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BookRix goes Romance4you – Im Interview mit Bella Lamour

  • Name: Anne Reihs alias Bella Lamour/Annabelle Schiller

    Bella Lamour, Autorin

  • Genre(s): Dark Romance, Romance
  • Das lese ich privat: Thriller & Horror, gern brutal
  • Meine Haustiere: Schweini und Uschi (Hunde;   Tierschutzmischling Schweini und Mopsdame)
  • Mein Lieblingsessen: Steak
  • Das habe ich immer dabei: Instagram Stories
  • Macken/Phobien/Ungewöhnliches: Ich bin schüchtern, kann das nur meistens nicht so zeigen
  • Schönstes Liebeslied: Kiss from a rose – Seal
  • Schönster Liebesfilm: Wie ein einziger Tag
  • Mein perfektes Date: Vergnügungspark oder Kirmes, irgendwas, wo man zusammen Achterbahn fahren kann und sich Zuckerwatte teilt und normale, legere Klamotten trägt. Alles mit hohen Hacken und Eleganz ist mir der blanke Horror. Wenn Jeans und Sneaker nicht gehen, bin ich raus.
  • Mein perfekter Tag: 95% meiner Tage sind perfekt. Ich bin da also ziemlich flexibel. Solange mich nichts wirklich nervt, bin ich sogar mit Regen und viel Arbeit einverstanden.
  • So entspanne ich mich: Im Fitnesscenter mit sehr schweren Gewichten und Schwielen an den Händen hinterher. Macht den Kopf und Körper so leer, dass ich danach entspannt bin und schlafe wie ein Baby.

 

  • Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Meine erste Geschichte schrieb ich über den Dinosaurier Lolo, der seine Eltern suchen muss. In einer ziemlich pinken und eher unwahrscheinlichen Steinzeitwelt. Ich kannte damals noch nicht sehr viele Worte, ich hatte erst Schreiben gelernt. Über all die Jahre seit dem ersten geschriebenen Buchstaben hing ich vor allem an den Genres, die ich auch las: Horror und Thriller. Gern blutig. Zu blutig gibt es an sich kaum für mich. Liebesromane? Gott bewahre.

Das erste Buch, das ich veröffentlichte, erschien 2011 als eBook über eine amerikanische Firma. Es handelte sich um ein Sachbuch: Diät für Menschen mit extremem Übergewicht. Später erst verlor ich eine ziemlich verrückte Wette: Fifty Shades kommt niemals ins Kino, weil die Amerikaner doch keine Nippel im Fernsehen zeigen. War damals so, Nippel = böse, Leute erschießen = schon okay. Totfoltern auch. Solange nur keine Nippel von Frauen sichtbar sind. Die bösen Nippel samt rotem Zimmer flimmerten über die Bildschirme, und damit schuldete ich der Welt etwas Furchtbares: meine eigene Version von Fifty Shades.

Mein Debüt Seven Days of Black erschien im Februar 2015 pünktlich zur Kinopremiere, und ich ertrage es heute kaum, den ersten Teil zu lesen. Ich denke, so geht es jedem mit seinem Debüt. Lauter Dinge, die man als erfahrener Autor besser machen könnte. Aber das war ich damals nicht, und deshalb ist es okay.

  • Was macht für dich einen guten Liebesroman aus?

1. Realistische Charaktere, die emotional reizen, also auf die eine oder andere Weise eine Reaktion beim Lesen hervorrufen – und das schon beim Schreiben tun. Aktuelles Beispiel: Anna, meine Protagonistin aus Tell me white lies. Ich hätte sie mehr als einmal am liebsten erschlagen wegen ihrer Naivität. Eine sehr bekannte Serie von Anna Todd hatte ebenfalls diese Wirkung auf mich – die Prota Tess wollte ich permament würgen.

2.  Lebendige Nebenfiguren,  dialogreiche Erzählweise. Ich lese  keine Liebesromane privat, sondern Thriller von Chris Carter oder gern auch Stephen King. Ich bin deshalb nicht sicher, ob ich gute Liebesromane bewerten sollte. Meine Antwort wäre dann: Liebesromane sind nur gut, wenn sie Dark Romance sind. Wenigstens ein bisschen dark, sonst ist mir das zu öde. Alltagsprobleme sind mir langweilig.

  • Wie versetzt du dich in die richtige Schreibstimmung?

Ich brauche keine Schreibstimmung. Ich schreibe einfach drauf los.

  • Hast du Vorbilder? Wenn ja, welche und warum?

Stephen King: Ich liebe die Art, wie er Geschichten erzählt. Hin und wieder folge ich seiner Technik, Seven Days of Black zum Beispiel ist ein Spiel mit dem Zufall, ohne echten Plot. Das funktioniert gut, dauert aber lange, um es zu schreiben.

Es gibt eine Menge inspirierender Menschen, die mich regelmäßig begeistern, dazu gehören zum Beispiel Mia Kingsley oder auch Annie Stone. Jede hat ihren ganz eigenen Stil gefunden, und beide sind wunderbare Menschen, die ich privat sehr gern mag.

  • Wer oder was inspiriert dich zu deinen Geschichten?

Oft reicht ein einzelnes Wort in einem Gespräch, einem Film oder auf einem Plakat. Es stößt eine Kettenreaktion in meinem Kopf an, die einen groben Plot dazu auswirft. Nicht selten ist es sogar nur ein Titel für ein Buchprojekt, der reicht, um eine Geschichte zu basteln. Dann kann es wieder ein Foto sein, das ich irgendwo sehe, oder ein paar Gesprächsfetzen vom Nachbartisch. Ein Schluck eines besonderen Schwarzgebrannten. Die Inspiration ist überall.

  • Erzähle uns doch mal, wie deine erste Veröffentlichung für dich war.

Meine erste Veröffentlichung bei Amazon fand ich ziemlich peinlich. Ich hatte immerhin eine Wette verloren. Also VERLOREN. Dann enthielt mein Buch viel Sex, erinnert euch, Fifty Shades-Style. Die Thrillerelemente sind deshalb nicht so auf dem Punkt, wie sie sein könnten.

Ich persönlich empfinde meinen Debütroman als etwas zu durchschaubar auf den ersten Blick. Und der erste Blick zählt. Es nutzt nichts, dass viele Dinge, die total klar und „durchschaut“ erscheinen, in den Folgebänden nach und nach komplett anders aufgelöst werden, darin besteht zwar der Reiz der Serie, weil du in Seven Days niemals weißt, was real ist und was eine Lüge. Auch jetzt zu Band 6&7 stehen uns viele kleine Überraschungen und eine große Wende bevor, wo sie vermutlich niemand erwartet. (Ich habe sie jedenfalls nicht erwartet. Danke Stephen King, dass du mich mit dem „Nicht-Plotten“ infiziert hast, als ich die Serie begann). Vielleicht werde ich mir zum Sammelband die Zeit nehmen, Band 1 komplett zu überarbeiten und an der Dramaturgie zu schleifen, ohne den Inhalt zu verändern. Schauen wir mal.

  • Was war dein schönstes/erstaunlichstes/erschreckendstes Erlebnis als AutorIn?

Mein erschreckendstes Erlebnis kurz nach der Veröffentlichung war es, von fremden Menschen über Facebook PNs zu kriegen, die mir schrieben, sie hätten mein Buch gelesen. Das war total surreal für mich. Ich dachte, es lesen nur ein paar meiner Youtube-Fans und ansonsten keiner.

Mein schönstes Erlebnis war der Brief eines jungen Mannes, der Seven Days als Reihe in damals 5 Teilen hintereinander durchgesuchtet hat – er schrieb mir, er habe sein ganzes Leben zuvor nicht ein Buch freiwillig zu Ende gelesen, weil er eine Schreib-Leseschwäche hat. Seven Days war für ihn so spannend, dass er es nicht weglegen konnte. Das hat mich ziemlich berührt.

  • Ist das dein erster Besuch der Romance4You?

Ja, es ist mein erster Besuch 🙂

  • Was erwartest du dir von der Romance4You 2018?

Ich möchte andere Autoren treffen und Zeit mit Lesern verbringen.

 

Bisher veröffentlichte Werke von Bella Lamour:

BookRix goes Romance4you – Im Interview mit Pea Jung

  • Name: Pea Jung

    Pea Jung, Autorin

  • Genre(s): Liebesromane, Erotik, Humor, Romantasy
  • Mein Lieblingsessen: Rouladen mit Spätzle
  • Das habe ich immer dabei: Meine Brille
  • Macken/Phobien/Ungewöhnliches: Ich sammele meine Papiere gerne an verschiedenen Stellen des Hauses und türme sie dort auf. Mein Mann nennt das liebevoll „Häufchen machen“
  • Lieblingslied: Meine Lieblingssongs wechseln häufig, aber ich kann sagen, dass Pink meine absolute Lieblingssängerin ist
  • Schönster Liebesroman: Stolz und Vorurteil
  • Schönstes Liebeslied: Everybody hurts
  • Mein perfektes Date: Ein Abend nur für meinen Mann und mich
  • Mein perfekter Tag: Mit der Familie Zeit verbringen
  • So entspanne ich mich: Musik hören
  • Homepage/Fanpage: www.peajung.de www.facebook.com/PeaJungAutor

 

  • Was macht für dich einen guten Liebesroman aus?

Ich liebe Dialoge zwischen den Protagonisten, wenn dieses Knistern da ist und man schon beim Lesen ein flaues Gefühl in der Magengegend spürt. Natürlich gehört auch ein Happy End dazu.

  • Wie versetzt du dich in die richtige Schreibstimmung?

Meistens ist da zuerst das Kopfkino, und wenn die vielen Gedanken dann raus wollen, muss ich sie sofort loslassen, indem ich wie wild auf die Tastatur einhämmere. Das geht am besten mit zur Stimmung passenden Musikstücken in Dauerschleife.

  • Wer oder was inspiriert dich zu deinen Geschichten?

Ich werde immer und überall inspiriert. Das kann ein Bild sein, ein Film, ein Musikstück, eine Erzählung, eine Beobachtung, eine Nachricht … eigentlich alles. Plötzlich entstehen in meinem Kopf diese Geschichten, die ein Eigenleben entwickeln und sich wie von selbst erzählen. Ich hatte das schon als Kind und dachte, dass das normal sei.

  • Erzähle uns doch mal, wie deine erste Veröffentlichung für dich war.

Die Entscheidung musste sehr lange Zeit in mir reifen. Zuerst habe ich nur für mich geschrieben. Niemand durfte auch nur eine Zeile meiner Werke lesen. Irgendwann brauchte ich dann aber doch Rückmeldung. Der Wunsch danach war größer geworden als die Angst vor dem Versagen. Zuerst bekam meine Nichte meine Bücher und ihre positive Rückmeldung hat mich dazu ermuntert, den Weg weiterzugehen. Ich denke, ich war gut vorbereitet für die Veröffentlichung, habe mich viel bei anderen Selfpublishern schlau gemacht und wollte von Anfang an professionell arbeiten. So ging ich mit Homepage, Lektorat, Korrektorat, Coverdesign etc an den Start.

Mein Fehler zu Beginn lag in der mangelnden Kenntnis des Umgangs in den sozialen Netzwerken. Als totaler Facebook-Neuling habe ich zu Beginn ziemlich plump Werbung auf die Seiten von anderen gesetzt und da auch üble Rückmeldungen bekommen, was ich aber verstehen konnte. Mittlerweil bin ich darin hoffentlich geübter.

  • Was war dein schönstes/erstaunlichstes/erschreckendstes Erlebnis als AutorIn?

Schöne Erlebnisse gibt es wirklich viele: Wenn ich da an den spontanen Besuch von RTL bei mir zu Hause denke oder die Einladung von BoD zur Romance4You. Ganz besonders wird mir aber immer der Einzug in die Top100 mit meinem Debüt in Erinnerung bleiben. Das war eine emotionale Achterbahnfahrt.

Erschreckend finde ich nach wie vor, wenn Menschen, die ich persönlich kenne, Probleme mit meinem Erfolg als Autorin haben. Ich habe niemandem etwas getan und möchte niemanden vor den Kopf stoßen. Es ist kein schönes Gefühl, wie ein Pestkranker gemieden zu werden, weil man für seinen Erfolg hart gearbeitet und dazu Glück gehabt hat.

  • Ist das dein erster Besuch der Romance4You? Wenn nicht: Wie waren deine bisherigen Erfahrungen? Was hat dir besonders gut gefallen?

Ich war bereits 2016 als Besucherin vor Ort und 2017 dann als Autorin mit eigenem Stand. Mir gefällt die entspannte Atmosphäre auf der Messe sehr. Dort besteht wirklich die Möglichkeit, auch einmal länger mit Besuchern und Kollegen zu reden, sich kennenzulernen. So entstehen Kontakte, die tragfähiger und persönlicher sind als auf jeder anderen Messe.

  • Was erwartest du dir von der Romance4You 2018?

Ein schönes Wochenende mit lieben Menschen und guten Gesprächen.

BookRix goes Romance4you – Im Interview mit Emily Key

  • Name: Emily Key  
  • Genre(s): Liebe und Erotik
  • Das lese ich privat: Liebe, Erotik, Psychothriller
  • Mein Lieblingsessen: Steak
  • Mein Lieblingsgetränk: Gin Tonic
  • Lieblingszitat: Mut ist der Stoff, aus dem Träume gemacht sind
  • Das habe ich immer dabei: mein Handy, Lippenstift, Handcreme, Zahnseide
  • Macken/Phobien/Ungewöhnliches: Ich hasse Spinnen. Ich hasse Unordnung. Ich bin ein absoluter Symmetriemensch
  • Lieblingslied: Vatican von Sepultura 😀
  • Schönster Liebesroman: Wie ein einziger Tag
  • Schönstes Liebeslied: Love you till the End
  • Schönster Liebesfilm: P.S. Ich liebe dich
  • Mein perfektes Date: Ganz ehrlich? Ich bin für mein Leben gerne alleine 😀
  • So entspanne ich mich: Wellnessurlaub, schlafen (hahaha, ich bin ja SO kreativ)
  • Homepage/Fanpage: emily-key.de
  • Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Durch Twilight 😀 Peinlich oder?

  • Was macht für dich einen guten Liebesroman aus?

Ein Happy End und ein leckeres Schnittchen 😀

  • Wie versetzt du dich in die richtige Schreibstimmung?

Ich kann mich da nicht „versetzen“, entweder sie ist da oder eben nicht.

  • Hast du Vorbilder? Wenn ja, welche und warum?

Alle, die sich so lieben, wie sie sind, sind meine Vorbilder <3

  • Wer oder was inspiriert dich zu deinen Geschichten?

Freunde, Serien, meine kranke Fantasie 😀

  • Erzähle uns doch mal, wie deine erste Veröffentlichung für dich war.

Sie war so aufregend. So unfassbar aufregend. Neu, schön, einzigartig. Ich habe das Glück, dass ich mich immer noch vor jeder VÖ so fühlen darf <3 Es ist ein besonderes, extrem schönes Gefühl 🙂 Anders würd ich gar nichts machen <3

  • Was war dein schönstes/erstaunlichstes/erschreckendstes Erlebnis als AutorIn?

Meine erste Messe 2016. Ich hab immer gemeint, dass sicherlich niemand wegen mir kommt, aber dann waren da welche und das war absolut einzigartig!

  • Was erwartest du dir von der Romance 4 you 2018?

Eine Menge Spaß, neue Fans, Neue Kollegen und ne geile Stimmung <3

 

Bisher veröffentlichte Werke von Emily Key:

BookRix goes Romance4you – Im Interview mit Sophia Chase

  • Name: Sophia Chase

    Sophia Chase, Autorin

    Sophia Chase, Autorin

  • Genre: Romance
  • Das lese ich privat: Liebesromane, Biographien, Historisches
  • Meine Haustiere: 2 Katzen
  • Mein Lieblingsessen: Ich liebe die spanische Küche (nur nicht zu scharf)
  • Mein Lieblingsgetränk: Kaffee 🙂
  • Lieblingszitat: Liebe mich dann, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am meisten.
  • Das habe ich immer dabei: mein Handy
  • Macken/Phobien/Ungewöhnliches: Macken: Ich bin der Ordnungsfreak in unserer Familie, was mit zwei Kindern sehr schwer ist =) Phobien: Spinnen (da stellen sich mir sämtliche Haare auf) Ungewöhnliches: Ich komme zwar aus Österreich, kann aber mit Wintersport mal so gar nichts anfingen. Gäbe es keine Bücher, mit denen man es sich in der kalten Jahreszeit vor dem Kamin gemütlich machen könnte, wäre der Winter die schrecklichste Zeit des Jahres für mich.
  • Mein perfektes Date: Nach fast 10 Jahren Beziehung sieht das perfekte Date in meiner Vorstellung so aus: Kinder zu den Großeltern, weil wir essen oder ins Kino gehen wollen. In Wirklichkeit verbringen wir den Abend in Jogginghosen auf der Couch, schlafen aus und frühstücken bis Mittag.
  • Mein perfekter Tag: Ich würde sagen, der perfekte Tag ist der, wenn ich schreiben kann, die Kinder sich vertragen und wir als Familie gemeinsam etwas unternehmen – das ist dann der Sonntag, unser Familientag
  • So entspanne ich mich: Bei einem Bad oder auch mal ganz gemütlich mit einem Buch
  • Homepage/Fanpage: http://www.sophiachase.de/

 

  • Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich habe schon immer unheimlich gerne gelesen und beschloss selbst herauszufinden, ob ich es schaffe, ein Buch zu schreiben. Ich wäre schon froh gewesen,drei Seiten zu schreiben, aber schließlich wurde es doch ein ganzer Roman. Seither kann ich mir ein Leben ohne das Schreiben nicht mehr vorstellen.

  • Was macht für dich einen guten Liebesroman aus?

Eine gute Mischung aus Humor, Leidenschaft, Herzschmerz, aber auch ein wenig Kitsch und Drama – wie es eben im richtigen Leben auch ist.

  • Wie versetzt du dich in die richtige Schreibstimmung?

Meist lese ich die letzten Seiten, die ich bereits geschrieben habe, und dann bin ich in der Geschichte drin und es läuft.

  • Hast du Vorbilder?

Ich lasse mich vom Stil oder der Erzählweise gerne von Autoren, die ich selbst lese, inspirieren. Ich blicke sozusagen auf das Handwerk und picke mir ein paar gute Tipps heraus.

  • Wer oder was inspiriert dich zu deinen Geschichten?

Mein Alltag – Filme, Menschen, Situationen.

  • Erzähle uns doch mal, wie deine erste Veröffentlichung für dich war.

Zu der Entscheidung kam es, weil ich mein Buch nicht mehr länger in der fiktiven Schublade liegen haben wollte. Ich wollte es den Lesern zugänglich machen, dabei war es mir ehrlich gesagt egal, ob es jemand kauft. Hauptsache, es war online. Ich habe mich einfach nur enthusiastisch gefühlt und bin schier durchgedreht, als das Buch tatsächlich gekauft wurde. Anders würde ich nichts machen, da es mich schließlich dorthin gebracht hat, wo ich heute bin.

  • Was war dein schönstes/erstaunlichstes/erschreckendstes Erlebnis als AutorIn?

Seit ich Bücher schreibe und veröffentliche, sind mir so viele wunderbare Dinge passiert. Ich habe eine Menge Erfahrung gesammelt, darf meine Geschichten erzählen, ich brenne für etwas und stehe morgens mit Vorfreude auf meinen Arbeitstag auf. Ich durfte so viele tolle Menschen kennenlernen, und ich finde, diese Dinge überschatten auch so manche schlechten Erlebnisse. Die Buch Wien, auf der wir mit unserer Romane – Made in Austria-Truppe waren, war dennoch das bisher überraschendste und schönste Erlebnis.

  • Ist das dein erster Besuch der Romance4You? Wenn nicht: Wie waren deine bisherigen Erfahrungen? Was hat dir besonders gut gefallen?

Letztes Jahr hatte ich einen der Newcomer-Tische. Das war mein erstes Eintauchen in die Romance4You-Welt, und es hat mir total gefallen, die Leser persönlich zu treffen, mich mit anderen Autoren austauschen zu können. Das Wochenende war durchweg unterhaltsam.

  • Was erwartest du dir von der Romance4You 2018?

Da ich dieses Jahre zum ersten Mal einen eigenen Stand habe, erhoffe ich mir, mich noch ausgiebiger mit den Besuchern unterhalten zu können, da die Couch zum Verweilen einlädt. Ich hoffe auch, neue Leser auf mich aufmerksam zu machen.

 

Bisher veröffentlichte Werke von Sophia Chase:

BookRix goes Romance4you – Im Interview mit Maria O’Hara

  • Name: Maria O’HaraMaria O'Hara
  • Genre(s): Romance, Drama, Erotik
  • Das lese ich privat:  Ich liebe Thriller mit einer angedeuteten Liebesgeschichte. Romanzen kann ich zwar schreiben, aber nicht lesen. Nichts für Ungut … ich bin nur zu schnell gelangweilt, haha. Ich brauche den Nervenkitzel und Spannung, die so heftig ist, dass ich das Buch in einer Nacht durch hab.
  • Meine Haustiere: Die allercoolste, launischste Bulldogge der Welt mit menschlicheren Gesichtsausdrücken, als sie manche Menschen besitzen: Hercules.
  • Mein Lieblingsessen: NUDELN! Mit jeder Form von Soße.
  • Mein Lieblingsgetränk: Alkoholfrei? Cola oder Kaffee. Alkoholisch? Mojitos <3
  • Lieblingszitat: Be a voice, not an echo. Weshalb? Weil man immer man selbst bleiben und seine Meinung vertreten sollte!
  • Das habe ich immer dabei: Einen Lippenstift. Ohne Witz. Ich fühle mich total nackt, wenn kein Lippenstift in meiner Handtasche ist.
  • Schönstes Liebeslied: Be my Baby in jeder Version.
  • Schönster Liebesfilm: Rendezvous mit Joe Black
  • Mein perfekter Tag: Aufstehen, brunchen, shoppen, essen, shoppen, essen, shoppen … Netflix! … essen.
  • So entspanne ich mich: Am besten kann ich mich entspannen, wenn ich weiß, dass ich den Tag über produktiv war. Das geht dann überall: auf der Couch bei einem schönen Film, im Wald, bei einem langen Spaziergang mit dem Hund oder einfach in der Küche am Esstisch mit irgendwas total Leckerem!
  • Homepage/Fanpage: www.mariaohara.org → beinhaltet auch einen Fanshop 🙂

 

  • Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Wie wahrscheinlich viele andere auch, hat fanfiktion.de mich zum Schreiben gebracht. Damals war ich einer dieser fanatischen Twilight-Anhänger und konnte es nicht ertragen, dass nach dem 4. Buch nichts mehr kam. Also hab ich das Internet nach allem Möglichen durchforstet, und als ich auf die Seite gestoßen bin, hat sie mich praktisch eingesogen. Viel hab ich gelesen, bis die besten Storys durch waren … dann habe ich beschlossen, selbst in die Tasten zu hauen!

  • Was macht für dich einen guten Liebesroman aus?

Hmmm … Also wenn ich mir echt mal einen Liebesroman kaufe oder mich für einen interessiere, dann brauche ich das extreme Knistern, keinen ständigen Sex, nur die Anziehung zwischen den Protagonisten … und Spannung, vielleicht ein bisschen was Düsteres/Verruchtes/Geheimnisvolles. Mit sowas kann man mich kriegen 🙂

  • Wie versetzt du dich in die richtige Schreibstimmung?

MUSIK! Ganz klar. Auch, wenn ich mal ganz uninspiriert bin, wenn ich den richtigen Song finde, komme ich in die richtige Stimmung!

  • Wer oder was inspiriert dich zu deinen Geschichten?

Meistens schöne Filme oder Serien. Manchmal fallen mir aber auch auf Autofahrten die besten Plots ein, oder wenn ich gerade mit etwas ganz anderem beschäftigt bin. Inspirierend sind für mich auch Menschen in meinem Umfeld. Ich übernehme niemals ihre Lebensgeschichten, aber manchmal lasse ich mich von ihren Charakteren/Persönlichkeiten mitreißen.

  • Wie war deine erste Veröffentlichung für dich?

Das war für mich absolut surreal. Meine erste Veröffentlichung war ROOM 666 (The Plaza Manhattan) gemeinsam mit Emily Key. Schon früher haben wir die Story zusammen auf fanfiktion.de geschrieben und veröffentlicht. Eines Tages hat Emily mich ganz aufgeregt angerufen und mir erzählt, sie habe einen Verlag gefunden. So kam es dann dazu, dass TPM das Licht der Welt erblickte. Ich konnte es erst glauben, als ich das Print in den Händen hielt. Es war wirklich wahnsinnig toll! Ich würde gar nichts anders machen, denn das war eine unvergleichbare Erfahrung für mich 🙂

  • Was war dein schönstes/erstaunlichstes/erschreckendstes Erlebnis als AutorIn?

Mein schönstes Erlebnis war die erste Leipziger Buchmesse, auf der ich dabei war (2016). Es war so krass, kaum vorstellbar für mich, dass da Menschen waren, die ein Autogramm von MIR wollten! Ich meine, von mir! Und es hat sooooo viel Spaß gemacht, sich mit den Leserinnen auseinanderzusetzen, zu sehen, wie inspirierend meine/unsere Bücher für sie waren!

  • Ist das dein erster Besuch der Romance4you? Wenn nicht: Wie waren deine bisherigen Erfahrungen? Was hat dir besonders gut gefallen?

Ich bin das zweite Mal mit dabei. Mir hat die überschaubare Runde sehr gut gefallen. Da es bei der Romance4you nicht so überlaufen ist, hat man viel mehr Zeit, sich mit den Fans und KollegInnen zu beschäftigen, Eindrücke zu sammeln und sich kennenzulernen. Das kommt bei großen Events, wie zum Beispiel der LBM, leider oft zu kurz.

  • Was erwartest du dir von der Romance4you 2018?

Ganz viel Zeit mit Fans, viel Spaß, das Kennenlernen neuer AutorInnen und eine Menge Inspiration zum Schreiben. Die überflutet mich immer, wenn ich Zeit mit Leserinnen verbringe <3.

 

Bisher veröffentlichte Werke von Maria O’Hara:

BookRix goes Romance4you – Im Interview mit Emma S. Rose

  • Name: Emma S. Rose

    Emma S. Rose, Autorin

    Emma S. Rose, Autorin

  • Genre(s): Romance, Drama
  • Das lese ich privat: Je nach Lust und Laune Liebesromane, gerne aber auch mal Psychothriller (wenn auch nicht während der Schwangerschaft)
  • Meine Haustiere: Hugo, eine französische Bulldogge
  • Mein Lieblingsgetränk: Cappuccino
  • Lieblingszitat: „Wenn du es träumen kannst, kannst du es tun.“ (Walt Disney)
  • Das habe ich immer dabei: Mein Handy
  • Macken/Phobien/Ungewöhnliches: Ich muss immer doppelt kontrollieren, ob ich abgeschlossen habe, ob der Herd aus oder das Eisfach auch wirklich zu ist.
  • Lieblingslied: Ich lass für dich das Licht an von Revolverheld (Dabei hat mein Mann mir den Antrag gemacht)
  • Schönster Liebesfilm: Pretty Woman
  • Mein perfektes Date: Mit meinem Mann etwas Schönes essen gehen, danach noch ins Kino. Oder ein gemeinsamer Tag in der Therme.
  • Mein perfekter Tag: Ausschlafen, mit meinem Mann frühstücken, gemütlich den Tag über schreiben, mit unserem Hund spielen und spazieren gehen.
  • So entspanne ich mich: In der Badewanne
  • Homepage/Fanpage: www.emma-s-rose.de oder https://www.facebook.com/gedankenschloesser/

 

  • Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich behaupte gerne, es wurde mir in die Wiege gelegt. Ich schreibe schon, seit ich denken kann. 🙂 Keine Ahnung, was der genaue Auslöser war. Vermutlich meine frühe Liebe zu Büchern.

  • Was macht für dich einen guten Liebesroman aus?

Ein Happy End! Gerne auch mal ein paar unvorhergesehene Wendungen. Und die Charaktere sollten nicht zuuu klischeehaft sein – auch wenn ich die Story vom starken Retter schon sehr gerne mag.

  • Wie versetzt du dich in die richtige Schreibstimmung?

Oftmals durch passende Musik, oder indem ich den zuletzt geschriebenen Absatz nochmal lese.

  • Hast du Vorbilder? 

Susan Elizabeth Phillips, weil sie es immer noch schafft, die Leute derart zu verzaubern. Ich liebe ihre humorvollen Liebesromane. Und Sebastian Fitzek. Er hat mir einst mit seiner Haltung zu Schreibblockaden sehr geholfen.

  • Wer oder was inspiriert dich zu deinen Geschichten?

Kurz und knapp gesagt: das Leben. Ich binde gerne ernste Themen mit ein, die um uns herum geschehen und doch oft ignoriert werden. Und meine vorherige Arbeit als Sozialarbeiterin.

  • Wie war deine erste Veröffentlichung für dich?

Puh, damals entwickelte sich das alles von alleine. Ich veröffentlichte meinen ersten Roman kapitelweise auf meinem Blog, was für mich schon ein riesiger Schritt war. Aber damals litt ich an einer Depression und steckte in einer Krise, war nicht mehr zufrieden mit meinem Leben. Durch das Schreiben wollte ich mich heilen. Die Resonanz war groß und mein Bruder riet mir, es als Selfpublisher zu versuchen. Ich wusste, dass ich als Neuling mit teilweise veröffentlichtem Buch keine Chance bei einem Verlag hätte. Also versuchte ich es einfach selber, ohne groß darüber nachzudenken, ohne spezielle Strategie. Aufgeregt war ich wie verrückt, aber das bin ich bis heute noch bei jeder Veröffentlichung. Jedes Mal aufs Neue frage ich mich, wie meine Geschichte, in der immer sehr viel Herzblut steckt, ankommt. Ich hatte einfach Glück, dass ich damals einige Leser fand, trotz der Thematik. Anders würde ich daher nur eines machen: weniger Werbung in Facebookgruppen 🙂 Ansonsten lief es schon gut so. Aber, wie gesagt: Es war eine große Portion Glück dabei.

  • Was war dein schönstes/erstaunlichstes/erschreckendstes Erlebnis als AutorIn?

Es ist immer wieder schlimm, wenn mich Leute anschreiben, die sich in den Schicksalen meiner Protagonisten wiederfinden (Missbrauch, Mobbing …), auch wenn es natürlich schön ist, weil sie mir oft zusprechen und sich bedanken. Allerdings wird einem dadurch immer wieder aufs Neue bewusst, dass dies alles eben Realität ist, nicht nur eine fiktive, willkürliche Geschichte, und ich will und werde davor nicht die Augen verschließen.

  • Ist das dein erster Besuch der Romance4you? Wenn nicht: Wie waren deine bisherigen Erfahrungen? Was hat dir besonders gut gefallen?

Ich liebe die familiäre Atmosphäre der Romance4You. Hier wird eine Art „Wohnzimmereffekt“ erzielt, man ist viel näher dran an den Lesern. Die Organisation ist super persönlich und individuell. Ich bin seit Anfang an dabei und möchte gerne dabeibleiben! 🙂

  • Was erwartest du dir von der Romance4you 2018?

Erneut tolle Kontakte zu meinen Lesern und schöne Stunden mit Antje und meinen Kollegen 🙂
Ich freue mich schon!

 

Bisher veröffentlichte Werke von Emma S. Rose:

 

BookRix goes Romance4you – Im Interview mit Antje Weise

  • Das lese ich privat: Thriller und Romance
  • Mein Lieblingsessen: Nichts Bestimmtes, außer es
    Antje Weise - Organisatorin der Romance4you

    Antje Weise – Organisatorin der Romance4you

    handelt sich um Schokolade, Kekse und Kuchen, aber auch hier kann ich mich nicht auf eine Sache festlegen

  • Lieblingszitat: Alles was passiert, hat einen bestimmten Grund.
  • Das habe ich immer dabei: Meinen Ehering
  • Macken/Phobien/Ungewöhnliches: Ich hasse Socken! Also so richtig! Solange es keine Minusgrade hat, werde ich keine anziehen, und auch dann nur unter Protest.  
  • Schönster Liebesroman: Da gibt es zu viele, die alle auf ihre Art besonders schön sind
  • Schönstes Liebeslied: The way we were von Barbra Streisand
  • Schönster Liebesfilm: Vom Winde verweht 
  • Mein perfektes Date: Jedes Date mit meinen Mann ist perfekt, so wie es ist
  • Mein perfekter Tag: Sonne, sehr viel Schnee und reichlich Pistenkilometer mit meiner Familie genießen
  • So entspanne ich mich: Entweder ganz faul beim Lesen (mit leider sehr viel Süßigkeiten) oder aber beim Sport  – je mehr, desto besser (gilt leider auch für die Schokolade)
  • Homepage/Fanpage: www.romance4you.com

 

  • Stell dich doch bitte erst einmal vor.

Mein Name ist Antje Weise, ich bin 39 Jahre alt und lebe in Leipzig. Ich habe mir 2015 meinen Traum erfüllt und mich selbständig gemacht. Seitdem dreht sich alles um Bücher, die großartigen Autoren dahinter und vor allem um die tollen Menschen, die es genauso lieben zu lesen wie ich.

Statt großer Immobilienunternehmen unterstütze ich heute AutorInnen bei ihrer Kommunikation. Vorwiegend sind das Autorinnen aus den Genres romantische und erotische Literatur sowie Fantasy.

  • Du hast die Romance4you 2016 ins Leben gerufen, geplant und durchgeführt. Wie war das? Was für Erfahrungen hast du dabei gesammelt?

Alleine geht nie etwas. Ich habe eine tolle Partnerin, wir ergänzen uns in so vielen Dingen perfekt und konnten nur zusammen das Konzept von Jahr zu Jahr erweitern und verbessern. Ohne Ines Stanko-Angres würden wir wohl keine tollen Werbematerialien haben. Florian Meerwinck kommt auch nach einer wirklich langen Zeit der Zusammenarbeit nicht an seine Grenzen, mit mir und meiner technischen Unfähigkeit die Ruhe zu bewahren. Und ohne unsere sympathische Fotografin Susanne könnte kein Besucher auch im Nachgang seine schönsten Momente immer und immer wieder erleben. Ein riesiges Dankeschön geht an dieser Stelle auch die Bigbox Allgäu – einen besseren Partner zur Realisierung hätten wir nicht bekommen können.

Wir haben einiges an Erfahrungen gesammelt – positive genauso wie negative. Das bleibt nie aus, man lernt täglich dazu. Das Ziel, dass alle zufrieden und glücklich nach Hause gehen und ein fantastisches Wochenende erlebt haben, treibt uns dabei an. Es gab in der Zeit viele schöne Erlebnisse. Auch was man über sich selbst und den Umgang mit stressigen oder schwierigen Situationen lernt, ist eine große Bereicherung. Das schönste Gefühl für uns alle ist jedoch die große Zufriedenheit bei den Lesern und deren Unterstützung.

  • Es gibt ja noch so einige andere Lese- und Buchmessen. Wieso hast du dich dazu entschieden, noch eine Lesemesse zu veranstalten?

Wir wollten eine Umgebung schaffen, die sich nur auf die Begegnung zwischen Autor und Leser konzentriert. Im kleineren Rahmen, in dem AutorInnen nicht nur Bücher am Fließband signieren, sondern auch erfahren, was den Leser an den Büchern und Geschichten bewegt. Ohne Termindruck, eine Lesung oder eine Signierstunde zu verpassen. Dazu noch ein nettes abendliches Zusammensein – eben ein stressfreies, aber doch ereignisreiches Wochenende unter Freunden und Buchliebhabern.

  • Was ist das Besondere an der Romance4you?

Der kleine, familiäre Rahmen. Wir bewegen uns immer zwischen 20-25 Autoren, und seit 2017 haben wir einen kleinen Newcomer-Bereich. Die Location, Ausstattung und das Programm sollen an eine Café-Atmosphäre erinnern. Auf unseren beiden Messen sind schon einige wirklich tiefe Freundschaften entstanden, unter Autoren genauso wie unter den Besuchern.

  • Was erwartet die Besucher auf der Romance4you 2018?

Spannende Lesungen, ein tolles musikalisches Abendprogramm mit einem wirklich tollen Liveact – Nein, dieser wird sich nicht ausziehen! Er wird tatsächlich einen stimmgewaltigen Auftritt hinlegen –, Gewinnspiele und einige Überraschungen, die wir euch dann exklusiv verraten.

  • Du wolltest dieses Jahr BookRix als Kooperationspartner. Wieso? Was erwartest du dir von der Zusammenarbeit?

Vor allem erwarten wir uns von der Zusammenarbeit eine Menge Freude. Als wir euch kennenlernen durften, hat die Chemie einfach gestimmt. Eure Arbeitsweise und das ganze Konzept passen zu uns und unserer Idee, dass das Lesen einfach verbindet. Wenn noch ein paar eurer Leser auf uns aufmerksam werden, wäre das natürlich auch sehr schön. Einige schöne Ideen, die wir gemeinsam für den Leser umsetzen können, entwickeln sich vielleicht zusätzlich – wer weiß, was alles kommen wird.

Interview zum Self-Publishing-Day 2016: „Der Traum vom Self-Publishing“

Viele Autoren möchten ihr Werk selbst verlegen – und dadurch nicht nur völlige inhaltliche Freiheit genießen, sondern auch komplett von ihren Erlösen profitieren. Der Erfolg im Self-Publishing hängt nicht nur davon ab, ein gutes Buch zu schreiben, sondern auch von Marketing- sowie Vertriebsentscheidungen und nicht zuletzt von guter Vernetzung. Fürs Networking wie auch für die Fortbildung bietet der Self-Publishing-Day, der dieses Jahr am 9.4. in München stattfindet, eine gute Plattform. Wir haben den Veranstalter Andreas Hollender befragt, warum selbstverlegende Autoren unbedingt kommen sollten!

BX: Was hat sich in den letzten Jahren rund um den Self-Publishing-Day getan?

Andreas Hollender, (c) privat

Andreas Hollender, (c) privat

AH: Der Self-Publishing-Day ist längst nicht mehr unbekannt in der Buchbranche. Durch ihn sind die Selbstverleger aneinander gerückt, haben sich vernetzt, kooperieren miteinander und tauschen sich rege aus. Für viele Autoren rücken die Wege des Erfolges in greifbare Nähe. Denn der Self-Publishing-Day beweist eines ganz klar und jedes Jahr aufs Neue: Es gibt die unterschiedlichsten und konstruktivsten Wege zum Erfolg. Die Bedürfnisse, die wir aufgriffen, als wir den Self-Publishing-Day gründeten, bestehen nach wie vor. In diesem Jahr findet der Self-Publishing-Day zum dritten Mal statt und es werden, wie in den Vorjahren, großartige Künstler der Literaturszene anwesend sein.

Der Self-Publishing-Day bietet die Möglichkeit, von erfolgreichen Autoren zu lernen, sich an ihnen zu orientieren und ein Miteinander zu schaffen. Fachleute der Buchvermarktungsindustrie halten eine enorme Auswahl an Workshops bereit. Dabei fokussieren sie sich nicht nur auf die Erstellung aussagekräftiger Cover, Klappentexte oder Schreibtechniken, sondern ebenso auf erfolgsgekröntes Buchmarketing, wirksame PR-Strategien und die Bedeutung sozialer Medien.

Wie sieht denn die Gästeliste aus?

Auch in diesem Jahr erwartet der Self-Publishing-Day außergewöhnliche Referenten und Autoren. Sie haben die Möglichkeit, Poppy J. Anderson, Hanni Münzer, Kirsten Wendt, Lutz Kreuzter und viele weitere erfolgreiche Autoren hautnah zu erleben. Erfahren Sie im Workshop von Lutz Kreutzer „Eine Geschichte braucht klare Charaktere“, wie Sie spannende Figuren erschaffen, oder lernen Sie von Bela Bolten, wie Sie einen Plot erstellen. Neobooks, BOD, Twentysix, epubli, Tolino Media, Amazon, nur um einige der Aussteller zu nennen, halten interessante Vorträge für Sie bereit. Obwohl die Themen jedes Jahr variieren, sich den Bedürfnissen der Selbstverleger anpassen, und die dringlichsten Aspekte der Gegenwart aufgreifen, bleibt eines immer gleich: Der Self-Publishing-Day lässt Autoren enger zusammenwachsen. Der Austausch von Informationen, gegenseitige Hilfe, bis hin zu Aufträgen innerhalb der geschlossenen Gruppen, wachsen stetig an.

Wo bekommt man Tickets?

Über unseren eigenen Ticketservice können die Tickets sicher und bequem bestellt werden. Im Ticketpreis enthalten sind: die Teilnahme an den Vorträgen und Workshops. Dazu ist für die Verpflegung mit Kaffee, Tee und Brezeln am Vormittag, mit einem tollen Mittagsbuffet und am Nachmittag mit Kaffee, Tee und Kuchen gesorgt. Frühbucher haben immer den besten Preis. Monatlich steigen die Ticketpreise zum Event an. Der #SPDay16 findet im Novotel München City statt, Tickets bestellen und mehr erfahren können Sie unter: http://self-publishing-day.de

Und noch eine abschließende Frage: Wie sollte man sich auf den SPDay am besten vorbereiten?

Grundsätzlich bedarf es keiner umfassenden Vorbereitung zum SPDay 2016. Sicherlich ist es sinnvoll und nützlich, dass die Teilnehmer sich im Vorfeld überlegen, welches Workshopthema für sie am interessantesten ist. Wo liegt für sie bei den vielfältigen Themen der Fokus. Wo haben sie offene Fragen, in welchen Themen brauchen sie noch Informationen. Gibt es bestimmte Nachfragen an die Aussteller, oder einen Referenten mit dem sie sich gern einmal austauschen möchten. Haben sie gezielte Fragen, die ihnen bei der Veröffentlichung ihrer Werke von Bedeutung sein können.

Mein persönlicher Tipp wäre es: Die Pausen nicht nur allein zum Schlemmen, sondern auch zum Vernetzen und Austausch von Informationen zu nutzen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass gerade in dieser Zeit wertvolle Gespräche entstehen.

Auf unserer der Website zur Veranstaltung bekommen die Teilnehmer einen detaillierten Einblick in Aussteller, Referenten und Workshopthemen.

BX-Interview: Indie Autorin Ewa Aukett stellt sich vor!

Fragen und Gewinnen!

Unser nächstes BX-Interview findet mit einer unserer beliebtesten Autorinnen überhaupt statt: Ewa Aukett. Mit Büchern wie Outback oder Crafael konnte sie bereits zahlreiche Leser begeistern. Jetzt könnt ihr sie exklusiv mit euren Fragen löchern. Unter allen, die eine Frage an Ewa stellen, verlosen wir außerdem drei eBooks der tollen Autorin.

Wie Du Deine Frage stellen kannst

Du hast verschiedene Möglichkeiten, uns Deine Frage an Ewa Aukett zu schicken. Entweder direkt über eine Nachricht an unseren BookRix-Interview Account oder über untenstehendes Formular (Bitte gib hier auch Deine E-Mailadresse an, damit wir Dich im Gewinnfall benachrichtigen können). Oder Du schreibst eine E-Mail mit Deiner Frage an kontakt-de@bookrix.com.

Die Autorin stellt sich vor:

Ich geb’s zu, als das BookRix-Team an mich herantrat und mir den Vorschlag für ein Interview unterbreitete, war ich erst mal ein bisschen geschockt.
Ein Interview? Mit MIR?
Bloß … wer mich ein bisschen kennt, weiß natürlich, dass ich bei nett fragenden Menschen nicht Nein sagen kann 😉 außerdem wäre es gelogen zu behaupten, dass ich mich nicht geschmeichelt fühle.
Ich mein … wooow!!!

Hätte mir vor einem Jahr jemand gesagt, dass meine Geschichten von Menschen gelesen werden, die mich nicht persönlich kennen, hätte ich ihm vermutlich einen Vogel gezeigt.
Es gab Zeiten, in denen meine Manuskripte in der letzten Ecke des Regals vor sich hingammelten, diverse Geschichten ein trostloses Dasein auf meinem Rechner fristeten und ich ihnen keinen Blick mehr gönnte.
Wozu das Herz an Träume hängen, wenn die kalte Realität einem ins Gesicht spuckt?
Aber manchmal kommt es eben anders … und so kam ich nicht nur wieder zum Schreiben, sondern landete auch bei BookRix, wo sich mir ein Bonbon-Glas voller Möglichkeiten eröffnete :-)))

Ich bin kein Mensch, der ein Zimmer betritt und dabei brüllt: „Tadaaaa, ich bin daaa!“
Mich sieht man eher ruhig in einer Ecke sitzen und mein Umfeld beobachten. Wahrscheinlich ist das mit ein Grund, warum ich mit einem Haufen Viehzeug zusammenlebe – außerdem habe ich beim Schreiben mehr Zeit zum Nachdenken, um meine Antwort zu formulieren 😉
Da ich mich seit meiner Kindheit nicht nur lesend durch verschiedene Stilrichtungen von Büchern bewege, blieb es wohl nicht aus, dass ich mich auch bei meinen eigenen Storys irgendwann nicht mehr für einen Typ von Geschichte festlegen konnte oder wollte. Natürlich ist meine Vorliebe für Liebesromane unbestreitbar, letztlich ist es etwas, das wir fast alle schon kennengelernt haben – auch wenn nicht jeder darüber lesen mag.
Hinzu kommt so ein gewisser Hang für Übernatürliches, unerklärliche Phänomene und jede Menge Fabelwesen.
Wer meine Bücherregale betrachtet, und die Unmengen roter und rosafarbener Buchumschläge diverser Liebesromane ignoriert, wird feststellen, dass sich dort King, Koontz und Hohlbein, mit etlichen Anderen ihrer Zunft, eng aneinander kuscheln.

Die Zeit, die mir zum Schreiben bleibt, ist leider knapp bemessen … zwar habe ich keine Kinder, aber dafür in der Regel einen vierzehnstündigen Arbeitstag: halb vier aufstehen, fünf Uhr zur Bahn, um sieben wieder daheim, morgens und abends mit den Hunden raus … na ja, und angesichts meines Alters *räusper*, reichen mir eben keine fünf Stündchen Schlaf, da muss es schon etwas mehr sein, also geht es entsprechend früh in die Federn.
Darum nutze ich einfach jeden Moment, der sich mir bietet, ob mit dem Laptop im Zug oder die Mittagspause – nie ohne Block und Stift.
Das, was in meinem Kopf ist, muss einfach raus 🙂

Hier kannst Du Deine Frage stellen. (Angabe der E-Mailadresse zur Benachrichtigung im Gewinnfall bitte nicht vergessen)

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BookRix-Interview:

Interview mit Indie-Autorin Kooky Rooster

In der aktuellen Ausgabe der BookRix-Interviews wurde diesmal Indie –Autorin Kooky Rooster mit Fragen aus der Community gelöchert. Das Resultat ist wahnsinnig interessant, denn die Gay-Romance Autorin gewährt uns tiefe Einblicke in ihr Schriftsellerdasein und zeigt, dabei Facetten ihrer Persönlichkeit, die wir gar nicht von ihr erwartet hätten.

Aber lest bitte selbst, denn das Interview ist nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch sehr ehrlich.

1. Wie lange schreibst Du schon und wie bist Du auf BookRix gelandet?

Mit acht Jahren beging ich die rebellische Handlung, ein Schulheft zu erstehen, dass ich nicht(!) für den Unterricht zu gebrauchen gedachte. Vierzig Blatt, betörender Duft nach Holz und Chemie, blütenweiße strahlende Seiten, nackt und jungfräulich, nur dazu da, meine Fantasie aufzunehmen. Wenige Tage später hatte ich mein erstes „Buch“ fertig. Es sah aus wie der Kriegsschauplatz eines irren Kryptologen. Buchstaben haben für mich keine Ausrichtung und daher purzelten sie in alle Richtungen und spiegelverkehrt herum – dazu verschmierte mein Handballen die noch feuchte Tinte und Bleistiftzeichnungen.

Bis ich rund zwanzig war, schrieb ich wie der Teufel. Mit naiver Verdorbenheit, manischem Zwang und bloßer Hand. Noch heute habe ich davon einen dicken Knubbel am Mittelfinger. Autor werden war mein großes Ziel – aber meine Eltern bestanden auf einen „Brotberuf“. Dieser raubte meine ganze Energie – weswegen ich in eine rund zwanzig Jahre währende Schreibblockade rutschte. Am Ende stand ein Burnout. Vollbremsung. Fast hätte ich es nicht überlebt. Solche Schläge in die Kniekehlen des Lebens bringen einen aber manchmal wieder auf den eigentlichen Pfad zurück.

Im Oktober 2012 suchte ich im Internet nach homoerotischen Texten und landete auf BookRix. Da man sich für die richtig prickelnden Sachen anmelden musste, tat ich das – eher widerwillig. Im Dezember – rund sechs Wochen später – stellte ich meine erste Geschichte online (Arrangement). Es gab einfach keinen Grund mehr, es nicht zu tun, im Gegenteil, BookRix entsprach genau der Plattform, nach der ich immer suchte, ohne zu wissen, dass ich sie suche.

2. Lässt Du Deine Bücher Korrekturlesen? Hattest Du schon einmal Hilfe aus der Community dabei?

Ehe ich meine Texte jemand anderen lesen lasse, ackere ich sie mindestens drei Mal durch – dabei formatiere ich sie bei jedem Durchgang anders – da ich sonst die Fehler nicht sehe. Danach lade ich sie auf BookRix hoch, aber ehe ich sie für alle zugänglich mache, lese ich sie noch zwei weitere Male im online-Format. Im privaten Umfeld habe ich keine Beta-Leser, aber ich fand mit Sissi (Kaipurgay) eine Freundin auf BookRix, die bisher alle meine Bücher korrigiert hat. Tausend Dank dafür an dieser Stelle.

Vor allem aufgrund meiner Lese-Rechtschreibschwäche habe ich höchstes Interesse daran, mich zu verbessern und diesen Makel den Leser nicht spüren zu lassen – auch den Korrekturleser nicht. Mittlerweile käme glaube ich keiner mehr auf die Idee, dass ich Legastheniker sein könnte. Ich lerne ständig, gehe nie davon aus, dass ein Text „fertig“ ist – allerdings habe ich auch begriffen, dass man irgendwann loslassen muss. Ich habe mal gelesen, dass man sich alle 100.000 Wörter spürbar verbessert. Bei längeren Texten müsste man also am Ende eines Romans wieder von vorne beginnen, da einem das Werk zwangsläufig schlecht erscheint. Damit würde man nie fertig – da man am Ende der zweiten Fassung wieder deutlich besser wäre und auch nach der dritten … Ein Eldorado für Neurosen. Texte in die Welt zu entlassen, obwohl ich an ihnen noch zweihundert Jahre herumfeilen könnte, ist eine Herausforderung, die für mich als Burnoutler geradezu therapeutische Dimensionen annimmt.

3. Würdest Du sagen, dass Du auch im echten Leben ein eher witziger Mensch bist, der gerne mal einen sarkastischen Spruch ablässt? Oder würdest Du Dich eher als stille Beobachterin bezeichnen.

Das eine schließt das andere nicht aus – im Gegenteil. Ich bin der Typ, der den ganzen Abend schweigend beobachtet und nur einen einzigen Satz sagt, aber der sitzt! Mehr gibt es meist auch nicht zu sagen. Alle hundert Jahre erwacht für ein paar Stunden der Kabarettist in mir und dann liefere ich eine Vorstellung ab, bis die Leute mit Bauchschmerzen vor Lachen am Boden liegen. Eine klassische One-Man-Show. Wäre ich nicht so ein Schisshase, was Kontakt mit anderen Menschen betrifft, wäre Kabarettist tatsächlich ein Berufswunsch von mir. Auf der Bühne stehen, das groteske Verhalten der Gesellschaft karikieren und die Leute über die Ohrfeigen lachen lassen, die ich an sie austeile – ein feuchter Traum.

Ich hasse Menschen, aber ich finde sie ulkig. Wenn man sich auf Youtube ansieht, auf welch bescheuerte Ideen sie kommen, deren Ausführung filmen, hochladen und dann finden sich auch noch Millionen Zuschauer, die sich das ansehen … Wenn man sich mal zu Gemüte führt, wie sie technische Errungenschaften nutzen … man müsste sie glatt verachten dafür – aber diese hilflose Art macht sie auch so drollig …

4. Alle Deine Bücher haben richtig tolle Cover in CGI Optik. Hast Du Dir selbst beigebracht, diese zu gestalten?

Es ist nicht nur CGI-‚Optik‘, sondern tatsächlich in 3D-Programmen erstelltes Bildmaterial. Ich bin durch und durch Autodidakt. Auch im Job brachte ich mir alles durch „learning by doing“ bei. Da ich die Schule bis aufs Blut gehasst habe, verweigere ich seitdem alles, was auch nur im entferntesten Frontalunterricht ähnelt.

Wir leben in einer wunderbaren Zeit: Alles Wissen ist nur einen Mausklick entfernt und es gibt unzählige Open-Source-Programme, die jeder User auf dem Heimrechner nutzen kann. Der einzige Schranke ist der eigene Lernwille. Berührungsängste, mir Neues beizubringen, habe ich nicht. Begeistert mich etwas, eigne ich mir innerhalb kürzester Zeit das nötige Wissen an. Ob Fertigkeiten oder Inhalte ist egal. Lernen ist ein Orgasmus im Kopf und es gibt kaum etwas Geileres, als dieses Kribbeln des Flows zu spüren, wenn man erschafft oder sich neues Wissen und Fertigkeiten erschließt. Ja, es ist besser als Sex.

Ich werde oft gefragt, in welchen Kursen man dieses oder jenes lernen kann – meine Antwort ist stets die gleiche: Such dir ein Ziel und verfolge es. Sag nicht: „Ich lerne jetzt ein Grafikprogramm“, sondern nimm dir vor, ein Cover zu gestalten. Alles, was du dazu brauchst, lernst du auf dem Weg dahin. Recherchiere nach passenden Programmen, setze dich damit auseinander, beschäftige dich mit Designfragen, Tipps, Regeln … Untersuche die richtig geilen Sujets darauf, was sie so besonders macht und achte bewusst darauf, was dich an miesen Layouts stört. Hab Ansprüche. Nie war es so einfach für einen ambitionierten Laien, sich Fertigkeiten anzulernen. Das Wissen ist so nah, so greifbar – näher geht es nicht (außer, man lässt sich Chips implantieren). Es gibt tausende Foren, Blogs, Tutorials, Handbücher … ohne einen Cent auszugeben, kriegt man die halbe Welt ins Wohnzimmer. Zudem bin ich ein Fan der „trial-and-error“-Philosophie, da lernt man alternative Herangehensweisen, trainiert Kreativität und kann in die Tiefe der gewünschten Materie vordringen.

5. Wie reagieren Bekannte/Freunde darauf, wenn sie Deine Geschichten lesen?

Sie tun es nicht. Ich bin umgeben von eingefleischten Nichtlesern. Zudem haben die Leute mit dem Genre Berührungsängste. „Verdacht auf Mord“ haben immerhin einige gelesen und fanden es gut … Über „Corona“ traute sich auch einer und war überrascht, dass das schwule Thema gar nicht so ekelig ist.

Aber ich erlebe auch Überraschungen. Unlängst hat mir eine Freundin gestanden, dass sie bei der Gratis-Aktion von „Reingekracht“ zugegriffen hat, und es „sehr anregend und witzig“ fand. Sie möchte mehr von mir lesen.

In der Regel glotzen mich die Leute komisch an und manchmal lachen sie mich sogar aus, wenn ich erzähle, was ich schreibe. Ich hab kein Problem damit – ich verdiene Geld mit dem was ich liebend gern tu – sie nicht.

6. Wie kommst Du auf Deine abgefahrenen Ideen? „FUCK“ und „Die Wiederkehrer“ sind ja an Originalität kaum zu übertreffen …

Lach. Wenn ihr das schon für abgefahren und originell hält, dann solltet ihr mal ein verlängertes Wochenende in meinem Gehirn verbringen. Danach braucht ihr Traumatherapie und Reha. Da schlummert abgedrehter Scheiß, der sich mit Gay-Romance als Genre nicht mehr verträgt. Daher ringe ich auch mit der Idee, unter einem anderen Pseudonym mal so richtig aufzudrehen, um Fantasie und Zynismus von der Leine zu lassen. Zwar werden auch da schwule Handlungsstränge auftauchen – aber nicht in Form von Liebesromanzen. In meiner Schwurbel-Essay-Sammlung „Kopfgas“ habe ich einige Träume festgehalten, DAS geht in meinem Hirn vor, dagegen sind „FUCK“ und Die Wiederkehrer“ zwar lustig aber unspektakulär.

7. Wo schreibst Du am liebsten?

Am „liebsten“ ist der falsche Ausdruck – mehr oder weniger werde ich an den Schreibtisch „gezwungen“ weil da nun mal der Rechner steht. Allerdings habe ich auch ein winziges Netbook, das ich mir angeschafft habe, als ich die Idee hatte, nach Neuseeland auszuwandern, um die ganzen Idioten hier nicht mehr sehen zu müssen. Mit dem schreibe ich gelegentlich auf dem Küchenfußboden oder im Bett.

Am liebsten hätte ich eine Holzhütte in den Bergen – rund 200 Kilometer von allen Menschen entfernt – mit Ausblick über Berge und Wiesen und einer gruseligen Ruine. Dahinter äsen und jagen sich ein paar Dinsosaurier, tobt eine französische, mittelalterliche Revolution (hängt die Adeligen!) und ich führe regen Schriftverkehr mit Douglas Adams. Das wäre eine adäquate Schreibumgebung.

8. Welche Art von Büchern liest Du besonders gerne?

Ich habe das mal zusammengefasst unter: Bücher, in denen der Vater stirbt und der Protagonist ein Autor ist.

Idealerweise ist letzterer an einen unzuverlässigen, wahnsinnigen Bruder oder besten Freund gefesselt, der nur Scheiße im Kopf hat und an dem ausgeprägte Neurosen noch das Gesündeste sind. Das ideale Buch seziert auf bitterböse und humoristische Art nebenbei die Gestörtheit unserer Gesellschaft, während es sich um die banalen Sorgen und Nöte kleingeistiger Schreiberlinge und ihrer Familien dreht. Wichtiger, als ein atemberaubender Plot, ist für mich ein Schreibstil, bei dem jeder Satz extrapoliert. Mit gut gemachtem Humor oder perfekt inszenierter Bösartigkeit, hat man mich schnell.

Mit Fantasy und Vampiren kann man mich in die Flucht schlagen – trotzdem mag ich Terry  Pratchett oder die Beißerchen-Geschichten von Christopher Moore. Ich mag keine Krimis, liebe aber die Brenner-Romane von Wolf Haas oder die Bücher von Heinrich Steinfest. „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel, aber auch „Schlafes Bruder“ von Robert Schneider sind Bücher, die mich bis ins Mark berühren und inspirieren. Interessanterweise lese ich eher selten schwule Romane – was daran liegt, dass man die im Buchhandel so gut wie nicht kriegt. Seit BookRix ist mein Konsum solcher Geschichten allerdings exorbitant gestiegen. Das ändere ich im Moment notgedrungen wieder.

9. Jemand bietet Dir tausend Euro dafür, dass Du eine schnulzige Hetero-Romanze schreibst. Würdest Du es tun?

Für tausend Euro würde ich auch keine Gay-Romance schreiben. Geld ist für mich kein Motivationsfaktor – besser wäre, mich für das Thema zu begeistern. Entzünde den Funken für eine Sache in mir und ich bin mit Feuereifer dabei. Mir ein paar Scheine hinschmeißen … nope, das inspiriert mich nicht. Während ich schreibe, brenne ich für ein Thema – da muss in mir etwas zum Klingen gebracht werden.

Die tausend Euro könnt ihr mir für ein fertiges Werk geben – wenn es euch zusagt (Kontonummer per Mail). In meinem Text-Archiv hab ich alles Mögliche, auch kitschtriefende Hetero-Schnulzen (blasse Jungfrau unter Heiratszwang wird von geschändetem Helden gerettet), Vampire (obwohl ich diese hasse) und anderes schrecklich klischeehaftes Zeug, das man auf Mutters Klo vorfindet. Ich verschließe mich keinem Genre und folge dem Lustprinzip.

10. Welches Deiner Bücher würdest Du gerne verfilmt sehen und wer bekäme die Hauptrollen?

In der Hollywood-Verfilmung von „Die Wiederkehrer“ spielt Paul Rudd den verzweifelten Neo-Schwulen Niko und der fünfundzwanzig Jahre jüngere Daniel Day Lewis den gefallenen Wiederkehrer Bernd.

Käme ich allerdings in die Verlegenheit, eins meiner Bücher tatsächlich zu verfilmen, würde ich von vorn bis hinten Laienschauspieler einstellen und das Ganze sehr erdig inszenieren. Die Drehbücher würden deutlich abstruser und die Dialoge mit gründlich schwarzen Humor gewürzt. Alles wäre verstörend nah, zynisch bis in die Zehenspitzen und kompromisslos bis zum Porno. Ein Nischenprodukt, das total floppt, Kritiker vernichten und mit dem achtundneunzig Prozent der Leute nichts anfangen kann – der Rest bestünde aus fanatischen Fans die Scheunen anzünden. Den Produzenten schenke ich für ihre Mühe eine Wurstsemmel.

11.Wenn Du drei Wünsche freihättest, wie würdest Du sie nutzen?

Mit dieser Frage hat man mich schon in der Volksschule geködert, in der Absicht, den altruistischen Weltrettungsfanatiker in mir zu wecken. Nach einer kurzen antisozialen Phase, die jeder Teenie durchläuft (Schokolade ohne Kalorien, Peter Steele als Liebhaber und eine Coca-Cola-Leitung ins eigene Zimmer) machte ich eine Phase der Lebensweisheit durch (Frieden auf Erden, Bio-Fair-Trade-Geld und Intelligenz für alle), die ich bald wieder überwunden hatte. Wenn ich mir wirklich alles wünschen kann, also jeden Scheiß, dann nutze ich das auch voll aus:

1. Jeder Mensch soll auf der Schulter einen fest verwachsenen Schlaubi-Schlumpf tragen, der ihm unablässig altkluge Ratschläge ins Ohr quatscht und der nachwächst, wenn man ihn (was früher oder später passieren wird) amputiert.

2. Der Verdauungstrakt der Menschen soll ab sofort auch Elektroschrott verarbeiten können. Ich will hören, wie die Eltern ihren in Facebook kampflikenden Teenies nachrufen: „Mit dem Essen wird nicht gespielt!“ Außerdem erfreut mich der Anblick angeknabberter LCD-Bildschirme in Versicherungsanstalten. Oh, Gott, meine Fantasie sprudelt!

3. Terry Gilliam hat zusammen mit Douglas Adams eine acht Stunden Fassung von „Per Anhalter durch die Galaxis“ verfilmt. Die aktuell bestehende Filmversion hat es nie gegeben.

12. Würdest Du sagen, das Schreiben Deiner Bücher ist für Dich in gewisser Art und Weise eine Realitätsflucht?

Klar. Jede Form von Fantasie ist Realitätsflucht. Ich kenne keinen schaffenden Menschen, der glücklich ist. Ein gewisses Kontingent an Leid ist notwendig, um einen Grund zu haben, sich innere Welten zu erschließen und sie mit aufwändiger Intensität in Werke umzusetzen. Wozu sollte ein glücklicher Mensch mit so viel Leidenschaft und Aufwand in die Fantasie flüchten? Jede Kunst, wie auch Schreiben, ist Sublimation.

Im Akt des Schaffens bin ich in einer anderen Welt, bin mein Protagonist. Aus diesem Grund ist Ablenkung auch zermürbend, regelrecht vernichtend. Im Flow hat die Realität nichts zu suchen. Ist mir der Akt des Schreibens zu bewusst, funktioniert es nicht mehr und ich lasse es bleiben. In meinem direkten Umfeld verursacht Schreiben daher immer wieder Konflikte.

13. Deine Art zu schreiben ist ungewöhnlich, manches Mal verwirrend und aufklärend zugleich. Wie viel von Deinem Schreibstil, steckt in Deiner wirklichen Person?

Viel. Mehr als man denken möchte. Schreiben, überhaupt kreatives Schaffen, ist der Ausdruck von Gefühlen. Die Bausteine für den Aufbau einer Geschichte bestehen aus der Realität, der Plot ist Fiktion. Die Protagonisten jage ich mitunter durch die Hölle meiner Traumata – wobei ihr Schicksal mit Zuckerguss versüßt ist. Mehr oder weniger breche ich die Geschichten ab, ehe sie wirklich zu Ende sind. Das Happy-End ist der Moment vor dem Bad-End.

Im Gegensatz zur Realität versuche ich, in meinen Büchern, Fachausdrücke nicht Überhand nehmen zu lassen, aber ich denke, ein Wort pro Geschichte kann ich dem Leser in Zeiten von Wikipedia und „Rund-um-die-Uhr“-Internetzugang zumuten. Ein Problem für mich ist auch, nicht immer zu wissen, welche Begriffe nicht für jeden geläufig sind. Vor allem typisch österreichische Ausdrücke sind hier ein großes Thema. Ich bin immer wieder überrascht, was es in Deutschland alles nicht gibt und zugleich widerstreben mir viele germanische Ausdrücke. Mitunter tüftle ich lange herum, die passenden Worte zu finden, um Länderübergreifend „melodisch“ zu bleiben. Ich lösche einen Satz lieber völlig aus dem Text, als einen grausigen Kompromiss einzugehen.

Ein für mich frustrierend aber typisches Erlebnis ist, dass jemand durch mich hindurchschaut, mit großen Augen nickt, „ja, ja“, murmelt und dann eine Frage stellt, die mir klar macht, dass die Person überhauptnicht weiß, wovon zur Hölle ich gerade rede. Unter anderem aus diesem Grund habe ich mir das Sprechen in Metaphern und Bildern angewöhnt – ein gutes Training fürs Schreiben.

Aktuell führe ich ein selbstgewähltes Einsiedlerdasein. Immerhin konnte ich einige Menschen um mich scharen, die zu mir passen. Uns drei erkennt man an den Hüten aus Alufolie.