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Interview zum Self-Publishing-Day 2016: “Der Traum vom Self-Publishing”

Viele Autoren möchten ihr Werk selbst verlegen – und dadurch nicht nur völlige inhaltliche Freiheit genießen, sondern auch komplett von ihren Erlösen profitieren. Der Erfolg im Self-Publishing hängt nicht nur davon ab, ein gutes Buch zu schreiben, sondern auch von Marketing- sowie Vertriebsentscheidungen und nicht zuletzt von guter Vernetzung. Fürs Networking wie auch für die Fortbildung bietet der Self-Publishing-Day, der dieses Jahr am 9.4. in München stattfindet, eine gute Plattform. Wir haben den Veranstalter Andreas Hollender befragt, warum selbstverlegende Autoren unbedingt kommen sollten!

BX: Was hat sich in den letzten Jahren rund um den Self-Publishing-Day getan?

Andreas Hollender, (c) privat

Andreas Hollender, (c) privat

AH: Der Self-Publishing-Day ist längst nicht mehr unbekannt in der Buchbranche. Durch ihn sind die Selbstverleger aneinander gerückt, haben sich vernetzt, kooperieren miteinander und tauschen sich rege aus. Für viele Autoren rücken die Wege des Erfolges in greifbare Nähe. Denn der Self-Publishing-Day beweist eines ganz klar und jedes Jahr aufs Neue: Es gibt die unterschiedlichsten und konstruktivsten Wege zum Erfolg. Die Bedürfnisse, die wir aufgriffen, als wir den Self-Publishing-Day gründeten, bestehen nach wie vor. In diesem Jahr findet der Self-Publishing-Day zum dritten Mal statt und es werden, wie in den Vorjahren, großartige Künstler der Literaturszene anwesend sein.

Der Self-Publishing-Day bietet die Möglichkeit, von erfolgreichen Autoren zu lernen, sich an ihnen zu orientieren und ein Miteinander zu schaffen. Fachleute der Buchvermarktungsindustrie halten eine enorme Auswahl an Workshops bereit. Dabei fokussieren sie sich nicht nur auf die Erstellung aussagekräftiger Cover, Klappentexte oder Schreibtechniken, sondern ebenso auf erfolgsgekröntes Buchmarketing, wirksame PR-Strategien und die Bedeutung sozialer Medien.

Wie sieht denn die Gästeliste aus?

Auch in diesem Jahr erwartet der Self-Publishing-Day außergewöhnliche Referenten und Autoren. Sie haben die Möglichkeit, Poppy J. Anderson, Hanni Münzer, Kirsten Wendt, Lutz Kreuzter und viele weitere erfolgreiche Autoren hautnah zu erleben. Erfahren Sie im Workshop von Lutz Kreutzer „Eine Geschichte braucht klare Charaktere“, wie Sie spannende Figuren erschaffen, oder lernen Sie von Bela Bolten, wie Sie einen Plot erstellen. Neobooks, BOD, Twentysix, epubli, Tolino Media, Amazon, nur um einige der Aussteller zu nennen, halten interessante Vorträge für Sie bereit. Obwohl die Themen jedes Jahr variieren, sich den Bedürfnissen der Selbstverleger anpassen, und die dringlichsten Aspekte der Gegenwart aufgreifen, bleibt eines immer gleich: Der Self-Publishing-Day lässt Autoren enger zusammenwachsen. Der Austausch von Informationen, gegenseitige Hilfe, bis hin zu Aufträgen innerhalb der geschlossenen Gruppen, wachsen stetig an.

Wo bekommt man Tickets?

Über unseren eigenen Ticketservice können die Tickets sicher und bequem bestellt werden. Im Ticketpreis enthalten sind: die Teilnahme an den Vorträgen und Workshops. Dazu ist für die Verpflegung mit Kaffee, Tee und Brezeln am Vormittag, mit einem tollen Mittagsbuffet und am Nachmittag mit Kaffee, Tee und Kuchen gesorgt. Frühbucher haben immer den besten Preis. Monatlich steigen die Ticketpreise zum Event an. Der #SPDay16 findet im Novotel München City statt, Tickets bestellen und mehr erfahren können Sie unter: http://self-publishing-day.de

Und noch eine abschließende Frage: Wie sollte man sich auf den SPDay am besten vorbereiten?

Grundsätzlich bedarf es keiner umfassenden Vorbereitung zum SPDay 2016. Sicherlich ist es sinnvoll und nützlich, dass die Teilnehmer sich im Vorfeld überlegen, welches Workshopthema für sie am interessantesten ist. Wo liegt für sie bei den vielfältigen Themen der Fokus. Wo haben sie offene Fragen, in welchen Themen brauchen sie noch Informationen. Gibt es bestimmte Nachfragen an die Aussteller, oder einen Referenten mit dem sie sich gern einmal austauschen möchten. Haben sie gezielte Fragen, die ihnen bei der Veröffentlichung ihrer Werke von Bedeutung sein können.

Mein persönlicher Tipp wäre es: Die Pausen nicht nur allein zum Schlemmen, sondern auch zum Vernetzen und Austausch von Informationen zu nutzen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass gerade in dieser Zeit wertvolle Gespräche entstehen.

Auf unserer der Website zur Veranstaltung bekommen die Teilnehmer einen detaillierten Einblick in Aussteller, Referenten und Workshopthemen.

BX-Interview: Indie Autorin Ewa Aukett stellt sich vor!

Fragen und Gewinnen!

Unser nächstes BX-Interview findet mit einer unserer beliebtesten Autorinnen überhaupt statt: Ewa Aukett. Mit Büchern wie Outback oder Crafael konnte sie bereits zahlreiche Leser begeistern. Jetzt könnt ihr sie exklusiv mit euren Fragen löchern. Unter allen, die eine Frage an Ewa stellen, verlosen wir außerdem drei eBooks der tollen Autorin.

Wie Du Deine Frage stellen kannst

Du hast verschiedene Möglichkeiten, uns Deine Frage an Ewa Aukett zu schicken. Entweder direkt über eine Nachricht an unseren BookRix-Interview Account oder über untenstehendes Formular (Bitte gib hier auch Deine E-Mailadresse an, damit wir Dich im Gewinnfall benachrichtigen können). Oder Du schreibst eine E-Mail mit Deiner Frage an kontakt-de@bookrix.com.

Die Autorin stellt sich vor:

Ich geb’s zu, als das BookRix-Team an mich herantrat und mir den Vorschlag für ein Interview unterbreitete, war ich erst mal ein bisschen geschockt.
Ein Interview? Mit MIR?
Bloß … wer mich ein bisschen kennt, weiß natürlich, dass ich bei nett fragenden Menschen nicht Nein sagen kann ;-) außerdem wäre es gelogen zu behaupten, dass ich mich nicht geschmeichelt fühle.
Ich mein … wooow!!!

Hätte mir vor einem Jahr jemand gesagt, dass meine Geschichten von Menschen gelesen werden, die mich nicht persönlich kennen, hätte ich ihm vermutlich einen Vogel gezeigt.
Es gab Zeiten, in denen meine Manuskripte in der letzten Ecke des Regals vor sich hingammelten, diverse Geschichten ein trostloses Dasein auf meinem Rechner fristeten und ich ihnen keinen Blick mehr gönnte.
Wozu das Herz an Träume hängen, wenn die kalte Realität einem ins Gesicht spuckt?
Aber manchmal kommt es eben anders … und so kam ich nicht nur wieder zum Schreiben, sondern landete auch bei BookRix, wo sich mir ein Bonbon-Glas voller Möglichkeiten eröffnete :-)))

Ich bin kein Mensch, der ein Zimmer betritt und dabei brüllt: „Tadaaaa, ich bin daaa!“
Mich sieht man eher ruhig in einer Ecke sitzen und mein Umfeld beobachten. Wahrscheinlich ist das mit ein Grund, warum ich mit einem Haufen Viehzeug zusammenlebe – außerdem habe ich beim Schreiben mehr Zeit zum Nachdenken, um meine Antwort zu formulieren ;-)
Da ich mich seit meiner Kindheit nicht nur lesend durch verschiedene Stilrichtungen von Büchern bewege, blieb es wohl nicht aus, dass ich mich auch bei meinen eigenen Storys irgendwann nicht mehr für einen Typ von Geschichte festlegen konnte oder wollte. Natürlich ist meine Vorliebe für Liebesromane unbestreitbar, letztlich ist es etwas, das wir fast alle schon kennengelernt haben – auch wenn nicht jeder darüber lesen mag.
Hinzu kommt so ein gewisser Hang für Übernatürliches, unerklärliche Phänomene und jede Menge Fabelwesen.
Wer meine Bücherregale betrachtet, und die Unmengen roter und rosafarbener Buchumschläge diverser Liebesromane ignoriert, wird feststellen, dass sich dort King, Koontz und Hohlbein, mit etlichen Anderen ihrer Zunft, eng aneinander kuscheln.

Die Zeit, die mir zum Schreiben bleibt, ist leider knapp bemessen … zwar habe ich keine Kinder, aber dafür in der Regel einen vierzehnstündigen Arbeitstag: halb vier aufstehen, fünf Uhr zur Bahn, um sieben wieder daheim, morgens und abends mit den Hunden raus … na ja, und angesichts meines Alters *räusper*, reichen mir eben keine fünf Stündchen Schlaf, da muss es schon etwas mehr sein, also geht es entsprechend früh in die Federn.
Darum nutze ich einfach jeden Moment, der sich mir bietet, ob mit dem Laptop im Zug oder die Mittagspause – nie ohne Block und Stift.
Das, was in meinem Kopf ist, muss einfach raus :-)

Hier kannst Du Deine Frage stellen. (Angabe der E-Mailadresse zur Benachrichtigung im Gewinnfall bitte nicht vergessen)

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BookRix-Interview:

Interview mit Indie-Autorin Kooky Rooster

In der aktuellen Ausgabe der BookRix-Interviews wurde diesmal Indie –Autorin Kooky Rooster mit Fragen aus der Community gelöchert. Das Resultat ist wahnsinnig interessant, denn die Gay-Romance Autorin gewährt uns tiefe Einblicke in ihr Schriftsellerdasein und zeigt, dabei Facetten ihrer Persönlichkeit, die wir gar nicht von ihr erwartet hätten.

Aber lest bitte selbst, denn das Interview ist nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch sehr ehrlich.

1. Wie lange schreibst Du schon und wie bist Du auf BookRix gelandet?

Mit acht Jahren beging ich die rebellische Handlung, ein Schulheft zu erstehen, dass ich nicht(!) für den Unterricht zu gebrauchen gedachte. Vierzig Blatt, betörender Duft nach Holz und Chemie, blütenweiße strahlende Seiten, nackt und jungfräulich, nur dazu da, meine Fantasie aufzunehmen. Wenige Tage später hatte ich mein erstes „Buch“ fertig. Es sah aus wie der Kriegsschauplatz eines irren Kryptologen. Buchstaben haben für mich keine Ausrichtung und daher purzelten sie in alle Richtungen und spiegelverkehrt herum – dazu verschmierte mein Handballen die noch feuchte Tinte und Bleistiftzeichnungen.

Bis ich rund zwanzig war, schrieb ich wie der Teufel. Mit naiver Verdorbenheit, manischem Zwang und bloßer Hand. Noch heute habe ich davon einen dicken Knubbel am Mittelfinger. Autor werden war mein großes Ziel – aber meine Eltern bestanden auf einen „Brotberuf“. Dieser raubte meine ganze Energie – weswegen ich in eine rund zwanzig Jahre währende Schreibblockade rutschte. Am Ende stand ein Burnout. Vollbremsung. Fast hätte ich es nicht überlebt. Solche Schläge in die Kniekehlen des Lebens bringen einen aber manchmal wieder auf den eigentlichen Pfad zurück.

Im Oktober 2012 suchte ich im Internet nach homoerotischen Texten und landete auf BookRix. Da man sich für die richtig prickelnden Sachen anmelden musste, tat ich das – eher widerwillig. Im Dezember – rund sechs Wochen später – stellte ich meine erste Geschichte online (Arrangement). Es gab einfach keinen Grund mehr, es nicht zu tun, im Gegenteil, BookRix entsprach genau der Plattform, nach der ich immer suchte, ohne zu wissen, dass ich sie suche.

2. Lässt Du Deine Bücher Korrekturlesen? Hattest Du schon einmal Hilfe aus der Community dabei?

Ehe ich meine Texte jemand anderen lesen lasse, ackere ich sie mindestens drei Mal durch – dabei formatiere ich sie bei jedem Durchgang anders – da ich sonst die Fehler nicht sehe. Danach lade ich sie auf BookRix hoch, aber ehe ich sie für alle zugänglich mache, lese ich sie noch zwei weitere Male im online-Format. Im privaten Umfeld habe ich keine Beta-Leser, aber ich fand mit Sissi (Kaipurgay) eine Freundin auf BookRix, die bisher alle meine Bücher korrigiert hat. Tausend Dank dafür an dieser Stelle.

Vor allem aufgrund meiner Lese-Rechtschreibschwäche habe ich höchstes Interesse daran, mich zu verbessern und diesen Makel den Leser nicht spüren zu lassen – auch den Korrekturleser nicht. Mittlerweile käme glaube ich keiner mehr auf die Idee, dass ich Legastheniker sein könnte. Ich lerne ständig, gehe nie davon aus, dass ein Text „fertig“ ist – allerdings habe ich auch begriffen, dass man irgendwann loslassen muss. Ich habe mal gelesen, dass man sich alle 100.000 Wörter spürbar verbessert. Bei längeren Texten müsste man also am Ende eines Romans wieder von vorne beginnen, da einem das Werk zwangsläufig schlecht erscheint. Damit würde man nie fertig – da man am Ende der zweiten Fassung wieder deutlich besser wäre und auch nach der dritten … Ein Eldorado für Neurosen. Texte in die Welt zu entlassen, obwohl ich an ihnen noch zweihundert Jahre herumfeilen könnte, ist eine Herausforderung, die für mich als Burnoutler geradezu therapeutische Dimensionen annimmt.

3. Würdest Du sagen, dass Du auch im echten Leben ein eher witziger Mensch bist, der gerne mal einen sarkastischen Spruch ablässt? Oder würdest Du Dich eher als stille Beobachterin bezeichnen.

Das eine schließt das andere nicht aus – im Gegenteil. Ich bin der Typ, der den ganzen Abend schweigend beobachtet und nur einen einzigen Satz sagt, aber der sitzt! Mehr gibt es meist auch nicht zu sagen. Alle hundert Jahre erwacht für ein paar Stunden der Kabarettist in mir und dann liefere ich eine Vorstellung ab, bis die Leute mit Bauchschmerzen vor Lachen am Boden liegen. Eine klassische One-Man-Show. Wäre ich nicht so ein Schisshase, was Kontakt mit anderen Menschen betrifft, wäre Kabarettist tatsächlich ein Berufswunsch von mir. Auf der Bühne stehen, das groteske Verhalten der Gesellschaft karikieren und die Leute über die Ohrfeigen lachen lassen, die ich an sie austeile – ein feuchter Traum.

Ich hasse Menschen, aber ich finde sie ulkig. Wenn man sich auf Youtube ansieht, auf welch bescheuerte Ideen sie kommen, deren Ausführung filmen, hochladen und dann finden sich auch noch Millionen Zuschauer, die sich das ansehen … Wenn man sich mal zu Gemüte führt, wie sie technische Errungenschaften nutzen … man müsste sie glatt verachten dafür – aber diese hilflose Art macht sie auch so drollig …

4. Alle Deine Bücher haben richtig tolle Cover in CGI Optik. Hast Du Dir selbst beigebracht, diese zu gestalten?

Es ist nicht nur CGI-‘Optik’, sondern tatsächlich in 3D-Programmen erstelltes Bildmaterial. Ich bin durch und durch Autodidakt. Auch im Job brachte ich mir alles durch „learning by doing“ bei. Da ich die Schule bis aufs Blut gehasst habe, verweigere ich seitdem alles, was auch nur im entferntesten Frontalunterricht ähnelt.

Wir leben in einer wunderbaren Zeit: Alles Wissen ist nur einen Mausklick entfernt und es gibt unzählige Open-Source-Programme, die jeder User auf dem Heimrechner nutzen kann. Der einzige Schranke ist der eigene Lernwille. Berührungsängste, mir Neues beizubringen, habe ich nicht. Begeistert mich etwas, eigne ich mir innerhalb kürzester Zeit das nötige Wissen an. Ob Fertigkeiten oder Inhalte ist egal. Lernen ist ein Orgasmus im Kopf und es gibt kaum etwas Geileres, als dieses Kribbeln des Flows zu spüren, wenn man erschafft oder sich neues Wissen und Fertigkeiten erschließt. Ja, es ist besser als Sex.

Ich werde oft gefragt, in welchen Kursen man dieses oder jenes lernen kann – meine Antwort ist stets die gleiche: Such dir ein Ziel und verfolge es. Sag nicht: „Ich lerne jetzt ein Grafikprogramm“, sondern nimm dir vor, ein Cover zu gestalten. Alles, was du dazu brauchst, lernst du auf dem Weg dahin. Recherchiere nach passenden Programmen, setze dich damit auseinander, beschäftige dich mit Designfragen, Tipps, Regeln … Untersuche die richtig geilen Sujets darauf, was sie so besonders macht und achte bewusst darauf, was dich an miesen Layouts stört. Hab Ansprüche. Nie war es so einfach für einen ambitionierten Laien, sich Fertigkeiten anzulernen. Das Wissen ist so nah, so greifbar – näher geht es nicht (außer, man lässt sich Chips implantieren). Es gibt tausende Foren, Blogs, Tutorials, Handbücher … ohne einen Cent auszugeben, kriegt man die halbe Welt ins Wohnzimmer. Zudem bin ich ein Fan der „trial-and-error“-Philosophie, da lernt man alternative Herangehensweisen, trainiert Kreativität und kann in die Tiefe der gewünschten Materie vordringen.

5. Wie reagieren Bekannte/Freunde darauf, wenn sie Deine Geschichten lesen?

Sie tun es nicht. Ich bin umgeben von eingefleischten Nichtlesern. Zudem haben die Leute mit dem Genre Berührungsängste. „Verdacht auf Mord“ haben immerhin einige gelesen und fanden es gut … Über „Corona“ traute sich auch einer und war überrascht, dass das schwule Thema gar nicht so ekelig ist.

Aber ich erlebe auch Überraschungen. Unlängst hat mir eine Freundin gestanden, dass sie bei der Gratis-Aktion von „Reingekracht“ zugegriffen hat, und es „sehr anregend und witzig“ fand. Sie möchte mehr von mir lesen.

In der Regel glotzen mich die Leute komisch an und manchmal lachen sie mich sogar aus, wenn ich erzähle, was ich schreibe. Ich hab kein Problem damit – ich verdiene Geld mit dem was ich liebend gern tu – sie nicht.

6. Wie kommst Du auf Deine abgefahrenen Ideen? „FUCK“ und “Die Wiederkehrer“ sind ja an Originalität kaum zu übertreffen …

Lach. Wenn ihr das schon für abgefahren und originell hält, dann solltet ihr mal ein verlängertes Wochenende in meinem Gehirn verbringen. Danach braucht ihr Traumatherapie und Reha. Da schlummert abgedrehter Scheiß, der sich mit Gay-Romance als Genre nicht mehr verträgt. Daher ringe ich auch mit der Idee, unter einem anderen Pseudonym mal so richtig aufzudrehen, um Fantasie und Zynismus von der Leine zu lassen. Zwar werden auch da schwule Handlungsstränge auftauchen – aber nicht in Form von Liebesromanzen. In meiner Schwurbel-Essay-Sammlung „Kopfgas“ habe ich einige Träume festgehalten, DAS geht in meinem Hirn vor, dagegen sind „FUCK“ und Die Wiederkehrer“ zwar lustig aber unspektakulär.

7. Wo schreibst Du am liebsten?

Am „liebsten“ ist der falsche Ausdruck – mehr oder weniger werde ich an den Schreibtisch „gezwungen“ weil da nun mal der Rechner steht. Allerdings habe ich auch ein winziges Netbook, das ich mir angeschafft habe, als ich die Idee hatte, nach Neuseeland auszuwandern, um die ganzen Idioten hier nicht mehr sehen zu müssen. Mit dem schreibe ich gelegentlich auf dem Küchenfußboden oder im Bett.

Am liebsten hätte ich eine Holzhütte in den Bergen – rund 200 Kilometer von allen Menschen entfernt – mit Ausblick über Berge und Wiesen und einer gruseligen Ruine. Dahinter äsen und jagen sich ein paar Dinsosaurier, tobt eine französische, mittelalterliche Revolution (hängt die Adeligen!) und ich führe regen Schriftverkehr mit Douglas Adams. Das wäre eine adäquate Schreibumgebung.

8. Welche Art von Büchern liest Du besonders gerne?

Ich habe das mal zusammengefasst unter: Bücher, in denen der Vater stirbt und der Protagonist ein Autor ist.

Idealerweise ist letzterer an einen unzuverlässigen, wahnsinnigen Bruder oder besten Freund gefesselt, der nur Scheiße im Kopf hat und an dem ausgeprägte Neurosen noch das Gesündeste sind. Das ideale Buch seziert auf bitterböse und humoristische Art nebenbei die Gestörtheit unserer Gesellschaft, während es sich um die banalen Sorgen und Nöte kleingeistiger Schreiberlinge und ihrer Familien dreht. Wichtiger, als ein atemberaubender Plot, ist für mich ein Schreibstil, bei dem jeder Satz extrapoliert. Mit gut gemachtem Humor oder perfekt inszenierter Bösartigkeit, hat man mich schnell.

Mit Fantasy und Vampiren kann man mich in die Flucht schlagen – trotzdem mag ich Terry  Pratchett oder die Beißerchen-Geschichten von Christopher Moore. Ich mag keine Krimis, liebe aber die Brenner-Romane von Wolf Haas oder die Bücher von Heinrich Steinfest. „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel, aber auch „Schlafes Bruder“ von Robert Schneider sind Bücher, die mich bis ins Mark berühren und inspirieren. Interessanterweise lese ich eher selten schwule Romane – was daran liegt, dass man die im Buchhandel so gut wie nicht kriegt. Seit BookRix ist mein Konsum solcher Geschichten allerdings exorbitant gestiegen. Das ändere ich im Moment notgedrungen wieder.

9. Jemand bietet Dir tausend Euro dafür, dass Du eine schnulzige Hetero-Romanze schreibst. Würdest Du es tun?

Für tausend Euro würde ich auch keine Gay-Romance schreiben. Geld ist für mich kein Motivationsfaktor – besser wäre, mich für das Thema zu begeistern. Entzünde den Funken für eine Sache in mir und ich bin mit Feuereifer dabei. Mir ein paar Scheine hinschmeißen … nope, das inspiriert mich nicht. Während ich schreibe, brenne ich für ein Thema – da muss in mir etwas zum Klingen gebracht werden.

Die tausend Euro könnt ihr mir für ein fertiges Werk geben – wenn es euch zusagt (Kontonummer per Mail). In meinem Text-Archiv hab ich alles Mögliche, auch kitschtriefende Hetero-Schnulzen (blasse Jungfrau unter Heiratszwang wird von geschändetem Helden gerettet), Vampire (obwohl ich diese hasse) und anderes schrecklich klischeehaftes Zeug, das man auf Mutters Klo vorfindet. Ich verschließe mich keinem Genre und folge dem Lustprinzip.

10. Welches Deiner Bücher würdest Du gerne verfilmt sehen und wer bekäme die Hauptrollen?

In der Hollywood-Verfilmung von „Die Wiederkehrer“ spielt Paul Rudd den verzweifelten Neo-Schwulen Niko und der fünfundzwanzig Jahre jüngere Daniel Day Lewis den gefallenen Wiederkehrer Bernd.

Käme ich allerdings in die Verlegenheit, eins meiner Bücher tatsächlich zu verfilmen, würde ich von vorn bis hinten Laienschauspieler einstellen und das Ganze sehr erdig inszenieren. Die Drehbücher würden deutlich abstruser und die Dialoge mit gründlich schwarzen Humor gewürzt. Alles wäre verstörend nah, zynisch bis in die Zehenspitzen und kompromisslos bis zum Porno. Ein Nischenprodukt, das total floppt, Kritiker vernichten und mit dem achtundneunzig Prozent der Leute nichts anfangen kann – der Rest bestünde aus fanatischen Fans die Scheunen anzünden. Den Produzenten schenke ich für ihre Mühe eine Wurstsemmel.

11.Wenn Du drei Wünsche freihättest, wie würdest Du sie nutzen?

Mit dieser Frage hat man mich schon in der Volksschule geködert, in der Absicht, den altruistischen Weltrettungsfanatiker in mir zu wecken. Nach einer kurzen antisozialen Phase, die jeder Teenie durchläuft (Schokolade ohne Kalorien, Peter Steele als Liebhaber und eine Coca-Cola-Leitung ins eigene Zimmer) machte ich eine Phase der Lebensweisheit durch (Frieden auf Erden, Bio-Fair-Trade-Geld und Intelligenz für alle), die ich bald wieder überwunden hatte. Wenn ich mir wirklich alles wünschen kann, also jeden Scheiß, dann nutze ich das auch voll aus:

1. Jeder Mensch soll auf der Schulter einen fest verwachsenen Schlaubi-Schlumpf tragen, der ihm unablässig altkluge Ratschläge ins Ohr quatscht und der nachwächst, wenn man ihn (was früher oder später passieren wird) amputiert.

2. Der Verdauungstrakt der Menschen soll ab sofort auch Elektroschrott verarbeiten können. Ich will hören, wie die Eltern ihren in Facebook kampflikenden Teenies nachrufen: „Mit dem Essen wird nicht gespielt!“ Außerdem erfreut mich der Anblick angeknabberter LCD-Bildschirme in Versicherungsanstalten. Oh, Gott, meine Fantasie sprudelt!

3. Terry Gilliam hat zusammen mit Douglas Adams eine acht Stunden Fassung von „Per Anhalter durch die Galaxis“ verfilmt. Die aktuell bestehende Filmversion hat es nie gegeben.

12. Würdest Du sagen, das Schreiben Deiner Bücher ist für Dich in gewisser Art und Weise eine Realitätsflucht?

Klar. Jede Form von Fantasie ist Realitätsflucht. Ich kenne keinen schaffenden Menschen, der glücklich ist. Ein gewisses Kontingent an Leid ist notwendig, um einen Grund zu haben, sich innere Welten zu erschließen und sie mit aufwändiger Intensität in Werke umzusetzen. Wozu sollte ein glücklicher Mensch mit so viel Leidenschaft und Aufwand in die Fantasie flüchten? Jede Kunst, wie auch Schreiben, ist Sublimation.

Im Akt des Schaffens bin ich in einer anderen Welt, bin mein Protagonist. Aus diesem Grund ist Ablenkung auch zermürbend, regelrecht vernichtend. Im Flow hat die Realität nichts zu suchen. Ist mir der Akt des Schreibens zu bewusst, funktioniert es nicht mehr und ich lasse es bleiben. In meinem direkten Umfeld verursacht Schreiben daher immer wieder Konflikte.

13. Deine Art zu schreiben ist ungewöhnlich, manches Mal verwirrend und aufklärend zugleich. Wie viel von Deinem Schreibstil, steckt in Deiner wirklichen Person?

Viel. Mehr als man denken möchte. Schreiben, überhaupt kreatives Schaffen, ist der Ausdruck von Gefühlen. Die Bausteine für den Aufbau einer Geschichte bestehen aus der Realität, der Plot ist Fiktion. Die Protagonisten jage ich mitunter durch die Hölle meiner Traumata – wobei ihr Schicksal mit Zuckerguss versüßt ist. Mehr oder weniger breche ich die Geschichten ab, ehe sie wirklich zu Ende sind. Das Happy-End ist der Moment vor dem Bad-End.

Im Gegensatz zur Realität versuche ich, in meinen Büchern, Fachausdrücke nicht Überhand nehmen zu lassen, aber ich denke, ein Wort pro Geschichte kann ich dem Leser in Zeiten von Wikipedia und „Rund-um-die-Uhr“-Internetzugang zumuten. Ein Problem für mich ist auch, nicht immer zu wissen, welche Begriffe nicht für jeden geläufig sind. Vor allem typisch österreichische Ausdrücke sind hier ein großes Thema. Ich bin immer wieder überrascht, was es in Deutschland alles nicht gibt und zugleich widerstreben mir viele germanische Ausdrücke. Mitunter tüftle ich lange herum, die passenden Worte zu finden, um Länderübergreifend „melodisch“ zu bleiben. Ich lösche einen Satz lieber völlig aus dem Text, als einen grausigen Kompromiss einzugehen.

Ein für mich frustrierend aber typisches Erlebnis ist, dass jemand durch mich hindurchschaut, mit großen Augen nickt, „ja, ja“, murmelt und dann eine Frage stellt, die mir klar macht, dass die Person überhauptnicht weiß, wovon zur Hölle ich gerade rede. Unter anderem aus diesem Grund habe ich mir das Sprechen in Metaphern und Bildern angewöhnt – ein gutes Training fürs Schreiben.

Aktuell führe ich ein selbstgewähltes Einsiedlerdasein. Immerhin konnte ich einige Menschen um mich scharen, die zu mir passen. Uns drei erkennt man an den Hüten aus Alufolie.

Stelle Deine Fragen an Indie-Autorin Kooky Rooster

Gewinne ein eBook Deiner Wahl

Wir vom BookRix-Team sind ihre größten Fans. Wenn sie mal wieder ein neues Buch rausbringt, kringeln wir uns beim Klappentext schon und fragen uns: wo hat sie nur diese genialen Ideen her? Auch ihr neustes Buch “Die Wiederkehrer – Männer weinen nicht” passt in dieses Schema. Daher freuen wir uns auch total, dass genau sie unsere nächste Interviewpartnerin sein wird: Indieautorin Kooky Rooster.

Hier stellt sich die interessante Autorin einmal kurz selbst vor:

*tocktock* (aufs Mikrofon klopf)

Eins, zwei, drei, Sprechprobe: Ich bin Kooky Rooster, dreizehn Jahre alt und ernähre mich von Plankton. *Hüstel*

Dass ich mich als Autor betätige, dürfte meine ehemaligen Lehrer zwar nicht überraschen, ihnen aber Sturzbäche von Tränen abverlangen. Als Legastheniker mit einem Faible für sehr (sehr, sehr) lange Aufsätze, habe ich vermutlich dafür gesorgt, dass sie sich von ihren Familien entfremdet haben, während sie meine ausladenden Texte rot anmalen mussten.
In der Pubertät verfasste ich täglich seitenweise misanthrope Pamphlete und nebenher – heimlich – homoerotische Geschichten. Dazu fertigte ich sehr explizite Zeichnungen an, gekonnt aber verdorben. Ich war ein Außenseiter und wollte Schriftsteller und Maler werden. Es sollte alles ganz anders kommen: Stichwort ‘Brotberuf’ und eine daraus resultierende, fast 20 Jahre währende, Schreibblockade.

Zu BookRix fand ich als Leser, weil ich nach homoerotischen Texten Ausschau hielt, aber schon kurz darauf verwandelte ich mich – Pling – in einen Autor und stellte selbst Geschichten online. Herzerl und Kommentare sind das Feuer unter dem Hochofen meiner Schreibwut. Mit anderen Autoren ‘meines’ Genres entstehen sehr tolle, fruchtbare Freundschaften. Sissi Kaipurgay, France Carol und ich hoben die „Homo Schmuddel Nudeln“ aus der Wiege, die aktuell ein total wahnsinniges Projekt am Laufen haben.

Ich leiste mir den notwendigen Luxus einer Auszeit, um ‘nur’ zu schreiben und blühe dabei – so sagt man mir – regelrecht auf. Die Cover meiner Bücher gestalte ich selbst. Heirat und Kinder kommen mir nicht ins Haus! Als ‘Dachbodenpoet’ zelebriere ich die Neurose: „Keine Füße über meinem Kopf!“ – daher wohne ich im Oberstübchen. Mein Umfeld ist der festen Ansicht, ich wäre ein Mann in einem Frauenkörper – mir ist nur wichtig, dass ich Männer lieben darf.

Wie kann ich meine Frage stellen?

Du möchtest Kooky Rooster eine Frage stellen? Dann verwende entweder das Fragenformular am Ende dieses Beitrags oder schicke Deine Frage als Nachricht an unseren BookRix-Interview Account.

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Unter allen Fragestellern verlosen wir drei eBooks von Kooky Rooster. Die Auswahl steht dann den Gewinnern frei.

(Anmerkung: Wenn du Deine Frage über das Frageformular stellst, bitte Usernamen oder E-Mailadresse mitangeben, damit wir Dich im Gewinnfall kontaktieren können).

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Interview mit einer Indie-Autorin: Tanja Rauch

Ihr wolltet schon immer einmal wissen, wer hinter den Blutsdämmerung-Romanen mit den charismatischen Protagonisten Tamara und Julian steckt? Dann solltet ihr euch dieses Interview unbedingt einmal ansehen. Die erfolgreiche BookRix-Autorin Tanja Rauch stellte sich nämlich dieses Mal den Fragen unserer Community. Gerade hat sie ihr neustes Buch “Bittersüße Sehnsucht” herausgebracht.

Sie erzählt offen und ehrlich, welche Bücher sie auf BookRix ihrer Tochter vorliest, welche ihrer Geschichten ihr am meisten bedeutet und wie die BookRix-Community auf ihre eBooks reagiert hat. All das könnt ihr in diesem Interview nachlesen

BookRix: Da Du mit 12 Jahren schon mit dem Schreiben begonnen hast,  konntest Du schon viel Erfahrung sammeln. Was sind Deine Tipps und Tricks für einen guten Roman?

Tanja Rauch: Na ja, mit 12 waren die Geschichten eher noch Fanfiction. Bis zu meinem ersten richtigen Roman ist ja dann noch ein bisschen Zeit vergangen. Ich bin mit meinen eigenen Geschichten immer sehr selbstkritisch, deshalb fällt es mir schwer, anderen Tipps zu geben. Es gibt aber auf jeden Fall ein paar Dinge, die für mich persönlich wichtig sind, wenn ich mit einer neuen Geschichte beginne: Zuerst schwirrt immer die Idee für eine neue Story in meinem Kopf herum, die schreibe ich schnellstmöglich auf. Oft passiert es dann, dass ich den Text erstmal so stehen lasse und sehe, ob sich etwas daraus entwickelt.

Danach arbeite ich die Charaktere aus. Ich fertige zwar keinen Lebenslauf für sie an, aber trotzdem hat jeder seine eigene kleine Geschichte. Wenn dann die Story grob umrissen ist, beginne ich einfach mit dem Schreiben. So war es zum Beispiel mit dem zweiten Teil von Blutsdämmerung und auch mit meinem neuen Projekt. Wenn ich dann mal merke, dass ich keinen sinnvollen Satz mehr aufs Papier, bzw. den Bildschirm bringe, habe ich ein paar Tricks, die mir oft helfen, wieder den Anschluss zu finden:  Ich lasse die Geschichte einfach ruhen und konzentriere mich auf ganz andere Sachen, ich fotografiere nahezu alles, was mir vor die Linse kommt, lese ein, zwei Bücher und versuche, nicht krampfhaft über die Geschichte nachzudenken. Oft kommt die Inspiration dann wieder ganz von allein.

Bleibt Dir neben Deiner Mutterrolle noch viel Zeit zum Schreiben?

Hm, ja und nein ;-) Ich denke, wenn ich in meinem Bürojob Vollzeit arbeiten würde, hätte ich vielleicht abends nicht mehr so große Lust, schon wieder vor dem PC zu sitzen. Aber da ich ja meistens den ganzen Tag auf Achse bin, ist das Schreiben auch eine Art der Entspannung und eine willkommene Abwechslung zu meinem sonst eher quirligen Alltag. Andererseits kommt es auch immer wieder vor, dass ich schlicht und einfach zu müde bin, oder ein Kind krank wird, oder sonst irgendetwas dazwischen kommt. Fakt ist aber, wäre ich die letzten Jahre nicht zu Hause gewesen, hätte ich mich wahrscheinlich nicht aufgerafft, um meinen Traum von einem Roman zu verwirklichen.

Liest Du Deine Geschichten auch Deinen Kindern vor?

Ich habe ihnen zu Weihnachten eine Geschichte geschrieben, von zwei kleinen Sternen, die vom Himmel fallen und nicht wissen, wie sie zurück nach Hause kommen. Die finden sie immer noch ganz toll. Für die anderen Bücher sind sie allerdings noch viel zu klein ;-)

Weil ich aber vornehmlich Bücher für Erwachsene schreibe, stöbere ich immer wieder mal auf BookRix, da gibt es nämlich auch tolle Kindergeschichten. Meine Tochter liebt z. B. „Prinzessin Muffin“ von Casssandra Amelie.

Hattest Du schon vor, Dein Buch zu veröffentlichen, bevor Du Dich bei BookRix angemeldet hast?

Ja, ganz klar. Damals habe ich zig Manuskripte an etliche Verlage versandt. Ich bin das Ganze aber (wie ich heute weiß) sehr naiv angegangen. Nach dem Motto: Irgendein Verlag wird sich für meine Vampirgeschichte schon begeistern. Dass die Lektoren aber wahrscheinlich mit ähnlichen Manuskripten überflutet werden, wurde mir erst klar, als eine Absage nach der anderen eingetrudelt ist. Mein Mann hat mich dann darauf gebracht, im Internet zu suchen, ob man seine Bücher auch einfach online und im Selbstverlag veröffentlichen kann. Und siehe da, so bin ich zu Bookrix gekommen ;-)

Welches Deiner Bücher liegt Dir am meisten am Herzen?

Also im Moment würde ich sagen, auf jeden Fall der erste Teil von „Blutsdämmerung“. Ganz einfach, weil es mein „Baby“ ist. Ich habe sehr lange daran geschrieben, immer wieder Sachen verändert und sogar den Schluss umgeschrieben, bis ich endlich zufrieden war. Etwa ein Jahr, war die Leseprobe bei BookRix online, bis ich mich dazu durchgerungen habe, es tatsächlich zum Verkauf anzubieten.

Hast Du schon wieder ein Buch in Arbeit? Wenn ja, wird  es wieder Fantasy sein?

Ja, mein nächstes Buch ist fertig und wird gerade überarbeitet. Wenn ich mal nichts schreibe, fehlt mir definitiv etwas. Deshalb habe ich in den letzten Monaten an meinem neuen Buch gearbeitet, das diesen Sommer erscheint. Es wird diesmal allerdings kein Fantasy-Roman sein. Obwohl ich diesem Genre wohl nicht den Rücken kehren werde, denn die ersten Seiten vom dritten Teil der Blutsdämmerung Reihe sind bereits geschrieben ;-)

Tamara oder Julian? Welchen Deiner beiden Protagonisten aus Blutsdämmerung magst Du lieber?

Puh! Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Was ich an beiden mag ist, dass sie nicht perfekt sind, egal ob als Mensch oder Vampir. Auf jeden Fall haben sie beide immer wieder mit ihrer dunklen Seite zu kämpfen. Julian ist im ersten Teil ja eher ein grausames Monster, doch so war er nicht immer. Im zweiten Teil lernt man ihn besser kennen und deshalb mag ich den „reiferen“ Julian lieber. Meine Favoritin bleibt aber Tamara. Mit ihr habe ich einfach schon so viel Zeit verbracht (ja, ich Lebe, Liebe und Leide mit meinen Charakteren ;-)

Wie hat die BookRix-Community auf Deine Bücher reagiert?

Durchweg sehr positiv, was mich zuerst wirklich überrascht, gleichzeitig aber natürlich auch sehr gefreut hat. Dass war letztendlich auch ein Faktor, der in meine Entscheidung, „Blutsdämmerung“ zu veröffentlichen, mit eingeflossen ist.

Wie wichtig ist Dir die Meinung Deiner Leser?

Wie man oben vielleicht schon herauslesen kann, ist sie mir sehr wichtig. Ich schreibe die Bücher ja nicht nur für mich selbst, sondern will die Leser damit auch erreichen und im besten Fall unterhalten. Deshalb freue ich mich über jedes Feedback und über jede ehrliche Kritik, denn nur so kann ich mich stetig verbessern.

Wer ist Dein persönlicher Lieblingsautor?

Das kann ich gar nicht auf einen Autor beschränken, es gibt so viele gute Bücher von verschiedenen Autoren. Eins meiner Lieblingsbücher z. B. ist „Veronika beschließt zu sterben“ von Paulo Coelho. Aber ich liebe auch die Stephanie Plum – Reihe von Janet Evanovich. Ich lese also nicht nur Fantasy, bzw. Vampirgeschichten ;-)

Vielen Dank, Tanja für dieses nette und aussagekräftige Interview. Wir hoffen, auch in Zukunft ein wenig von Dir lesen zu dürfen.

Stellt eure Fragen: Neues Interview mit einer Indie-Autorin

Tanja Rauch

Erst gestern hat sie uns hier im BookRix-Büro besucht und heute schon schwirrt sie schon wieder hier auf unserem Blog herum ;-)

Wir freuen uns, euch die sympathische Indie-Autorin Tanja Rauch als unsere nächste Interviewpartnerin vorstellen zu dürfen. Mit ihren tollen Fantasy-Büchern wie der Blutsdämmerung-Reihe und Blutsball (kostenlos in den Shops erhältlich!!) und mit ihrem netten Wesen hat sie sich auf der BookRix-Community schon einen Namen gemacht. Jetzt habt ihr die exklusive Möglichkeit, ihr die Fragen zu stellen, die euch schon lange auf der Seele brennen.

Mit diesem kurzen Text stellt sich die Autorin kurz selbst vor:

Ich wohne mit meinem Mann und meinen zwei Kindern in einem Vorort von München. Im Juli werde ich 29 Jahre alt. Meine erste Kurzgeschichte habe ich im Alter von zwölf Jahren geschrieben. Fünf Jahre später begann ich, Gedichte zu schreiben, die teils sehr düstere Gedanken enthielten. Sie entspringen einer Zeit, in der ich mittels Schreiben versuchte, einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten.
Den Entschluss für einen Roman fasste ich vor etwas mehr als zwei Jahren. Als die ersten Seiten getippt waren, wusste ich noch nicht wirklich, was daraus werden würde.
Mittlerweile ist „Blutsdämmerung – Licht und Schatten“ und auch die Fortsetzung, als Ebook über BookRix erschienen
Im Moment schreibe ich an meinem dritten Buch, das voraussichtlich im Sommer/Spätsommer 2013 erscheint.

Wie stelle ich meine Fragen?

Wenn Du eine Frage an Tanja Rauch hast, kannst Du diese bis zum 11.07.2013 entweder direkt an unseren BookRix-Interview Account schicken oder Du trägst sie ganz bequem in untenstehendes Formular ein.

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Interview mit einer Selfpublishing-Autorin: Stellt eure Fragen

Sandra Todorovic

Für unser nächstes Interview haben wir bei einer eBook-Autorin angeklopft, die den Mitgliedern unserer BookRix-Community keine Unbekannte sein dürfte: Sandra Todorovic, die mit eBooks wie „Wächter der Unterwelt“, „Blutmagier“ oder „Angel of Darkness“ schon viele begeisterte Leser für sich gewinnen konnte.
In einem kurzen Text stellt sich die sympathische Indie-Autorin kurz selbst vor:


Es gibt nicht viel über mich zu sagen. Ich bin 26, lebe mit meinem Freund in Zürich, wo ich auch arbeite. Durch den frühen Tod meiner Mutter, als ich vierzehn war, bin ich zum Schreiben gekommen. Aber erst mit 20 habe ich mich hingesetzt und gesagt ich schreibe ein Buch und nun mache ich in jeder freien Minute nichts anderes, auch wenn die Zeit manchmal knapp ist, neben Arbeit, Partner, Familie und Freunde.

Wenn ihr noch mehr über diese begabte Autorin erfahren möchtet, habt ihr jetzt die Gelegenheit dazu. Denn bis zum Montag, den 27. Mai 2013, könnt ihr diejenigen Fragen an sie stellen, die euch schon lange auf der Seele brannten ;-). Entweder könnt ihr dazu das untenstehende Formular verwenden oder die Frage direkt an unseren BookRix-Interview-Account schicken.

Die Autorin und wir sind schon sehr gespannt auf eure Fragen.
P.S. Eines von fünf eBooks von Sandras wohl bekanntestem Werk “Wächter der Unterwelt” könnt ihr übrigens derzeit auf BookRix gewinnen.







Interview mit einer Indie-Autorin

Stephanie Berth Escriva

In regelmäßigen Abständen bitten wir Indie-Autoren aus den Reihen unserer Selfpublishing-Plattform zum Interview. Dieses Mal befragen wir eine ganz besondere Autorin, die mit ihrer kreativen Art unsere Community sehr bereichert: Stephanie Berth Escriva, in der BookRix-Community auch bekannt als steffseinhorn. Sie schreibt nicht nur, sondern malt auch seit frühester Kindheit. Seit vielen Jahren lebt sie nun der Liebe wegen in Frankreich. Doch wenn es um die Sprache ihrer Bücher geht, kommt sie gerne wieder aufs Deutsche zurück. Eine interessante Persönlichkeit, die viel Interessantes zu berichten hat.

Wenn man das Autoren – Interview liest, merkt man, dass sich Stephanie wirklich Gedanken bei der Beantwortung der Fragen gemacht hat, denn sie gewährt einen sehr persönlichen Einblick in ihr Leben als Selfpublishing-Autorin. Es war uns eine Freude :-)

BookRix-Interview:

Unsere nächste Interviewpartnerin ist…

Stephanie Berth Escriva!

Die Autorin, die uns unter anderem mit den tollen Büchern “Die Legenden aus Merim” oder “Vergossene Tränen im Regenwetter” begeistert, ist ein wahres Multitalent. Neben ihrem großen Schreibtalent, stellt sie uns auch noch ihre künstlerischen Fähigkeiten mit ihren wunderschönen, selbstgestalteten Covern unter Beweis. Hier stellt sich die Autorin kurz selbst vor:

“Lesen und Schreiben zum Zeitvertreib oder zum Entdecken und Formen von neuen oder alten Ideen? Fragen und Erinnerungen in Worte setzen und ihnen Farbe verleihen – warum nicht? Geschichten und Erlebtes vermischen sich mit Fantasie und Traum. Eine Entwicklung zum Menschlichen, eine Art auszudrücken, dass Träume nicht dazu da sind, vergessen zu werden.”

Stephanie Berth-Escriva
Am 10. August 1975 in Deutschland in Homberg (Efze) geboren, in Bad Wildungen artig aufgewachsen und gelernt, was es zu lernen gab – bis zum Abitur – deutsche Literatur, Geschichte, Geige und Posaune spielen, Klavierstücke selbst beigebracht, gemalt, gezeichnet, gelesen und Geschichten geschrieben, seit ich denken kann.

Eine Tagträumerin, welche sich hinter ihrer Vernunft versteckt und als Jugendliche gerne weltverbesserische Texte im lokalen Jugendblatt veröffentlichte. Mit zwanzig war niemand da, der mir Paris zeigen wollte, also bin ich allein los, vom Waberner Bahnhof ab in die große Stadt.

Und dort kleben, leben geblieben. Arbeiten kann auch interessant sein, mittlerweile haben mein Mann (ebenfalls ein unbekannter Künstler der Jahrhundertwende) und ich es zu einem Haus, zwei tollen Kindern, einer Katze, Wellensittichen und Goldfischen gebracht. In dieser Mittelschicht-Idylle ist es an der Zeit, sich um ernsthaftere Themen zu kümmern – Schreiben zum Beispiel – und Gelesen-werden.

Ihr habt eine Frage an unsere aktuelle Interviewpartnerin? Dann habt ihr bis zum Mittwoch,  17.04.2013 Zeit, ihr diese zu stellen. Ihr könnt sie entweder direkt in einer Nachricht an unseren BookRix-Interview Account schicken, oder das unten angehängte Fragedokument dazu  nutzen.
Wir und besonders die Autorin freuen uns auf eure Fragen.






BookRix 25: Interview mit Dubliner Tinte







Es wird wieder spannend, denn die bei sehr vielen Usern bekannte und allseits beliebte  dublinertinte alias Pia Recht, die mit Büchern wie Maeves Grab begeistert, hat sich euren Interviewfragen gestellt. In dieser Ausgabe des BookRix – 25 Interviews stellt sich Dublinertinte den spannenden Fragen der Community. Hier erfahrt ihr unter anderem, warum die sympathische Autorin Irland so gerne mag, was sie besonders inspiriert und wie ihr der Posten als Moderator in der Gruppe “Neu bei BookRix” gefällt.

Viel Spaß mit diesem spannenden Interview.