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Rezension zu „Jack Vs Chris“ von Rigor Mortis & Kataro Nuel

Halloween-Special zum Fürchten …

Die heutige Ausgabe dieser Rezensionsreihe ist ein Halloween-Secial und  begibt sich in äußerst düstere Gefilde. „Jack Vs Chris“ ist ein Roman aus der Kategorie Horror. Er stammt vom Autorenduo Rigor Mortis und Kataro Nuel, die mit ihrem Werk sämtliche Register des Grauens ziehen. Ob das gelungen ist, erfahrt Ihr gleich.

Buchcover Rigor Mortis & Kataro Nuel "Jack Vs Chris"Die Geschichte wird abwechselnd aus zwei Perspektiven erzählt. Jack macht den Anfang. Er ist ein Mörder der übelsten Sorte, was er uns gleich zu Beginn der Handlung mitteilt. Das Verbrechen liegt ihm im Blut, denn auch sein Vater hat sich schon an Tötungsdelikten erfreut, ist jedoch geschnappt worden. Jack wähnt sich ihm überlegen, denn er betreibt das Morden wie eine Leidenschaft, bei der er sämtliche Möglichkeiten, entdeckt zu werden, im Vorfeld durch sorgsame Planung beseitigt. Gerade hat er schon ein neues Opfer im Visier. Ebenso wie sein Vater hat er es vorrangig auf Frauen abgesehen. Dann jedoch widerfährt ihm etwas Unvorhergesehenes: Er entdeckt einen ihm fremden Mann, der ihn aus unerfindlichen Gründen fasziniert, und das auf eine ganz eigentümliche Weise. Jack erlebt Empfindungen, die er bisher nicht gekannt hat. Dieser Fremde heißt Chris und ist der zweite Ich-Erzähler im Buch. Er ist in so ziemlich allen Belangen das Gegenteil von Jack, nett, gefühlvoll und kinderlieb. Doch der Mörder kann nicht aufhören, darüber nachzudenken, was Chris mit und aus seinen Emotionen macht. Wie wird Jack also auf diese Bedrohung seiner Gewohnheiten reagieren?

Eines vorweg; Wem Horrorromane zu grauenvoll sind, sollte hiervon gleich die Finger lassen, denn „Jack Vs Chris“ geht teilweise tief ins Detail. Die Beschreibungen sind sehr plastisch und nicht umsonst ist der Roman auf eine volljährige Leserschaft beschränkt.

Stilistisch ist der Roman recht interessant ausgefallen. Die Wortwahl ist meist akkurat und exakt, das Erzähltempo flüssig, die Rechtschreibung passt auch, nur sind etliche Kommas wohl aus Angst vor dem Mörder aus dem Text geflohen, das kann man ihnen nicht verübeln. Der Gesamteindruck der Ausarbeitung ist als sehr erfreulich.

Vor allem punktet „Jack Vs Chris“ jedoch durch die Perspektivwechsel. Sie tragen viel zum guten Lesefluss bei. Auch das Grundkonzept, einen Frauenmörder durch das Angesicht eines Mannes in ein bodenloses Gefühlschaos zu stürzen, ist gut gewählt, hat sogar einen leicht satirischen bis makaberen Touch.

3,99€ für den Download gehen in Ordnung, wobei nochmals gesagt werden sollte, dass „Jack Vs Chris“ nichts für Leser ist, bei denen Horrorgeschichten unruhige Träume verursachen. Dagegen passt es wunderbar auf die E-Reader von Gruselfans, die das gewisse Etwas suchen, welches der Lektüre zum Schocker verhilft. Hier werden sie es finden.

Chick-Lit: Abwertender Begriff oder geniales Genre?

Ansichten aus der „Chick-Lit Szene“

Diese Genrebezeichnung liest man in letzter Zeit ausgesprochen häufig: Chick-Lit. Der Begriff setzt sich zusammen aus dem englischen Wort „chick“ (umgangssprachlich: Frau) und „Lit“ (Abkürzung für Literatur), bezeichnet also Bücher, die hauptsächlich das weibliche Geschlecht ansprechen sollen und sich mit Themen wie Beziehung, Sex, Problemen im Job und der Suche nach der großen Liebe beschäftigen. Einigen Frauen stößt die Bezeichnung Chick-Lit im Zusammenhang mit Büchern dieser Art sauer auf. Sie fühlen sich einem unmodernen Frauenbild und Vorurteilen ausgesetzt, mit dem sie sich nicht identifizieren können. Der etwas abwertende Begriff  „chick“ (Tussi, Hühnchen) tut sein Übriges.

Trotzdem feiern Chick-Lit-Bücher große Erfolge. Und das zu Recht, wie ich finde. Sie bieten einem leichte Unterhaltung, die einen nicht mehr an Alltagsprobleme denken lässt.

Zwei, die im Chick-Lit Universum quasi zu Hause sind, sind BookRix-Autorin Daniela Felbermayr, die mit Chick-Lit-Romanen wie „Bis wir uns wiedersehen“ (siehe Cover)  schon große Erfolge feiern konnte und die Blogbetreiberin Nici, die auf ihrer Seite www.chicklit-romance.de vorrangig Bücher dieses Genres rezensiert. Ihnen haben wir einige Fragen gestellt:

Was macht für Dich ein Chick-Lit-Buch aus?

Daniela:

„Die typische Chick-Lit ist für mich ein leicht zu lesender, flüssiger Roman, der sich hauptsächlich mit einer Protagonistin auszeichnet, mit der man sich identifizieren kann. Üblicherweise eine liebenswerte, gar nicht perfekte Chaotin, oftmals gerade vor den Trümmern ihrer Beziehung/Job usw. , ist fast immer ebenso ein Erfolgsgarant. Ganz wichtig ist auch ein charmanter Herzensbrecher. (…) Ein Buch, das zu Herzen geht, aber einem nicht Kopfzerbrechen bereitet. Ein Buch, das man mit einem Lächeln auf den Lippen liest und das, ist es einmal zu Ende gelesen, sofort den Drang nach neuer Chick-Lit auslöst!“

Glaubst Du, manche Frauen könnten sich durch den Begriff „Chick-Lit“ abgewertet fühlen?

Nici:

„Würde man den Begriff “Chick-Lit” eindeutschen, ergibt das ja so grob Tussi-Literatur, Mädchen Literatur. Ob man sich dadurch abgewertet fühlt, ich weiß es ehrlich nicht, denke aber es wird durchaus Frauen geben, denen es so geht. Aber es werden auch genau die sein, denen dieses Genre zu platt, oberflächlich und einfach ist. Ich denke, die meisten stört es nicht, denn ich glaube tatsächlich, dass die Romane sich besonders gut verkaufen, weil sie eine breite Masse ansprechen. Chick-Lit Romane kann jede Frau lesen, von Teenager Jahren an bis hin zur Seniorin. Und idealerweise werden auch die Protagonisten im Chick-Lit in alle Altersstufen gesteckt. Ich denke, der Begriff wird sich einfach zu einem Synonym für “Frauenliteratur” entwickeln. Denn letztendlich sprechen die Romane nun mal in erster Linie Frauen an.“

Bist Du der Meinung, dass auch ein Mann Freude an einem Chick-Lit-Buch haben könnte?

Daniela:

„Wäre die Figur „Barney Stinson“ Aus „How I met your Mother“ real, so bin ich mir sicher, dass er Chick-Lit verschlingen würde. (…) Im Prinzip ist Chick-Lit doch ein Blick in unsere Herzen – Kerle, die Chick-Lit lesen, wissen, was wir Mädls wollen! 😉

Ganz abgesehen davon finde ich durchaus, dass auch ein Mann Chick-Lit-Leser sein kann. Die Stories sind witzig und romantisch, ehrlich und chaotisch – Dinge, die man an Männern doch mag, oder? Bislang habe ich persönlich zwar noch keinen Mann mit einem Chick-Lit-Buch vor der Nase entdeckt, dies ist aber definitiv ein Plädoyer für mehr Männer als Leser: Jungs, lest Chick-Lit! :)“

Nici:

„Vielleicht gibt es den einen oder anderen der es wagt ein solches Buch zu lesen, aber ich glaube wirklich begeistern können sie die meisten Männer nicht. Allenfalls die auch von Männern geschriebenen Bücher könnten den einen oder anderen Mann für sich gewinnen. Aber die fallen dann häufig eher unter Humor oder Satire und weniger unter Chick-Lit.“

Vielen Dank für euer Antworten, Daniela und Nici.

Was ist eure Meinung?

Wie stehst Du zu diesem Thema? Findest Du die Genrebezeichnung unglücklich gewählt? Liest Du selbst gerne Chick-Lit-Romane? Über eure Meinungen würde ich mich freuen.

Neue eBook-Verlosung: Kim – Schlimmer geht immer

Glückspilze aufgepasst…

…auf BookRix gibt es mal wieder ein ganz besonders tolles eBook zu gewinnen.

Mona Lida bietet uns hier eine quirlige Liebesgeschichte mit einem Schuss Kriminellem“ so beschreibt unser BookRix-Mitarbeiter Andreas Fischer das tolle Buch „Kim – schlimmer geht immer“, das vor Kurzem auf unserer Selfpublishing-Plattform erschienen ist und in dieser Zeit schon so manchen Fan gewinnen konnte.

Jetzt habt ihr die einmalige Gelegenheit, das romantisch-sinnlich-freche eBook auf BookRix zu gewinnen. Indie-Autorin Mona Lida meint es dabei ganz besonders gut mit euch, denn sie verlost das eBook ganze 20 Mal!

Klappentext:

Kim Ritter ist eine erfolgreiche Marketingassistentin bei ENERGION, einem Energiekonzern in Stuttgart, und weiß eines ganz genau: Sie will reich werden, so schnell wie möglich. Ein Traumprinz wäre aber auch nicht zu verachten. Als sie Marlon Braun, Direktor einer Stuttgarter Bank kennenlernt, scheint ihr Wunsch in Erfüllung zu gehen … Doch dann wird ihr Leben durcheinander gewirbelt, wobei die Leiche im Schlafzimmer fast das kleinste Problem ist.

Wie kann ich an der Verlosung teilnehmen?

Mitmachen ist ganz leicht. Beantworte einfach die Frage zur Leseprobe von „Kim – Schlimmer geht immer“ richtig. Teilnehmen kannst Du bis zum 01.08.2013. Die Gewinner entscheidet dann das Los. Viel Glück!

Rezension zum Selfpublishing-eBook „Rock me, Baby“ von C. Griethe

Romeo und … Noah!

Heute wenden wir uns der Gay-Romance zu, ein Genre, das bekanntlich reichlich Gefühl zu bieten hat. So ist „Rock me, Baby“ der Indie-Autorin C. Griethe denn auch ein Roman, der eine gleichgeschlechtliche Beziehung zum Thema hat, die sich in Musikerkreisen abspielt.

Buchcover C. Griethe "Rock me, Baby"Noah Mills ist der Sänger einer erst kürzlich entdeckten Band. Zusammen mit seinen drei Kollegen, von denen der eine, Jason, sein Stiefbruder ist, steht er am Anfang einer Bilderbuchkarriere in der Welt der Musik. Der äußere Schein ist also blendend, doch hinter den Kulissen brodelt es gewaltig. Von einer Internetseite hat Noah nämlich erfahren, dass er vor Kurzem eine Affäre mit einem weiblichen Fan gehabt hat. Selber weiß er davon allerdings nichts. Obwohl die Story also offenkundig frei erfunden ist, distanziert sich Jason merklich von ihm, was ihm schwer zu schaffen macht, da sein Stiefbruder ihm stets Halt gegeben hat. In einer Art Kurzschlussreaktion möchte sich Noah mit einem Callboy ablenken. Er kann nicht ahnen, welche ausufernden Verwicklungen er damit auslöst.

Außer ein paar Flüchtigkeitsversehen gibt es nichts Gravierendes festzustellen. Nur die Kommasetzung ist gelegentlich nicht ganz stimmig, da öfters mal keine Trennung zwischen Haupt- und Nebensatz erfolgt. Davon abgesehen, ist der Text stilistisch recht gut ausgefallen. Der Ausdruck ist eine gelungene Mischung aus angenehmer Schrift- und eher salopper, aber nie niveauloser Umgangssprache, was man sich durchaus für Unterhaltungen zwischen Bandmitgliedern vorstellen kann. Die Nutzung des Präsens’ in der gesamten Geschichte lässt die Handlung aufgelockert dahinschwirren. Man muss allerdings sagen, dass diese gelegentlich etwas vorhersehbar erscheint, weshalb sich die Spannung ein wenig in Grenzen hält. Romantisch ist sie allerdings trotzdem.

Der Preis für den kompletten Download beträgt 3,99€. Da der Text stilistisch in Ordnung ist und der sprachliche Ausdruck perfekt zum Setting passt, ist das angemessen. „Rock me, Baby“ ist gute Unterhaltung für sinnliche Momente, weniger ist es für Leser geeignet, die sehr Tiefsinniges oder Philosophisches erwarten. Stattdessen spricht es in erster Linie das Herz an und das tut es recht sympathisch.