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Tag der Menschen mit Behinderung

Der Ton macht die Musik

Heute, am 03. Dezember, ist der internationale Tag der Menschen mit Behinderung.  Laut einer Studie von 2010 gibt es in Deutschland etwa 8,7 Millionen Menschen mit einer anerkannten körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung.

An diesem Tag haben wir die Gelegenheit, unser Verhalten gegenüber Menschen mit Behinderung wiedereinmal zu überdenken. In diesem Zusammenhang sollten wir uns im ersten Schritt eines ins Gedächtnis rufen:  „Der Ton macht die Musik.“  Das bedeutet, viele Menschen sollten einmal versuchen, ihren Wortschatz ein wenig anzupassen. Statt jemanden als „an den Rollstuhl gefesselt“ zu bezeichnen, sollte man ihn schlicht und ergreifend einen Rollstuhlfahrer nennen. Auch das Wort „behindertengerecht“ sollte eher durch das Wort „barrierefrei“ ersetzt werden, da Barrierefreiheit für alle Menschen von großer Bedeutung ist. Dass man Kleinwüchsige nicht als Liliputaner bezeichnen und das Wort „behindert“ nicht als Synonym für „schlecht“ verwendet werden sollte, muss wahrscheinlich an dieser Stelle nicht erwähnt werden. Jedoch sollte auch darauf geachtet werden, Personen mit Behinderung nicht ständig „mit Samthandschuhen“ anfassen zu wollen und sie einfach normal zu behandeln.

Kleine aber feine Unterschiede können unseren Umgang mit Menschen mit Behinderung also erheblich verbessern.





Viele haben sich vielleicht schon einmal gefragt: Wie nehmen Menschen mit starken geistigen Behinderungen wahr? Was denken sie? Was fühlen sie? Warum haben sie Tics? Fragen, die sehr schwer zu beantworten sind. Thomas Wewers nähert sich in seiner Geschichte vom Ritter Namenlos diesen Fragen auf poetischer Weise. Ohne pädagogisierend oder moralisierend zu werden, entführt der Autor uns sprachgewaltig in eine bizarre Bilderwelt in der der Protagonist, Ritter Namenlos, auf der Suche nach Abenteuer und Reichtum Kämpfe zu bestehen hat…






Auch das Buch „Liebe im Dritten Anlauf“ von Karoline Rüsch geht einfühlsam mit dem Thema „Behinderung“ um und erzählt die wunderschöne Geschichte der Rollstuhlfahrerin Anna. Dass Anna ihm beim ersten Treffen im Rollstuhl gegenübersitzt, sieht Klaus nicht. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Wann wird Klaus erfahren, dass Anna behindert ist, und wie wird er damit umgehen?