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Minitipp für Autoren: Leserbindung

Unwissenheit schützt vor Lesern nicht…

Heute gibt´s mal wieder was Neues aus unserer beliebten Reihe „Minitipps für Autoren“ von Lektor und Autor Philipp Bobrowski. In dieser Rubrik findet ihr regelmäßige Ratschläge, die euch dabei helfen können, den nicht immer ganz leichten Autorenalltag so gut wie möglich zu meistern.

Dieses Mal geht es um die Bindung zwischen Leser und Protagonist:

Eine gute Strategie, um Identifikation zu erreichen und den Leser frühzeitig an den Protagonisten zu binden, ist, beide möglichst von Beginn an etwas teilen zu lassen. Nämlich die gleichen Wissenslücken.

Wir empfehlen euch: nutzt gleich das bevorstehende Wochenende und schreibt, was das Zeug hält. Vielleicht konnte euch Philipp ja ein wenig inspirieren.

Wenn euch interessiert, wer denn hinter diesen Tipps steckt, könnt ihr gerne einmal auf seiner Homepage vorbei schauen.

Grammar-Day

Vermeide lästige Fehler!

Grammatik ist nicht so schwer!

Ich erinnere mich noch gut daran, wie sehr ich den Grammatik-Unterricht in der Schule gehasst habe. Meine Deutschlehrerin in der siebten Klasse ließ uns dazu an den Overhead-Projektor treten und wir mussten bei einem Satz alle grammatikalischen Phänomene eintragen, die uns auffielen. Damals war dieses Thema für mich ein Buch mit sieben Siegeln und ich tat mich unheimlich schwer, die deutsche Grammatik zu begreifen. Heute, am „Tag der Grammatik“ (Grammar Day) denke ich mit einer gewissen Dankbarkeit an diese Deutschstunden zurück.

Grammatik ist das Gerüst, aus dem Sprachen gebaut werden. An ihren Regeln können wir uns orientieren und danach lernen. Doch leider ist Grammatik vor allem auch eines: komplex. Selbst in unserer Muttersprache fällt es uns nicht immer leicht, grammatikalische Regeln stets richtig anzuwenden. Das ist natürlich vor allem für Autoren ein Problem, denn für viele Leser sind fehlende Grammatikkenntnisse – zu Recht – ein No-Go, wodurch das Lesevergnügen deutlich gemindert wird. All diejenigen von euch, denen auch ab und an einmal ein Grammatik-Fehler unterläuft, sollten sich unseren Blog in der nächsten Zeit ganz genau durchlesen. Dort werden wir wöchentlich auf die häufigsten Fehler hinweisen.

Heute, am Grammar-Day, geht es dabei natürlich um ein grammatikalisches Phänomen – das Plusquamperfekt (Die Vorvergangenheit):

Es ist eine Sache, die uns in vielen Büchern von Indie-Autoren immer wieder auffällt: Der Gebrauch des Plusquamperfekts, also der Vorvergangenheit, scheint einigen Autoren so manche Schwierigkeit zu bereiten. Eine normale Geschichte wird für gewöhnlich im Präteritum (erste Vergangenheit) wiedergegeben.

Beispiel: „Paula ging in den Garten.“

Wenn man also von etwas berichten möchte, das in der Vergangenheit passiert ist, muss man in seiner Geschichte auf die Vorvergangenheit zurückgreifen.

Richtig:  „Paula ging in den Garten, in dem ihre Mutter Blumen gepflanzt hatte.“

Falsch: Paula ging in den Garten, in dem ihre Mutter Blumen pflanzte.“

Die Vorvergangenheit bildet sich also aus dem Präteritum von „haben“ (hatte) oder „sein“ (war), sowie dem Partizip II. des Verbes. Diese Verbform wird folgendermaßen gebildet:

ge-„ + Verbstamm +  Endung „-(e)t oder –en z.B. (ge – pflanz –t, ge– fahr- en).

Du solltest Dir unbedingt angewöhnen, die Vorvergangenheit richtig anzuwenden, um auch wirklich das ausdrücken zu können, was Du möchtest. Ist Dir die Grammatik erst einmal in Leib und Blut übergegangen, wirst Du sicher keine Probleme mehr mit lästigen Fehlern haben.