Schlagwort-Archiv: Verfolgung

15. November:

International writers in prison day

Wer offen seine Meinung äußert und dadurch womöglich unangenehme Wahrheiten ans Licht bringt, muss oftmals mit harten Konsequenzen rechnen. Von dieser traurigen Wahrheit sind leider auch heutzutage noch zahlreiche Schriftsteller betroffen. In vielen Ländern sind Rechte wie „Pressefreiheit“ oder das „Recht auf freie Meinungsäußerung“ leider noch immer ein Fremdwort. Jene, die sich trotzdem trauen, die Missstände in ihrem Land offen kundzutun, werden daraufhin oftmals scharf von der Regierung verfolgt.

Einer, dem es genauso erging,  ist der diesjährige Preisträger des „Friedenspreises des deutschen Buchhandels“ Liao Yiwu, der sich jahrelang gegen die extremen Menschenrechtsverletzungen in China ausgesprochen hatte. Seine Bestrafung folgte auf dem Fuße und er musste sich mit Folter, Todesangst und Haft abfinden.

Doch zum Glück gibt es Menschen, die diese Ungerechtigkeiten nicht einfach so hinnehmen und sich tatkräftig für die menschenunwürdig behandelten Schriftsteller aus aller Welt einsetzen. An erster Stelle ist in diesem Zusammenhang die Organisation P.E.N. zu nennen, die aktiv für verfolgte Autoren kämpft.

Heute, am „internationalen Tag der Autoren hinter Gittern“, soll besonders auf das Schicksal dieser mutigen Menschen aufmerksam gemacht und gedacht werden.

30 Jahre Rambo!

„Dieser Mann gehört zu den besten – mit dem Gewehr, mit dem Messer oder mit den bloßen Händen!“

Ein Mann der großen Worte ist er nicht gerade. Dafür ist sein Name zum Synonym des Wortes „Kampfmaschine“ geworden.

Kampfesmutig setzt er sich gegen seine Feide durch. Dabei tötet er allerdings nicht willkürlich, er näht seine eigenen Wunden zusammen und er ist Kriegsveteran – und dabei hat er einen immer gleichbleibenden, coolen Gesichtsausdruck drauf.

Das sind scheinbar Elemente, aus denen Kinohelden gestrickt sind, denn die Rede ist – wie könnte es anders sein-  von John Rambo.

Ist das zu fassen? Genau heute vor 30 Jahren kam der erste Rambo-Film in die Kinos und löste eine Welle der Begeisterung aus, die auch bis heute kaum abgeebbt ist. Zumindest bei uns im BookRix-Büro haben sich schon einige als absolute Rambo-Fans geoutet und es wurde mit Zitaten nur so um sich geworfen („ Das ist blaues Licht“ –  “ Was tut es?“ – „ Es leuchtet blau“ ). Und wir sind nicht allein, denn mit einem Einspielergebnis von 125 Millionen US- Dollar zählt Rambo zu einem der rentabelsten Filme seiner Zeit.

Der Film kann als Wegbereiter und Klassiker des Genres Actionfilm angesehen werden und fand im Laufe der Zeit viele Nachahmer.  Doch die Geschichte von Rambo hat auch einen wahren und tragischen Kern. Wie im Film, konnten sich die Kriegsveteranen von Vietnam nach ihrer Heimkehr aus dem Kriegsgebiet oftmals nicht mehr richtig in die Gesellschaft eingliedern und viele Menschen traten ihnen mit Misstrauen und Ablehnung entgegen.

Vietnam, das so viele Jahre vom Krieg gebeutelt war und dessen Bewohner schreckliches erlebt haben, hat sich seit 1999 übrigens zu einem beliebten Urlaubsland gemausert. Zahlreiche Rücksacktouristen, Pauschal- und Badereisende strömen heute in das vielseitige Land, um etwas zu erleben oder einfach mal abzuschalten. So auch Albert Karsai, der Autor des Buches „Plötzlich Vietnam“ ,der darin die Geschichte erzählt, wie er in diesem Land seine Frau kennen- und lieben gelernt. Daraufhin hat er alle Zelte in seiner Heimat abgerissen, um mit ihr zusammen sein zu können. Eine kuriose, packende und berührende Geschichte, mit viel Witz und Einfühlungsvermögen erzählt.