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12.12.2012

Zehn Tipps gegen Weihnachtsstress

Heute ist der 12.12.2012 und damit Halbzeit auf dem Adventskalender. Die Zeit vor Weihnachten ist ja mittlerweile – leider – für viele Menschen nur noch purer Stress. Daher nennen wir euch heute unsere Top-10-Liste der Dinge, die die Zeit vor Weihnachten doch noch ein wenig entspannen könnte.

  1. Packt euch warm ein und macht einen schönen, langen Spaziergang im Schnee. Vielleicht kommt auch noch jemand mit, den ihr dann zu einer Schneeballschlacht herausfordern könnt.
  2. Backt Plätzchen und hört dabei die kitschigste, älteste Weihnachts-CD, die ihr habt. Achtet darauf, dass ihr allein zuhause seid, dann könnt ihr alles von Last Christmas bis Jingle Bells so falsch wie ihr nur wollt, mitgrölen.
  3. Schnappt euch euren alten Holzschlitten und geht mal wieder zum Rodeln. Wenn ihr wieder ins Haus kommt, habt ihr garantiert genauso rote Bäckchen, wie das Kind auf der Zwiebackpackung.
  4. Werdet kreativ: bastelt Strohsterne für den Weihnachtsbaum, strickt euch Socken für warme Winterfüße oder schreibt ein Buch.
  5. Tut uns einen Gefallen und achtet während der Vorweihnachtszeit nicht auf die schlanke Linie. Um die überflüssigen Pfunde kümmern wir uns dann (vielleicht) nach Weihnachten.
  6. Versammelt einige Kinder um euch und lest ihnen ein paar Weihnachtsgeschichten vor. Die leuchtenden Augen, die ihr dafür ernten werdet, sind das wohl schönste Geschenk.
  7. Tut auch mal was für euch selbst und besorgt euch euer eigenes, kleines Weihnachtsgeschenk. Vielleicht gibt es ja etwas, das ihr schon lange haben wolltet und euch noch nie gegönnt habt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür.
  8. Geht ganz leicht und ist gut für´s Karma: Macht einem Unbekannten eine kleine Freude: Schenkt jemanden auf dem Weg zur Arbeit euer strahlendstes Lächeln oder werft einem, der Kälte trotzendem, Straßenmusikanten, etwas in seinen Hut.
  9. Macht euch doch einmal wieder die Mühe und schreibt ein paar Weihnachtsgrüße mit der Hand. Eure Liebsten in Nah und Fern werden sich freuen, wenn zwischen Rechnungen und Werbung ein schöner Umschlag mit lieben Grüßen wartet.
  10. Zugegeben einfacher gesagt als getan: Versucht dieses Jahr, euch nicht so sehr vom Weihnachtsstress anstecken zu lassen und freut euch auf ein schönes Weihnachtsfest.

Eine schöne, restliche Adventszeit wünscht,

euer BookRix-Team

Rezension zu „Schneekönig“ von Leviosa

„Wann wirst du nach Hause kommen, Einsprinzessin?“

 

Buchcover Leviosa "Schneekönig"Gelegentlich finden sich auf BookRix Bücher, die eine besondere Aura haben. Man liest sie und ist völlig eingenommen von der Atmosphäre und den sonderbaren Bildern, die sie enthalten. Die Gedanken verirren sich auch Tage später noch hin zu den traumartigen Gebilden, die sie entstehen lassen.

Eben so ein Buch ist „Schneekönig“ von Leviosa, einer jungen Autorin in unserer Community. Es ist als Kurzgeschichte klassifiziert und besteht aus drei Teilen, die recht ähnlich aufgebaut sind. Wir sehen eine Bushaltestelle an einer nur wenig befahrenen Straße. Das Wartehäuschen wirkt heruntergekommen und nur selten treffen hier Reisende oder aber ihre Verkehrsmittel ein. Nur ein Mädchen mit zwei Koffern sitzt dort, doch niemand scheint sie zu bemerken. Sie beobachtet, wie ein Bus anhält und wieder abfährt. Danach bemerkt sie im schummrig orangenen Schein einer Laterne den Niederschlag.

Im ersten Teil ist es der erste Schnee des Winters, im zweiten wiederum Schnee, doch der Winter hat die Welt in frostiger Umklammerung, im dritten Teil, der ein Jahr später spielt, schließlich Regen.

Die Beschreibung der Szenerie ist wundervoll gelungen. Die Stille, die auf diesem Fleckchen Erde ruht, und die hereinbrechende Kälte werden fast greifbar. Die Bilder, die beim Lesen vor dem geistigen Auge aufleuchten, bleiben lebendig. Ab und an kommen zwar Flüchtigkeitsfehler vor allem bei der Kommasetzung vor, doch die übersieht man angesichts der geschilderten Atmosphäre. Ansonsten ist der sprachliche Ausdruck gut. Was allerdings den Reiz dieses Textes ausmacht, ist das Rätsel um seinen eigentlichen Inhalt. Was geht dort an der Bushaltestelle vor sich? Und wer spricht sie an?

Interessant ist die Verbindung des Mädchens mit dem Niederschlag. Wenn es schneit, unterhält sie sich mit demjenigen, den sie „Schneekönig“ nennt, bei Regen nicht. Daher kann man annehmen, dass sie selbst etwas mit den wechselnden Jahreszeiten zu tun hat. Doch was genau sie ist, das muss der Leser alleine herausfinden.

So bleibt man am Ende mit einem beeindruckenden Text zurück und versucht, das Rätsel zu lösen. Somit gelingt es Leviosa, dass ihr „Schneekönig“ in Erinnerung bleibt. Ein großes Publikum hat er daher mehr als verdient.