Schlagwort-Archiv: Schriftsteller

15. November:

International writers in prison day

Wer offen seine Meinung äußert und dadurch womöglich unangenehme Wahrheiten ans Licht bringt, muss oftmals mit harten Konsequenzen rechnen. Von dieser traurigen Wahrheit sind leider auch heutzutage noch zahlreiche Schriftsteller betroffen. In vielen Ländern sind Rechte wie „Pressefreiheit“ oder das „Recht auf freie Meinungsäußerung“ leider noch immer ein Fremdwort. Jene, die sich trotzdem trauen, die Missstände in ihrem Land offen kundzutun, werden daraufhin oftmals scharf von der Regierung verfolgt.

Einer, dem es genauso erging,  ist der diesjährige Preisträger des „Friedenspreises des deutschen Buchhandels“ Liao Yiwu, der sich jahrelang gegen die extremen Menschenrechtsverletzungen in China ausgesprochen hatte. Seine Bestrafung folgte auf dem Fuße und er musste sich mit Folter, Todesangst und Haft abfinden.

Doch zum Glück gibt es Menschen, die diese Ungerechtigkeiten nicht einfach so hinnehmen und sich tatkräftig für die menschenunwürdig behandelten Schriftsteller aus aller Welt einsetzen. An erster Stelle ist in diesem Zusammenhang die Organisation P.E.N. zu nennen, die aktiv für verfolgte Autoren kämpft.

Heute, am „internationalen Tag der Autoren hinter Gittern“, soll besonders auf das Schicksal dieser mutigen Menschen aufmerksam gemacht und gedacht werden.

Alles Gute, Theodor Storm

Heute vor 195 Jahren wurde der bekannte, deutsche Schriftsteller Theodor Storm in Husum geboren. Bereits mit 15 Jahren verfasste er seine ersten Gedichte. Einige Jahre später heiratete er seine Cousine Constanze Esmarch, mit der er schließlich ganze sieben Kinder in die Welt setzte. Er gründete eine Anwaltskanzlei, doch gleichzeitig schrieb er weiter an seinen Gedichten und Geschichten.

In den 1850er Jahren setzte er sich aktiv für die Unabhängigkeit Schleßwig-Holsteins ein. Zu dieser Zeit erlangte er auch in Deutschland langsam Berühmtheit und ein erster Sammelband seiner Gedichte erschien. Dass sein Talent für damalige, aber auch heutige Verhältnisse wirklich außergewöhnlich war, ist unbestritten. Eines seiner bekanntesten Werke ist „der Schimmelreiter“. Kurz nach Fertigstellung der Novelle starb Storm im Alter von 70 Jahren.

Er zählt auch heute noch zu den beliebtesten, Deutschen Schriftstellern. Auch auf BookRix gibt es ein Profil (bx.storm) , auf dem ihr viele Gedichte und Geschichten Storms nachlesen könnt.

Paulo Coelho – ein Rebell?

Coelho wird heute 65 Jahre alt

Erst einmal wollen wir Paulo Coelho zum Geburtstag gratulieren. Der Brasilianer wird heute 65 Jahre alt. Wer kennt ihn nicht – liegen seine Werke nicht in jeder Buchhandlung zu Hauf aus? Wie viele andere Autoren kann auch Coelho auf eine sehr spannende Vergangenheit zurückblicken, die nicht zuletzt Grundlage der Inhalte seiner Bestseller wurde. Neben abgebrochenen Studien, einer Weltreise, Drogenexzessen und diversen Aufenthalten in psychiatrischen Anstalten, dem Begehen des Jakobswegs und zahlreichen anderen spannenden Ereignisse in seinem Leben, hat er sich eines immer behalten – seinen Traum, Schriftsteller zu werden. Gott sei Dank –  aus Lesersicht!

Heute hat er mehrere Weltbestseller veröffentlicht, darunter 65 Millionen verkaufte Exemplare von „Der Alchimist und weitere Erfolge mit „Elf Minuten“, „Der fünfte Berg“, „Veronika beschließt zu sterben“, … Die Liste ist lang.

Doch auch wenn er nun als Schriftsteller ein recht bodenständiges Dasein pflegt, den Rebell ist er noch immer nicht ganz los geworden. So hat er bereits im Jahr 2008 einfach selbst seine Werke als Raubkopien über den Blog „Pirate Coelho“ ins Netz gestellt und dadurch seine Verkäufe in Russland beispielsweise angekurbelt. Fragwürdig aber effektiv in dem Fall!  Übrigens ist Coelho im Internet sehr aktiv: Facebook, Blog und auch sonst sehr aktiv – genau so geht’s!

Also dann – Feliz Aniversario Paulo – auf dass noch zahlreiche weitere Bestseller folgen!!

Ernest Hemingway

Happy Birthday

Gerne gehe ich immer wieder in eines meiner Lieblingscafés: ins „Café Hemingway.“ Warum ich heute auch mal wieder hier landen werde? Nun, das liegt nicht nur an dem grandiosen Cappuccino, der einem hier angeboten wird…sondern auch an einem ganz besonderen Geburtstagskind!

Ernest Hemingway ist einer der großen Namen in der riesigen Welt der Autoren. Jeder kennt ihn,  viele verehren ihn und vor allem am heutigen Tag werden wohl einige (wie ich zum Beispiel) mal wieder an ihn denken. Denn heute vor 113 Jahren wurde der weltberühmte Schriftsteller in Oak Park/Illinois geboren. Hemingway war einer der einflussreichsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Sein Buch „Der alte Mann und das Meer“ verhalf ihm zu Weltruhm  und es brachte ihm sowohl einen Pulitzer- als auch den Literaturnobelpreis ein. Die Novelle spielt in seiner Wahlheimat Kuba und dort wird er auch heute noch beinahe wie ein Heiliger verehrt.

Er war ein Mann mit vielen Interessen und Begabungen und wie es scheint ein getriebener und ruheloser Charakter. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller und Kriegsberichterstatter war er zugleich Abenteurer, Hochseefischer und Großwildjäger – und wohl auch mit allen Wassern gewaschen.  Außerdem trat er stolze vier Mal vor den Traualtar. Doch keine seiner Ehen und auch sein großer Erfolg konnten ihn scheinbar letzten Endes nicht glücklich machen. Zeit seines Lebens hatte er mit Alkoholsucht und Depressionen zu kämpfen und so flüchtete er sich schließlich im Jahre 1928 im Alter von nur 61 Jahren in den Selbstmord.  Unsterblich bleiben aber seine Werke und der Mythos, der sich hinter seinem Namen verbirgt.

Hoch die (Cappucino-) Tassen auf einen Mann, der ein großes Vorbild für viele ist. Happy Birthday, Ernest Hemingway.

Liu Xiaobo Charity Video-Aktion

„Gegen gefangene Worte“

Möglichst jeden Tag eine gute Tat zu vollbringen ist eine alte Pfadfinderregel und wie wir finden ein erstrebenswertes Ziel. Durch die Teilnahme an unserer Liu Xiaobo Charity – Aktion wollen wir euch die Möglichkeit geben, euch kreativ auszutoben und gleichzeitig etwas Gutes zu tun. Diese Aktion startet ab heute und sie steht ganz im Zeichen des chinesischen Friedensnobelpreisträgers und Schriftstellers Liu Xiaobo, der wegen Versuchen zur Demokratisierung Chinas wegen „Anstachelung zum Umsturz der Staatsgewalt“ angeklagt und verhaftet wurde. Nachdem er bereits ein Jahr lang an einem unbekannten Ort und ohne formelle Anklage festgehaltenwurde, wurde er am 10. Februar 2010 trotz massiver internationaler Kritik zu einer elf-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Die Weltöffentlichkeit möchte diese Ungerechtigkeit nicht dulden und verschiedenste Aktionen wurden bereits gestartet, um den Menschenrechtler aus dem Gefängnis zu holen – bisher leider erfolglos.

Auch wir hier bei BookRix möchten nun auf das Schicksal des Schriftstellers aufmerksam machen und deshalb laden wir euch ein, ein Video zu erstellen, das sich mit dieser Thematik befasst. Lasst euch inspirieren von Liu Xiaobo, seiner Arbeit, seinen Texten, seinem Einsatz für die Demokratisierung und seinem Schicksal.

Wie funktioniert das Ganze? Ladet auf Youtube ein Video hoch und tagged es mit „BookRix“, „Liu Xiaobo“, „Gegen gefangene Worte“ etc. , schickt dann bitte eine E-Mail an support-de@bookrix.com und weist uns auf euer Video hin. Dann können wir es in unsere Playlist aufnehmen.

Das Beste daran: Für jedes eingestellte Video spendet BookRix 5 € an die Organisation P.E.N., die seit  nunmehr 52 Jahren für die Meinungs- und Pressefreiheit in aller Welt kämpft. Macht mit und unterstützt Schriftsteller, die unschuldig im Gefängnis sitzen, mit einem Beitrag. Zeit dafür habt ihr vom 11.06.2012 bis zum 13.08.2012. Wir freuen uns auf eure Beiträge und hoffen auf eine rege Teilnahme. Weitere Infos findet ihr hier.

Tag des freien Buches

„Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen“ (Heinrich Heine 1820)

Der 10.05 ist ein schwarzer Tag in der deutschen Geschichte und das vor allem für Autoren, Intellektuelle und Buchliebhaber. Denn 1933 wurden an diesem Datum in Berlin tausende Bücher bedeutender Schriftsteller, die der damaligen NS-Regierung zuwider waren, verbrannt.

In Deutschland war zu Beginn des Krieges die „Aktion wider den undeutschen Geist“ gestartet worden. Bücher mit Inhalten, die von der NSDAP nicht geduldet wurden, wurden auf eine gefürchtete „schwarze Liste“ gesetzt und verschiedene Intellektuelle mussten mit Zensuren und Verfolgungen kämpfen.

Am 10.05.1933 schließlich gipfelte diese Aktion in einer öffentlichen Bücherverbrennung. Ein Exempel sollte statuiert werden und im Zuge dessen wurden 25000 Bücher im Zentrum Berlins unter den Augen von 70000 Schaulustigen verbrannt. Dabei wurden bedeutende Werke von mehr als 200 Autoren, unter anderem Franz Kafka, Thomas und Heinrich Mann, Sigmund Freud und Erich Kästner „den Flammen übergeben“. Da es ein regnerischer Tag war, musste dabei sogar mit Benzin nachgeholfen werden. Es folgte eine Welle der Vertreibung vieler Intellektueller aus Deutschland und zahlreiche der damals zerstörten Werke wurden auch nach dem Krieg nicht mehr neu verlegt. Ein wahrer Verlust für die Literaturwelt.

Seit 1983 feiert man nun am 10. Mai jährlich den Tag des freien Buches. Wir sollten uns gerade heute also vergegenwärtigen, dass das Recht, den Inhalt eines Buches frei und selbstständig zu bestimmen, keine Selbstverständlichkeit ist. Außerdem erinnern wir uns heute dieser sinnlosen Zerstörung und der Schriftsteller, die unter dem damaligen Regime zu leiden hatten.

Geehrt auch nach dem Tod:

Der 19 Januar ist Edgar Allan Poes Geburtstag.

Der berühmte US-Amerikanische Schriftsteller prägte vor allem Sci-Fi-, Horror- und Kriminalgeschichten. Umso passender ist die Geschichte, die sich seit über 60 Jahren an seinem Geburtstag abspielt. Eine vermummte Gestalt, schwarz gekleidet und zerbrechlich wirkend, schreitet frühmorgens zu Poes Grab, prostet mit einem Glas Cognac dem Grabstein zu, stellt die halbvolle Flasche ab und legt drei Rosen nieder. Sein Verhalten brachte ihm den Namen „Poe Toaster“ ( engl. to toast = zuprosten) ein. Bis heute ist die mysteriöse Erscheinung nicht geklärt worden, keiner weiß, wer sich hinter dem „Poe Toaster“ verbirgt.
Am heutigen Tag finden sich jedes Jahr schaulustige Poe-Fans ein, die dem geheimnisvollen Besucher und Poe Respekt zollen, der seit 1949 jedes Jahr das Grab besucht.
2010 endete die Besuchsreihe seit 61 Jahren, ohne dass der Grund dafür jemals bekannt wurde. Auch die Identität des „Poe Toasters“ bleibt nach wie vor geheim – Nicht zuletzt, um das Andenken an Poe zu wahren, der an dem Schauspiel seine helle Freude gehabt hätte.

In DIESEM Buch von Szirra könnt ihr noch mehr über Edgar Allan Poe erfahren.

Gedenktag:

„Tag der inhaftierten Schriftsteller“

Heute, am 15. November gedenken Menschen auf der ganzen Welt jener Schriftsteller, welche offen ihre Meinung sagten und deswegen verfolgt, inhaftiert und ermordet wurden.
„Ob ich lebe oder sterbe ist bedeutungslos. Es reicht die Gewissheit, dass es Menschen gibt, die ihre Zeit, ihr Geld und ihre Energie darauf verwenden, dieses eine Übel unter so vielen anderen auf der Welt zu bekämpfen. Wenn sie auch heute erfolglos bleiben, morgen werden sie ihr Ziel erreichen. Wir müssen uns darum bemühen, diese Welt zu einem besseren Ort für die gesamte Menschheit zu gestalten. Jeder trägt dazu seinen Teil bei, auf seine oder ihre eigene Weise.“
Der nigerianische Schriftsteller Ken Saro-Wiwa, aus dessen Briefen dieses Zitat stammt, wurde vom zu dieser Zeit herrschenden Abacha-Regime zum Tode verteilt und mit acht weiteren seiner Mitstreiter hingerichtet. Angeblich wegen einem Mord, doch in Wahrheit hatten sie die Welt auf die Umweltzerstörung im ölreichen Nigerdelta aufmerksam gemacht und den Kampf gegen das Militärregime von General Abacha und den Ölkonzern Shell aufgenommen.
Jedes Jahr gibt es eine Auszeichnung für „Journaliste en danger“, welche traditionell von der Schriftstellervereinigung PEN (poets essayists novelists ) und dem internationalen Writers-in-Prison-Komitee an fünf inhaftierte Schriftsteller verliehen wird, welche besonders in Lebensgefahr schweben. Auch wir sind in Gedanken bei allen zu Unrecht inhaftierten Autoren!