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Antoine de Saint Exupéry

„Man sieht nur mit dem Herzen gut…

…das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“

Dies ist der wohl berühmteste Satz des Buches „der kleine Prinz“ von Antoine de Saint Exupéry, der heute 112 Jahre alt geworden wäre. Mit über 80 Millionen Exemplaren handelt es sich dabei um eines der am besten verkauften Bücher aller Zeiten.

Der kleine Prinz stammt von einem winzigen Planeten den er alleine bewohnt. Seine einzige Gesellschaft dort ist eine eitle Rose, die er aus Liebe hegt und pflegt. Doch mit der Zeit wird der kleine Prinz einsam und begibt sich auf die Suche nach neuen Freunden. Zu diesem Zweck bereist er verschiedene Planeten und trifft dort auf die unterschiedlichsten Charaktere. Unter anderem begegnet  er einem König, der den Prinzen nur als Untertanen sieht, einen Alkoholiker, der trinkt, um seine Sucht zu vergessen und einen Geschäftsmann, der meint, die Sterne zu besitzen. Schließlich erreicht er die Erde, wo er den Erzähler der Geschichte, einen abgestürzten Piloten, trifft. Sie werden Freunde und der kleine Prinz berichtet ihm über seine Erlebnisse. Sein reines Herz und seine liebe Art faszinieren den Piloten. Doch eines Tages bekommt der Prinz Heimweh…

Das Buch enthält die Botschaft, bei Themen wie Freundschaft und Liebe, Äußerlichkeiten außen vor zu lassen. Damit gilt es als die literarische Umsetzung des moralischen Denkens und der Welterkenntnis seines Autors. Der kindliche Charme, den Exupéry bei seiner Geschichte an den Tag legt  und die wunderschönen Illustrationen, die ebenfalls aus seiner Feder stammen, machen dieses Werk zu einer Freude für Auge und Geist.

Merci beaucoup et bon anniversaire, Antoine.

Anmutige Poesie von Jean Philou

Impressionen um eine Blume!

Der Autor Jean Philou veröffentlicht auf BookRix seine Lyrikwerke. Dabei beschäftigt er sich mit verschiedenen Themen und beweist so Vielseitigkeit. Herausragend erscheint seine Trilogie zur Königin der Blumen, der Rose. Die drei Gedichte verfügen über einen starken, detailreichen Ausdruck, das Versmaß wird fast durchgehend eingehalten, und der Reim wirkt leichtfüßig und einfallsreich. Das Majestätische, Anmutige, das die Rose verkörpert, wird hier in perfektionierter sprachlicher Form dargeboten, ohne auch nur im Ansatz irgendein ausgetretenes Klischee zu bedienen. Jedes der Gedichte beschreibt das Dasein der Rose zu einer anderen Tageszeit, wobei jeweils auch die Formatierung der Strophen variiert, was man als Verdeutlichung der verstreichenden Zeit interpretieren kann, wenn man möchte.

Ebenfalls aus Jean Philous Feder ist das Gedicht „Carpe Diem“, das den sinnvollen Umgang mit der begrenzten Lebenszeit aus verschiedenen Perspektiven hinterfragt. Dieser Text ist nicht ganz so gut gelungen wie die Rosen-Trilogie, was am wesentlich engeren Reimschema liegen dürfte. Zwar stößt man immer wieder auf innovative Reimwortpaare – auch wenn es die Form „vergleichte“ meiner Ansicht nach nicht gibt -, aber insgesamt nimmt der Reimzwang dem Ganzen etwas Gestaltungsmöglichkeit beim Ausdruck. Trotzdem sind die unterschiedlichen Blickwinkel gut ausformuliert und regen zum Nachdenken über das eigene Leben an.

Die Gedichte von Jean Philou sind auf alle Fälle einen Blick wert!