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Zwei Fliegen mit einer Klappe am Weltkindertag

Tolles Buch für den guten Zweck

„Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder.“
Dante Alighieri (1265-1321), ital. Dichter

Wer kennt ihn nicht? Den unschuldigen Blick eines Kindes, von dem wir wenn möglich alles Böse dieser Welt abhalten möchten. Auch heute denken wir wieder speziell an die Bedürfnisse der kleinsten Mitglieder unserer Gesellschaft. Im Jahre 1954 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Kinderhilfswerk UNICEF damit beauftragt, in allen teilnehmenden Ländern einen Weltkindertag (Universal Children´s Day) einzurichten. In Deutschland wird dieser heute gefeiert. Die größten Feste zum Weltkindertag sollen mit mehr als 120.000 Besuchern in Berlin und Köln stattfinden.

Leider gibt es auf der ganzen Welt noch immer sehr viele Kinder, die in Armut leben und Hunger leiden müssen. Die Welthungerhilfe setzt sich ganz massiv für die Bedürfnisse der Ärmsten ein. BX-Autor Manfred Schuchert leistet mit seinem Buch „die Motte und der Hahn“ ebenfalls einen Beitrag zum guten Zweck und nebenbei beschert er uns auch noch ein süßes Buch, das lesenswert für Jung und Alt ist. Gemeinsam mit seiner Enkeltochter hat er dieses Buch verfasst und illustriert. Es schildert auf ungewöhnliche Art und Weise die Gründung der Welthungerhilfe in Deutschland und ihren Einsatz für Nomadenkinder in Mali. Mit dem Kauf des Buches schlägt man also zwei Fliegen mit einer Klappe. Jeder Cent, der durch das Buch eingenommen wird, geht direkt an die Welthungerhilfe und damit an Kinder in Not. Mehr über den Autor und sein PRojekt erfahrt ihr auf seinem BookRix-Profil.

Tag der Pressefreiheit

Gefährliches Leben für Journalisten

Heute, am dritten Mai, wird zum 8. Mal der Internationale Tag der Pressefreiheit begangen, der 1994 von der UNESCO eingeführt wurde. Ziel war und ist es, die Weltbevölkerung auf diejenigen Staaten hinzuweisen, in denen dieses grundlegende Recht leider noch immer nicht gewährleistet wird.

Dass diese Problematik aktueller denn je ist, wird einem besonders im Jahr 2012 schmerzlich bewusst. Bereits mehr als 40 Journalisten wurden in den letzten fünf Monaten weltweit wegen freier Meinungsäußerungen getötet, viele weitere ins Gefängnis gesteckt. Tendenz steigend. Das internationale Presseinstitut stellt sogar die erschreckende Prognose, dass 2012 das tödlichste Jahr für Journalisten werden könnte. Besonders betroffen davon sei Syrien. In Deutschland ist die Pressefreiheit im Artikel 5 des Grundgesetzes verankert, sie ist ein „Barometer für die Demokratie“ . Nichtsdestotrotz ist auch bei uns die Ausführung der Pressefreiheit noch ausbaufähig.

„Die Liste der Länder ohne oder nur mit eingeschränkter Pressefreiheit ist lang. Umso wichtiger ist es, dass diejenigen Staaten, in denen – wie in Deutschland – dieses recht im Grundgesetz verankert ist, Presse- und Meinungsfreiheit auch wirklich leben“, sagte der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen, der Deutschen Presseagentur zu diesem Thema.

Den schwierigsten Stand haben Journalisten in Weißrussland, Kuba, Äquatorialguinea, Eritrea, der Iran, Nord Korea, Turkmenistan und Usbekistan. Doch es gibt ein kleines Licht am Ende des Tunnels. Es haben sich verschiedene Organisationen gegründet, die nicht tatenlos dabei zusehen möchten, wie Journalisten mit extremen Mitteln mundtot gemacht werden sollen. Unter anderem setzt sich beispielsweise die Vereinigung P.E.N. (poets essayists novelists) aktiv für die Befreiung inhaftierter Schriftsteller ein und kämpft für die weltweite Durchsetzung der freien Meinungsäußerung.

Welttag des geistigen Eigentums

Urheber – recht?

Heute ist der Welttag des geistigen Eigentums. Dieser wurde im Jahr 2000 von der UNESCO eingeführt und wird seitdem jährlich am 26. April gefeiert, um den Wert dieses „immateriellen Besitzes“ zu verdeutlichen. In Zeiten, in denen so gut wie jeder schon einmal einen eigentlich urheberrechtlich geschützten Film heruntergeladen oder Musik „halblegal“ auf den Computer gezogen hat, ist der Schutz von „intellectual property“ natürlich topaktuell. Die nötige Reichweite des Schutzes ist allerdings ziemlich umstritten. Auch auf unserer Facebook-Seite haben wir heute Morgen die Frage gestellt, inwieweit Urheberrechtsverletzungen geahndet werden sollten und auch hier wurden verschiedene Meinungen laut. Die einen waren der Ansicht, Urheberrechtsverletzungen „gehören sich einfach nicht“ und sich „mit fremden Federn zu schmücken“ sei schlicht nicht in Ordnung. Jedoch war der allgemeine Konsens auch, dass man es mit den Bestimmungen zum Urheberrecht nicht übertreiben sollte. Viele Künstler, die man nicht mehr missen möchte, seien überhaupt erst durch „Urheberrechtsverletzungen“ bekannt geworden – etwa durch das Cover eines bekannten Liedes, das sie auf youtube veröffentlicht haben. Das Thema „geistiges Eigentum“ betrifft natürlich auch unsere BookRix-Autoren, denn wer eine packende Idee für ein Buch hat und sich die Mühe macht, diese auch auszuformulieren, weiß wie viel Arbeit und Herzblut hinter einem solchen Projekt steckt. Wie ärgerlich und unangebracht da eine Urheberrechtsverletzung ist, kann man wahrscheinlich leicht nachvollziehen. Auch Stephenie Meyer, die bekannte Twilight-Autorin musste sich in der Vergangenheit bereits mit einigen Urheberrechtsverletzungen auseinandersetzen. Im Jahr 2008 arbeitete sie an ihrem Buch „Midnight sun“, das ihre weltbekannte Vampirstory aus der Sicht des blutsaugenden Protagonisten Edward erzählen sollte. Obwohl sie das Buch noch nicht einmal fertiggestellt hatte, wurde das unvollständige Manuskript illegal im Internet verbreitet. Die Autorin reagierte enttäuscht darauf und legte das Projekt zum Leidwesen der Fans bis auf Weiteres auf Eis. Alles in allem sind wir der Meinung, dass es ein Armutszeugnis ist, sich immer nur mit den Lorbeeren anderer Menschen zu schmücken und der Schutz des geistigen Eigentums absolut gewährleistet werden sollte. Allerdings immer nur in einem vernünftigen Rahmen

Nichts ist selbstverständlich

Bildung für alle?

Eine Frau sitzt wartend in der Behörde, als sie plötzlich ein Mann anspricht:
„Entschuldigen Sie junge Dame? Würden Sie mir bitte beim Ausfüllen des Formulares helfen?“
Mit einer Hand hält er ihr ein Blatt entgegen, der andere Arm hängt scheinbar bewegungsunfähig in einer blauen Armschlinge.
„Aber natürlich.“
Freundlich lächelt sie ihn an und nimmt das Papier entgegen.
„Name?“
Schritt für Schritt füllt sich das Formular. Was die Frau nicht weiß: Der Arm des Mannes ist völlig unversehrt. Einzig und allein sein Stolz sorgte dafür, dass er zu solch einer Notlüge greifen musste, denn: Er ist Analphabet.

Eine ausgedachte Geschichte? Bei weitem nicht. Sie ist nur ein Beispiel dafür, wie sich Analphabeten durch ihr Leben schlängeln und dabei  den Kontakt mit Buchstaben bewusst meiden.
1966 führte die UNESCO den „Welt-Alphabetisierungstag“ ein. Schätzungsweise 862 Millionen gehören zu den Analphabeten, zwei Drittel davon sind weiblich. Im Jahr 2000 wurde vom Weltbildungsforum der Vereinten Nationen in Dakar außerdem die Dekade von 2003 bis 2012 als Weltalphabetisierungsdekade ausgerufen. Das Ziel ist es, bis 2015 allen Kindern den Zugang zu kostenfreier Grundschulbildung zu ermöglichen und die Zahl der erwachsenen Analphabeten zu halbieren. Gestern erschien im Tagesspiegel ein interessanter Artikel, welcher genauer auf die Zahl der Analphabeten in Deutschland eingeht.  Jeder Interessierte kann sich dort noch einmal genauer informieren.
„Hier, bitte.“
Das Papier wechselt den Besitzer und der Mann lächelt erleichtert. Wieder einmal hat er es geschafft, einer großen Blamage zu entgehen.

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