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Rainer Maria Rilke

Ein wahrer Poet hat Geburtstag

Allein sein Name klingt schon wie ein kleines Gedicht: René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke – besser bekannt als Rainer Maria Rilke. Ein Mensch mit einem solch poetischen Namen ist ja geradezu prädestiniert dazu, einmal ein bekannter Dichter zu werden, oder? 😉  Im Fall von Rainer Maria Rilke ist dies – wie wir alle wissen – der Fall, denn er entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten und beliebtesten Lyriker aller Zeiten. Genau heute vor 137 Jahren wurde er geboren.

Gerade passend zur Vorweihnachtszeit möchten wir euch gerne ein wunderschönes, kleines Gedicht mit dem Titel „Advent“ von ihm vorstellen.





Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird,
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin – bereit,
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.

Rainer Maria Rilke
(1875-1926)


Auch auf BookRix haben sich einige unserer Autoren mit der Adventszeit auseinandergesetzt. Während dieser vier Wochen gibt es auf der ganzen Welt unzählig viele Traditionen und Gebräche. Dazu gehört auch der allseits beliebte Adventskalender, der heutzutage in allerlei Formen die Herzen der Kinder und auch so manches Erwachsenen erfreut.

Doch wo kommt diese Tradition überhaupt her? Diese und andere weihnachtliche Fragen klärt der Autor Frank Wollweber in seinem Buch Adventskalender – 24 kleine Geschichten über Weihnachten. “ Interessantes zum Weihnachtsfest aus aller Welt kann in diesem Buch in kleinen Portionen gelernt werden. Ein tolles Buch für Groß und Klein.
Wir wünschen euch eine besinnliche Vorweihnachtszeit.
Viele Grüße,
Euer BookRix-Team

Verlosung:

Gedichte über Gedichte.

Wieder einmal haben wir etwas ganz Besonderes für euch herausgesucht. Viele kennen ihn, unseren User FloJoe, doch nicht alle wissen, dass er seinen Gedichtband „Sanftmütig wie die Kettensäge“ bei einem Verlag veröffentlicht hat. Aus diesem Anlass haben wir gleich zwei „Schmankerl“ für euch: Bis zum 15.12 habt ihr die Möglichkeit, eines von fünf Exemplaren von „Sanftmütig wie die Kettensäge“ zu gewinnen. Beantwortet hierzu einfach die Gewinnspielfrage am Ende der Leseprobe. Doch das ist noch nicht alles: Am 25.11 veranstalten wir in München unsere allererste Lesung unter dem Motto „Durch und Durch Durch“. Neben Mehmet Akyazi (Memo52) und Tobias Schwarz (Tost82) wird auch Florian Tekautz (Flojoe) mit dabei sein und dem Publikum ordentlich einheizen. Genauere Infos zu der Lesung gibt es HIER, zur Verlosung geht es allerdings HIER entlang. Wir hoffen auf zahlreichen Besuch und viele Interessenten.

BookRix-Rezension

„Wendungen des Lebens“ von Benno Korte.

Heute gibt es mal wieder etwas Lyrisches zu bewundern. Das Gedicht „Wendungen des Lebens“ von Autor Benno Korte, der sich „ribenko“ nennt, trägt den Untertitel „Ein Traum und seine Folgen“. Es handelt vom Bestreben, etwas aus dem Leben machen zu wollen, geht das Thema aber auf eine recht originelle Weise an.
Die Hauptfigur ist kein Mensch, sondern ein einzelnes Buchenblatt, das zunächst gut gelaunt an seinem Ast hängt. Mit der Zeit möchte es aber mehr entdecken als die vertraute Umgebung und wünscht sich den Herbstwind herbei, der es fortwehen möge. Als die Tage dann allmählich kürzer werden, geschieht etwas Sonderbares: Das Blatt wird nicht vom Sturm abgerissen. Der Baum will es wohl noch bei sich behalten. Zwar ist es darüber sehr betrübt, da seine Nachbarn alle schon wild durch die Lüfte tollen. Doch stellt es schließlich fest, dass es durch die Beharrlichkeit des weisen Baumes einem schlimmen Schicksal entgeht.
Durch die originelle Wahl eines pflanzlichen Protagonisten wirkt das Gedicht recht eigenständig und unterhaltsam. Dann und wann finde ich den Reim etwas erdrückend und die ein oder andere Wortform entspricht nicht dem Regelwerk der Grammatik. Jedoch überragt die Idee, die hinter dem Text steht, und die Moral der Geschichte hat auch etwas Tröstliches.
Benno Kortes Gedicht ist auf jeden Fall einen Blick wert.

Rezension zu „Elfenballade“ von Amalaswintha

„Durch die Waldnacht’s wie Flüstern.“

Die Autorin Elisabeth Schwaha alias Amalaswintha hat schon eine beträchtliche Zahl an Büchern auf BookRix veröffentlicht. Hiervon hat es mir die „Elfenballade“ aber ganz besonders angetan. Es handelt sich dabei um ein Gedicht, das von der Begegnung einer Elfe mit einem fremden Ritter berichtet. Allerdings verläuft dieses Treffen für beide recht unterschiedlich. Während die Elfe fasziniert den Neuankömmling aus sicherer Entfernung mustert, widerfährt diesem ein peinlicher Reitunfall. Sein Ross ist offenbar nicht an Elfen gewöhnt, wirft den Recken ab und macht sich sogleich aus dem Staube, weshalb sich der Ritter zu Fuß auf den Rückweg begeben muss.

Das Gedicht umfasst 37 vierzeilige Strophen, welche alle einem trochäischen Versmaß und einem festen Reimschema folgen. Die beiden ersten Zeilen haben jeweils acht Silben, die beiden letzten haben nur drei und schließen daher mit einer betonten Silbe. Allen Zeilen liegt ein paarweiser Endreim zugrunde. Hervorzuheben ist dabei, dass sowohl Versmaß wie auch Reimschema stets eingehalten werden. Das Gedicht liest sich deshalb sehr angenehm und kann als formvollendet bezeichnet werden.

Zu dieser perfektionierten äußeren Gestalt gesellt sich aber noch ein überaus abwechslungsreicher Inhalt. Die Autorin beschreibt zunächst ein Stelldichein der Elfen, welches jedoch durch das plötzliche Herannahen des Ritters jäh unterbrochen wird. Es gelingt Elisabeth Schwaha sehr gut, die verschiedenen Stimmungen in Worte zu fassen. Wirkt die Beschreibung zunächst sehr anmutig und zart – großartig: „mondgeküsste Wangen“ -, verschiebt sich dies hin zu einem verschmitzten, humorvollen Augenzwinkern, mit welchem der kleine Ausrutscher des Ritters erzählt wird. Es kommt also kein bisschen Langeweile beim Lesen auf.

Die „Elfenballade“ ist ein Meisterstück.