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Unzufriedenheit mit Verlagen – Warum Selfpublishing die Zukunft ist

Jeder dritte Verlagsautor ist frustriert

Wir wissen, dass es noch immer der Traum vieler Autoren ist, ihr Buch über einen Verlag zu veröffentlichen. Doch ist das wirklich immer das Gelbe vom Ei? Die Interessensgemeinschaft Autoren und Autorinnen hat eine Umfrage gestartet, an der über 1.200 Verlagsautoren teilgenommen haben. Ziel war es, herauszufinden, wie glücklich Autoren mit der Arbeit ihrer Verlage sind. Und so viel sei schon einmal verraten: die Studie des Verbands deutscher Schriftsteller hat ergeben, dass jeder dritte deutschsprachige Verlagsautores eine eindeutige Verlagsverdrossenheit an den Tag legt.

Die grundsätzliche Beziehung zum Verlag stuften 48 Prozent der Befragten zwar als zufriedenstellend und sogar 19% als hervorragend ein, dennoch kam bei der Umfrage heraus, dass eine generelle Misstimmung der Autoren herrscht. Jeder dritte Autor ist mit dem Verlag, an den er vertraglich gebunden ist, unzufrieden. Ganze acht Prozent befinden sich sogar in einer Konfliktsituation.

Fast jeder zweite Autor ist wegen der schlechten Vertragskonditionen und besonders der geringen finanziellen Vergütung, die ihm sein Verlag gewährt, verstimmt. Die Mehrheit der Autoren ist nämlich mit weniger als 10 Prozent am Verkauf ihrer Bücher beteiligt. Zum Vergleich: Auf BookRix erhält jeder Autor pro Buchverkauf eine Marge von stolzen 43 Prozent des Nettopreises ausbezahlt. (Sieh Dir hier alle BookRix-Selfpublishing Konditionen im Überblick an)

Ein Verlag macht viel Werbung für meine Bücher und dementsprechend groß werden auch meine Verkäufe ausfallen“ , denken sich so manche Autoren. Doch weit gefehlt, denn besonders auch mit der Vermarktung und PR Arbeit der Verlage sind über die Hälfte der Autoren unzufrieden bis sehr unzufrieden.  Über ein Fünftel der Autoren sehen außerdem noch großen Verbesserungsbedarf, wenn es um die inhaltlich-kreative Zusammenarbeit (z.B. Lektorat) geht.

Auch mit der Modernisierung des Buchmarktes an sich haben sich zahlreiche Verlage noch nicht auseiandergesetzt. So ist die digitale Verbreitung der Bücher, die wie wir wissen immer weiter an Bedeutung gewinnt, nur bei der Hälfe der Verlage überhaupt Bestandteil des Vertrages.

Alle Umfrageergebnisse könnt ihr außerdem hier nachlesen.

Ein weiteres Argument, Indie-Autor zu werden

Natürlich gibt es noch immer Verlage, die tolle Arbeit leisten und den Autoren faire Konditionen anbieten. Das möchten wir auch gar nicht verschweigen. Doch dass die Zufriedenheit der Autoren weiter abnimmt, zeigt, dass für viele das Veröffentlichen über einen Verlag einfach nicht mehr zeitgemäß und zufriedenstellend ist. Sie möchten ihr Glück selbst in die Hand nehmen. Also, worauf wartet ihr noch? Lasst euer Buch nicht verstauben, nur weil ihr verzweifelt auf der Suche nach einem Verlag seid. Veröffentlicht kostenlos über BookRix und bringt euer eBook so in über 60 ebook-Shops!

Wir freuen uns auf euch!

Umdenken:

Autoren werden immer selbstständiger.

Um zu verstehen, warum das so ist, muss zunächst einmal das „alte Verlagsmodell“ betrachtet werden. Als das Internet noch nicht existierte, gab es nur wenige Möglichkeiten für einen Autor, um gelesen zu werden. Die gängigste Lösung waren die Verlage. Somit hatten sie quasi die Macht darüber, welche Werke es in den Handel schafften. Hierbei pokerten sie nur selten: Jedes Buch, das nicht bei den Lesern ankam, war ein finanzielles Verlustgeschäft.
Risiken nahm ein Verlag nur in Kauf, wenn er bereits einige größere „Zugpferde“ besaß, die neue Bücher mitfinanzierten. Ein bis zwei sehr gut laufende Buchtitel reichten somit aus, um mehrere „Risiko-Veröffentlichungen“ zu rechtfertigen. Dieses Modell der Querfinanzierung trifft bei immer mehr Autoren auf Unverständnis. Vor allem Bestseller-Autoren sehen nicht ein, wieso ihre Werke die Risikofreudigkeit der Verlage stützen sollten.
J.K. Rowling hat dies erkannt  und machte sich mit Pottermore unabhängig. Die Dienstleistungen, die der Verlag anbot, standen nicht mehr im Verhältnis zum Gewinn. Verlage sollten sich zunehmend mehr als Dienstleister verstehen, die dem Autor gewisse Dienste anbieten, damit er ihnen einen Teil des Gewinnes abtritt.
Erfüllen Verlage nicht mehr die Erwartungshaltungen der Autoren, werden die Autoren selbständig.
Doch es geht auch anders:
In der heutigen Zeit braucht ein Autor nicht mal mehr einen Verlag, um überhaupt bekannt zu werden. Emily Bold, eine Vorzeige-Indie-Autorin, deren Werke schon seit einiger Zeit die Top-Ränge von Amazon besetzen, sagt dazu folgendes:

„Die Frage ist doch, was man als Erfolg ansieht. Das definiert ja jeder anders. Wenn es nur darum geht, Leser zu erreichen, habe ich das ja teilweise geschafft, aber ohne Verlag bin ich leider bisher auch in der Situation, die Menschen, die lieber ein echtes Buch in der Hand halten, enttäuschen zu müssen. Sicher gäbe es unzählige Wege, Bücher über BOD oder in Eigenregie drucken zu lassen, aber die Kosten für den Druckvorschuss bei einer Auflage, die einen vernünftigen Verkaufspreis verspricht, sind ja wahnsinnig hoch. Wer also als Erfolg ansieht, sein Buch als gedrucktes Werk in allen Buchläden finden zu können, wird vermutlich noch eine Zeit lang auf Verlage setzen müssen.“

Einige werden Emily hier sicherlich Recht geben, denn für sie zählen nur gedruckte Bücher. Wenn man jedoch betrachtet, dass Emily auch so sehr viele Leser erreicht hat und eBooks immer populärer werden, stellt sich die Frage, ob Emily hier nicht einfach zu bescheiden ist.
Auf die Frage, wieso sie nach der ersten Verlagsabsage nicht weitersuchte, antwortete sie:

„Es war mir einfach zu umständlich. Jeder Verlag will dein Manuskript in einer anderen Form, die ersten 30 Seiten, oder ein Kapitel deiner Wahl oder ein kurzes Exposé oder ein ausführliches, …
Dazu die ewige Warterei, nur um dann noch nicht einmal eine Absage zu bekommen.
Es wäre nach wie vor schön, jeden Leser erreichen zu können, aber ich suche nicht mehr nach einem Verlag, denn meine Rechte am eBook möchte ich nicht mehr hergeben. Außerdem gefalle ich mir in der Rolle als unabhängige Autorin. Ich mache gerne alles selbst, vom Cover über die Werbung (Trailer, Homepage) und so weiter. Es macht meine Produkte zu meinen Produkten. Natürlich ist das viel Arbeit, aber der persönliche Kontakt zu den Lesern und deren Feedback ist viel wichtiger für mich geworden, als es das Logo eines Verlages auf meinem Cover sein könnte.
Wenn aber der richtige Verlag mit einem passenden Angebot kommen würde, wären einige der Leser, die ich momentan vertrösten muss, weil ich eben kein Printbuch anbieten kann, sehr glücklich.“

Verlage sind also wohl noch nicht ganz im Aus, sie müssten nur anfangen, sich mehr als Dienstleister zu betrachten. Wieso sollte ein Autor zu einem Verlag gehen, wenn er alles selbst übernehmen kann oder aber andere Dienstleister (Lektorat, Covergestaltung, etc.) findet, die ihm ein besseres Angebot unterbreiten?
Wir von BookRix fragen uns das schon lange und arbeiten deswegen langfristig auf das Ziel hin, dass Autoren auf unserer Plattform alle für sie relevanten Dienstleistungen an einem Ort finden und in Anspruch nehmen können. Vom Korrektorat über Covergestaltung bis hin zu Marketing-Dienstleistungen.
Nicht nur uns, sondern auch der Literatur-Welt steht ein großer Wandel bevor. Wir sind bereit, euch euer Glück selbst in die Hand zu geben!

Mehr dazu findet ihr HIER.

Wahr oder nicht:

Empfehlungen dominieren das Kaufverhalten?

Bücherblogs, Musikblogs, Leserblogs, Filmblogs, Beautyblogs, Autorenblogs, Amazon-Rezensionen, Lovelybooks-Kommentare – All das tummelt sich im Netz… Und beeinflusst die Meinung und folglich auch das Kaufverhalten der Konsumenten ungemein. Logisch: Was oft gelobt wird, muss gut sein. So wurden beispielsweise Sebastian Fitzeks Thriller durch Mundpropaganda in Krimi-Foren erfolgreich. Doch wie gehen Verlage mit dieser meinungsbildenden Masse an Lesern um? Einige haben ihre Marketing-Strategie schon verändert: Via Facebook werden eine begrenzte Anzahl an Probeexemplaren eines Buches angeboten. Einzige Voraussetzung, um sich für ein solches Exemplar zu bewerben: Ein Blog, auf dem nach dem Lesen eine Rezension dieses Werkes auftauchen sollte.
Allerdings wurden kritische Stimmen laut: Ist eine Meinung von solchen Bloggern wirklich repräsentativ?
Zum einen Ja, weil es sich hierbei um die Stellungnahme zu einem Werk von einem objektiven Leser handelt. Zum anderen Nein, da viele Blogger derselben Zielgruppe entsprechen: Jung und internetaffin. Ist man ebenfalls Teil dieser Zielgruppe, kann man sich meist ohne Probleme auf ihre Meinung verlassen – ist man jedoch beispielsweise ein Klassik-Fan, so werden Werke, die in diese Richtung gehen, kaum auf Internetblogs auftauchen, welche immerhin die breite Masse bedienen sollen. Es bildet sich ein Hauptstrom, welcher über den Erfolg oder Misserfolg eines Werkes größtenteils bestimmt, daneben bleiben „literarische Schätze“ leider meist auf der Strecke.
Man sollte jede Meinung, jede Rezension, jedes Wort im Netz kritisch betrachten und stets abschätzen, wer genau dahinter steckt. Vertritt der Kritiker meine Meinung? Hat er mir schon mehrere Werke empfohlen, von denen ich begeistert war? Oder sind unsere Geschmäcker so verschieden wie „Twilight“ und „Die Leiden des jungen Werther“?

Mehr zu diesem Thema gibt es HIER.