Schlagwort-Archiv: Humor

Rezension zu „Nicht von dieser Welt“ von Michael Meisheit

„Der beste Kerl hat den größten Knall“

Das Buch „Nicht von dieser Welt“ trägt seinen Titel zurecht, denn Autor Michael Meisheit versucht damit, ganz neue literarische Wege zu beschreiten. Dazu gehört auch der Umstand, dass sich seine Hauptfigur Vanessa Mansini verselbstständigt und eigenmächtig als Verfasserin auf dem Cover verewigt hat. Dass das ein Glücksgriff gewesen ist, zeigen nicht zuletzt die phänomenalen Verkaufszahlen des Romans, die im fünfstelligen Bereich liegen. Ein Grund mehr, mal einen gestrengen Blick hineinzuwerfen.

Buchcover Vanessa Mansini, Michael Meisheit - "Nicht von dieser Welt"Vanessa Mansini ist eine Frau im besten Alter, glücklich verheiratet und Mutter eines kleinen Sohnes. Die Geschichte beginnt mit dem positiven Ergebnis eines Schwangerschaftstests: Ben wird Bruder! Und als ob das nicht schon reichen würde, um in Vanessas Leben für Turbulenzen zu sorgen, geschieht das, was man als Ehefrau am wenigsten braucht: Der Traummann taucht (wieder) auf. Und der ist dummerweise nicht identisch mit ihrem Gatten. Es handelt sich um Stefan. Er ist attraktiv und charmant, doch offensichtlich hat er eine auffallend große Macke. Er behauptet nämlich beharrlich, nicht von der Erde, sondern vom Mars zu kommen und die Menschheit und da ganz besonders Vanessa studieren zu wollen. Die glaubt ihm anfangs natürlich nicht, doch mehr und mehr häufen sich die Merkwürdigkeiten in seinem Verhalten und seinen Aussagen, die doch auf eine außerirdische Herkunft von Stefan hindeuten. So kann er ihr auf den Tag genau das Gestationsalter ihres ungeborenen Kindes nennen. Ist das purer Zufall oder stammt Stefan wirklich „nicht von dieser Welt“?

Die Handlung des Buches stellt zunächst eine Lebens- und Liebesgeschichte dar, die mit sehr viel humoristischen, teils satirischen Einlagen über den Alltag einer werdenden Mutter gespickt ist. Besonders ulkig ist die Idee, dass Stefan sich als Marsmensch ausgibt, was vor allem daran liegt, dass die Verwirrung, die dadurch bei Vanessa aufkommt, bisweilen so richtig auf die Spitze getrieben wird. Das sorgt für viele skurrile Szenen und hält das Spannungslevel hoch. Was das Buch besonders macht, ist sein Aufbau. Es ist nämlich wie ein Blog in einzelne Episoden untergliedert, die eher umgangssprachlich wie ein Tagebuch formuliert sind. Das verwundert nicht, denn das Projekt war ursprünglich ein Blog. Wer pedantisch ist, was die Anwendung grammatischer Kategorien wie etwa Tempus betrifft, wird wegen des speziellen Stils die absolute Perfektion vermissen. Aber es gelingt dem Autor auf diese Weise, die starre literarische Struktur eines Romans aufzubrechen und einen lebendigen, quirligen Text darzubieten, der sich flüssig liest und durch den satirischen Charakter überzeugt. Ansonsten ist zu sagen, dass die Rechtschreibung sehr gut, aber nicht ganz auf dem allerneusten Stand des Regelwerkes ist. Das Cover spricht durch seine klare Gestaltung direkt an.

Für 2,99€ bekommt man ein Buch, das nicht so ist wie andere. Es ist witzig und frech, ulkig und spannend, irgendwie ungewöhnlich. Vielleicht liegt es daran, dass Stefan ein Außerirdischer ist… Ist er das wirklich? Findet es selber heraus! Der Lesespaß ist garantiert!

Rezension zu „Irgendwas ist immer – Mein Tag-e-Buch“ von Michael Meisheit

„Soll ich dir mal den Quellcode für die Welt mailen?“

Es ist immer ein Vergnügen im wörtlichen Sinne, ein Buch der Gattung „Humor“ vorzustellen. Dasjenige, um das es heute geht, trägt den Titel „Irgendwas ist immer – Mein Tag-e-Buch“ und stammt vom Autor Michael Meisheit. Vielleicht wird sich der ein oder andere Leser sagen, dass bei dem Namen Meisheit etwas „klingle“. Wenn ja, dann „klingelt“ es richtig, denn Michael Meisheit ist kein ganz unbeschriebenes Blatt, sondern Drehbuchautor unter anderem bei der Serie „Lindenstraße“. Da wird man natürlich neugierig. Also habe ich mir sein „Tag-e-Buch“ angeschaut.

Irgendwas ist immer“ besteht aus 37 Kapiteln plus einem Vorwort, in dem kurz erläutert wird, wie die einzelnen Texte entstanden sind. Das Werk ist nämlich ein Sammelband von öffentlichen Blogbeiträgen, die der Autor auf dem Portal jetzt.de erstellt hat. Seine Favoriten hat er hier in Buchform zusammengetragen. Einige davon sind Prosatexte, andere Zwiegespräche, die er zumeist mit bestimmten übernatürlichen Wesenheiten oder Gottheiten führt.

Buchcover Michael Meisheit - "Irgendwas ist immer - Mein Tag-e-Buch"So besucht er beispielsweise in „Neulich auf dem Liebesamt“ als Antragssteller eine imaginäre Partnervermittlungsbehörde, auf der kein Geringerer als Amor die ausgefüllten Formulare entgegennimmt. Das Ganze hat dann später im Kapitel „Amor in Not“ noch eine ulkige Fortsetzung.

Ein anderes Mal fragt ihn Gott höchstpersönlich, ob er nicht vielleicht einen Tag lang auf sein neustes Universum aufpassen möchte. Hieraus entstammt auch die Überschrift zu dieser Rezension, denn Gott will die Angelegenheit schnell erledigt wissen.

Besonders gefallen hat mir der Text „Kannst Du mein Monster halten“, in welchem der Autor zusammen mit seinem schlechten Gewissen eine Paartherapie aufsucht, da er sich von letzterem trennen will. Das Gewissen nimmt seinen Job aber sehr ernst, lässt sich nicht abschütteln und knöpft sich am Ende sogar den Psychologen vor.

Das ergibt recht skurrile Unterhaltungen, die meistens sehr amüsant und satirisch wirken, dann und wann aber auch ein wenig nachdenklich stimmen, vor allem, wenn es um das Thema Internetkommunikation geht.

Was die Ausarbeitung der Texte anbelangt, gibt es überhaupt keinen Grund zur Klage. Von der Rechtschreibung über die Grammatik bis hin zum Ausdruck passt alles. Das gesamte eBook ist in einem vorbildlichen Zustand. Der Unterhaltungswert ist hoch und praktisch ist, dass die einzelnen Kapitel kurz und knackig ausgefallen sind. Somit kann man das Buch immer wieder hernehmen, wenn man Zeit und Lust für eine fröhliche Episode hat.

Ebenso erfreulich schaut der Preis aus. 0,99€ sind ja beinahe geschenkt, wenn man Form und Inhalt betrachtet. Wer anspruchsvollen Wortwitz mag, ist hier absolut richtig. Das Buch ist kurzweilig und unterhaltsam und bietet recht kreative Einfälle. Was will man mehr? Unbedingt reinlesen!

Rezension zu „Detektive & Drachen“ von Marc E. Valentin

„Ich bitte Sie. Ein Drache, was ist das schon?“

Der Roman „Detektive & Drachen“ des Indie-Autors Marc E. Valentin hat mich bereits durch sein drolliges Titelbild neugierig gemacht. Und beim Studium des Klappentextes ergibt sich die Erkenntnis, dass hier eine Mischung aus zwei Genres vorliegt, nämlich der Detektivgeschichte und der Fantasy. Das verspricht interessant zu werden. Ob die Kombination gelungen ist, erfahrt Ihr hier.

Buchcover Marc E. Valentin - "Detektive & Drachen"Marc Arson ist Privatdetektiv. Seinen Unterhalt bezieht er gewöhnlich mit der Bespitzelung fremdgehender Ehemänner, wobei es sich meistens nicht um „Männer“, sondern um Trolle handelt, denn er lebt in einem Land, das alle möglichen Geschöpfe beherbergt. Eines Tages erhält er Besuch von einem Boten eines wohlhabenden Adeligen aus einer reichen Stadt im Norden. Der sucht nämlich nach einem fähigen Ermittler, um ein Verbrechen aufzuklären. Seine Tochter ist von einem Drachen geraubt worden. Um sie aus den Fängen der Kreatur zu erretten, bekommt Marc Arson einen Begleiter namens Eduard mit auf den Weg. Die beiden begeben sich also in das Gebiet der Drachen, ohne einen konkreten Plan zu haben, wie der „Fall“ zu lösen ist.

Gleich in den ersten Szenen wird eines klar: Es wird sehr viel Spaß machen, den Roman zu lesen, denn Humor ist in Hülle und Fülle vorhanden. Zum einen ergibt sich der aus der doch skurril wirkenden Mischung von Ermittlungsarbeit und Märchenmotiven. Eigentlich passt das ja nicht so recht zusammen, was die besondere Komik mancher Szenen erklärt. Zum anderen kommen immer wieder scherzhafte Einwürfe vor, die bisweilen sogar auf historische Werke Bezug nehmen. Allerdings ist auch festzustellen, dass man des Öfteren Rechtschreib- und Grammatikfehler vorfindet, was sich im Laufe der Geschichte ein wenig bessert. Die Wortwahl ist wiederum die reine Freude, aufgeweckt und einfallsreich. Die Handlung bietet auch die eine oder andere Überraschung. Langeweile wird beim Lesen sicher nicht entstehen.

Für 3,99€ bekommt man mit „Detektive & Drachen“ eine urkomische erheiternde Geschichte, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Das Konzept der Vermengung zweier Genres ist durchaus aufgegangen. Wer die vorhandenen Fehler verschmerzen kann, wird mit humorvoller und geistreicher Lektüre belohnt, die für alle Altersklassen etwas zu bieten hat. Das Buch ist trotz der nicht ganz perfekten Form eine Empfehlung.

Rezension zu „Flucht aus dem Paradies“ von Cornelia Richter

„Es liegt wohl in der Natur der Frau, dass sie immer alles ergründen muss.“

Eine „erotische Komödie“ verspricht Indie-Autorin Cornelia Richter mit ihrem Selfpublishing-eBook „Die Flucht aus dem Paradies“, welches sie auf BookRix veröffentlicht hat. Da kann man nur schwer widerstehen, nicht wahr? Mir ist es jedenfalls so ergangen, daher habe ich reingelesen.

Die Hauptfigur stellt sich als Judith vor. Sie ist eine junge Frau, die sich bislang noch keine großen Gedanken über Familienplanung und die damit verbundenen Umstände gemacht hat. Eines Tages ergibt es sich, dass sie ihrem Chef Alexander näherkommt. Zwischen den beiden entwickelt sich in der Folge eine lockere Beziehung. Doch schließlich kommt Judith an den Punkt, an welchem sie sich fragen muss, was ihr im Leben wichtiger ist: Eine feste Bindung oder ihre Freiheit. Die Entscheidung fällt ihr nicht gerade leicht.

Sie macht sich also reichlich Gedanken über Männer und Frauen, über Glück und Beziehungen, über den Umgang der Geschlechter miteinander, Gedanken, die sie uns in humorvoller, oftmals satirischer oder gar provokativer Form mitteilt. So werden Rollenklischees und Verhaltensweisen aufgezählt und auf die Schippe genommen. Man sollte dabei stets den Titel des Werkes im Hinterkopf behalten, denn die „Flucht“ ist ja etwas Anderes als die „Vertreibung“ aus dem Paradies. Die Autorin stellt außerdem gleich in der Widmung klar, dass das Leben mit einem Schuss Humor um einiges entspannter verläuft. Wie recht sie doch hat.

Cornelia Richter verfügt über einen aufgeweckten, unterhaltsamen Schreibstil. Die Handlung wird durchgehend im Präsens berichtet, wodurch sie rasant und kurzweilig wirkt. Amüsant erscheint auch die Tatsache, dass die Geschehnisse in der Ich-Form einer imaginären Zuhörerin geschildert werden, die immer mal wieder in der zweiten Person Singular angesprochen wird, wie es in einer E-Mail der Fall wäre. Das trägt deutlich zur Auflockerung bei. Gelegentlich leiden aber Ausdruck und Grammatik ein wenig unter dem Umstand, dass der Text recht umgangssprachlich geschrieben ist. Zu bemängeln ist vor allem die Zeichensetzung, die oftmals nicht stimmig ist. Ansonsten macht der Roman einen soliden Eindruck, was auch an dem angemessenen Erzähltempo liegt. Das Cover ist ebenfalls nett anzuschauen.

Das Buch ist erst ab 16 Jahren freigegeben, was seine Berechtigung hat, denn so manches Mal gehen Judiths Live-Berichte über einen ereignisreichen Abend zu zweit (oder zu dritt) ziemlich ans Eingemachte. Wen dieser Umstand und die vielen fehlenden Kommas nicht stören, der bekommt für 3,99€ eine überaus quirlige Hommage an die gelungene Flucht aus dem Paradies, sowie an die Vorzüge von Gelassenheit und Humor.

Rezension zu „Schweinefleisch ist nicht Haram“ von Mehmet Akyazi

„Das krasse Leben als Doppelbürger“ aufs Korn genommen …

Der Indie-Autor Mehmet Akyazi ist als „Memo“ auf BookRix kein Unbekannter, denn seine satirischen Kurzgeschichten über das Leben als Doppelbürger, d.h. Deutsch-Türke, haben schon zahlreiche Leser erheitert. Nun hat er eine neue Sammlung unter dem Titel „Schweinefleisch ist nicht Haram“ veröffentlicht.

Buchcover Mehmet Akyazi - "Schweinefleisch ist nicht Haram"Das eBook enthält insgesamt fünf Texte. Der Ich-Erzähler beschreibt darin jeweils kurze Episoden seines Lebens, Begebenheiten, die ihm als Doppelbürger widerfahren. So soll er beispielsweise in der titelgebenden Geschichte als Modell gewonnen werden und Werbung für Schweinefleisch machen, was bei seiner muslimisch geprägten Familie natürlich nicht so besonders gut ankommt. In „Eine Nacht für Israel“ arbeitet er in einer Poststation. Er entdeckt dort mehrere Pakete, die nach Israel geschickt werden sollen, und wittert ein Komplott auf Staatsebene. Zusammen mit seinen Kollegen deklariert er die Pakete um, sodass sie in die Schweiz gehen. Allerdings stellt sich bald heraus, dass die Ware aus Süßigkeiten besteht und nicht, wie er fälschlicherweise befürchtet hat, aus Waffen.

Sämtliche Geschichten haben satirischen Charakter. Klischees und vorgefertigte Meinungen über die in Deutschland lebenden Türken werden hier absichtlich bis zur Übertreibung ausgereizt, was auf den ersten Blick zunächst sehr humorvoll wirkt. Allerdings steckt hinter Memos Texten noch mehr als bloßer Klamauk, denn er trifft mit ihnen auch stets den wahren Kern jener Vorurteile. Somit spricht er nicht selten das ein oder andere heikle Thema an, zeigt aber durch die literarische Verpackung, dass man auch solche Themen am besten mit einem entspannten Lächeln angeht.

Recht ulkig ist der Running Gag bezüglich seiner Freundin Sibel, von der er sich am Ende jeder Episode neuerlich trennt, nachdem die beiden mal wieder irgendeinen Disput geführt haben.

Memos Schreibstil wirkt locker und unverkrampft und passt dadurch perfekt zum Inhalt der Texte. Die Dialoge treffen stets genau ins Schwarze. Orthographisch ist das gesamte eBook tadellos ausgefallen. Was will man mehr?

Der Download für den kompletten Sammelband kostet 0,99€, was wirklich sehr günstig ist, denn man bekommt hier schonungslos offene Satire, die ihre Wirkung nicht verfehlt und sowohl zum Lachen, wie auch zum Nachdenken anregt. Diese besondere Mischung ist Mehmet Akyazi hiermit sehr gut gelungen.

Rezension zu „Bota Ëndërr 2“ von Michael J. Unge

Der Traum geht weiter. Oder ist es die Wirklichkeit?

Vor nicht allzu langer Zeit ist hier im Blog der heitere Fantasy-Roman „Bota Ëndërr“ von Indie-Autor Michael J. Unge vorgestellt worden. Da mir dieser außerordentlich gut gefallen hat, ist es eine Freude, dass es nun eine Fortsetzung dazu gibt. Diese soll nun besprochen werden.

Zur Erinnerung: Benjamin findet sich plötzlich an einem unheimlichen Ort wieder, wo verschiedene Gefahren auf ihn lauern. Zum Glück hat er einen Schutzengel namens Sam, der ihn nach Bota Ëndërr bringt, dem Traumland, das von seiner Großmutter erschaffen worden ist. Dort lernt er verschiedene Geschöpfe kennen, wie etwa Knox, ein kleines, blaues Kerlchen, und Tefan, den Banditen. Doch Benjamin möchte wieder in die Realität zurückkehren, was ihm am Ende auch gelingt. Zu seiner Verblüffung befindet er sich in einem Krankenhaus und ist soeben aus dem Koma erwacht. Und noch eine Überraschung gibt es: Sam ist auch anwesend, allerdings nicht als Sam, sondern als Zad, einem Krankenpfleger, der dem Engel jedoch wie ein Zwilling gleicht.

Buchcover Michael J. Unge - "Bota Ëndërr 2"Zwei Jahre – und ein eBook – später: Benjamin lebt inzwischen glücklich mit Zad zusammen, als dieser eines Abends spurlos verschwindet. Zusammen mit seiner besten Freundin Lara begibt sich der Protagonist auf die Suche nach ihm, doch da geschieht das Unglaubliche: Die beiden werden Bota Ëndërr versetzt, so wie der Gesuchte bereits vor ihnen. Doch das Traumland ist nicht mehr so, wie Benjamin es in Teil 1 verlassen hat. Von Knox erfährt er, dass die Träumerin in einen tiefen Schlaf versunken ist. Außerdem treibt der düstere Seelenjäger jetzt sein Unwesen, eine Kreatur, die dem „Wald der süßen Träume“ entwichen ist, einem Ort, den wir bereits aus dem ersten Teil kennen. Benjamin und seine Gefährten müssen sich aufmachen, das bunte Land vor dem finsteren Geschöpf zu bewahren. Ein rasantes Abenteuer nimmt seinen Lauf, in dem eine Armee von Nussknackern, sprechende Bäume mit Sinn für Humor und eine ziemlich verzettelte Fee mit von der Partie sind.

Wie schon Teil 1 bezaubert auch „Bota Ëndërr 2“ durch eine Vielzahl sehr origineller Einfälle, wobei ich die Bäume am sympathischsten finde. Insgesamt erscheint die Handlung hier aber dramatischer und spannender, ist außerdem mehr aus einem Guss. Zu bemängeln gibt es nur wenig, vor allem aber Fehler bei der Kommasetzung. Ansonsten sprudelt der Text nur so vor Wortwitz und Situationskomik. Das sprachliche Niveau kommt dabei nicht zu kurz, ein recht erfreulicher Umstand.

Mit 3,99€ ist die Fortsetzung etwas billiger als der vorangehende Teil. Liebens- und lobenswerte Lektüre ist sie ebenfalls, da man hier eine Geschichte geboten bekommt, die sich abseits ausgetretener Pfade bewegt und dabei auch noch prima unterhält. „Bota Ëndërr 2“ ist ein kurzweiliges Lesevergnügen und fasziniert sicherlich nicht nur Fantasy-Fans, sondern auch Leser, die Geschichten mit reichlich Humor mögen.

Neue eBook-Verlosung: Kim – Schlimmer geht immer

Glückspilze aufgepasst…

…auf BookRix gibt es mal wieder ein ganz besonders tolles eBook zu gewinnen.

Mona Lida bietet uns hier eine quirlige Liebesgeschichte mit einem Schuss Kriminellem“ so beschreibt unser BookRix-Mitarbeiter Andreas Fischer das tolle Buch „Kim – schlimmer geht immer“, das vor Kurzem auf unserer Selfpublishing-Plattform erschienen ist und in dieser Zeit schon so manchen Fan gewinnen konnte.

Jetzt habt ihr die einmalige Gelegenheit, das romantisch-sinnlich-freche eBook auf BookRix zu gewinnen. Indie-Autorin Mona Lida meint es dabei ganz besonders gut mit euch, denn sie verlost das eBook ganze 20 Mal!

Klappentext:

Kim Ritter ist eine erfolgreiche Marketingassistentin bei ENERGION, einem Energiekonzern in Stuttgart, und weiß eines ganz genau: Sie will reich werden, so schnell wie möglich. Ein Traumprinz wäre aber auch nicht zu verachten. Als sie Marlon Braun, Direktor einer Stuttgarter Bank kennenlernt, scheint ihr Wunsch in Erfüllung zu gehen … Doch dann wird ihr Leben durcheinander gewirbelt, wobei die Leiche im Schlafzimmer fast das kleinste Problem ist.

Wie kann ich an der Verlosung teilnehmen?

Mitmachen ist ganz leicht. Beantworte einfach die Frage zur Leseprobe von “Kim – Schlimmer geht immer” richtig. Teilnehmen kannst Du bis zum 01.08.2013. Die Gewinner entscheidet dann das Los. Viel Glück!

Rezension zu „Kim – Schlimmer geht immer“ von Mona Lida

„Fliegst du schon, oder zieht die Physik dich zu Boden?“

Und heute ist die Liebe das Thema in dieser Rezensionsreihe. „Kim – Schlimmer geht immer“, ein Roman aus ebendiesem Genre, hat mich durch sein aufwendiges Cover angesprochen und nach dem Lesen kann ich sagen, dass das eBook nicht nur ein stilvolles Äußeres zu bieten hat, sondern auch einen knackigen, heiteren Inhalt.

Buchcover Mona Lida - "Kim - Schlimmer geht immer"Doch der Reihe nach: Das Werk ist von Indie-Autorin Mona Lida geschrieben worden. Auf dem sympathisch anmutenden Cover entdeckt man außer der Hauptfigur Kim noch einen kullernden Euro, einen Revolver und einen Kater. Und dies alles kommt in der Geschichte vor. Kim hat einen Traum: Sie möchte ihr Vermögen auf sieben Stellen vor dem Komma vergrößern. Ihr erster angesparter Euro befindet sich in einer Schneekugel in ihrer kleinen Wohnung. Der Kater Maurice gehört ihrem Ex-Freund und sie stellt fest, dass sie den Stubentiger tatsächlich mehr geliebt hat als dessen Herrchen. Und mit dem Revolver wird ein Mord verübt, unglücklicherweise ebenfalls in ihrer kleinen Wohnung. Kim will herausfinden, in welche Machenschaften das Mordopfer verwickelt gewesen ist. Ihre Lage wird jedoch dadurch erschwert, dass sich gleich mehrere Männer um die Nachfolge ihres Ex-Freundes bemühen. Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Mona Lida bietet uns hier eine quirlige Liebesgeschichte mit einem Schuss Kriminellem. Ausdruck und Orthographie sind dank eines kompetenten Lektorats in bester Ordnung, von ganz vereinzelten Flüchtigkeitsfehlern abgesehen, die aber so gut wie nicht auffallen. Die Handlung saust nämlich rasant am Leser vorbei, man möchte einfach erfahren, was es mit den dubiosen Geschäften des Toten auf sich hat und für wen sich Kim nun letztlich in beziehungstechnischer Hinsicht entscheidet. Für Spannung ist demnach stets gesorgt. Vor allem gefällt mir aber der aufgeweckte Humor, der sich immer wieder in kessen Sprüchen bemerkbar macht.

Für 2,99€ erhält man einen Roman, der auf jeden Fall für kurzweilige und amüsante Unterhaltung sorgt. Die Themenschwerpunkte Liebe und Mordermittlung halten sich in ungefähr die Waage und ergänzen sich daher perfekt. Wer Liebe, Spannung und Wortwitz in einem haben möchte, ist hier goldrichtig.

Rezension zum Selfpublishing-eBook „Bota Ëndërr“ von Michael J. Unge

„Wo bin ich hier nur reingeraten?“

Genau dies fragt sich Benjamin, Protagonist des Romans „Bota Ëndërr“ von Indie-Autor Michael J. Unge, der als „mick76“ auf unserer Selfpublishing-Plattform BookRix angemeldet ist. Sein  hier vorgestelltes eBook fasziniert bereits von außen durch ein künstlerisch recht anspruchsvolles Cover. Also habe ich mir vorgenommen, es auch mal von innen zu untersuchen. Dass ich dabei nicht enttäuscht worden bin, kann ich jetzt schon verraten.

Buchcover Michael J. Unge "Bota Ëndërr"Der Text ist dem Genre Fantasy zugehörig. Tatsächlich erfahren wir, wie sich Benjamin, die Hauptfigur, unerwartet an einem sonderbaren Ort wiederfindet. Um ihn herum ist alles finster, doch schon bald stellt er fest, dass er beobachtet wird. Die Situation ist ihm nicht geheuer. Er versucht zu fliehen, wird bald von einem riesigen Wolf verfolgt und entkommt nur knapp mit einem Aufzug. Aber dort, wo er diesen wieder verlässt, sieht’s nicht eben viel besser aus, denn eine Horde seiner eigenen Spiegelbilder hat es plötzlich auf ihn abgesehen. Glücklicherweise bekommt er Hilfe. Ein Mann namens Sam weist ihm den Weg zu einem Ausgang und bringt ihn so nach Bota Ëndërr, einer ziemlich bunten Welt, in der scheinbar nichts so ist, wie es Benjamin gewohnt ist. Um etwas Klarheit über seine Situation zu bekommen, schlägt Sam ihm vor, die Träumerin aufzusuchen, eine Seherin. Als sie in ihrem Schloss eintreffen, muss Benjamin erstaunt feststellen, dass diese Träumerin für ihn keine Unbekannte ist. Auch trägt sie ihre Bezeichnung nicht ohne Grund.

Wer sich fragt, was der Titel des Buches wohl bedeuten könnte, dem sei verraten, dass es sich um die Übersetzung von „Traumwelt“ ins Albanische handelt. Der Autor liebt also nicht nur das Spiel mit Gedankenbildern, sondern auch mit Worten und Sprachlauten. Die Handlung bietet eine rasante, unterhaltsame Abfolge verschiedenster Szenen, in welchen Traum und Wirklichkeit ineinander übergehen. Dies geschieht jedoch nicht grundlos, sondern hat einen tieferen Sinn, der sich beim Lesen nach und nach erschließt und deshalb hier nicht vorweggenommen werden soll. Stilistisch überzeugt der Text ebenso. Allerdings finden sich eine Reihe von Flüchtigkeitsversehen, die jedoch zu verzeihen sind, da die Geschichte äußerst kreativ und ansprechend ausgeschmückt ist. Dazu zählen auch sehr viele humoristische Einlagen, die wirklich gelungen sind.

Für den Download verlangt der Autor 4,99€. Das halte ich für angemessen, da „Bota Ëndërr“ eine Geschichte ist, mit der man sich auch nach dem Lesen noch lange gedanklich beschäftigt. Da ist aber noch mehr: Der Text verursacht eine optimistische, sehr angenehme Stimmung, ist also wahrlich ein literarischer Genuss, sowohl stilistisch wie inhaltlich. Er ist mehr als Fantasy, man muss ihn gelesen haben, um das nachvollziehen zu können.

Übrigens läuft derzeit auch eine Verlosung zu diesem eBook.

Rezension zu „Undine“ von Phil Humor

„Du verspürst Durst. Ich bin Wasser.“

 

Buchcover Phil Humor "Undine"Undine“ heißt eine Kurzgeschichte des Autors Phil Humor, der seit 2009 Mitglied unserer Community ist und daher auch schon eine stattliche Zahl von Büchern auf BookRix veröffentlicht hat. Man kennt ihn vor allem auch als kompetenten Kommentator und Gruppenleiter.

Im vorliegenden Text begibt sich ein Konferenzteilnehmer, der gerade eine Rede über die Verwendung von Mythenstoffen in der modernen Werbewelt gehalten hat, zur Regeneration in die Bar, wo ein kleines Brünnlein plätschert. Da entdeckt der überraschte Referent eine Dame an dessen Rande sitzen, die ihn unweigerlich in ihren Bann zu ziehen beginnt. Er nähert sich ihr alsbald mit einer Batterie Spirituosen, doch ein Rausch ist auch ohne diese Hilfsmittel schon vorhanden, denn Undine – so stellt sie sich ihm vor – gehört selbst zum Mythenreich. Dieser phantastische Umstand hat jedoch zur Folge, dass sie nur von dem begeisterten Redner wahrgenommen werden kann, was zu allerhand Verwirrungen in seiner Umgebung führt.

Phil Humor beschreibt hier eine magische Begegnung eines Sterblichen mit einer übersinnlichen Wesenheit, die einen Teil seines Inneren sowohl fasziniert wie auch in Ordnung bringt. Rein äußerlich ergeben sich für ihn jedoch gewisse Probleme, als er ausgelassen mit der Schönen im Brunnen planscht und einen Monolog über seinen Liebeskummer hält. Diese Gleichzeitigkeit von zarter Annäherung und trockenem Slapstick macht den Reiz dieses Textes aus.

Der sprachliche Ausdruck des Autors ist außerordentlich gut und es gibt somit kaum etwas zu bemängeln. Die Mischung aus märchenhafter Tiefsinnigkeit und gepfefferter Situationskomik ist vollauf gelungen. Nichts wirkt konstruiert oder gezwungen. Die Handlung fließt geradezu dahin wie das Brunnenwasser selbst und man wird beim Lesen einfach mitgerissen. Am Ende freut man sich für den Protagonisten, auch wenn er einiges zu erklären hat, aber lest bitte selber, was mit ihm geschieht.

Undine“ ist eine Geschichte, die sicherlich eine große Welle an Begeisterung auslösen wird, und das nicht nur im wörtlichen Sinne.