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Rezension zu „Mörderische Geschichten“ von Petra Ewering

„Kurzkrimis skurril und spannend!“

Die Autorin Petra Ewering ist auf BookRix keine Unbekannte. Zahlreiche Bücher hat sie bereits unter ihrem Nutzernamen „Szirra“ verfasst und hochgeladen. Nun ist ein Sammelband aus ihrer Feder erschienen, der den Titel „Mörderische Geschichten“ trägt und insgesamt 15 Kurzkrimis enthält.

Buchcover Petra Ewering "Mörderische Geschichten"Die Autorin stellt hier ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Manche Episode ist recht bedrückend, so etwa „Denen einen Stunde fehlt“, dann wieder erheitert ein geschildertes Delikt beim Lesen und sorgt für vergnügtes Schmunzeln. So geht es bei „Der Höschendieb“ tatsächlich um ein entwendetes Kleidungsstück, das Jahre später zu Zerwürfnissen führt. Mal erleben wir die Geschehnisse aus der Sicht des Täters, dann wieder aus der des Opfers, oder wir werden Zeuge eines Verbrechens. Manchmal steht die eigentliche Straftat auch gar nicht im Mittelpunkt, sondern bildet lediglich den Rahmen für die Handlung, die sich dann in eine ganz andere Richtung entwickelt. Für Abwechslung ist also gesorgt. Ziemlich makaber und deshalb auch mein Favorit ist „Tödliche Buchstaben“. Darin verabreden sich zwei Eheleute in einem Londoner Hotel. Sie müssen berufsbedingt zu unterschiedlichen Zeiten in die britische Hauptstadt fliegen. Der Mann, als erster am Zielort, schickt seiner Gattin eine Mail. Doch leider wird diese durch eigenartige Umstände fehlgeleitet und das hat bei der neuen Empfängerin ganz fatale Auswirkungen. Ebenso gelungen, aber wesentlich mysteriöser gibt sich „Die weiße Frau“, auf jeden Fall ein Lesetipp.

Die Wortwahl ist durchweg einfalls- und variantenreich. Bei Rechtschreibung und Grammatik haben sich ein paar Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen. In der stets reichlich vorhandenen Spannung gehen diese jedoch unter und stören daher nicht sonderlich. Am meisten überzeugen die Geschichten durch ihre Handlung. Die Plots sind originell und kurzweilig konzipiert. Sie wirken frisch und kess, aber niemals altbacken. Petra Ewering hat den Dreh raus, wie eine erfolgreiche Mischung aus Krimi und heiterem bis makaberem Humor herzustellen ist.

Bei 122 Seiten im BookRix-Format ist ein Preis von 2,99€ für den Download durchaus angemessen. Als Sammlung eigenständiger Kurzgeschichten bietet sich das Buch geradezu an, wenn man unterhaltsamen, spannenden Lesespaß sucht. Es ist daher und vor allem auch wegen der erfreulichen thematischen und konzeptionellen Vielfalt der einzelnen Texte nicht nur für Krimi-Fans interessant, sondern spricht ein breites Publikum an. Das sei ihm gegönnt!

ISBN: 978-3-7309-0775-7

Rezension zu „Herbstgrüße“ von Hartmut Gelhaar

„Tage tröpfeln, Nebel wallen – Aktienkurs und Blätter fallen“

 

Buchcover Hartmut Gelhaar "Herbstgrüße"Passend zur Jahreszeit der kürzer werdenden Tage hat der Autor Hartmut Gelhaar – Benutzername „texter“ – mit seinen „Herbstgrüßen“ eine kleine Sammlung aufheiternder Verse zusammengestellt, die ein wenig über die sich allmählich zurückziehende Sonne hinwegtrösten möchten.

Das Buch besteht aus 21 Gedichten, die mal humorvoll, mal ein wenig nachdenklich die Besonderheiten des Herbstes schildern. Beschrieben werde dabei nicht nur buntes Laub und kühles Wetter, sondern oft auch die Herstellung verschiedener saisonaler Speisen und Getränke. Der sprachliche Ausdruck ist solide, die Strophen folgen zumeist einem klaren Versmaß und Reimschema. Dann und wann stößt man jedoch auf die eine oder andere Flexionsendung, die der Autor zur Wahrung des Endreims etwas zurechtgestutzt hat (z.B. „zwischen Apfelblätter“).

Was mir vor allem an den „Herbstgrüßen“ gefällt, ist die Aufmachung des Buches. Die Gedichte werden nämlich stets durch stimmungsvolle Impressionen aus der freien Natur und kleine Zeichnungen aufgelockert. Letztere finden sich ab und an auch mal neben den Fotos. Besonders nett finde ich den Kürbis auf Seite 13.

Zusammen ergeben Gedichte und Bilder einen sehr bunten Eindruck des Herbstes, der die Schönheit dieser Jahreszeit perfekt darstellt. Das Buch ist daher also einen Blick wert.

Rezension zu „Labyrinth des Lebens“ von Uwe Dollichon

„Schweigen und aneinander vorbeireden“

 

Buchcover Uwe Dollichon "Labyrinth des Lebens"Der Autor Uwe Dollichon – Nutzername „baucis.readers566“ – ist seit September 2012 Mitglied unserer Bookunity und hat zur Begrüßung einen Lyrikbank hochgeladen, der den vielversprechenden Titel „Labyrinth des Lebens“ trägt. Da bin ich neugierig geworden und habe reingeschaut.

Darin finden sich zwölf Gedichte, die verschiedene Themen behandeln. So geht es mal um Kommunikation, dann um die Frage nach der Bedeutung eines Individuums inmitten der Masse, schließlich um die Hingabe zum allgegenwärtigen Automobil.

In „Feigheit“ beschreibt der Autor die Empfindlichkeit von Menschen, die durch die Meinung Anderer über sie an den Rand gedrängt worden sind und dadurch noch hellhöriger auf deren Äußerungen reagieren. „Durch schlechte Sender ein guter Empfänger zu sein“, so lautet eine, wie ich finde, sehr beeindruckende Zeile aus diesem Gedicht. Die „schlechten Sender“ sorgen mit ihren abfälligen Bemerkungen also dafür, dass der „Empfänger“ mehr hört, weil er stets auf der Hut ist. Die Angst, etwas Verletzendes hören zu können, wird daher zum ständigen Begleiter des Empfängers. Der Text bringt dies eindrucksvoll auf den Punkt.

Bei „Persönlichkeitsverlust“ geht es um die – oftmals von der Masse erzwungene – Auflösung des Individuums durch Anpassung.

Stilistisch betrachtet, geben sich die einzelnen Gedichte recht unterschiedlich. In manchen finden sich Formulierungen, die technisch oder wissenschaftlich anmuten. Gelegentlich wirken diese ein wenig hölzern. Aber generell tragen sie zu einer vielseitigen Wortwahl und vor allem einer bunten Metaphorik bei. Starre Metrik oder erdrückenden Reimzwang findet man hier glücklicherweise nicht, auch wenn dann und wann mal ein Reimwortpaar beim Lesen an einem vorbeifliegt. Selten stößt man auf Flüchtigkeitsfehler, im Großen und Ganzen ist die Ausarbeitung der Texte als solide zu bezeichnen.

Etwas zerknirscht bin ich beim Preis. 5,49€ sind für ein eBook mit 22 Seiten ein wenig viel. Zweifellos haben Uwe Dollichons Gedichte eine Botschaft, die es wert ist, gehört – und auch gekauft – zu werden. Allerdings sind die Preise für elektronische Bücher in der Regel niedriger anzusetzen. Fazit: Teuer, aber gut!

ISBN: 978-3-95500-166-7

Rezension zu „Desmeralda“ von Monirapunzel

Fantasy vom Feinsten

 

Buchcover Monirapunzel "Desmeralda"Unser  Mitglied Monirapunzel ist vor allem als engagierte und gutmütige Moderatorin der Gruppe „Kurzgeschichten“ bekannt. Abgesehen davon schreibt sie selbst auch außergewöhnliche Texte. Ihr erstes kaufbares eBook „Herz verkrampft“ ist schon vor einer ganzen Weile hier im Blog besprochen worden. Jetzt ist ein weiterer Sammelband an der Reihe, und zwar „Desmeralda“, der laut Klappentext „Fantasy-Geschichten mit Tiefgang“ verspricht. Das macht natürlich neugierig.

Auf seinen 48 Seiten beherbergt das Buch sechs Einzeltexte, von denen einer in Gedichtform vorliegt. Die anderen fünf sind Kurzgeschichten. Im Gegensatz zu denjenigen in „Herz verkrampft“, die sich mit Alltagsproblemen auseinandersetzen, betreten diese nun andere, neue Sphären. Es geht um Phantastisches, Mystisches, Geheimnisvolles. Der titelgebende Text „Desmeralda“ ist gleich ein Paukenschlag. Jonas, ein junger Student, berichtet von seiner Begegnung mit einer bezaubernden Fremden auf dem Weihnachtsmarkt. Sofort ist er in ihrem Bann, möchte sie wiedersehen, leidet Qualen, weil er sie nicht mehr finden kann. Doch er wird erlöst, scheinbar zumindest, denn es stellt sich bald heraus, dass Desmeralda kein gewöhnlicher Mensch ist. Jonas gerät in einen Sog aus Hingabe und Abhängigkeit. Schließlich tut er Dinge, die er zuvor nicht für vertretbar gehalten hätte.

Dieser Text verfügt über einen recht gepflegten Stil. Die Wortwahl ist durchdacht und vielseitig, die Beschreibungen lassen die Höhen und Tiefen von Jonas’ Gefühlswelt lebendig werden. Das Näherkommen der beiden Figuren wirkt sehr romantisch. Es findet sich darin aber nichts Kitschiges oder Abgedroschenes. Was die Geschichte jedoch zu etwas Besonderem macht, ist der Schluss. Plötzlich wird aus einer überaus sensiblen Liebesgeschichte eine schonungslos direkte Gesellschaftskritik, die den Umgang mit älteren Menschen anprangert. Wie die Autorin diese literarische Wandlung hinbekommt, möchte ich nicht vorwegnehmen. Das lest bitte selbst.

Anders ist „Der Fluch“. Hier wird auch eine Liebe erwähnt, und zwar die zwischen Wilhelm und Alexandra. Wir erleben dabei zunächst, wie sich Wilhelm einer Kirche nähert. Dabei scheint er jünger zu werden, bis er sein Ziel schließlich erreicht und die Turmuhr sieht, deren Zeiger rückwärts läuft. Im Fenster erblickt er Alexandra, die auf ihn wartet. Was hat das alles zu bedeuten? Wilhelm hat zunächst keine Erklärung dafür. „Der Fluch“ erzeugt eine mystische Atmosphäre, in welcher man die Zuneigung von Wilhelm und Alexandra deutlich wahrnehmen kann. Die Beschreibung ist sehr bildhaft und erregt so die Neugier des Lesers. Man möchte wissen und verstehen, was vor sich geht, und bis man es erfährt, wird man ganz und gar von der Stimmung übermannt. Das Erzähltempo ist hier recht flott, was wunderbar zum Szenario der rückwärts laufenden Uhr und dem sich dadurch rapide verjüngenden Wilhelm passt.

Insgesamt zeichnen sich die Texte in diesem Sammelband durch einen gepflegten, aufmerksam gewählten Ausdruck aus. Stilistische oder orthographische Mängel sind äußerst rar. Thematisch sind die Geschichten vielseitig und ungewöhnlich, bauen stets auf sehr kreative Grundideen auf, die oftmals Reales und Fiktives derart miteinander verbinden, dass die Texte einen tieferen Sinn erhalten und sensible Botschaften übermitteln, die zum Nachdenken anregen. Es wird nicht immer das letzte Rätsel aufgelöst, manches bleibt im Dunkeln oder wird der eigenen Phantasie überlassen, was das Lesevergnügen noch vergrößert. „Desmeralda“ bietet also Gefühl- und Gehaltvolles, weshalb der Preis von 1,49€ für das komplette eBook geradezu niedrig wirkt.

ISBN: 978-3-86479-539-8

Rezension zu „Ikea – Wie es wirklich war!?“ von Alfred Franz Dworak

Möbelhäuser und Erinnerungen

 

Buchcover Alfred Franz Dworak "Ikea - Wie es wirklich war!?"Der Sammelband „Ikea – Wie es wirklich war!?“ aus der Feder von Alfred Franz Dworak – Nutzername alfred.dworak – enthält neun Kurzgeschichten verschiedener Genres, weshalb sich das Buch recht abwechslungsreich präsentiert. Dieser Umstand hat mit dazu beigetragen, dass es sich jetzt in diesem Blog befindet und vorgestellt wird.

Die titelgebende Satire über das schwedische Möbelhaus ist knapp und originell geschrieben. Noch erheiternder gibt sich die folgende Geschichte „Ikea-Dreaming“, die sich thematisch an den ersten Text anfügt. Sie beschreibt einen Besuch in einer der Filialen durch einen Gast, der sonst eher gediegenere Läden bevorzugt, sich nun aber ans Eingemachte wagt und die diversen Abteilungen des Ikea-Marktes besichtigt. In den dort wallenden Menschenmassen kommt es allerdings zu einer folgenschweren Kollision, die den Besuch zu einer unvergesslichen Angelegenheit werden lässt.

Etwas ernster werden die Geschichten im hinteren Teil des Buches. So beinhaltet beispielsweise „Die Pfingstrose“ eine sentimentale Reise eines Protagonisten in den Garten seiner verstorbenen Großmutter, wo ihn die Erinnerungen an seine Herkunft übermannen.

Am besten gefallen hat mir aber „Kais Dienstreise“. Hier geht es ebenfalls um die tatsächliche Herkunft von Biggi, die eine eineiige Zwillingsschwester hat, aber getrennt von dieser bei Adoptiveltern aufgewachsen ist. Obwohl sie sich dieser Tatsache lange nicht bewusst gewesen ist, hat ihr Unterbewusstsein sie auf subtilem Wege daran erinnert, indem es ihr vorgegaukelt hat, ihr eigenes Spiegelbild würde sich bewegen, und zwar unabhängig von ihren eigenen Bewegungen. Kai, Biggis Mann, versucht in der Folge einer Ehekrise, ihre wahre Familie auszusuchen. Doch seine Reise endet nicht wie vorgesehen.

Man merkt deutlich, dass Alfred Franz Dworak sein Handwerk versteht. Die Texte sind stilistisch gelungen und erzeugen je nach Genre mal fröhliche Heiterkeit oder machen betroffen. Die Vielseitigkeit, mit der der Autor hier aufwartet, beeindruckt und überzeugt. Flüchtigkeitsfehler finden sich nur ganz selten. Ansonsten kann man sich hier an gepflegter Sprachkultur erfreuen.

Das gesamte Buch ist zum Preis von 1,49 € herunterladbar, was ich angesichts der exzellenten Ausarbeitung für absolut gerechtfertigt halte.

 

ISBN: 978-3-95500-052-3

Daniel Briester bei seinem letzten Auftrag

Das große Finale im 8. Teil des Lokalkrimis von Angelika Friedemann

Unsere Autorin Angelika Friedemann (angelika.fr) hat mit Daniel Briester einen Kriminalhauptkommisar ins Leben gerufen, der in und um Hamburg und Bremen für Recht und Ordnung sorgen soll. Dass er dabei nicht nur mit den verschiedensten Abgründen der Gesellschaft konfrontiert wird, sondern dabei immer wieder an seine persönlichen Grenzen stößt, macht ihn zu einem authentischen Protagonisten.

Nachdem Angelika Friedemann bereits sieben Teil der Briester-Reihe erfolgreich auf den Markt gebracht hat und dazu zum Vorteilspreis von 19,49 EUR den Sammelband eben dieser, ist es nun endlich soweit. Das Finale wurde veröffentlicht.

Im achten Teil der Daniel Briester-Reihe „Hass verbindet“ muss er sich ein letztes Mal seiner Vergangenheit stellen.  Begleitet ihn dabei, wie er nach vermeintlich erfolgreicher Bewältigung seiner beruflichen Vergangenheit, nun wieder das Glück oder gerät er in den Strudel, in dem er seit Jahren schwimmt? Ob er dem noch einmal entrinnen kann?

Für alle Freunde des Lokalkrimigenres – Daniel Briester „Hass verbindet“ – der große Showdown – für 3,99 EUR oder wer Daniel Briester von der Pike auf kennenlernen will – den Sammelband mit den sieben vorangegangenen Teilen gibt’s zum Vorzugspreis von 19,49 EUR! Viel Spaß beim Lesen!

Wenn man nicht mehr davon lassen kann…

Ihr habt das bestimmt auch schon erlebt – Buch gekauft, leidenschaftlich verschlungen und dann festgestellt, dass man eigentlich mehr davon möchte. Egal in welchem Genre – immer mehr Autoren schaffen Protagonisten oder Welten, die man ins Herz schließt und nicht mehr missen möchte.

Was wären wir alle nur ohne Harry Potter? Oder wie steht es um die Twilight-Saga? Oder doch lieber einen nordischen Krimi – beispielsweise Wallander von Mankell oder was historisch Angehauchtes wie „Das Lied von Eis und Feuer“… Ich könnte noch ewig so weitermachen.

Auch eine unserer Userinnen – Angelika Friedemann aka angelika.fr – hat in einem Krimi einen Helden geschaffen, der sich in und um Hamburg bewegt. Der Kommissar Daniel Briester wird in einer Reihe von derzeit sieben Bänden durch sein sehr bewegtes Leben begleitet, löst skurile Mordfälle, Gewalt und Skrupellosigkeit stehen an der Tagesordnung. Die Einzelbände zu je 3,99 EUR als auch brandaktuell ein Sammelband der Teile 1 bis 7 zum Vorzugspreis von 19,49 Euro anstelle von 27,93 EUR sind auf BookRix sowie bei allen gängigen Bookstores wie beispielsweise Amazon erhältlich. Und das Beste – das große Finale in Teil 8 wird bald erhältlich sein. Schon neugierig geworden?

Ihr kennt noch mehr Reihen, die einen dermaßen einnehmen, dass man nicht mehr schlafen kann, weil man eigentlich unbedingt wissen muss, wie es weitergeht? Lasst uns teilhaben – sehr gerne auch Reihen, die ihr auf BookRix entdeckt habt.