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Wie finde ich Testleser und Rezensenten?

Es ist ein offenes Geheimnis: Rezensionen und Bewertungen sind das Salz in der Suppe des Selfpublishing. Und umgekehrt wird es auch für gute Bücher schwer, sich in den Shops durchzusetzen, wenn potenzielle Leser keinerlei Meinungen vorfinden. Daher haben wir uns gefragt: Wie findet man eigentlich Leser, die ein neues oder altes Buch rezensieren?

Was ist der Unterschied zwischen Testlesern und Rezensenten?

Ganz grob kann man unterscheiden, ob es einem eher um das Feedback zum Text (Testleser) oder um die Außenwirkung (Rezensionen auf Blogs oder in den großen eBook-Shops) geht. Im Idealfall konvertiert ihr natürlich die Testleser direkt zu Rezensenten, die den neuen Roman zum Verkaufsstart mit ein paar Besprechungen ausstatten. Meistens will man aber mehr Rezensionen als Manuskript-Feedbacks erhalten.
Was brauche ich und was erwarten meine “aktiven Leser”?
Egal welches Ziel ihr verfolgt, es müssen ein paar Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Eine Buch-Datei. Bei Rezensionsexemplaren sollte das schon das fertige eBook sein (zumal auch das Cover bei der Bewertung eine Rolle spielen kann). Bei Testlesern geht es vielleicht auch kapitelweise – je nach deren Präferenzen
  • Kommunikation. Leser, die etwas für den Autor tun sollen, erwarten natürlich, näher am Geschehen zu sein, mehr “Werkstattberichte” und Insights zu bekommen. Außerdem solltet ihr ihre Bedürfnisse noch ernster nehmen, als ihr das bei euren Lesern (hoffentlich) ohnehin tut
  • Goodies. Das ist kein Must-, aber doch ein Nice-to-Have: Vielleicht ergibt sich ja auf einer Messe oder Convention die Gelegenheit, den fleißigen Testlesern ein paar Lesezeichen oder Printausgaben zukommen zu lassen?
  • Eine Liste: Um nachbvollziehen zu können, ob die Leser auch wirklich rezensieren, wie ihr sie erreicht und ob sie lieber euren nächsten Romance- oder Fantasy-Roman erhalten sollen, bietet sich eine Liste mit Namen, Mailadresse, Genre-Präferenzen, gewünschtem Format (DOC? EPUB? MOBI?) und Links zu alten Rezensionen an
  • Die Leser an sich. Und weil das alles natürlich nur fruchtet, wenn man ein paar (am besten reichweitenstarke) Testleser und Rezensenten hat, schließt sich direkt die Frage an:

Wo finde ich Testleser und Rezensenten?

Die folgende Liste ist natürlich nicht abschließend und versteht sich eher als Anregung. Außerdem sind wir sehr gespannt, welche weiteren Tipps und Quellen ihr habt – schreibt uns gerne auf Facebook, wo ihr erfolgreich auf Rezensentenjagd geht!

  • Social Media: Wenn ihr erfolgreich twittert oder auf Facebook aktiv seid, habt ihr damit einen idealen Zugang zu euren Lesern. Mit einem Posting „Rezensionsexemplare zu vergeben!“ findet ihr vielleicht schon einen Grundstock an aktiven Lesern, den ihr dann (auch über Mundpropaganda) ausbauen könnt
  • Auf BookRix: Auch auf BookRix habt ihr gute Möglichkeiten, in den Gruppen oder auch über eure Freundesliste nach Rezensenten zu suchen. Gerade in der direkten Ansprache ist Subtilität Trumpf: Wer hundert Leute anschreibt, und sie fragt, ob sie eine Rezension verfassen wollen, wirkt schnell spammig. Generelle „Best Practices“ bei der Leseransprache findet ihr in unserem Ratgeber „Wie vermarkte ich mein eBook am besten?“ (https://www.bookrix.de/_ebook-bookrix-team-wie-vermarkte-ich-mein-ebook-am-besten/)
  • In anderen Communities: Auch Portale wie Lovelybooks, Buch-Blogs und Web-Foren können eine gute Anlaufstelle sein. Auch hierbei ist es wichtig, zunächst zuzuhören, Leute kennen zu lernen, sich einen Namen zu machen und dann zu rekrutieren
  • Über eure Website: Natürlich kann es auch nicht schaden, auf der eigenen Website ein Banner oder einen Post zu veröffentlichen, in dem ihr Bücher zu Rezensionszwecken anbietet
  • Auf Events: Und schließlich geht nichts über das persönliche Gespräch. Wenn ihr auf einem realen Treffen jemanden sympathisch findet (und derjenige euch auch) – dann fragt doch einfach nach, ob beim Gegenüber Interesse an Rezensions- und Testexemplaren besteht

Wir hoffen, diese Anregungen helfen euch bei der Suche. Und nun: Happy Hunting!

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Das Vermächtnis der Bestseller-Autorin – „Edingaard 3“ von Elvira Zeißler (Rezension)

Dies ist eine Rezension von Andreas Fischer zu “Edingaard 3 – Das Vermächtnis der Priesterin” von Elvira Zeißler. 

coverpic3dSelten ist die Fortsetzung einer Fantasy-Trilogie derart herbeigesehnt worden wie der dritte Band von „Edingaard“ aus der Feder von Elvira Zeißler. Immerhin hatte die Autorin mit den beiden vorigen Teilen bereits ordentlich vorgelegt und die Messlatte für Fantasy-Romane in puncto Kreativität und Handlungsverlauf um Einiges nach oben verschoben. Nicht umsonst hatten der „Pfad der Träume“ und der „Klang der Magie“ ausgezeichnete Platzierungen in den Bestsellerlisten. Wird das „Vermächtnis der Priesterin“, wie Band 3 im Untertitel heißt, an diese Tradition anknüpfen können?

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Indie-Autorin Sandra Todorovic begeistert mit Blutmagier

Das Buch, das die Erbin findet …

Der Roman „Blutmagier“ ist ein weiterer Vertreter der Gattung Fantasy und stammt aus der Feder von Indie-Autorin Sandra Todorovic, die bereits sehr ansprechende Werke wie z.B. „Wächter der Unterwelt“ und „Sag Lebewohl“ auf der Selfpublishing-Plattform BookRix veröffentlicht hat. „Blutmagier“ liegt mittlerweile in einer überarbeiteten Fassung vor, was ein Grund mehr ist, das Buch hier im Blog zu besprechen.

Olivia hat ein Problem. Weil sie sich unerlaubt mit ihrem Freund getroffen hat, beschließen ihre Eltern, sie auf ein Internat in der Schweiz zu schicken. Ihr kommt das wie eine Bestrafung vor. Doch schon nach wenigen Tagen auf der neuen Schule sieht sie Welt wieder optimistischer, denn sie kann schnell neue Freundschaften schließen und stellt fest, dass mehr als ein Junge aus ihrer Klasse eine Auge auf sie geworfen hat. Während sie Viktor sehr sympathisch findet, scheint es bei Jayden etwas mehr als nur Mögen zu sein. Schließlich bittet Olivia ihn um ein Date, doch dabei geschieht etwas, womit sie nicht gerechnet hätte.

„Blutmagier“ bietet eine flüssig erzählte Geschichte, die vor allem auch durch den Prolog, der eine Begebenheit aus ferner Vergangenheit schildert, schnell Spannung aufbaut. Durch immer neue Fügungen bleibt diese auch bis zum Schluss erhalten.

Was mir im Text etwas negativ aufgefallen ist, dass sich über das gesamte Buch hinweg viele Wiederholungen, entweder einzelner Begriffe oder ganzer Formulierungen finden.

Ansonsten ist die Überarbeitung sehr erfreulich ausgefallen, was Rechtschreibung und Grammatik betrifft, und auch das Cover weiß zu begeistern.

Das Buch ist komplett für 2,99€ zu haben. Fans von Geschichten wie „Twilight“ oder „Harry Potter“ sollte hier nicht zögern und seinen eReader startklar machen, denn sie werden eine helle Freude an diesem Buch haben.

Rezension zu „Flucht aus dem Paradies“ von Cornelia Richter

„Es liegt wohl in der Natur der Frau, dass sie immer alles ergründen muss.“

Eine „erotische Komödie“ verspricht Indie-Autorin Cornelia Richter mit ihrem Selfpublishing-eBook „Die Flucht aus dem Paradies“, welches sie auf BookRix veröffentlicht hat. Da kann man nur schwer widerstehen, nicht wahr? Mir ist es jedenfalls so ergangen, daher habe ich reingelesen.

Die Hauptfigur stellt sich als Judith vor. Sie ist eine junge Frau, die sich bislang noch keine großen Gedanken über Familienplanung und die damit verbundenen Umstände gemacht hat. Eines Tages ergibt es sich, dass sie ihrem Chef Alexander näherkommt. Zwischen den beiden entwickelt sich in der Folge eine lockere Beziehung. Doch schließlich kommt Judith an den Punkt, an welchem sie sich fragen muss, was ihr im Leben wichtiger ist: Eine feste Bindung oder ihre Freiheit. Die Entscheidung fällt ihr nicht gerade leicht.

Sie macht sich also reichlich Gedanken über Männer und Frauen, über Glück und Beziehungen, über den Umgang der Geschlechter miteinander, Gedanken, die sie uns in humorvoller, oftmals satirischer oder gar provokativer Form mitteilt. So werden Rollenklischees und Verhaltensweisen aufgezählt und auf die Schippe genommen. Man sollte dabei stets den Titel des Werkes im Hinterkopf behalten, denn die „Flucht“ ist ja etwas Anderes als die „Vertreibung“ aus dem Paradies. Die Autorin stellt außerdem gleich in der Widmung klar, dass das Leben mit einem Schuss Humor um einiges entspannter verläuft. Wie recht sie doch hat.

Cornelia Richter verfügt über einen aufgeweckten, unterhaltsamen Schreibstil. Die Handlung wird durchgehend im Präsens berichtet, wodurch sie rasant und kurzweilig wirkt. Amüsant erscheint auch die Tatsache, dass die Geschehnisse in der Ich-Form einer imaginären Zuhörerin geschildert werden, die immer mal wieder in der zweiten Person Singular angesprochen wird, wie es in einer E-Mail der Fall wäre. Das trägt deutlich zur Auflockerung bei. Gelegentlich leiden aber Ausdruck und Grammatik ein wenig unter dem Umstand, dass der Text recht umgangssprachlich geschrieben ist. Zu bemängeln ist vor allem die Zeichensetzung, die oftmals nicht stimmig ist. Ansonsten macht der Roman einen soliden Eindruck, was auch an dem angemessenen Erzähltempo liegt. Das Cover ist ebenfalls nett anzuschauen.

Das Buch ist erst ab 16 Jahren freigegeben, was seine Berechtigung hat, denn so manches Mal gehen Judiths Live-Berichte über einen ereignisreichen Abend zu zweit (oder zu dritt) ziemlich ans Eingemachte. Wen dieser Umstand und die vielen fehlenden Kommas nicht stören, der bekommt für 3,99€ eine überaus quirlige Hommage an die gelungene Flucht aus dem Paradies, sowie an die Vorzüge von Gelassenheit und Humor.

Indie-Autoren: Vereinigt euch!

Jeder Indie-Autor möchte vor allem eines: gelesen werden. Da ist es natürlich toll, dass unsere BookRix-Autoren eine lesebegeisterte Community mit über 500.000 Mitgliedern im Rücken haben. Keiner versteht besser, wie es sich im spannenden Selfpublishing-Jungle anfühlt, als Deine Indie-Kollegen. Also:

Tut euch zusammen und unterstützt euch gegenseitig.

Indies helfen Indies:

Eine Hand wäscht die andere. Du selbst möchtest mit Sicherheit auch, dass Deine Bücher gelesen und bewertet werden.  Dann geh mit gutem Beispiel voran und lies und rezensiere was das Zeug hält – am besten natürlich Bücher von Indie-Kollegen. Das Buch hat Deiner Meinung nach noch einige Mängel? Warum nimmst Du nicht direkt über BookRix Kontakt zum Autor auf und versuchst gemeinsam mit ihm, die Fehlerchen auszumerzen, bevor Du Deine ein-Sterne-Rezi unter das Buch knallst?

Mache Werbung für andere:

Du siehst die anderen Autoren als Konkurrenten? Das ist nicht der richtige Ansatz. Das Buch Deines BX-Kollegen gefällt Dir ausgesprochen gut? Dann veröffentliche noch heute eine Buchbesprechung dazu auf Deinem Blog. Ein Zitat hat Dich besonders berührt? Erwähne es auf Deiner Facebook-Seite und verlinke zum Buch. Ein Freund fragt Dich nach einem Buchtipp? Klar, Du empfiehlst ihm ein Indie-Buch.

Das ist Karma:

Hilf und auch Dir wird geholfen.  Auf BookRix stellt ein Newbie eine Frage? Antworte ihm freundlich. In einem Buch bemerkst Du einige Rechtschreibfehler? Biete dem Autor an, mal drüberzulesen. Der Autor wird sich mit Sicherheit auch später an Dich erinnern. Vielleicht genau dann, wenn es um den Buchkauf geht…

Nachtrag:

Natürlich soll dieser Beitrag nicht dazu auffordern, wild gute “Gefälligkeitsrezensionen” zu Büchern zu schreiben, die euch überhaupt nicht gefallen. Nein, eine gute Buchbewertung muss man sich verdienen. Vielmehr zielt der Beitrag darauf ab, sich prinzipiell auch als Indie-Autor mehr mit anderer Indie-Literatur zu befassen und vielleicht auch die 1-Sterne Pistole manchmal nicht sofort abzufeuern, sondern sich mit dem Autor in Verbindung zu setzen und die negativen Punkte zu besprechen. Danke Susanne für Deinen Denkanstoß! :-)

Appell an Indie-Autoren: Kritik immer (dankend) annehmen

eBook verbessern und Leser glücklich machen

Viele Selfpublishing-Autoren kennen das: beinahe täglich nach Verkaufsstart des eigenen Buches checkt man, ob es eine neue Lesebewertung zum Buch gibt. Wenn der Leser dem Buch dann eine ein- oder zwei Sterne Rezi gegeben hat, ist man erst mal am Boden zerstört und würde sich am liebsten gar nicht durchlesen, was derjenige zum Buch zu sagen hat , denn “der hat doch keine Ahnung, wie viel Arbeit ich in das Buch gesteckt habe.”  Doch das wäre ein großer Fehler, denn aus (konstruktiver) Kritik lässt sich einiges lernen.

Machen wir uns nichts vor: Nobody is perfect. Auch wenn Du selbst zu 100% von Deinem Werk überzeugt bist, sollte es natürlich auch die Leser ansprechen. Das Tolle an eBooks ist: sie sind nicht so statisch und unveränderbar wie Printbücher. Dir fällt ein Fehler auf? Dann verbessere ihn noch heute!

Kritik, die etwas gebracht hat:

Die Geschichte ist oft schon durchaus überzeugend, doch leider hapert es manchmal noch ein wenig an der Rechtschreibung. Das ist sehr ärgerlich und wohl einer der häufigsten Kritikpunkte an Selfpublishing-Büchern.

Ein gutes Beispiel für eine Autorin, der Kritik durchaus etwas gebracht hat, ist Any Cherumbim. Anfang diesen Jahres veröffentlichte sie ihr Buch “Half Moon Bay”. Die Story des Buches fand sogleich viele Fans. Doch nachdem einige Leser bemängelt hatten, das Buch verfüge noch über zu viele Rechtschreibfehler, lies sie das Buch professionell korrigieren. Seitdem hagelte es nicht nur viele postitive Rezis sondern die Autorin konnte auch zahlreiche neue Leser für sich gewinnen.

Finde ehrliche Kritiker und Helfer in der BookRix-Community:

Diese Möglichkeit hat schon sehr vielen unserer Autoren geholfen: indem sie ihr Buch vor der Veröffentlichung schon der BookRix-Community vorlegten, konnten sie ehrliche Meinungen und konstruktive Kritik bekommen und ihr Buch dementsprechend verbessern. “Ich stelle meine Bücher zuerst auf BookRix. Weil Fremde objektiver sind als Freunde.”  (Sandra Todorovic).

Auch Mana Loa Autorin Astrid Rose hat in der BookRix-Community große Hilfe gefunden:

“Ich hatte da­mals mei­nen Ro­man über BookRix kos­ten­los ver­öf­fent­licht und dachte da­mals noch, er wäre feh­ler­frei! Bin­nen we­ni­ger Tage wurde ich je­doch ei­nes Bes­se­ren be­lehrt. Über eine PN kam die Rück­mel­dung, dass sich ein paar Feh­ler­chen ein­ge­schli­chen ha­ben. OH SCHRECK!
Doch die Ver­fas­se­rin der Nach­richt schimpfte und murrte nicht, son­dern sah die Ge­schichte im Vor­der­grund und so kam es, dass ich ein ers­tes kos­ten­lo­ses Lek­to­rat be­kam. Da­für bin ich heute noch sehr, sehr dankbar.”

Was Leser und Rezensenten beherzigen sollten:

Ob auf BookRix oder beim Einstellen einer Rezension in einen Shop: Bitte sei immer ehrlich. Schmiere dem Autor nicht einfach so Honig ums Maul nur weil Du seine Gefühle nicht verletzen willst, beleidige ihn auf der anderen Seite aber auch nicht. Bleib sachlich und versuche klipp und klar, Deine Kritik verständlich zu formulieren. Nur so kannst Du dem Autor helfen, sein Buch auch zu verbessern. Kaum etwas ärgert mehr, als ein Buchkommentar, dessen Message nichts anderes aussagt, als „Ich finde Dein Buch Sch**e“ aber dem Autoren keine Verbesserungsmöglichkeit gibt.

Tipp:

Wenn Du Dein Buch über BookRix zum Verkauf anbietest und im Nachhinein noch etwas verändern möchtest, kannst Du Dich gerne an unser Support-Team wenden (E-Mail: support-de@bookrix.com). Wir werden Dir dann das Buch wieder zur Bearbeitung freischalten. Bitte stoppe nicht den Verkauf des Buches, da Du es dann 4 Wochen lang nicht bearbeiten kannst.

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Kaufen oder nicht kaufen? Rezensionen helfen!

Das Angebot ist groß und die Entscheidung fällt oft schwer: Welches Buch soll dieses Mal im virtuellen Warenkorb landen? Oftmals macht es einem die Kaufentscheidung sehr viel leichter, wenn man liest, was jemand anderes zu einem bestimmten Buch zu sagen hat. Lobt er es in den Himmel, findet er es mittelmäßig oder hält er es gar für reine Geldverschwendung?

Was ihr beim schreiben einer Rezension alles beachten solltet, erfahrt ihr hier:

  • Gedanken schon beim Lesen machen

Wenn Du Dir schon während des Lesens vornimmst, eine Rezension zu einem Buch zu schreiben, macht es Sinn, Dir gleich Gedanken dazu zu machen. Was fällt Dir besonders auf? Was stört Dich? Oder was findest Du besonders toll? Um eine besonders gehaltvolle Rezi schreiben zu können, in der Dein Leseeindruck bestmöglich eingefangen wird, kann es nicht schaden, Dir gleich einige Notizen zu machen.

  • Einleitung

Beginne Deine Rezension mit einigen generellen Infos zum Buch. Teile den Lesern mit, wie der genaue Titel  lautet und wie der Autor heißt. Auch den Verlag, in dem das Buch erschienen ist, kann man erwähnen. Welchem Genre gehört das Buch an? Hast Du von dem Autoren schon einmal ein anderes Buch gelesen? All das kann Teil Deiner Rezension werden.

  • Keine Spoiler

Anschließend solltest Du eine kurze Inhaltsangabe zum gelesenen Buch abgeben. Doch Vorsicht: verrate ja nicht zu viel, um den Lesern der Rezension nicht von vorne herein den Lesespaß zu verderben. Besonders das Ende solltest Du natürlich nicht enthüllen. Auch auf die Erzählperspektive, den Schreibstil, die Orthographie und Logik der Geschichte kannst Du kurz eingehen.

  • Persönliche Empfehlung

Zum Schluss empfiehlt es sich, noch eine persönliche und zusammenfassende Stellungnahme abzugeben. Würdest Du anderen Lesern empfehlen, das Buch zu kaufen? Oder rätst Du eher davon ab?

Infos für den Leser einer Rezension:

Man sollte immer bedenken: Eine Rezension ist eine subjektive Einschätzung. Das bedeutet, nicht jedes Buch, das auch schon einmal eine schlechte Rezension eingeheimst hat, ist automatisch auch nichts für Dich. Mach Dir selbst ein Bild. Vielleicht ist es gerade für Dich genau das Richtige und Du kannst bald Deine eigene, positive Bewertung hinterlassen.

Wenn Du einmal eine Rezension wie aus dem Lehrbuch lesen möchtest, empfehlen wir Dir, die tollen Lesebewertungen unseres Kollegen Dr. Andreas Fischer einmal anzusehen ;-)

Ihr findet sie hier.

Rezension zu Blutsdämmerung 2

Wie es mit Julian und Tamara weitergeht

Schon mit dem ersten Teil von “Blutsdämmerung” hat Tanja Rauch, die auf BookRix unter dem Usernamen tanila bekannt ist, voll ins Schwarze getroffen. Und auch die Fortsetzung zeigt sich ausgesprochen aufregend , denn das hart erkämpfte Glück von Tamara und Julian steht auf Messers Schneide…

Die Geschichte beginnt mit einem Einblick in den glücklichen Alltag des Vampir-Pärchens. Die beiden könnten kaum verliebter sein, reisen gemeinsam um die ganze Welt und genießen ihre Zweisamkeit.

Alles ist in Ordnung bis zu dem verhängnisvollen Abend, an dem Tamara vor den Augen von Julian entführt wird. Sie gelangt in die Fänge von Damian. Er war einst der Schöpfer von Max und Julian und möchte nun alle Vampire, die ihm abtrünnig geworden sind, wieder an sich binden. Um dieses Ziel zu erreichen benötigt er Tamara und ihre besondere Gabe. Als sie ihm nicht geben kann, was er verlangt, belegt er sie mit einem Bannspruch. Von diesem Zeitpunkt an ist sie dem Willen von Damian ausgeliefert und muss ihm gehorchen.

Julian und seine Freunde beschließen indes, alles zu unternehmen, um Tamara zu befreien. Es gelingt ihnen, Damian und seine Gefolgsleute aufzuspüren und es kommt zu einem Kampf um Leben und Tod. Wird Julian es schaffen, seine große Liebe Tamara zu retten? Werden die Freunde die verwandelte Vampirin überhaupt wiedererkennen? Und werden alle Beteiligten lebend aus dieser Sache hinauskommen? All das könnt ihr in Blutsdämmerung – Zeit der Finsternis nachlesen.

Ihren souveränen Schreibstil, von dem wir uns auch beim ersten Teil schon vergewissern konnten, hat Tanja Rauch auch im zweiten Teil der Blutmond-Reihe beibehalten. Es haben sich nur ganz vereinzelte Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen, die das Lesevergnügen aber keinesfalls schmälern.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und es findet ein Wechsel zwischen Tamaras und Julians Sichtweise auf die Geschehnisse statt. Durch die klug eingesetzten Sprünge der verschiedenen Erlebnisse und Empfindungen der beiden, schafft es die Autorin, immer mehr Spannung aufzubauen.

Alles in allem bin ich mir sicher, dass das neue Werk von Tanja Rauch bei ihren Lesern für sehr viel Freude und Begeisterung sorgen wird. Bei einem Preis von 1,99€ sollte dem Lesegenuss nun wirklich nichts mehr im Wege stehen.

Schlechte Rezenionen:

Kein Weltuntergang!

Manchmal muss man als Autor schon ganz schön schlucken. Man hat in sein Werk viel Arbeit und Liebe gesteckt, ist endlich zufrieden damit und entschließt sich dazu, sein persönliches Meisterwerk auch mit der Welt zu teilen.

Die wichtigsten Schritte sind getan, doch jetzt kommt es natürlich auch noch darauf an, was die werte Leserschaft von dem Buch hält. Gespannt wartet man auf die erste Kundenrezension und dann: DER SCHOCK! Ein Leser hat das Buch kommentiert und eine schlechte Bewertung hinterlassen.

Als Autor, der so viele Stunden Arbeit investiert hat und von seinem eigenen Werk begeistert ist, fühlt man sich da schnell vor den Kopf gestoßen und beleidigt. Doch man wird bald einsehen, dass einen das nicht weiterbringt. Ärgere Dich nicht. Eine schlechte Rezension kann auch durchaus positive Seiten haben:

  1. Die Geschmäcker sind verschieden und auch die weltweit erfolgreichsten Autoren mussten für ihre Werke schon schlechte Bewertungen einstecken. Doch wie sagt man immer so schön: „Lieber schlechte PR, als gar keine“. Im Gespräch bleiben ist die Devise und auch eine schlechte Rezension kann dazu beitragen, dass Dein Buch gelesen wird. Und sei es nur von Menschen, die sich vergewissern möchten, ob die schlechte Bewertung auch wirklich gerechtfertigt ist.

  2. Aus Fehlern lernt man und (konstruktive) Kritik kann einem durchaus etwas für sein zukünftiges Autorenleben bringen. Als Autor trägt man, was sein eigenes Buch betrifft, gerne einmal “Scheuklappen” so dass einem eigene Fehler nicht mehr auffallen. Ein großer Kritikpunkt bei Rezensionen ist oftmals eine ungenügende Rechtschreibung. Ist das auch bei Deinen Büchern der Fall, überlege Dir unbedingt, Dein Buch Korrekturlesen zu lassen. Die Meinung der Leser ist wichtig und kann Dir eine große Hilfestellung sein.

  3. Besonders BookRix-Autoren, die sich in der Community schon eine breite und begeisterte Leserschaft aufbauen konnten, können womöglich von schlechten Rezensionen profitieren. Wenn einige User Dein Buch schon gelesen und für gut befunden haben, werden sie für Dein Buch vielleicht in die Bresche springen und eine ehrliche, positive Rezension hinterlassen, auch wenn sie das eigentlich gar nicht vorhatten.


Wie Du siehst, kann eine schlechte Rezension zwar durchaus einmal ärgerlich sein, allerdings ist sie kein Weltuntergang. Das wichtigste ist natürlich, nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, also nutze alle Rezensionen, um Dich so gut wie möglich zu verbessern. Wir freuen uns auf Deine Bücher und viele, positive Rezensionen :-)

Rezension zu “Die Nachtwanderin” von t.j.hudspeth

Bissige Trilogie…

Heute widmen wir uns in unserer Rezensionreihe einem Buch unserer BookRix-Autorin t.j.hudspeth. Sie schreibt auf ihrer Profilseite „Ich liebe es Geschichten zu erfinden, auf Papier zu bringen und anderen Menschen damit eine Freude zu bereiten.“ Das hat sie mit ihrer Dark Craving Trilogie mit den Büchern „Die Nachtwanderin Teil 1-3“ auf jeden Fall geschafft.

Die junge Mimma hatte keine schöne Kindheit. Nachdem ihr Vater ihre Mutter bereits vor ihrer Geburt verließ und sie sich mit vier unliebsamen Geschwistern herumschlagen musste, kehrt sie mit 17 Jahren ihrer Familie den Rücken und muss sich von diesem Zeitpunkt an um sich selbst kümmern. Sie hält sich mit Jobs in verschiedenen Nachtclubs über Wasser und kann sich bald auch eine eigene, spärlich eingerichtete Wohnung leisten. Freunde spielen in ihrem Leben keine Rolle. Die einzigen Kontakte unterhält sie in unregelmäßigen Abständen zu verschiedenen Sexualpartnern, denen sie sich allerdings nur im Drogenrausch hingeben kann.

Doch eines Nachts verändert sich ihr Leben schlagartig, als sie in einer Sackgasse von einem Werwolf angegriffen wird. In letzter Sekunde wird sie von einem dunklen Unbekannten gerettet. Von diesem Moment an ist nichts mehr, wie es einmal war. Ihr Beschützer, der sich schließlich als Ardric vorstellt, scheint kein gewöhnlicher Mensch zu sein. Oder ist er überhaupt ein Mensch? Die Wege der Beiden sind auf jeden Fall von diesem Zeitpunkt an untrennbar miteinander verbunden. Schließlich weiht Ardric Mimma in das Geheimnis seiner Identität ein. Ardric ist ein Vampir, der sich ausschließlich von menschlichem Blut ernährt. Er erklärt Mimma, dass auch sie zum Teil die Veranlagung zum Vampir in sich trägt und dass die Ältesten seiner Familie ein großes Interesse daran haben, Mimma in ihre Familie aufzunehmen. Sie ist zunächst ungläubig, aber nichtsdestotrotz befindet sie sich schon mitten in einem spannenden Abenteuer. Durch Ardric lernt die junge Frau auch andere Vampire kennen, die für sie zu einer großen Gefahr werden können, denn diese gieren nach ihrem süßen Blut…

Für alle Vampirfreunde ist „Die Nachtwanderin“ wohl genau das Richtige. Obgleich das Thema Vampire ja spätestens seit Twilight und Co. omnipräsent ist, wartet die Autorin in ihrer Trilogie mit vielen neuen Ideen auf und zieht einen mit ihrer Geschichte schnell in den Bann. An manchen Stellen ist das Geschriebene vielleicht ein wenig holprig und es sind kleine Gedankensprünge dabei, an die man sich erst gewöhnen muss. Der Lesespaß kommt allerdings trotzdem nicht zu kurz und es wird deutlich, dass die Autorin viel Herzblut in ihre Geschichte gelegt hat.