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Wichtig für Indie-Autoren: Vermeide Urheberrechtsverletzungen – Sie können Dich teuer zu stehen kommen!

Was Du bei der Verwendung fremder Bilder beachten musst

Bestimmt möchtest auch Du ein tolles Cover für Dein Buch, denn fast nichts kurbelt den Verkauf besser an, als ein ansprechender erster Eindruck Deines eBooks. Leider hat man aber oftmals gerade kein passendes Bild zur Hand, das ein passendes Cover zu Deiner Geschichte hergeben würde. Du denkst Dir: „Nichts leichter als das. Auf Google lässt sich bestimmt etwas Gutes finden“. Dadurch riskierst Du aber nicht nur eine klare Urheberrechtsverletzung, sondern womöglich auch eine hohe Geldstrafe.

Damit das nicht passiert, hier einige wichtige Informationen zum Urheberrecht von Bildern:

Sind Fotografien immer geschützt?

Grundsätzlich sind alle Fotografien urheberrechtlich geschützt, egal wie gut oder schlecht die Bildqualität ist. Lichtbildwerke, also künstlerisch hochwertige Bilder, verlieren diesen Schutz erst 70 Jahre nach dem Tod des Fotografen. Alle anderen Lichtbilder sind aber immerhin auch 50 Jahre ab der Veröffentlichung automatisch geschützt.

Darf ich die Fotografie verwenden, wenn kein Urheber genannt ist?

Auch wenn ein Bild nicht mit dem © Copyright Zeichen versehen ist und der Fotograf unbekannt ist, darf ich es ohne die entsprechenden Nutzungsrechte nicht verwenden.

Was muss ich beachten, wenn ich ein Bild aus einer Fotodatenbank verwenden möchte?

Die Bilder, die in Fotodatenbanken wie www.fotolia.de oder www.pixelio.de angeboten werden, sind teilweise kostenlos oder für einen geringen Preis zu haben und können oftmals auch kommerziell verwendet werden. Doch es ist auch hier sehr wichtig, sich immer an die Urheberrechtsbestimmungen der einzelnen Seite zu halten. Informiert euch also immer (!), welche Copyrightangaben ihr machen müsst, wenn ihr das Bild nutzt. Wenn ihr euch unsicher seid, fragt am besten direkt beim Kundensupport der jeweiligen Seite nach!

Kann ich jedes Bild verwenden, das unter einer Creative Commons Lizenz eingestellt wurde?

Achtung: der Zusatz „lizenzfrei“ bei einem Bild bedeutet nicht automatisch, dass man es unbeschränkt nutzen darf. Wenn Bilder mit dem Vermerk „Creative Commons“ gekennzeichnet wurden, dürfen sie zwar im Normalfall kostenlos genutzt werden, das heißt aber nicht, dass sie frei von Urheberrechten sind. Daher auch bei scheinbar „gemeinfreien“ Bildern immer die einzelnen Lizenzvereinbarungen suchen und befolgen, oder wenn diese nicht auffindbar sind im Zweifelsfall Kontakt zum Rechteinhaber aufnehmen. Besonders vor kommerzieller Nutzung des Bildes (also als Cover eines Verkaufsbuches) ist strikt auf die jeweilige Lizenz des Bildes zu achten. Sonst kann es teuer werden.

Wie sieht es aus, wenn ich ein Bild verändere? Darf ich es dann benutzen?

Auch bei Veränderungen eines Bildes greift das Urheberrecht. Dafür müsstet ihr die Lizenz des entsprechenden Bildes oder die Einwilligung des Urhebers haben.

Was ist, wenn ich den Namen des Urhebers nicht herausfinde?

In diesem Fall solltest Du das Bild auf keinen Fall verwenden, da Du Dir trotzdem natürlich nicht sicher sein kannst, dass Dich der entsprechende Rechteinhaber nicht zur Rechenschaft ziehen wird. Es gilt der Grundsatz: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Wie komme ich an ein günstiges Bild für mein Cover?

Nichtsdestotrotz gibt es für Dich natürlich Möglichkeiten, an günstige Bilder für ein tolles Cover zu kommen, die Du auch benutzen darfst. Eine Möglichkeit ist es natürlich, die Bilder für Dein Cover selbst zu gestalten. Knipse ein schönes Foto oder gestalte ein ansprechendes Bild am Computer.

Außerdem findet man wie bereits angedeutet auf Fotoseiten wie Pixelio, Fotolia oder Aboutpixel durchaus Bilder, die man kostenfrei-/günstig kommerziell nutzen darf. Doch informiert euch immer vorher genau, wie es um die Lizenz zu dem Bild bestellt ist und welche Angaben ihr dazu machen müsst. Meist gibt es bei jedem Bild ein klickbares Feld, in dem die Lizenzrechte des jeweiligen Bildes nachgelesen werden können. Die FAQs oder die Supportbereiche der entsprechenden Seiten werden ebenfalls Aufschluss darüber geben

Was mache ich, wenn ich selbst nicht das Zeug zum Coverdesigner habe?

Wir sind uns durchaus dessen bewusst, dass nicht jeder das Zeug zum perfekten Coverdesigner hat. Das ist weder schlimm noch peinlich. Das tolle ist, dass BookRix eine Community ist, in der man sich gerne gegenseitig unterstützt. Es gibt einige Gruppen, an die Du Dich wenden kannst, wenn du um Hilfe, Tipps und Tricks rund ums Coverdesign bitten möchtest.

Hier einige Beispiele:

Cover bearbeiten: anderen dabei helfen

Kunst

Showbühne – Galerie

Ein ganz besonderer Tipp:

BookRix-Userin Viktoria Petkau hat den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und bietet Autoren Covergestaltung zu einem fairen Preis an. Und ihre wunderschönen Cover können sich wirklich sehen lassen. Schaut doch mal auf ihrer Homepage vorbei: http://www.gedankengruen.de/

Weitere Informationen zum Thema findet ihr hier.

Von Jack Daniels können auch Autoren noch etwas lernen…

Der elegante Weg zum Urheberrecht

Eine Urheberrechtsverletzung ist für jeden kreativen Kopf natürlich ein richtiges Ärgernis. Auf einen Ideenklau reagieren viele Menschen und vor allem Konzerne oftmals prompt mit einer Anzeige und einer saftigen Geldbuße. Dass es aber auch anders geht, beweist uns die Firma Jack Daniels.

Den meisten von uns dürfte das repräsentative Etikett der Wiskey-Marke ja durchaus bekannt sein. Bei der Gestaltung seines Buchcovers hat sich der Autor Patrick Wensink dieses Emblem zum Vorbild genommen. Prompt darauf landete auch eine Abmahnung der Firma im Briefkasten. Dabei handelte es sich allerdings wohl um eine der freundlichsten Urheberrechts-Beschwerden in der Geschichte.

Die Anwältin der Firma erklärte in einem ausgesprochen netten Ton, dass das Unternehmen sich sehr über das Interesse an der Firma freue und sich davon geschmeichelt fühle. Da das Markenzeichen aber besonders geschützt werden müsse, fordere sie den Autor doch freundlich dazu auf, sein Cover doch bitte zu ändern. Die Firma wolle sich sogar mit einem „angemessenem Betrag“ an den Kosten dafür beteiligen.

Ein Handling mit einer Copyright-Übertretung, das seinesgleichen sucht. Außerdem wurde es jetzt, durch die Veröffentlichung seitens des Autors, auch noch zu einer positiven Werbung für den Konzern Jack Daniels.

Den Original Antwort-Brief findet ihr übrigens hier.

Wochenrückblick…

Neues aus der Buchwelt

eBook NewsEines der aktuellen „Lieblingsthemen“ der Netzgemeinde, aber auch von Autoren und Verlagen, ist das gute alte Urheberrecht. Diese Woche hat das Europäische Parlament nun doch das umstrittene „Acta“ (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) gekippt. Der Buchreport berichtete gestern über die unterschiedlichen Reaktionen von Für- und Widersprechern. Der Geschäftsführer des Börsenvereins Alexander Skipis ist erwartungsgemäß enttäuscht und spricht von „einem sehr gefährlichen Zeichen“. Die Piratenpartei und der netzpolitische Sprecher der Grünen dagegen sind natürlich happy. Egal auf welcher Seite man steht, dass das Urheberrecht überarbeitet und der heutigen Realität angepasst werden muss, steht außer Frage.

Ein weiteres Fundstück, das ich Euch nicht vorenthalten möchte, ist der englischsprachige Artikel „The Curious Case of eBook Sharing Sites“ von Alice Marwick. Wie der Titel schon verrät geht es um eBook-Sharing-Seiten und welche Möglichkeiten sie Autoren bieten, ohne Agenten oder Verleger eBooks preiwert und einfach zu veröffentlichen. Die Autorin beleuchtet u.a. auch welche Genres im Bereich Self-Publishing bzw. eBook-Sharing besonders gut laufen.

Zu guter Letzt kannst Du einen Blick auf die von Media Control ermittelten eBook-Belletristik-Bestseller im Mai 2012 werfen. Das Ranking wurde diese Woche veröffentlicht und spiegelt ganz klar wieder, was der „Mainstream“ momentan gerne auf seine eReader, Tablets und Smartphones lädt.

“Durch überhöhte Preise erzieht man Verbraucher zum Klauen”

Juli Zeh fordert niedrigere Preise für eBooks

Festzulegen wieviel ein Buch Kosten soll, wenn es nach mühevoller Fertigstellung in den Verkauf geht, ist nicht leicht. Der Autor wünscht sich natürlich einen möglichst hohen Gewinn, möchte auf der anderen Seite aber auch, dass sich wirklich viele Menschen dazu entscheiden, das Buch zu kaufen. Einen angemessenen Preis einzuschätzen, ist nicht immer leicht.

Juli Zeh ist mit Büchern wie „Corpus Delicti“ oder „Adler und Engel“ eine der erfolgreichsten deutschen Schriftstellerinnen und hat sich jetzt dafür ausgesprochen,  E-Books billiger zum Verkauf anzubieten. Den Grund dafür nannte sie der Zeitung „Die Zeit“:

„Ich glaube (…), dass man durch überhöhte Preise die Verbraucher zum Klauen erzieht. Sie sind nicht bereit, für ein E-Book mehr als 20 Euro auszugeben, also machen sie Raubkopien. Die kriminelle Energie entsteht erst durch das Gefühl, abgezockt zu werden, und deshalb wäre es schlau, eBooks billiger anzubieten.“

Sie ist der Meinung, dass den Lesern die elektronischen Bücher nicht so viel wert sind, wie die Verlage verlangen. Auch der Kopierschutz sei daran schuld, denn er mache auch das „Verleihen“ von Büchern an Freunde unmöglich. Auch auf die seit Monaten schwelende Debatte bezüglich des Urheberrechts nimmt sie Bezug und stellt sich in dieser Angelegenheit eher auf die Seite derer, die das Internet verteidigen – trotzdem spricht sie sich ganz klar gegen Raubkopierer aus.

Welttag des geistigen Eigentums

Urheber – recht?

Heute ist der Welttag des geistigen Eigentums. Dieser wurde im Jahr 2000 von der UNESCO eingeführt und wird seitdem jährlich am 26. April gefeiert, um den Wert dieses „immateriellen Besitzes“ zu verdeutlichen. In Zeiten, in denen so gut wie jeder schon einmal einen eigentlich urheberrechtlich geschützten Film heruntergeladen oder Musik „halblegal“ auf den Computer gezogen hat, ist der Schutz von „intellectual property“ natürlich topaktuell. Die nötige Reichweite des Schutzes ist allerdings ziemlich umstritten. Auch auf unserer Facebook-Seite haben wir heute Morgen die Frage gestellt, inwieweit Urheberrechtsverletzungen geahndet werden sollten und auch hier wurden verschiedene Meinungen laut. Die einen waren der Ansicht, Urheberrechtsverletzungen „gehören sich einfach nicht“ und sich „mit fremden Federn zu schmücken“ sei schlicht nicht in Ordnung. Jedoch war der allgemeine Konsens auch, dass man es mit den Bestimmungen zum Urheberrecht nicht übertreiben sollte. Viele Künstler, die man nicht mehr missen möchte, seien überhaupt erst durch „Urheberrechtsverletzungen“ bekannt geworden – etwa durch das Cover eines bekannten Liedes, das sie auf youtube veröffentlicht haben. Das Thema „geistiges Eigentum“ betrifft natürlich auch unsere BookRix-Autoren, denn wer eine packende Idee für ein Buch hat und sich die Mühe macht, diese auch auszuformulieren, weiß wie viel Arbeit und Herzblut hinter einem solchen Projekt steckt. Wie ärgerlich und unangebracht da eine Urheberrechtsverletzung ist, kann man wahrscheinlich leicht nachvollziehen. Auch Stephenie Meyer, die bekannte Twilight-Autorin musste sich in der Vergangenheit bereits mit einigen Urheberrechtsverletzungen auseinandersetzen. Im Jahr 2008 arbeitete sie an ihrem Buch „Midnight sun“, das ihre weltbekannte Vampirstory aus der Sicht des blutsaugenden Protagonisten Edward erzählen sollte. Obwohl sie das Buch noch nicht einmal fertiggestellt hatte, wurde das unvollständige Manuskript illegal im Internet verbreitet. Die Autorin reagierte enttäuscht darauf und legte das Projekt zum Leidwesen der Fans bis auf Weiteres auf Eis. Alles in allem sind wir der Meinung, dass es ein Armutszeugnis ist, sich immer nur mit den Lorbeeren anderer Menschen zu schmücken und der Schutz des geistigen Eigentums absolut gewährleistet werden sollte. Allerdings immer nur in einem vernünftigen Rahmen

Urheberrecht

Keine Zitate aus Presserezensionen mehr bei Libri

Der Online – Buchhandel Libri hat Autoren und Buchverlage dazu aufgefordert, in Zukunft darauf zu verzichten, Zitate aus Presserezensionen zu Werbezwecken zu verwenden. In der Branche war es jahrelang Gang und Gäbe, verschiedene Bücher mit Auszügen aus positiven Rezensionen zu bewerben. Dies soll künftig zum Problem werden – und zwar aus urheberrechtlichen Gründen. Diese Meinung vertritt zumindest Libri und hat nun auch in einer Rundmail darauf aufmerksam gemacht. Diejenigen, die auch demnächst nicht darauf verzichten möchten, Zitate – etwa aus Zeitungen -  zu veröffentlichen, sollten ab sofort mit dem Inhaber der jeweiligen Rechte die Verwendung rechtssicher abklären.

Hintergrund dieser Warnung ist ein Rechtsstreit der FAZ und der Süddeutschen Zeitung mit dem Online -Magazin „Perlentaucher“, welches verschiedene Online-Rezensionen gesammelt und danach an Verlage verkauft hat. Obwohl  Libri nicht in Zusammenarbeit mit dem Perlentaucher steht, hat sich die Rechtsabteilung nun entschlossen, alle Rezensionen, die aus diesen beiden Quellen stammen, aus seiner Datenbank zu nehmen um sich selbst und alle Beteiligten vor möglichen Rechtsansprüchen zu schützen.

Im Gesetze-Dschungel:

Wenn Gesetze mehr verwirren, als schützen.

Für jeden Künstler steht fest: Er möchte seine Rechte geschützt wissen. Auch Autoren wollen nicht, dass jemand anderes ihre Werke als seine eigenen verkauft. Soweit sind wir uns alle einig. Was wird nun aber getan, um genau das zu gewährleisten?
ACTA und SOPA geistern durch die Medien und zerren das Thema „Urheberrecht“ ins Rampenlicht – Endlich. Denn dass etwas getan werden muss, steht schon lange fest.
„Unangemessen und dysfunktional“ – so beschreibt Dr. Till Kreutzer große Teile des aktuellen Urheberrechts und zeigt außerdem, wie es auch anders gehen kann.
„Das Modell des deutschen Urheberrechts und Regelungsalternativen“ heißt seine Dissertation, die er Ende letzten Jahres veröffentlicht hat. Auf über 500 Seiten zerlegt er das deutsche Urheberrecht, um es anschließend nach eigenen Vorstellungen wieder zusammenzusetzen. Im Gespräch mit Telemedicus erklärt er seine Ansätze genauer. Eine ausführliche Erklärung würde den Rahmen eines Blogbeitrages sprengen, bei Interesse kann das komplette Interview mit ihm HIER eingesehen werden. Kurz zusammengefasst kann gesagt werden: Die Forderung nach einer Umstrukturierung des Urheberrechts scheint berechtigt.
Wir leben im Internet, bewegen uns dort, als wäre es unser eigentlicher Lebensraum und übersehen hierbei manchmal die Gesetze, die in jeder Gemeinschaft benötigt werden.
Wofür stehen SOPA und ACTA nun eigentlich?
SOPA („Stop Online Piracy Act“; engl.: Gesetz gegen Online-Piraterie) ist ein Gesetzesentwurf, der dem Kongress der USA erstmals am 26. Oktober 2011 von dem republikanischen Abgeordneten Lamar S. Smith vorgelegt wurde.
Die Idee dahinter ist ehrenwert, denn sie soll Urhebern helfen, ihr Recht zu schützen.
Hierfür ist vorgesehen, dass Internet-Provider den Zugang zu allen ausländischen Webseiten sperren sollen, die den Urheberschutz von amerikanischen Inhalten missachten. Auch aus den Suchmaschinen sollen sämtliche Links zu Seiten entfernt werden, die gegen das US-Urheberrecht verstoßen. Das Gesetz soll zum besseren Schutz von geistigem Eigentum im Internet beitragen, eine Umsetzung würde aber vor allem eine sehr starke Zensur des World-Wide-Webs bedeuten.
Und ACTA?
ACTA  oder auch „Anti-Counterfeiting Trade Agreement“ (engl.: Handelsabkommen zur Bekämpfung von Fälschungen) ist ein Abkommen mehrerer Staaten, die gemeinsame, internationale Standards festlegen wollen, um Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen zu minimieren. Zu den teilnehmenden Nationen bzw. Staatenbünden gehören die Schweiz, die USA, die EU, Kanada, Japan, Korea, Singapur, Australien, Neuseeland, Mexiko, Jordanien, Marokko und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die nicht öffentlichen Verhandlungen laufen seit dem Jahre 2008. Das Abkommen sieht unter anderem vor, Internet-Provider dazu zu verpflichten, Online-Inhalte zu überwachen und diese bei Urheberrechtsverletzungen zu sperren bzw. Kunden den Netzzugang zu verwehren. Das würde nicht nur eine Zensur des Internets bedeuten, sondern auch einen massiven Eingriff in die persönliche Freiheit jedes Internetnutzers darstellen.
Kein Wunder also, dass vor allem bewanderte Internetuser sich gegen diese Gesetze stellen. Internet steht für Freiheit, Meinungsaustausch und Demokratie und ist einer der wenigen Bereiche, die von Länderregierungen kaum beeinflusst werden können.
In vielen Ländern wird das Internet von Bloggern benutzt, um andere auf die eigentlichen, unzumutbaren Zustände in ihrem Land aufmerksam zu machen. ACTA würde diesen Bloggern das Leben erheblich erschweren.
Im Internet ist nicht immer klar, welche Inhalte legal zur freien Verfügung stehen und welche nicht.
„Wenn ein Bild bei Google auftaucht, darf ich es doch verwenden, oder?“
„Darf ich meine Lieblingsmusik auf Youtube hochladen, andere haben das doch auch getan?“
Nein und nein. Seht das Thema mal aus Autorensicht: Jemand klaut eure Geschichte und stellt sie auf seine Homepage, weil er sie so schön findet – Nirgendwo steht, dass sie von euch ist.
Fändet ihr das in Ordnung? Sicher nicht.
Künstler wollen und sollen für ihre Werke entlohnt werden. Gegen ACTA zu sein, bedeutet nicht, dass man für Piraterie ist – Sondern gegen Zensur und für Barrierefreiheit im Netz.
Eine Reformation des Urheberrechts muss her, klare Linien müssen gezogen und die Internetnutzer aufgeklärt werden.  Wenn studierte Anwälte stundenlang Gesetzbücher wälzen müssen, um einen Urheberrechtsfall zu klären, wie soll dann ein „normaler Nutzer“ verstehen, dass er gerade etwas Verbotenes tut?
„Unwissen schützt vor Strafe nicht“, heißt es – Doch wo sind die Aufklärer, die gegen das Unwissen vorgehen?