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Von fliegenden Untertassen

…und zuckenden Mollusken.

Heute ist also Tag des Ufos. Nun gut. Ich wollte schon gerne wissen was es damit auf sich hat. Ist es der Tag an dem Alf auf der Erde notgelandet ist? Oder von Dänikens Geburtstag? (Kennt den noch jemand?)

Folgendes ergab die Recherche: am 24. Juni 1947 erspähte der Hobbypilot Kenneth Arnold neun silbern glänzende Objekte. In seiner Aufregung beschrieb er diese Ufos als „saucers“ – Untertassen. Und erschuf somit den Mythos der fliegenden Untertasse. Bis heute ist sie die einzig legitime Bauform für außerirdische Fluggeräte. Ufos waren in der Folgezeit total in. Viele Leute sichteten in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts (Anm. des Red.: Muss man das echt so schreiben?)auf einmal fliegende Untertassen. Ein Schelm wer hier von einer Modeerscheinung, einem Trend spricht und nicht von intergalaktischen Begegnungen mit weitreichender Bedeutung für die Menschheit.

Apropos Modeerscheinungen. Als ich jung war (Anm. des Red.: in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts), waren Aliens auf einmal wieder total in. Zeitgleich mit dem Techno-Boom wurde plötzlich alles voll spacig! Es gab T-Shirts mit Ufos drauf und „I Believe“ Glaubensbekenntnissen. In der Glotze lief „Akte X“ und an der Spitze der Charts schrammelte der Song „Spaceman“ belanglos vor sich hin. Ach ja, und diese klischeebeladenen Poster: Dürre, fahlgraue Aliens starten mit riesigen, leeren Augen von deutschen Teenager-Zimmer-Wänden und forderten: „Take me to your dealer“! So ein Mumpitz! Wenn es Aliens gibt, haben die ganz anderes Zeug. Da fliegen die doch nicht…

Und noch was: Nur weil sich das evolutionäre Konzept des Vierbeiners (bzw. zwei Beine und zwei Arme) auf unserem Planeten bis heute bewährt hat, heißt es noch lange nicht, dass Aliens auch so daherkommen müssen. Vielleicht sind es ja riesige, zuckende Mollusken, die in irgendwelchen abgefahrenen Sphären durchs All schippern. Ja ja, ich weiß! Mollusken sehen aber nicht so cool aus.