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Gründung der Gruppe 47

Forderung und Förderung…

…so kann man zusammenfassen, was die Gruppe 47 für Nachkriegsautoren bedeutete. Genau heute vor 65 Jahren – also im Jahre 1947 – wurde die berühmte Literatur-Gruppierung von Hans Werner Richter ins Leben gerufen.

Nur explizit von Richter eingeladene Autoren durften an diesen Zusammenkünften teilnehmen, um dort ihre Werke anderen Schriftstellern vorzutragen. Diese wiederum äußerten anschließend in einer Diskussion ihre Kritik und Verbesserungsvorschläge an den Werken und wählten in einer demokratischen Abstimmung zum Schluss den besten Beitrag, der dann den Preis der Gruppe 47 erhielt. Diese Auszeichnung stellte für viele Autoren einen Türöffner für ihre weitere literarische Karriere dar.

Das Treffen fand zumeist halbjährlich an wechselnden Veranstaltungsorten statt und brachte im Laufe der Zeit berühmte Namen der Trümmerliteratur wie Heinrich Böll und Ingeborg Bachmann hervor. Einer der größten Erfolge der Gruppe 47 war auf alle Fälle Schriftsteller Günter Grass (siehe Foto), der im Zuge der Versammlung das erste Kapitel seines Buches „die Blechtrommel“ rezitierte.

Nachdem er dafür den Preis erhielt, rissen sich die Verlage um sein Manuskript und es wurde zu einem  riesen Erfolg. Die Gruppe traf sich zum letzten Mal im Jahre 1967. Doch bis heute wird der Gruppierung und den vielen Werken, die durch sie hervorgebracht wurden, eine große Bedeutung beigemessen.