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Vampirgeschichten bieten keine Unterhaltung mehr? Von wegen!

„Die meisten hängen hier herum, weil sie gerne gebissen werden.“

Hm, das Zitat klingt verdächtig nach Vampir. Kann man denn darüber wirklich noch was Neues schreiben? Das habe ich mich vor dem Lesen des Romans „17 Forever – Gewandelt“ von Indie-Autorin Daisy Swan ebenfalls gefragt. Nach der Lektüre habe ich festgestellt, dass einmal mehr „der Ton die Musik macht“.

Aber fangen wir vorne an. Nur noch ein Tag, dann wird Lizzy volljährig! Eigentlich will sie dieses Ereignis mit einem ordentlichen Kater feiern, aber der Abend vor ihrem Geburtstag verläuft auf eine Weise, die so nicht geplant ist. Da Lizzy Musikjournalistin werden möchte, hat sie sich einen Blog angelegt, in dem sie Konzertberichte veröffentlicht. An besagtem Abend hat sie sich vorgenommen, den äußerst attraktiven Gittaristen Rico der Metalband Kathedra zu interviewen. (Woher kommt die Band wohl? Na klar, aus Finnland!) Was sie nicht weiß: Rico ist nicht nur Musiker, sondern auch deutlich älter, als sie denkt. Während des Interviews fängt er plötzlich an, sie mit seinem Blut zu füttern, wovon sie ohnmächtig wird. Geraume Zeit später kommt sie wieder zu sich und lernt die fremde Doe kennen, die sich ihrer annimmt. Aber nicht nur die neue Freundin ist ungewöhnlich. Auch Lizzys Umwelt wird verändert, ist grell, laut und riecht sehr intensiv. Doe erklärt ihr wenig später, dass Rico ein Vampir ist und Lizzy durch den Bluttransfer in die Schar der Untoten aufgenommen hat.

So viel erst mal als Anfütterung zur Handlung; jetzt komme ich zurück auf die alte Redensart „Der Ton macht die Musik“. Bei „17 Forever“ ist nämlich festzustellen, dass das ebenfalls ziemlich alte Thema Vampirismus auf eine ganz eigene, ziemlich erfrischende Weise angegangen wird. Wir erfahren, wie Lizzy sich in ihrer neuen Existenz zurechtfinden muss, wie Doe ihr dabei hilft und wie die Welt und die Gesellschaft der Blutsauger organisiert sind. Vor allem bei Letzterem hat die Handlung einen deutlichen Hang zur Satire, da es oftmals Vampire und Vampirromane auf die Schippe nimmt. Genauso amüsant ist die Namensgebung der Bands, die Lizzy bevorzugt, und das Faible für Finnland, der Wahlheimat aller Metalfans.

Ab und an ist die Geschichte aber auch ein wenig verrucht, denn bei manchen Gitarristen möchte Lizzy etwas mehr als nur ein Interview führen. Folglich – und auch nicht ohne Grund – ist das Buch auch erst ab 18 Jahren freigeschaltet.

Was die Ausarbeitung des Textes angeht, kann man bis auf Kleinigkeiten ein Lob aussprechen. Rechtschreibung und Grammatik sind ordentlich, der Ausdruck ist vielseitig und ausgewogen, ein unterhaltsamer Wortwitz kommt immer wieder durch, der das Lesen zu einem kurzweiligen Vergnügen macht.

„17 Forever – Gewandelt“ ist für 1,49€ zu haben. Vampirfans sollten hier sofort zubeißen, denn es gibt ja auch die Aussicht auf eine Fortsetzung. Wer erotische Geschichten mag, bekommt hier ebenfalls etwas geboten. Wer eher züchtige Lesekost bevorzugt, sollte es besser nicht lesen. Wir können gespannt sein, wie Lizzys Leben weitergeht.

Indie-Autorin Sandra Todorovic begeistert mit Blutmagier

Das Buch, das die Erbin findet …

Der Roman „Blutmagier“ ist ein weiterer Vertreter der Gattung Fantasy und stammt aus der Feder von Indie-Autorin Sandra Todorovic, die bereits sehr ansprechende Werke wie z.B. „Wächter der Unterwelt“ und „Sag Lebewohl“ auf der Selfpublishing-Plattform BookRix veröffentlicht hat. „Blutmagier“ liegt mittlerweile in einer überarbeiteten Fassung vor, was ein Grund mehr ist, das Buch hier im Blog zu besprechen.

Olivia hat ein Problem. Weil sie sich unerlaubt mit ihrem Freund getroffen hat, beschließen ihre Eltern, sie auf ein Internat in der Schweiz zu schicken. Ihr kommt das wie eine Bestrafung vor. Doch schon nach wenigen Tagen auf der neuen Schule sieht sie Welt wieder optimistischer, denn sie kann schnell neue Freundschaften schließen und stellt fest, dass mehr als ein Junge aus ihrer Klasse eine Auge auf sie geworfen hat. Während sie Viktor sehr sympathisch findet, scheint es bei Jayden etwas mehr als nur Mögen zu sein. Schließlich bittet Olivia ihn um ein Date, doch dabei geschieht etwas, womit sie nicht gerechnet hätte.

„Blutmagier“ bietet eine flüssig erzählte Geschichte, die vor allem auch durch den Prolog, der eine Begebenheit aus ferner Vergangenheit schildert, schnell Spannung aufbaut. Durch immer neue Fügungen bleibt diese auch bis zum Schluss erhalten.

Was mir im Text etwas negativ aufgefallen ist, dass sich über das gesamte Buch hinweg viele Wiederholungen, entweder einzelner Begriffe oder ganzer Formulierungen finden.

Ansonsten ist die Überarbeitung sehr erfreulich ausgefallen, was Rechtschreibung und Grammatik betrifft, und auch das Cover weiß zu begeistern.

Das Buch ist komplett für 2,99€ zu haben. Fans von Geschichten wie „Twilight“ oder „Harry Potter“ sollte hier nicht zögern und seinen eReader startklar machen, denn sie werden eine helle Freude an diesem Buch haben.

Interview mit einer Indie-Autorin: Tanja Rauch

Ihr wolltet schon immer einmal wissen, wer hinter den Blutsdämmerung-Romanen mit den charismatischen Protagonisten Tamara und Julian steckt? Dann solltet ihr euch dieses Interview unbedingt einmal ansehen. Die erfolgreiche BookRix-Autorin Tanja Rauch stellte sich nämlich dieses Mal den Fragen unserer Community. Gerade hat sie ihr neustes Buch “Bittersüße Sehnsucht” herausgebracht.

Sie erzählt offen und ehrlich, welche Bücher sie auf BookRix ihrer Tochter vorliest, welche ihrer Geschichten ihr am meisten bedeutet und wie die BookRix-Community auf ihre eBooks reagiert hat. All das könnt ihr in diesem Interview nachlesen

BookRix: Da Du mit 12 Jahren schon mit dem Schreiben begonnen hast,  konntest Du schon viel Erfahrung sammeln. Was sind Deine Tipps und Tricks für einen guten Roman?

Tanja Rauch: Na ja, mit 12 waren die Geschichten eher noch Fanfiction. Bis zu meinem ersten richtigen Roman ist ja dann noch ein bisschen Zeit vergangen. Ich bin mit meinen eigenen Geschichten immer sehr selbstkritisch, deshalb fällt es mir schwer, anderen Tipps zu geben. Es gibt aber auf jeden Fall ein paar Dinge, die für mich persönlich wichtig sind, wenn ich mit einer neuen Geschichte beginne: Zuerst schwirrt immer die Idee für eine neue Story in meinem Kopf herum, die schreibe ich schnellstmöglich auf. Oft passiert es dann, dass ich den Text erstmal so stehen lasse und sehe, ob sich etwas daraus entwickelt.

Danach arbeite ich die Charaktere aus. Ich fertige zwar keinen Lebenslauf für sie an, aber trotzdem hat jeder seine eigene kleine Geschichte. Wenn dann die Story grob umrissen ist, beginne ich einfach mit dem Schreiben. So war es zum Beispiel mit dem zweiten Teil von Blutsdämmerung und auch mit meinem neuen Projekt. Wenn ich dann mal merke, dass ich keinen sinnvollen Satz mehr aufs Papier, bzw. den Bildschirm bringe, habe ich ein paar Tricks, die mir oft helfen, wieder den Anschluss zu finden:  Ich lasse die Geschichte einfach ruhen und konzentriere mich auf ganz andere Sachen, ich fotografiere nahezu alles, was mir vor die Linse kommt, lese ein, zwei Bücher und versuche, nicht krampfhaft über die Geschichte nachzudenken. Oft kommt die Inspiration dann wieder ganz von allein.

Bleibt Dir neben Deiner Mutterrolle noch viel Zeit zum Schreiben?

Hm, ja und nein ;-) Ich denke, wenn ich in meinem Bürojob Vollzeit arbeiten würde, hätte ich vielleicht abends nicht mehr so große Lust, schon wieder vor dem PC zu sitzen. Aber da ich ja meistens den ganzen Tag auf Achse bin, ist das Schreiben auch eine Art der Entspannung und eine willkommene Abwechslung zu meinem sonst eher quirligen Alltag. Andererseits kommt es auch immer wieder vor, dass ich schlicht und einfach zu müde bin, oder ein Kind krank wird, oder sonst irgendetwas dazwischen kommt. Fakt ist aber, wäre ich die letzten Jahre nicht zu Hause gewesen, hätte ich mich wahrscheinlich nicht aufgerafft, um meinen Traum von einem Roman zu verwirklichen.

Liest Du Deine Geschichten auch Deinen Kindern vor?

Ich habe ihnen zu Weihnachten eine Geschichte geschrieben, von zwei kleinen Sternen, die vom Himmel fallen und nicht wissen, wie sie zurück nach Hause kommen. Die finden sie immer noch ganz toll. Für die anderen Bücher sind sie allerdings noch viel zu klein ;-)

Weil ich aber vornehmlich Bücher für Erwachsene schreibe, stöbere ich immer wieder mal auf BookRix, da gibt es nämlich auch tolle Kindergeschichten. Meine Tochter liebt z. B. „Prinzessin Muffin“ von Casssandra Amelie.

Hattest Du schon vor, Dein Buch zu veröffentlichen, bevor Du Dich bei BookRix angemeldet hast?

Ja, ganz klar. Damals habe ich zig Manuskripte an etliche Verlage versandt. Ich bin das Ganze aber (wie ich heute weiß) sehr naiv angegangen. Nach dem Motto: Irgendein Verlag wird sich für meine Vampirgeschichte schon begeistern. Dass die Lektoren aber wahrscheinlich mit ähnlichen Manuskripten überflutet werden, wurde mir erst klar, als eine Absage nach der anderen eingetrudelt ist. Mein Mann hat mich dann darauf gebracht, im Internet zu suchen, ob man seine Bücher auch einfach online und im Selbstverlag veröffentlichen kann. Und siehe da, so bin ich zu Bookrix gekommen ;-)

Welches Deiner Bücher liegt Dir am meisten am Herzen?

Also im Moment würde ich sagen, auf jeden Fall der erste Teil von „Blutsdämmerung“. Ganz einfach, weil es mein „Baby“ ist. Ich habe sehr lange daran geschrieben, immer wieder Sachen verändert und sogar den Schluss umgeschrieben, bis ich endlich zufrieden war. Etwa ein Jahr, war die Leseprobe bei BookRix online, bis ich mich dazu durchgerungen habe, es tatsächlich zum Verkauf anzubieten.

Hast Du schon wieder ein Buch in Arbeit? Wenn ja, wird  es wieder Fantasy sein?

Ja, mein nächstes Buch ist fertig und wird gerade überarbeitet. Wenn ich mal nichts schreibe, fehlt mir definitiv etwas. Deshalb habe ich in den letzten Monaten an meinem neuen Buch gearbeitet, das diesen Sommer erscheint. Es wird diesmal allerdings kein Fantasy-Roman sein. Obwohl ich diesem Genre wohl nicht den Rücken kehren werde, denn die ersten Seiten vom dritten Teil der Blutsdämmerung Reihe sind bereits geschrieben ;-)

Tamara oder Julian? Welchen Deiner beiden Protagonisten aus Blutsdämmerung magst Du lieber?

Puh! Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Was ich an beiden mag ist, dass sie nicht perfekt sind, egal ob als Mensch oder Vampir. Auf jeden Fall haben sie beide immer wieder mit ihrer dunklen Seite zu kämpfen. Julian ist im ersten Teil ja eher ein grausames Monster, doch so war er nicht immer. Im zweiten Teil lernt man ihn besser kennen und deshalb mag ich den „reiferen“ Julian lieber. Meine Favoritin bleibt aber Tamara. Mit ihr habe ich einfach schon so viel Zeit verbracht (ja, ich Lebe, Liebe und Leide mit meinen Charakteren ;-)

Wie hat die BookRix-Community auf Deine Bücher reagiert?

Durchweg sehr positiv, was mich zuerst wirklich überrascht, gleichzeitig aber natürlich auch sehr gefreut hat. Dass war letztendlich auch ein Faktor, der in meine Entscheidung, „Blutsdämmerung“ zu veröffentlichen, mit eingeflossen ist.

Wie wichtig ist Dir die Meinung Deiner Leser?

Wie man oben vielleicht schon herauslesen kann, ist sie mir sehr wichtig. Ich schreibe die Bücher ja nicht nur für mich selbst, sondern will die Leser damit auch erreichen und im besten Fall unterhalten. Deshalb freue ich mich über jedes Feedback und über jede ehrliche Kritik, denn nur so kann ich mich stetig verbessern.

Wer ist Dein persönlicher Lieblingsautor?

Das kann ich gar nicht auf einen Autor beschränken, es gibt so viele gute Bücher von verschiedenen Autoren. Eins meiner Lieblingsbücher z. B. ist „Veronika beschließt zu sterben“ von Paulo Coelho. Aber ich liebe auch die Stephanie Plum – Reihe von Janet Evanovich. Ich lese also nicht nur Fantasy, bzw. Vampirgeschichten ;-)

Vielen Dank, Tanja für dieses nette und aussagekräftige Interview. Wir hoffen, auch in Zukunft ein wenig von Dir lesen zu dürfen.

Abstimmungsphase:

Die Zeit wird knapp!

Heute hat sie begonnen, die Abstimmungsphase für unseren Jurywettbewerb „Sand im Zeitmaschinengetriebe“. Und euch rinnt der Sand schon durch die Finger: Nur bis zum 13.02 habt ihr Zeit, um eure Pokale zu verteilen. Die 10 Geschichten mit den meisten Pokalen kommen immerhin in die Jury-Wertung. Nach bestem Gewissen werden einige ausgewählte User und wir dann die Geschichten beurteilen und bewerten, sodass wirklich das beste Werk gewinnt.
Überlegt euch genau, an welche Geschichten ihr Pokale verteilt, denn wir wollen schließlich keine zeit-, sondern atemraubende Stories lesen. Egal ob zukunftsweisend oder nostalgisch angehaucht: Es zählen nur eine gute Schreibweise, eine spannende Handlung und korrekte Fakten. Und ganz umsonst müsst ihr eure Zeit auch nicht verschwenden: Alle Leser, die sich an der Abstimmung beteiligen, nehmen automatisch an einer Verlosung von insgesamt 10 Exemplaren des amüsanten Romans „Zeitreisen für Anfänger“ von Sharon Griffiths teil.
Also, verschwendet nicht eure Zeit, sondern lest, kommentiert und urteilt.

HIER geht’s zu den Beiträgen.

Schreibwettbewerb:

„Sand im Zeitmaschinengetriebe“

So lautet das Thema unseres neuen Schreibwettbewerbs. Was wäre, wenn Du durch die Zeit reisen könntest? Würdest Du in die Vergangenheit oder die Zukunft aufbrechen? Gäbe es Dinge, die Du unbedingt verändern wollen würdest? Im aktuellen Schreibwettbewerb „Sand im Zeitmaschinengetriebe“ kannst Du all das und mehr thematisieren. Warum nicht in die Zukunft reisen, um dort die neuste Technik zu klauen? Oder… Natürlich bieten sich unzählige Möglichkeiten, welche in einer romantischen, lustigen, abenteuerlichen oder traurigen Geschichte festgehalten werden können. Vom 05.01. bis zum 31.01.2012 können die Geschichten eingereicht werden.
Die Preise sind modern und doch zeitlos:
Der Sieger darf sich über einen Kobo Touch Edition eReader, sowie einen 100€ Amazongutschein freuen. Für Platz zwei winkt ein Amazongutschein im Wert von 150€ und der Drittplatzierte geht mit einem 100€ Amazongutschein nicht leer aus.
Damit diese fantastischen Preise an verdiente Sieger vergeben werden, gibt es auch dieses Mal wieder eine Jury, bestehend aus ausgewählten Usern und dem BookRix-Team. Auch das Prinzip der Wildcards wird wieder angewandt. Du weißt nicht, was eine „Wildcard“ ist? Kein Problem, hier eine kurze Erklärung: Da nicht nur die 10 meistpokalten Geschichten in die Jurywertung kommen sollen, wollen wir auch den guten, jedoch weniger beachteten Beiträgen eine Chance geben. Hier kommen die Wildcards ins Spiel: Eine Geschichte, die Dich überzeugt hat, jedoch nicht unter den 10 besten Geschichten ist, kann in einem Forumsthread zu einer Wildcard vorgeschlagen werden. Überzeuge uns, dass das Werk eine Wildcard verdient hat. Die Überzeugungskraft Deiner Argumente, sowie die Qualität des Werkes bestimmt, welche fünf Beiträge eine Wildcard erhalten und somit in die Jurywertung kommen.
Somit werden 15 Geschichten von der Jury bewertet: 10 mit den von der Community am meisten erhaltenen Pokalen und fünf Wildcardgewinner.
Hier noch eine kurze Zeitübersicht:
Ab dem 1.02 bis zum 13.02 kannst Du dann für Deine Favoriten abstimmen, indem du Pokale vergibst.
Vom 08.02 bis zum 13.02.2012 kannst Du Deine Lieblingsgeschichte zusätzlich für eine Wildcard nominieren, falls sie im Community-Voting unverdienterweise hinten liegt.
Ab dem 15.02.2012 werden dann die Wildcardgewinner bekanntgegeben und zusammen mit den TOP 10-Beiträgen aus dem Community-Voting der unabhängigen Jury vorgelegt.
Spätestens am 30.03.2012 verkünden wir die Gewinner.
Auf die Zeitmaschinen, fertig, los!
Wir wünschen viel Erfolg und gute Ideen.

HIER geht’s zum Wettbewerb.

Nichts ist selbstverständlich

Bildung für alle?

Eine Frau sitzt wartend in der Behörde, als sie plötzlich ein Mann anspricht:
„Entschuldigen Sie junge Dame? Würden Sie mir bitte beim Ausfüllen des Formulares helfen?“
Mit einer Hand hält er ihr ein Blatt entgegen, der andere Arm hängt scheinbar bewegungsunfähig in einer blauen Armschlinge.
„Aber natürlich.“
Freundlich lächelt sie ihn an und nimmt das Papier entgegen.
„Name?“
Schritt für Schritt füllt sich das Formular. Was die Frau nicht weiß: Der Arm des Mannes ist völlig unversehrt. Einzig und allein sein Stolz sorgte dafür, dass er zu solch einer Notlüge greifen musste, denn: Er ist Analphabet.

Eine ausgedachte Geschichte? Bei weitem nicht. Sie ist nur ein Beispiel dafür, wie sich Analphabeten durch ihr Leben schlängeln und dabei  den Kontakt mit Buchstaben bewusst meiden.
1966 führte die UNESCO den „Welt-Alphabetisierungstag“ ein. Schätzungsweise 862 Millionen gehören zu den Analphabeten, zwei Drittel davon sind weiblich. Im Jahr 2000 wurde vom Weltbildungsforum der Vereinten Nationen in Dakar außerdem die Dekade von 2003 bis 2012 als Weltalphabetisierungsdekade ausgerufen. Das Ziel ist es, bis 2015 allen Kindern den Zugang zu kostenfreier Grundschulbildung zu ermöglichen und die Zahl der erwachsenen Analphabeten zu halbieren. Gestern erschien im Tagesspiegel ein interessanter Artikel, welcher genauer auf die Zahl der Analphabeten in Deutschland eingeht.  Jeder Interessierte kann sich dort noch einmal genauer informieren.
„Hier, bitte.“
Das Papier wechselt den Besitzer und der Mann lächelt erleichtert. Wieder einmal hat er es geschafft, einer großen Blamage zu entgehen.

Zum Artikel HIER klicken.

Wir verlosen “Infinitas -Krieger des Glaubens”

Romantic Fantasy mit Fortsetzung.

Schon als Kind waren die Bücher für Andrea Wölk das Größte.  Märchen, Krimis, Mythen … Heute setzt die erfolgreiche Autorin ihre Faszination für alles Unheimliche und Geheimnissvolle in ihren Romantic-Fantasy-Romanen um.
Ihr neues Werk „Infinitas“ ist während ihres letzten Sommerurlaubs in nur drei Wochen entstanden und erscheint im Juni 2011 im Oldigor Verlag.
Wer eine sinnliche Liebesgeschichte erwartet, wird bei „Infinitas“ voll auf seine Kosten kommen. Andrea beschränkt sich in ihrem Roman jedoch nicht auf eine simple Lovestory, sie überzeugt mit gründlich recherchierten Charakteren, die zum größten Teil historischen Hintergrund aufweisen.
Und das Schönste: man findet die liebgewonnenen Figuren in den nächsten Bänden der Reihe wieder.
Wir verlosen fünf  signierte Exemplare der Neuerscheinung auf BookRix. Mehr Infos findet ihr wie gewohnt in der Gruppe „Gewinnspiele“:

Teilnahmeschluss: 15.06.2011
Lasst Euch diesen fantastischen Schmöker nicht entgehen!