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Rezension zu „Cogito sum sum“ von Klaus Ky Kyde

„Ich denke, aber bin ich?“

Buch "Cogito sum sum" von Klaus Ky KydeDer Autor Klaus Ky Kyde – auf BookRix als „kykyde“ angemeldet – bearbeitet in seinen zahlreichen Texten ein weites Feld an Themen. Die Philosophie hat es ihm allerdings angetan. Daher möchte ich Euch heute auf „Cogito sum sum“ aufmerksam machen, einen kurzen Text, der Denken und Sein in eine neue Beziehung setzt.

Der Autor greift den berühmten Grundsatz „cogito ergo sum“ des Philosophen Descartes auf, um diesen zunächst zu hinterfragen. Ist man nur, wenn man denkt? Ist man mehr, wenn man denkt, als wenn man nicht denkt? Diese verschiedenen Sichtweisen verbindet er geschickt mit weiteren Grundsätzen, spielt mit diesen, dreht und wendet sie, bis es ihm gelingt, hieraus eine neue Erkenntnis zu gewinnen. Man ist alles, was man denkt und auch nicht denkt.

Sprachlich ist an diesem Text nichts zu bemängeln. Der Autor offenbart durch ihn seine Fähigkeiten, Einsichten über Sein und Denken zu gewinnen, die über das hinausgehen, was das oberflächliche Betrachten bietet. Dies gelingt ihm auf eine geradezu spielerisch einfache Weise, die einerseits verblüfft, andererseits aber auch beflügelt und zu eigenem Denken und Hinterfragen anregt.

„Cogito sum sum“ ist vielleicht keine leichte Lektüre. Man muss sie mehrmals lesen, gewinnt dabei aber stets etwas, das einen voranbringt. Somit hat Klaus Ky Kyde hier etwas abgeliefert, das dauerhaft im Geist verweilt.