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Wir verlosen „Infinitas -Krieger des Glaubens“

Romantic Fantasy mit Fortsetzung.

Schon als Kind waren die Bücher für Andrea Wölk das Größte.  Märchen, Krimis, Mythen … Heute setzt die erfolgreiche Autorin ihre Faszination für alles Unheimliche und Geheimnissvolle in ihren Romantic-Fantasy-Romanen um.
Ihr neues Werk „Infinitas“ ist während ihres letzten Sommerurlaubs in nur drei Wochen entstanden und erscheint im Juni 2011 im Oldigor Verlag.
Wer eine sinnliche Liebesgeschichte erwartet, wird bei „Infinitas“ voll auf seine Kosten kommen. Andrea beschränkt sich in ihrem Roman jedoch nicht auf eine simple Lovestory, sie überzeugt mit gründlich recherchierten Charakteren, die zum größten Teil historischen Hintergrund aufweisen.
Und das Schönste: man findet die liebgewonnenen Figuren in den nächsten Bänden der Reihe wieder.
Wir verlosen fünf  signierte Exemplare der Neuerscheinung auf BookRix. Mehr Infos findet ihr wie gewohnt in der Gruppe „Gewinnspiele“:

Teilnahmeschluss: 15.06.2011
Lasst Euch diesen fantastischen Schmöker nicht entgehen!

„Fußball??? – Nee, danke!“

Rezension zu einer Geschichte von Jürgen Frühling.

Nachdem wir uns schon ausgiebig dem Erwachen der Natur erfreuen durften, kommt auch beim Rezensieren ein Autor namens „Frühling“ nicht ungelegen, vor allem dann nicht, wenn er solche Texte verfasst wie das nun vorgestellte „Fußball ??? – Nee, danke !“.
Das humoristische Werk beschreibt die Regularien und alle weiteren Eigenheiten der (angeblich) schönsten Nebensache der Welt für Außenstehende, die sich noch nicht mit der Materie beschäftigt haben. So werden die Besonderheiten des nötigen Platzes und der für ein Fußballspiel erforderlichen Utensilien genauestens erläutert, sodass keine Fragen offen bleiben. Bereits mit dem Stoff Vertraute sollten den Text dennoch ebenso aufmerksam studieren, denn man gewinnt dadurch neue und erstaunliche Erkenntnisse. Ich persönlich wusste zum Beispiel auch nicht, warum der Anspielkreis eigentlich so heißt. Jetzt weiß ich es.
Der Text sorgt für viel Erheiterung und gefällt. Dann und wann wirkt er etwas konfus, da in zu kurzen Abständen von einem zum nächsten Teilaspekt gesprungen wird. Insgesamt wirkt er allerdings erfrischend originell und stellt eine gelungene Satire dar.

Am Ende blieb das Licht

Rezension zu „Und plötzlich wurde es hell“ von Ursula Steinbach.

Ursula Steinbach veröffentlicht auf BookRix schon seit einiger Zeit ihre Texte. Unter diesen befindet sich auch das Märchen „Und plötzlich wurde es hell“, das ich Euch heute vorstellen möchte. Es ist eine Geschichte, die in Afghanistan spielt. Die Fremde, die sich Sharifa nennt, lebt schon seit einer Weile in diesem Land, die Sprache ist ihr jedoch noch nicht vollständig geläufig und von den Einheimischen wird sie bisweilen recht misstrauisch betrachtet. Sharifa macht nun eine sonderbare Bekanntschaft, die ihr neuen Auftrieb für ihr Leben gibt.

Der Text schildert zunächst den Alltag der Protagonistin. Wir erfahren, wie sie lebt, wo sie arbeitet und worauf sie achten muss, um nicht anzuecken. Auch wird die kulturelle Entwicklung der Hauptstadt Kabul seit der Entmachtung der Taliban kurz angerissen. Was also zunächst wie ein modernes Abenteuer wirkt, wandelt sich dann urplötzlich zu einer märchenhaften Schilderung des Auftauchens eines Unbekannten, der offenbar in der Lage ist, sich auch nonverbal mit Sharifa auszutauschen. Das Zwiegespräch der beiden berichtet vom kosmischen Zusammenhang von Vergangenheit und Gegenwart mit der Zukunft und hat spirituelle Züge. Am Ende bleibt Sharifa aber etwas, das sie sehr dringend benötigt, mehr Licht in ihrem Leben.

Ursula Steinbach beschreibt die Geschehnisse sehr ausführlich und mit angenehmer Wortwahl. Wiederholungen sind selten und generell gibt der Text kaum Anlass zu Kritik. Einige Fragen bleiben am Ende zwar offen, aber darin ruht wohl das Geheimnis hinter diesem Märchen, das Weben der Zukunft, das geschieht, während man die Zeilen aufmerksam liest.

Die Geschichte kann empfohlen werden.

Fastfood Bücher

Etwas für den literarischen Heißhunger.

Ein neuer Trend macht sich in der Buchbranche breit: Instant eBooks, die den flüchtigen Konsumwunsch des Augenblicks in aller Schnelligkeit stillen sollen.  Die Aufmerksamkeitsphasen in der Medienwelt werden immer kürzer, die Titel müssen so schnell wie möglich auf den Markt geworfen werden (Solange das Thema noch brennt & den Konsumenten ein paar Scheinchen entlocken kann).

Ebook ist dafür wie geschaffen, um den neugeborenen Markt des Moments zu bedienen: die langen Publikationswege der Printmedien fallen ja weg.

Diese Entwicklung stellt die Buchbranche auf jeden Fall vor neue Herausforderungen:  Texte müssen noch aktueller geschrieben werden, wenn auch qualitativ Abstriche gemacht werden müssen. Qualität steht ohnehin bei Fastfood-Books nicht im Vordergrund, sondern die Schnelligkeit. Das größte Meisterwerk nützt nichts, wenn es den entscheidenden Moment verpasst hat und das Thema seine fifteen-minutes-of-fame schon hinter sich hat.

Random House hat grade das erste Instant ebook herausgebracht: eine Essay-Sammlung über den Tod von Osama Bin Laden und Konsequenzen, die es für die Welt haben kann. Angeblich enthält das “Beyond Bin Laden”  keine vorbereiteten Texte und wurde frisch „on demand“ geschrieben.

Üähh, wie lautet die Frage nochmal…

Rezension zu „Die 1.000.000 Euro Fata Morgana“.

Noch gar nicht lange auf BookRix angemeldet ist der Autor Sönke Kröger, der sich hier „auttaja“ nennt. Seine literarischen Werke haben es aber in sich und sind einen näheren Blick wert. Ich habe mich dabei zunächst mit der satirischen Kurzgeschichte „Die 1.000.000 Euro Fata Morgana“ befaßt.

Sönke Kröger greift darin das Thema Quizshows auf. Wir erleben die spannenden Augenblicke, in welchen ein Kandidat die allerletzte, die 1.000.000-Euro-Frage beantworten möchte. Allerdings stellen sich in der kurzen Zeitspanne zwischen dem Verkünden der Frage und ihrer Auflösung urplötzlich gewisse Komplikationen ein, wodurch uns die Qualen des Millionärs in spe bewußt werden. Er hat nämlich nicht nur mit seinem mehr oder weniger vorhandenen Wissen zu kämpfen, sondern auch mit dem Moderator und vor allem mit einem gleißenden Scheinwerfer, der ihm den Schweiß auf die Stirn treibt.

Sönke Kröger verfügt über einen sehr guten sprachlichen Ausdruck. Auch seine kreativen Einfälle bei der Schilderung des Szenarios wirken unverbraucht und originell. Zwar hätte das satirische Potential, welches die Situation des Kandidaten bietet, stellenweise noch effektiver umgesetzt werden können, aber alles in allem weiß der Text zu überzeugen. Und die eigentliche Krönung folgt ganz am Schluß, wenn wir endlich erfahren, wie die Frage denn nun lautet.

Liebe in Zeiten von Krieg

Rezension zu „Winteräpfel“ von Miss Glück.

Miss Glück“ nennt sich eine Autorin auf BookRix. Das Pseudonym läßt ja tief blicken, aber eines kann ich feststellen: Ihr Text „Winteräpfel“ ist mit Sicherheit nicht „mißglückt“.
Die Autorin beschreibt in sehr direkter und präziser Wortwahl die Eindrücke und Gedanken eines verwundeten Soldaten, der in einem Lazarett behandelt wird. Er hat große Schmerzen und kann nichts sehen. Deshalb nimmt er seine Umgebung umso deutlicher mit Ohren und Nase wahr. Eine der Schwestern hat es ihm besonders angetan. Sie kommt ihm vor, als „wäre sie die erste Stimme auf Erden, die er hören darf; und die schönste.“ Er findet Trost durch ihre bloße Anwesenheit, und ihr Duft, den er mit „Äpfeln, Sommer und Sonne“ assoziiert, läßt ihn fortwährend auf sie warten und von einem Rendezvous träumen, auch wenn er ahnt, daß ein solches aufgrund seiner schweren Verletzungen wohl nicht mehr stattfinden wird.
Der Text stimmt sehr traurig, da die Autorin uns die Handlung aus der eingeschränkten Perspektive des Protagonisten erleben läßt. Die Schilderungen sind teilweise recht bedrückend, aber dennoch entsteht unweigerlich auch eine romantische, ja liebliche Stimmung, wenn er sich ausmalt, wie das Rendezvous mit ihr verlaufen würde.
Diese sonderbare Gefühlsmischung regt zu tiefen Gedanken über Kriege und ihre grausamen Konsequenzen für das betroffene Individuum an, erschüttert aber auch in der Art und Weise, wie wir die stille Hoffnung des Verwundeten wahrnehmen können. Der Schluß der Geschichte erzielt ebenfalls seine Wirkung.
Ich möchte diesen Text allen anempfehlen, die sich nicht scheuen, schwierige Themen literarisch (und philosophisch) zu konsumieren.

Rezension zu „Du sollst wissen“ von Gisela Mach

Vorahnungen.

In ihrem Werk „Du sollst wissen“ beschreibt die Gisela Mach, die sich auf BookRix die „besucherin“ nennt, wie eine Vorahnung der Ich-Erzählerin endlich zur handfesten Realität wird, einer Realität, die ihr ganzes Leben völlig verändern wird.

Die Autorin schildert nacheinander einige Szenen aus dem Leben der Protagonistin, die für das Entstehen und die Entwicklung der Vorahnung relevant sind. Ausgehend von der Gegenwart, in welcher sie sich gerade eben erfüllt hat, erleben wir in Rückblenden das erstmalige Aufflammen der Phantasie bis hin zur Vollendung des Handlungsbogens, d.h. derjenigen Augenblicke kurz vor der Erfüllung. Dabei lassen weder die erzeugte Spannung noch der eindrucksvoll wohlklingende Ausdruck in irgendeiner Form zu wünschen übrig. Gisela Mach nutzt das Medium Sprache auf eine ästhetische und zugleich zielbewusste Art, die das lesende Publikum an ihren Text bindet.

Besonders verblüffend fällt dann die Beschreibung der Verwundung der Protagonistin aus. Die hier dargestellten Eindrücke des Ausblendens der äußeren Welt sind frei von jeglichem Klischee.

Gelegentlich, vor allem am Anfang, empfinde ich die Trennung von Gegenwart und Rückblende nicht völlig sauber. Das wäre vielleicht durch das Beschränken des Präsens einzig auf die Schilderung der Hier und Jetzt optimierbar. Jedoch hat der gesamtheitliche Einsatz des Präsens’ durchaus auch seinen Reiz.

Zusammenfassend bleibt also zu sagen, dass „Du sollst wissen“ ein weiterer geborgener Schatz ist, der näheres Hinschauen verdient.

„15 Minuten“ von Martina Osterndorff

Wenn die Seifenblase zerplatzt!

Die Autorin Martina Osterndorff nennt sich auf BookRix „inselkind“. Ihre Kurzgeschichte „15 Minuten“ stellt eine äußerst interessante Betrachtung des Vergehens einer Illusion dar. Die Protagonistin, in der Form einer Ich-Erzählerin auftretend, beschreibt ihre Wahrnehmungen und Empfindungen kurz nach dem Ende einer Partnerschaft. Sie vergleicht die Illusion der gemeinsamen Zukunft mit einer riesigen Seifenblase, die im Verlauf des Textes tatsächlich zerplatzt, als sie erkennt, daß er ihr allmählich fremd wird.
Die Metapher der Seifenblase ist zwar nicht unbedingt einzigartig, aber die Art, wie die Autorin mit ihr umgeht, beweist wahrhaftes Verständnis für das Medium Sprache. So tastet die Protagonistin etwa an der Wand der Blase, und als diese sich auflöst, platzt sie in ihre Augen, wobei sie Regenbogenschlieren auf ihrer Netzhaut hinterläßt. Der Vorgang der Auflösung wird gekonnt mit einem aufkommenden Wolkenbruch zu einem real wahrnehmbaren Ereignis verwoben, das die Überbleibsel der Blase in den Gullis verschwinden läßt..
Doch die Seifenblase ist nicht die einzige Metapher der Geschichte. Die Autorin versteht es, ihre Bilder in einer verblüffend greifbaren und außergewöhnlich vielseitigen Weise aufzufächern und bis in jede noch so tiefe Ebene zu durchleuchten. Hier zeigt sich anschaulich, auf welch hohem Niveau menschliche Sprache Gedanken in Worte fassen kann.
Man sollte also die 15 Minuten, die man zum Lesen benötigen wird, unbedingt in diesen Text investieren, denn ein seltener Genuß ist gewiß.

„Die Braut“ von Helena Scheiermann

„Erlösung, dachte er.“

Die Autorin Helena Scheiermann schreibt als seerose auf BookRix und bietet uns eine düstere und mysteriöse Kurzgeschichte dar. Wir erhalten einen kurzen Einblick in das Leben eines namenlosen Protagonisten, dessen Alltag durch bestimmte Umstände erschwert wird. In seinem Kopf toben sich fremde Stimmen aus, die er mit diversen Medikamenten zum Schweigen bringen muß, um nicht in ihnen unterzugehen. Eine dieser Stimmen, die ihm auch als Person im Traum begegnet, hat aber eine besondere Bedeutung, die er nicht vollständig ergründen kann.

Eines Nachts geschieht es, daß er eben dieser Stimme in der Realität begegnet. Sie befindet sich an einem für ihn markanten Ort, am Geländer einer Brücke, von der er bereits hatte in den erlösenden Tod springen wollen. Die Stimme trägt ein wallendes Brautkleid, und er beschließt, sie vor einem möglichen Suizid zu bewahren.

Der Schreibstil der Autorin ist durchaus gut. Stellenweise könnte die Wortwahl etwas differenzierter sein, und die Handlung hätte auch ausführlicher geschildert werden können. Doch was mich beim Lesen hier wirklich beeindruckt hat, sind zum einen das unerwartete Ende und zum anderen die Symbolsprache, mit der Helena Scheiermann so subtil und tiefsinnig die innere Zerrissenheit des Protagonisten darstellt. Die erschreckend nahe gehende Wirkung dieser bildhaften Ausdrucksform entfaltet sich allerdings erst, wenn man den Text eine Weile lang in sich arbeiten läßt.

„Die Braut“ von Helena Scheiermann ist auf jeden Fall einen Blick wert.

Anmutige Poesie von Jean Philou

Impressionen um eine Blume!

Der Autor Jean Philou veröffentlicht auf BookRix seine Lyrikwerke. Dabei beschäftigt er sich mit verschiedenen Themen und beweist so Vielseitigkeit. Herausragend erscheint seine Trilogie zur Königin der Blumen, der Rose. Die drei Gedichte verfügen über einen starken, detailreichen Ausdruck, das Versmaß wird fast durchgehend eingehalten, und der Reim wirkt leichtfüßig und einfallsreich. Das Majestätische, Anmutige, das die Rose verkörpert, wird hier in perfektionierter sprachlicher Form dargeboten, ohne auch nur im Ansatz irgendein ausgetretenes Klischee zu bedienen. Jedes der Gedichte beschreibt das Dasein der Rose zu einer anderen Tageszeit, wobei jeweils auch die Formatierung der Strophen variiert, was man als Verdeutlichung der verstreichenden Zeit interpretieren kann, wenn man möchte.

Ebenfalls aus Jean Philous Feder ist das Gedicht „Carpe Diem“, das den sinnvollen Umgang mit der begrenzten Lebenszeit aus verschiedenen Perspektiven hinterfragt. Dieser Text ist nicht ganz so gut gelungen wie die Rosen-Trilogie, was am wesentlich engeren Reimschema liegen dürfte. Zwar stößt man immer wieder auf innovative Reimwortpaare – auch wenn es die Form „vergleichte“ meiner Ansicht nach nicht gibt -, aber insgesamt nimmt der Reimzwang dem Ganzen etwas Gestaltungsmöglichkeit beim Ausdruck. Trotzdem sind die unterschiedlichen Blickwinkel gut ausformuliert und regen zum Nachdenken über das eigene Leben an.

Die Gedichte von Jean Philou sind auf alle Fälle einen Blick wert!