerzählen. So wirkt er lebendig und anschaulich. Überhaupt wirkt der gesamte Text ausgesprochen kurzweilig und flüssig geschildert. Man hat den Eindruck, wesentlich mehr gelesen zu haben als die ausgewiesenen 16 Seiten (im epub-Format).

Idee und Kreativität

Die Konzeption der Handlung und des Mordes an Jan ist wohldurchdacht und komplex. Der Leser wird zunächst gekonnt in die Irre geführt und hält die Geschichte mit der verstorbenen Mutter für zutreffend. Dann schließlich erfolgt die überraschende Auflösung, bei welcher dann auch die kleinsten Details, die zuvor noch für Verwunderung gesorgt haben, in einen stimmigen Gesamtzusammenhang gebracht werden.

Auch wenn dieses Konzept zweifelsohne äußerst kompetent umgesetzt worden ist, stellt die Idee als solche einen Krimiplot in Reinkultur dar.

Persönliches Fazit

Stilistisch und handwerklich gibt es an diesem Beitrag so gut wie nichts auszusetzen, außer vielleicht, dass es auf Seite 13 fast ein wenig zu schnell mit der Offenbarung der Geschehnisse durch Antonio geht. Ansonsten überzeugt der Text vor allem durch einen angenehmen Ausdruck und eine absolut plausible Handlung, die spannend geschildert wird. Die eingeengte, bedrohliche Szenerie, die sich dann auch in der wohl fiktiven Geschichte der unbekannten Frau mit der verstorbenen Mutter widerspiegelt, wie auch durch die ausgestopften, d.h. erstarrt erscheinenden Tiere zeigt, erzeugt eine düstere Stimmung, die der Angst Veras um den vermissten Bruder eine passende Umgebung liefert. Überhaupt enthält die Geschichte eine verblüffend umfassende Symbolik. Der Titel mag zuerst wie ein Wortspiel erscheinen, doch geht es hier tatsächlich auch um die Freiheit. Jan möchte wegen seiner sexuellen Ausrichtung vor den gesellschaftlichen Zwängen davonlaufen, doch diese, hier in Gestalt der Berge, engen ihn nach wie vor ein. Auch Estelle, der „Stern“, wäre lieber frei, statt Tag für Tag in der Pension festzusitzen. Als sie das Geld entdeckt, greift sie buchstäblich „nach den Sternen“, auch wenn das Unterfangen am Ende scheitert. Vera, die „Wahre“, sucht die Wahrheit, hat sogar einen „Lügendetektor“. Dass dieser bei Antonio versagt, verwundert nicht, denn dieser stellt den nach außen aufrechterhaltenen Schein dar. Er ist ein Blender, der sogar so weit geht, das, was sich nicht in die Ordnung fügt, zu töten, zu einer leblosen Marionette zu machen, weshalb auch die Wildkatze bereits ihre natürliche Unabhängigkeit eingebüßt hat.

Dieser Beitrag erreicht Platz 1, da er eine ausgezeichnete Kriminalgeschichte darstellt. Er verfügt über ein absolut stimmiges Konzept, eine spannende Erzählweise und eine unverkennbare, düstere Atmosphäre. Auch was die literarische Ausarbeitung betrifft, kann hier die Bestnote vergeben werden. Kein anderer Beitrag ist so perfekt geraten wie die „Villa Freyheit“.

Verzeih mir von Susanne Wolters

(Seitenangaben beziehen sich auf die Version im epub-Format.)

Orthographie und Grammatik

Der Beitrag ist recht ordentlich ausgefallen. Nur die Zeichensetzung, vor allem bei der wörtlichen Rede, und die Zusammenschreibung von Verbalkomposita sind nicht ganz korrekt. So stehen etwa auf Seite 3 „herum wälze“ und „heraus zu finden“, was aber in beiden Fällen in einem Wort geschrieben werden müsste.

Form und Stil

Grundsätzlich macht der sprachliche Ausdruck dieser Geschichte einen erfreulichen Eindruck. Er ist abwechslungsreich und präzise. Wiederholungen sind eher selten. Auf Seite 11 findet sich eine solche mit „Zimmer“. Außerdem hätte der Begriff „Kassette“ ab und zu durch ein anderes Substantiv ersetzt werden können.

Das Erzähltempo wirkt angenehm, weshalb sich die Handlung ideal entfalten kann. Am Ende hat man den Eindruck, einen wesentlich längeren Text gelesen zu haben.

Idee und Kreativität

Die grundlegende Idee, die Protagonistin auf eine Reise in ihre Vergangenheit zu schicken und selber die Umstände der Trennung von ihrer leiblichen Mutter ermitteln zu lassen, bietet reichlich Potential für eine spannende Handlung, das hier auch prompt tüchtig ausgeschöpft worden ist. Auch die Einarbeitung des Traums, der in Wirklichkeit eine Erinnerung ist, erzeugt beim Lesen Interesse.

Ein wenig schlicht ist Ingrids zweimalige Ohnmacht, mit der ihre Besuche in Amt und Heim abrupt beendet werden. Das spart natürlich Platz für wichtigere Aspekte, wirkt aber etwas einfallslos.

Gelungen ist dann wieder die Einbindung des Titels, der erst ganz am Ende seinen eigentlichen Sinn offenbart und sich dann als sehr passend herausstellt.

Persönliches Fazit

Dieser Beitrag überzeugt vor allem durch seine sensibel erzählte Geschichte, in der eine verschüttete Vergangenheit nach und nach ans Tageslicht gebracht wird. Auch die Tatsache, dass der Mord erst auf den letzten Seiten explizit erwähnt wird, sorgt dafür, dass die Spannung bis zuletzt auf hohem Niveau gehalten wird. Man vermutet zwar, dass das Mädchen bei der Schaukel irgendwie verschwunden ist, aber dieser Aspekt wird durch Ingrids Suche nach ihrer leiblichen Mutter zunächst überlagert.

Nicht so ganz klar ist mir, warum Christa ausgerechnet diese schriftlichen Erinnerungen hinterlassen hat und nicht noch weitere. Sie hat ja zum Zeitpunkt des Beginns ihrer Aufzeichnungen nicht wissen können, wie sich die Dinge entwickeln.

Die kurze Episode auf Seite 11, in der Ingrid die Kassette vermisst, steigert die Spannung noch weiter.

Nur am Rande bemerkt soll noch sein, dass man in Berlin wegen des hervorragend ausgebauten ÖPNVs nicht ständig auf das Taxi angewiesen ist. Dieser Umstand hat aber keinen Einfluss auf die Bewertung des Beitrages.

Dieser Beitrag erreicht Platz 2, da er sehr spannend ausgefallen ist, ebenso emotional tiefsinnig, tragisch und einfallsreich. Getrübt wird der ansonsten sehr positive Eindruck durch die doch häufigen Kommafehler. Die Handlung ist dagegen exzellent erzählt. Die Grundidee, die sich fern von allem Klischeehaften bewegt, ist hervorragend umgesetzt worden.

Point of no Return von Marina Milotti

(Seitenangaben beziehen sich auf die Version im epub-Format.)

Orthographie und Grammatik

Der Beitrag macht einen guten Eindruck, wobei allerdings ein paar kleine Mängel festzustellen sind. Die Zeichensetzung bei der wörtlichen Rede ist öfters nicht richtig. Gelegentlich laufen die Erzählzeiten und die Modi ein bisschen durcheinander, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass die Geschichte in Umgangssprache geschildert wird. Diesem Umstand ist es wohl auch zu verdanken, dass die Präposition „wegen“ mehrmals mit dem Dativ steht, siehe die Seiten 14 und folgende. Ab und an gibt es auch bei der Satzstellung gewisse Mängel.

Form und Stil

Der Text ist bis zum Epilog in Umgangssprache gehalten und schildert die Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven. Dadurch wirkt der Schreibstil stellenweise etwas ungenau, was aber keinen Nachteil darstellt, denn durch die Offenbarung der Gedanken und Erinnerungen der einzelnen Charaktere kann die Geschichte überhaupt erst zu einer solchen Auflösung kommen, wie sie hier vorliegt. Abgesehen davon, ist der Ausdruck durchaus abwechslungsreich. Wiederholungen kommen eher selten vor, z.B. auf Seite 16 mit „Fluss“ und „Himmel“.

Idee und Kreativität

Die Konzeption dieses Beitrags ist äußerst interessant. Wir erleben die Ereignisse, die zum Tod von Hannah und Leander geführt haben, durch die Erinnerungen und Gedanken verschiedener Personen und erfahren so Details, die ansonsten wohl unausgesprochen geblieben wären. Auf diese Weise setzt sich nach und nach ein recht komplexes Puzzle zusammen, was zu enormer Spannung führt.

Weiterhin fließen auch Mystery- und Fantasy-Elemente mit ein. Dies geschieht auf eine sehr geschickte Weise, fast wie beiläufig. So wird man bei der zweiten Erwähnung der Flöte auf Seite 5 unten schon hellhörig. Und auf Seite 6 wird es dann durch die prophezeite Heirat in der Zukunft richtig unheimlich. Das Ende mit den Vögeln und ihrem Wunsch nach Musik ist sehr liebenswert.

Aber da ist noch mehr: Der Unfall – am Anfang erscheint er ja als solcher, ist in Wirklichkeit gar keiner. Ganze drei Täter offenbaren im Laufe der Geschichte ihre Anschlagspläne. Das ist eine ungewöhnliche wie auch clevere Idee. Dass der dritte Täter gar nicht geschnappt wird, setzt dem Ganzen noch die Krone auf.

Insgesamt bietet dieser Beitrag also eine verblüffend reichhaltige Sammlung erstaunlicher Einfälle und ist somit ein kreativer Glücksgriff.

Persönliches Fazit

Inhaltlich bin ich äußerst angetan von dieser Geschichte. Sie ist extrem spannend, ausgeklügelt, manchmal sehr unheimlich und am Ende wunderschön. Dagegen hadere ich ein bisschen mit der nicht immer ganz korrekten Ausarbeitung. Ein Lektorat im Vorfeld hätte da nicht geschadet.

Der Beitrag erreicht Platz 3, da er von allen Teilnehmern die komplexeste Handlung bietet. Drei vermeintliche Mörder, drei Motive, drei Mordpläne und am Schluss ist doch alles völlig anders. Der Text glänzt durch ein maximales Ausmaß an Kreativität und ist auch noch enorm spannend. Wären die Versäumnisse bei Rechtschreibung und Grammatik nicht gewesen, hätte es für Platz 1 gereicht.

Unser neuer Zwischenstand:

Verdacht auf Mord– 4 Punkte

Villa Freyheit – 3 Punkte

Akkurat verpackt – 3 Punkte

Verzeih mir – 2 Punkte

Verlorene Seelen – 2 Punkte

Blind Date –  2 Punkte

Point of no return – 1 Punkt

Tatort Disco – 1 Punkt

Jurywertung #2

Verdacht auf Mord: Susymah

Unsere nächste Jurorin, das langjährige BookRix-Mitglied Susymah, ist leider nicht mehr länger Teil unserer Community. Allerdings ließ sie es sich trotzdem nicht nehmen, noch ihre Jurywertung zum Schreibwettbewerb „Verdacht auf Mord“ abzugeben und sie bat uns, ganz liebe Grüße auszurichten.

Akkurat verpackt- Mord im Cyberspace von royofinnigan

Dieser Sciencefiction-Krimi besticht nicht nur durch seine Originalität, sondern ebenfalls durch seine ungeheure Komplexität, die allerdings einleuchtend und vollkommen nachvollziehbar immer deutlicher wird, je mehr man in diese Geschichte eindringt. Es fängt bereits mit dem Titel an, in dem schon das erste Mal mit Sprache gespielt wird.

Der Fall ist einfach: es wird eine Leiche in einem hochtechnisiert und vollautomatisch hergestellten Akkupack, das eigentlich für die Autoindustrie hergestellt ist, gefunden. Die Identifizierung des Toten wird firmenintern durchgeführt und ist ein Mitarbeiter, der ständig überall aneckt. Jeder der anderen Firmenmitarbeiter hätte ein Motiv. Die Auflösung bietet dann die Komplexität, denn es werden mehrere Spuren gelegt, die den jeweiligen Verdächtigen sofort überführen könnte, wenn da nicht dieser erfahrene Kommissar wäre. Er ist der Gegenpol zur genial und völlig glaubhaft konstruierten Zukunft, der allerdings noch aus einer Zeit stammt „in der es noch nicht einmal Handys gab“ und der zwar gelernt hat, sich die Vorteile der modernen Technik zu Nutze zu machen, sich aber nicht von dieser in die Irre führen lässt. Mit viel Berufserfahrung und kiminalistischer Spürnase kommt er schließlich dem Täter auf die Schliche, stellt ihn mit einer grandios entwickelten Falle, die an den guten alten Rockfort erinnert oder moderner an den Mentalisten. Das Herauslocken des Geständnisses ist nur noch ein Leichtes, denn der Täter kann nicht lügen.

Diese Geschichte erinnert ein wenig an 1984, Minority-Report und 2001 und hat mir besonders durch die Liebe zum Detail gefallen. Wenn man sich Bilder vom „Ort des Geschehens“ ansieht, kann man sich kaum vorstellen, das dort eine hochtechnisierte Firma wie FAU stehen soll, doch die Begründung des Standortes ist durchaus einleuchtend. Der Verdächtige Herr Blak, der sich aus der Menge weißer Schafe hervortut, weil er den Cyberspace-“Lie to me“-Test nicht besteht, Frau Videro, der ein Video zum Verhängnis werden soll und der liebe Grimur, der im Laufe der Geschichte immer grimmiger wird, zeigen eine sehr fantasievolle Namensgebung. Beschreibungen wie „in sein Smartphone integrierter Nearfield Identifier“ und andere technische Beschreibungen geben der ganzen Szenerie eine unglaubliche Authentizität. Der Mörder ist selbst das Netz und lacht den Betrachter bereits auf dem Cover aus, weil er sowohl den Kommissar wie auch den Leser die ganze Zeit an der Nase herumführt.

Einzige Kritik gilt der zu häufigen Verwendung des Wörtchens „Akkupack“ im ersten Drittel der Geschichte, die sich garantiert problemlos beheben lässt.

Insgesamt hat mich diese Geschichte von Anfang an durch genau diese Detailtreue und die Komplexität fasziniert, die sich sogar in der Sprache widerspiegelt, die durchgängig genauso sachlich und schnörkellos gehalten ist, wie diese hochtechnisierte Cyberwelt der „Färöer Akkupack Unlimited“. Daher hat sie bei mir den Platz 1 bekommen.

Verlorene Seelen von goldie.geshaar

Ein kleiner Junge aus einem heruntergekommenen Viertel von Philadelphia wird tot aufgefunden. Dieser Fall erhitzt nicht nur wegen seiner Brisanz bezüglich des Themas die Gemüter, sondern auch wegen der Nähe, die er zu der ermittelnden Polizistin Debra Weathers hat. Sie selbst ist in dem Viertel des Jungen aufgewachsen und kennt die Familie des Toten, aber auch die Gesetze der Straße, die dort herrschen. Ihr Partner Hugh Coleman, ein priviligierter Weißer zeigt sich in diesem Fall als der Besonnenere und steht als neutraler Betrachter außerhalb des emotionalen Strudels der Geschichte.

Diese Geschichte fasziniert nicht nur durch den fließenden Erzählstil, der so typisch für die Autorin ist, sondern auch durch die authentisch wirkenden Charaktere, in deren Beschreibung fantastisch mit den Klischees des Genres gespielt wird und die bildgewaltig gezeichnete Umgebung, die es dem Leser sofort erleichtern, in diesen Krimi einzusteigen und alles im eigenen Kopfkino zu verarbeiten. Bemerkenswert ist auch, wie viele Informationen in wenigen Sätzen vermittelt werden, jedoch wohl dosiert, so dass der Leser auch ja nicht den Faden verliert, was der ganzen Story einen immensen Drive verleiht.

Eine besondere Herausforderung war sicher die Verortung des Falles, doch diese ist der Autorin hervorragend gelungen. Genauso, wie das Beleben der Nebencharaktere, die durch ihr zwar kurzes Auftreten dennoch sofort ein Bild abgeben und der Leser genau weiß, mit wem er es zu tun hat.

Das schockierende an diesem Fall ist eigentlich der dargestellte Machtmissbrauch von institutionellen „Beschützern“ ihren Schutzbefohlenen gegenüber, was sich durch die gesamte Geschichte zieht und ihr eine ganz eigene Komplexität verleiht. Auch die falschen Spuren , die zunächst gelegt werden, verleiten den Leser in ganz andere Richtungen zu denken und schaffen es, den Spannungsbogen immer stärker zu spannen.

Viel Stoff in wenigen Seiten und trotzdem eine runde Geschichte, in der nicht nur der Fall auf skandalöse Weise aufgedeckt wird, sondern auch gesellschaftliche Missstände. Die Themenumsetzung „Der Tod wartet im Netz“ ist gelungen.

Dies alles komprimiert in einer sehr kurzweiligen Kurzgeschichte… das hat mich beeindruckt.

Mein Fazit lautete damit: Dieser Beitrag verdient bei mir den 2. Platz.

Verdacht auf Mordnarrentod

Ein Junggesellenabend verläuft feuchtfröhlig und endet im Desaster. Die Braut ist tot, der Bruder ermittelt und auch der Protagonist ist an einer Auflösung des Falles interessiert. Was dabei herauskommt ist erschreckend.

Beginnen tut die Geschichte mit den harmlosen Worten: „Als ich erwache, habe ich den Geschmack von Käsefüßen im Mund.“ Seit Ilsebill sehe ich mir Geschichtenanfänge insbesondere kritisch an, und die gab es in diesem Wettbewerb natürlich zu Hauf gab. Doch der erste Satz von Narrentods Geschichte hat mich schlichtweg umgehauen! Ich wusste nicht, ob ich lachen sollte oder nicht, hat mich irritiert und sofort meine Neugier geweckt. Und was ich diesem ersten Satz hoch anrechne, ist die Tatsache, dass er hält, was er verspricht, denn in genau diesem Gefühlsdüsel steckte ich bis zum Schluss.

Dieser Beitrag sticht nicht nur durch seine Originalität im Bezug auf die beiden völlig überforderten Protagonisten heraus, die alle Stadien einer Schocksituation perfekt durchmachen, sondern auch durch den unglaublich genialen, schwarzen Humor, in dem der Autor hier seinen Fall aufbaut und es zu einem wirklich kurzweiligen Gedankenaus- und Schlagabtausch werden lässt. Darüber hinaus passt dieser Erzählstil brilliant zu der skurrilen Situation, in dem die beiden Damen -Verzeihung- Herren sich befinden.

So simpel der Fall auch ist, amüsant und wortgewaltig erscheint die Ermittlung des Tathergangs.

Nicht nur der „tödliche Samstag“ ist als Themenumsetzung zu erkennen, sondern ebenfalls „Der Mord an meiner Schwester“.
Was mich an dieser Geschichte wirklich begeistert hat, war welche Wirkung das krasse Ende beim Leser hat. Hatte man sich bisher wunderbar über das Pechschwarze, das aus jeder Zeile tropfte, amüsiert und fast todgelacht, erwischte die Beschreibung des Todes den Leser eiskalt und das Lachen blieb ihm einfach im Halse stecken.

Eine ganz besondere Geschichte,wie ich finde… mein Platz 3

Unser neuer Zwischenstand:

Verdacht auf Mord– 4 Punkte

Akkurat verpackt – 3 Punkte

Verlorene Seelen – 2 Punkte

Blind Date –  2 Punkte

Tatort Disco – 1 Punkt

Jurywertung:

Verdacht auf Mord #1: szirra

Heute werden endlich die Gewinner des Jurywettbewerbs “Verdacht auf Mord” verkündet. Allerdings wollen wir es spannend machen und über den Tag verteilt die Jurywertungen einzeln veröffentlichen. Platz 1 erhält drei Punkte, Platz 2 zwei Punkte und der dritte Platz bekommt einen Punkt. Am Ende werden die Punkte zusammengerechnet und die Geschichte mit den meisten Punkten gewinnt. Ganz einfach, oder? Dann fangen wir mal mit der Jurywertung von Petra Ewering alias szirra an:

Nach erfolgreichem Lesen und reiflicher Überlegung bin ich für mich zu folgender Wertung gelangt:




Platz eins: Verdacht auf Mord von Narren Tod




Dieser Krimi hat mich überzeugt, da er mir vom ersten bis zum letzten Satz ein Lächeln auf meine Lippen gezaubert hat. Er ist skurril, makaber und humorvoll. Dieser Krimi lässt den Leser durch eine einfache Art und Weise in das Geschehene eintauchen. Orthographie, Grammatik, ohne Beanstandung. Die Kreativität ist außergewöhnlich, eben weil der Text so genial einfach gestrickt ist. Mit jedem Satz kann man sich in die Protagonisten hineinversetzen und hat das Bild klar und deutlich vor Augen.

Gestaltung, Form und Stil gefällt, weil der Krimi in seiner Ironie kurzweilig, flüssig und spannend zu lesen ist. Das Cover ist gut gewählt, es passt und lädt zum Lesen ein.










Platz zwei: Blind Date von Jana Oltersdorff




Dieser Krimi hat einen Platz unter den ersten verdient, bis zur letzten Seite kann er den Leser in der virtuellen Welt gefangen nehmen. Er beinhaltet eine ausgesprochen gute Kreativität, die Protagonisten sind klar und deutlich dargestellt, sie wirken glaubwürdig. Orthographie und Grammatik sind nicht zu beanstanden. Gestaltung, Form und Stil gefallen mir, da dieser Text ansprechend, gut gewählt, sorgfältig erarbeitet, flüssig und locker leicht zu lesen ist. Der Krimi wirkt realitätsnah und ist sehr spannend erzählt. Das Cover spricht mich nicht so an, ist jedoch passend und wirkt geheimnisvoll.










Platz drei: Tatort Disco von Jennifer Milinski




Ein Krimi etwas anderer Art hat mit seinem humorvollen Text und seinem ironischen Hintergrund nicht nur die Lacher auf seiner Seite, sondern auch die Leser. Er ist außergewöhnlich, lässt den Leser in einer Welt abtauchen, die er für gewöhnlich meidet. Daher ist die Mixtur aus den Dialogen und Protagonisten besonders kreativ dargestellt. Orthographie und Grammatik sind auch hier nicht zu beanstanden. Gestaltung, Form und Stil des Krimis gefallen, da der Text kurzweilig, spannend und flüssig zu lesen ist. Es macht Spaß diese humorvollen Zeilen in sich aufzunehmen. Das Cover ist gut gewählt und macht neugierig.

Somit sieht die Punkteverteilung wie folgt aus:

Verdacht auf Mord– 3 Punkte
Blind Date –  2 Punkte
Tatort Disco – 1 Punkt

Aber noch ist alles offen!
Wir lesen uns in knapp einer Stunde wieder!

30. Januar: Escape Day

Alltagsflucht

Stress in der Arbeit oder in der Schule, trostloses Nieselwetter und dann fährt einem auch noch der Bus vor der Nase davon! JETZT REICHTS! An so einem Tag wünscht man sich, man könnte einfach mal flüchten. Den Alltag ausblenden und sich 24 Stunden lang einmal nur um sich selbst kümmern.

Gut, dass wir heute die perfekte Gelegenheit dazu bekommen. Heute ist nämlich „Escape Day“, also „Tag der Flucht“.

Unsere Empfehlung: Lasst heute einfach mal Alles stehen und liegen und erfreut euch an den schönen Seiten des Lebens.

Was wäre da naheliegender, als sich in ein gutes Buch zu flüchten? Wir versorgen euch gerne mit einigen Lesetipps, die eure Gedanken mit Sicherheit ganz weit fortbringen werden…

Detlef Krischak – Brautmorde



Die Bevölkerung im Emsland ist wegen des brutalen Mordes an einer frisch verheirateten Frau schwer erschüt­tert. Noch im Brautkleid wurde sie während ihrer Hoch­zeitsfeier entführt, bestia­lisch ermor­det und ihre Leiche per­vers zur Schau gestellt. Der Täter zieht eine Blutspur durch das Land, sucht nach weiteren Opfern. Was treibt ihn an? Ist er ein Monster oder ein Irrer?

Diese Fragen stellt sich Hauptkommissar Dennis Wink­ler vom Kriminal- und Ermittlungsdienst in Meppen. Es wird eine Mordkommission ›Braut‹ gebildet, die sich auf die Su­che nach dem Brautmörder begibt. Durch Zufall erfährt der Kieler Haupt­kommissar Ole Jensen, der sich mit seiner Kollegin Inga Johansen auf Urlaub im Emsland befindet, vom Braut­mord. Er sieht Par­allelen zu einem ungeklärten Mord­fall in Kiel aus dem Jahr 2005 und beteiligt sich mit sei­nem Team ebenfalls an der Jagd.



Saskia Rahnke – Der Drachenthron




Düster und schwer hingen die Wolken über Rinward. Dunkel und ruhig lag es unter den Schauern die die regenschweren Wolken immer wieder über das Land ergossen.
Ein einsamer Reiter jagte sein Pferd über die schlammigen Felder und Wiesen, geplagt von der Gewissheit versagt zu haben.

Eine mitreißende Geschichte über Krieg, Liebe, Verlust und Gewinn

Ein Tag, der in die Geschichte einging…

9. November

Der neunte November ist für Deutschland ein wirklich geschichtsträchtiger Tag, denn viele überaus bedeutende Ereignisse fielen im Laufe der Zeit auf exakt dieses Datum. Darunter sind sowohl Momente des Triumphes, als auch schreckliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Hier an dieser Stelle eine kleine Übersicht über den 09. November im Laufe der Geschichte:

1918:

SPD-Politiker Philipp Scheidemann ruft eigenmächtig die deutsche Republik aus und beendet damit die monarchische Regierung im deutschen Kaiserreich. Eine parlamentarisch-demokratische Republik mit einer liberalen Verfassung tritt an ihre Stelle. Dies bedeutete die Geburtsstunde der Weimarer Republik.

1938:

Der 09. November 1938 dagegen war ein sehr schwarzer Tag in der deutschen Geschichte. Doch natürlich sollte er auch gerade deswegen nicht unerwähnt bleiben. Damals fand die sogenannte „Reichspogromnacht“ statt, in der das nationalsozialistische Regime zu einer wahren Hetzjagd gegen Juden aufrief. Viele Juden fanden in dieser grauenhaften Aktion den Tod, ihre Geschäfte wurden geplündert und zerstört und ihre Familien terrorisiert.

1989:

Ein weiteres, bahnbrechendes Ereignis fand am 09. November 1989 statt, denn genau an diesem Tag fiel die Berliner Mauer. Die jahrelange Unterdrückung und Verfolgung der Ostberliner Bevölkerung fand damit nach 28 Jahren endlich ein Ende.  So wurde den Bürgern der DDR endlich ein freieres Leben ermöglicht.

Die Zeit in der DDR war für viele Menschen eine prägende. Auch für einige unserer Autoren war dies der Fall und sie haben ein Buch darüber geschrieben. Wir möchten euch zum einen positive, als auch äußerst negative Erinnerungen vorstellen:

Beginnen möchten wir mit etwas Leckerem, nämlich einer riesigen Sammlung an Köstlichkeiten aus der DDR. Das Buch „DDR-Rezeptesammlung – bei Mutti in der Zone war´s am besten“ von Frank Wollweber bietet uns einen Einblick, welches Süppchen man in der DDR so gekocht hat.

Doch auch ein dramatisches Familienschicksal aus DDR-Zeiten hat den Weg in unsere BookRix-Bibliothek gefunden, denn Rudolf Müller berichtet von der wahren Geschichte einer versuchten DDR-Flucht, er berichtet in dem Buch „Menschenjagd in Berlin“ von Stasi-Terror und Sippenhaft. Für alle, die an einem wahren Beispiel einmal lesen möchten, wie schlimm die Zeiten damals waren, sollte sich dieses Buch zu Gemüte führen.

Kindle Bells, Kindle Bells…

Für große Augen und Lesespaß unterm Weihnachtsbaum

Nicht einmal mehr zwei Monate dann geht sie wieder los: die Weihnachtszeit. Gehört ihr auch zu denjenigen, die sich jedes

Jahr vornehmen: „dieses Jahr mache ich mir ausnahmsweise mal früher Gedanken darüber, was ich meinen Liebsten schenke!“  Wenn ja, wäre jetzt doch der richtige Zeitpunkt, um damit anzufangen.

Anbei gibt es sogar auch noch eine Geschenk-Inspiration: Wie wäre es, dieses Jahr einmal einen eReader unter den Weihnachtsbaum zu legen? Der Markt dafür boomt mittlerweile auch in Deutschland und der Konkurrenzkampf der verschiedenen Anbieter ist eröffnet. Wir geben euch einmal einen kleinen Überblick, was es so Neues gibt!

Der Kindle Paperwhite:

Der Kindle Paperwhite wirbt damit, „der fortschrittlichste eReader der Welt“ zu sein und durch das besonders helle und kontrastreiche Display ein verbessertes Lesevergnügen zu bescheren. Diese Ansage hat nun anscheinend auch gefruchtet, denn kürzlich hat Amazon verkündet, mit den Bestellungen nicht mehr nachzukommen. So hat sich das Lieferdatum vom 22. November voraussichtlich auf den 03. Dezember verschoben.  Außerdem ist die Bestellmenge auf zwei Stück pro Besteller limitiert.

Der txtr beagle

Eine bahnbrechende Innovation verspricht auch der txtr beagle, der für gerademal 10€ über den Ladentisch gehen soll. Das Gerät soll zum einen mit 128 Gramm wirklich leicht in der Hand liegen.  Zum anderen soll der Reader mit zwei Batterien ein ganzes Jahr lang betrieben werden können (wohlgemerkt bei einem durchschnittlichen Lesebedarf von 12 bis 15 Büchern pro Jahr). Die Bücher werden nicht via USB sondern nur über Bluetooth über das Mobiltelfon auf die Geräte gespielt. Für diesen niedrigen Preis werden txtr diese eReader mit Sicherheit aus den Händen gerissen – es bleibt nur abzuwarten, wie die ersten Kundenrezensionen dann aussehen.

Das iPad Mini

Auch aus dem Hause Apple gibt es mit dem iPad Mini etwas Neues auf dem Markt. Wie der Name schon sagt, wird hierbei besonders mit dem kleineren Format und einem dafür vergleichsweise hohen Speicherplatz geworben. Obwohl der Preis für den eReader aus dem Hause Apple mit 329 – 659 € recht hoch ausgefallen ist (was bei Bekanntgabe auch gleich den Aktienkurs der Firma einsacken ließ) ist bereits jetzt absehbar, dass auch dieses neue Produkt der Erfolgsschmiede wieder sehr viele Abnehmer finden wird. Auch hierbei wurde das Lieferdatum nämlich bereits nach hinten verlegt. Ob dies ein geschickter Schachzug ist, um das Produkt weiter ins Gespräch zu bringen, wissen wir nicht. Doch wir sind uns sicher, dass auch das iPad-Mini in vielen Familien unterm Weihnachtsbaum liegen wird.

Diese, aber auch viele andere Produkte zum Lesen von eBooks sind also mittlerweile auch auf dem deutschen Markt erhältlich.  Solltet ihr euch dazu entscheiden, jemandem mit einem neuen eReader eine Freude zu machen, wäre es doch auch schön, diesen gleich mit ein Paar eBooks zu füttern. Schaut euch doch einmal auf BookRix um und schöpft dort aus dem riesigen Leseangebot.

Kindle Fire – Kampfansage und Erfolgsrezept

Was lange währt…

Wir haben ja schon fast nicht mehr daran geglaubt, aber jetzt ist es amtlich. Nachdem das Tablet letzten November vorerst ausschließlich in den USA auf den Markt gebracht wurde, erobert eine überarbeitete Version des Kindle Fire ab sofort auch den deutschen Markt.

Damit greift Amazon geschickt ein in den Kampf um das beste Preis-Leistungsverhältnis im boomenden Tablet Markt. Das Geschäftsmodell, das Amazon vorschwebt, ist auch durchaus schlüssig:

Die Kosten für das hochwertige Tablet halten sich in Grenzen, ja Experten vermuten sogar, dass Amazon letzten Endes für die Gerätkosten draufzahlen muss. Doch die Firma legt auch nicht primär darauf an, durch den Verkauf des Gerätes Gewinne einzufahren. Vielmehr solle dies im zweiten Schritt über die vertriebenen Inhalte passieren, die auf dem Tablet abgespielt werden. Dabei handelt es sich vorrangig um Bücher, Filme und Musik, die dann über Amazon und ihre Tochterfirmen direkt bezogen werden können.

Das Kindle-Fire ist eine deutliche Offensive gegen den bisherigen Marktführer – dem IPad von Apple. Mit einem Preis, der sich zwischen 199 und 249€ bewegt ist es erschwinglich und so wird auch auf dem deutschen Markt ein reißender Absatz des Gerätes erwartet. Die Zukunft wird es zeigen.

Mehr dazu auch hier.

Klasse statt Masse

Hat der Online-Buchhandel Angst vor preiswerten eBooks?

blog ebooksWer sich das eBook-Angebot der großen Online-Händler mal genauer anschaut, dem bleibt nicht verborgen, dass in den dortigen Auflistungen der eBook-Bestseller und auch in den Empfehlungen der Shops häufig, zumindest für eBook-Verhältnisse, relativ teure Werke präsentiert werden. Das ist natürlich nicht bei allen Shops der Fall, bei einigen ist es aber schon sehr auffällig. Dabei verkaufen sich momentan doch preisgünstige eBooks angeblich besonders gut (häufig von Self-Publishern). Irgendwie widersprüchlich, oder?

Ich denke, dass viele Shops preiswerte eBooks ganz bewusst NICHT sichtbar auf ihren Seiten präsentieren und bewerben, sondern lieber hochpreisige eBooks. Ob in den „Bestseller-Listen“ mancher Shops wirklich diejenigen Bücher zu finden sind, die sich am besten verkaufen, wage ich zu bezweifeln. Das sieht eher danach aus, als ob man da die eBooks reinpackt, die man gerne verkaufen würde (ab 8,99 € und aufwärts). Dahinter steckt möglicherweise der Irrglaube, auf diese Weise mehr Umsatz generieren zu können. Oder besser gesagt: man möchte Umsatzeinbrüche vermeiden, die entstünden, wenn alle Leute auf einmal nur noch „billige“ eBooks kaufen würden. Dabei sollte eigentlich auch jeder Buchhändler/Shop-Betreiber, dem ein bisschen Geschäftssinn zu Eigen ist, das Gesetz kennen: „Lieber 100.000 eBooks a 2,99 € verkaufen als 10.000 für 9,99€.“ Um das mal sehr vereinfacht auszudrücken…

Neben der Angst vor Umsatzeinbußen, dürfte auch der ideologische Gedanke „Die Wertigkeit des Mediums Buch geht verloren“ eine Rolle spielen. Die Programm-Gestaltung ist ja eine der letzten Daseinsberechtigungen des klassischen Buchhandles, der nach dem Motto „Klasse statt Masse“ auswählt, was der Kunde kaufen kann und was nicht. Auf diese Aufgabe, die der Handel bisher inne hatte, stützt er sich zurzeit massivst. So nach dem Motto: „Man muss die Leser doch vor diesen Unmassen an billigen, minderwertigen Büchern schützen.“ Jemand müsse doch eine Vorauswahl treffen und somit ein bestimmtes Qualitäts-Level garantieren. Dass genau diese Rolle zunehmend von der Crowd im Web übernommen wird, will man jedoch noch nicht so richtig wahrhaben. Die Karten wurden aber nun mal komplett neu gemischt – durch Internet, eBooks und Self-Publishing.

Abschließend noch mal zurück zum Thema „Umsatz versus niedrige Preise“ – Leider weiß ich nicht mehr wo, aber irgendwo bin ich in den letzten Tagen im Netz über Zahlen gestolpert, nach denen Printbuch-Vielleser in den USA im Schnitt 15 Bücher im Jahr kaufen und eBook-Vielleser gar 40 eBooks im Jahr. Wie ist das jetzt aber zu interpretieren? Sind die Leute, die bereits jetzt schon voll auf eBooks umgestiegen sind, schlicht und einfach die kleine Gruppe der absoluten Hardcore-Leser vor dem Herren, die früher eben 40 Print-Bücher statt eBooks im Jahr gekauft haben, oder Lesen die Leute dank eBooks tatsächlich doppelt so viel wie vorher? Dann würden sie auch doppelt so viel kaufen und der Handel müsste somit gar keine Angst vor niedrigpreisigen eBooks haben.

Viele Fragen auf die es noch keine Antworten gibt. Es bleibt also spannend.

Mietz, mietz, mietz…

Heute feiern wir den Internationalen Weltkatzentag

Das wohl beliebteste Haustier in Deutschland wird heute sogar international geehrt. Die Felidae geben uns Anlass, heute inne zu halten und dem Stubentiger oder auch den anderen Katzenverwandten zu fröhnen. Na dann tun wir das doch mal.

Irgendwie scheint die Katze ein recht omnipräsentes Thema zu sein. Seit mehr als 9000 Jahren halten wir diese Lebewesen als Haustier, wir besingen sie in Musicals, schreiben Bücher über selbige oder widmen ihnen diverse Gedichte (sogar Goethe tat das), verzieren Leinwände mit ihnen und nennen es Kunst… Also irgendetwas Faszinierendes scheinen die Tiere an sich zu haben. Auch wenn hier im BookRix-Büro geteilte Meinung herrscht – wir haben unseren Bürohund Remus noch nicht zu seiner Meinung gefragt – haben wir uns gedacht, dass es wohl angemessen wäre, einen Blogbeitrag zu dem Thema zu schreiben. Gesagt, getan!

Und wo wir doch noch immer im Captain Kitty-Fieber schwelgen, wollen auch einige andere ausgewählte eBooks von unseren BookRix-Autoren erwähnt sein, die irgendwie mit dem Thema „Katze“ verbandelt sind:

„Max“ von Reinhard Nolte aka reininde

„Meine kleine Gouvernante“ von gittarina

„Katzenmusik“ von Conrad Cortin aka concortin

Nur eine kleine Auswahl versteht sich… und für alle die das Bewegtbild in Form von Videos bevorzugen gibt’s den legendären Simon – the Cat oder alternativ einen Auszug aus „The Big Bang Theory“ zum Thema „Katzentanzlied“.

So ihr lieben Katzenbesitzer, ran an die Yogaübungen für eure Stubentiger, mitmachen lautet die Devise!

Viel Spaß, schnurr schnurr…miau!