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Veröffentlichung einer eBook-Reihe

Veröffentlichung einer eBook-Reihe: Timing, Tipps und Tricks

Du möchtest eine Buchreihe veröffentlichen und fragst Dich noch, welche Verkaufsstrategie sich dabei anbieten würde? Wir geben Dir einige Tipps mit auf den Weg und zeigen Dir, welche Tricks andere BookRix-Autoren schon erfolgreich angewendet haben.

1. Veröffentlichungsabstand

Eine nicht ganz leichte aber wichtige Frage: wie lange sollte ich warten, bis ich den zweiten Teil meiner Reihe veröffentliche? Dafür gibt es nicht wirklich eine Pauschallösung. Um die Spannung auf den zweiten Band anzukurbeln, empfiehlt es sich, eine Zeit lang damit zu warten. Zu lange solltest Du Deine Leser allerdings nicht auf die Folter spannen – sonst tritt der gegenteilige Effekt auf und sie verlieren das Interesse. Ein Zeitraum von 1-3 Monaten scheint uns angemessen.

Auf keinen Fall sollten mehrere Bände einer Reihe gleichzeitig herausgebracht werden, da der Spannungseffekt ansonsten leider ausbleibt.

2. Leser auf weitere Bände aufmerksam machen

Am Ende des ersten Teils Deiner Reihe solltest Du natürlich auf die noch kommenden Werke aufmerksam machen. Du bist auch mit dem zweiten Teil schon fertig? Dann poste doch den Klappentext am Ende Deines Buches. Du weißt schon, wann Du das nächste Buch veröffentlichen möchtest? Mach gleich darauf aufmerksam (Bitte achte aber darauf, keine Shoplinks zu verwenden. Das führt zu Problemen bei der Auslieferung).

3. Einbeziehung der Leser

Eine Reihe bietet Dir die Möglichkeit, Deine Leser perfekt in den Entstehungsprozess eines weiteren Teils miteinzubeziehen. Poste etwa auf Facebook zwei verschiedene Covervorschläge für den nächsten Teil und lass die Crowd abstimmen. Oder lass sie direkt ihre Meinung dazu abgeben, wie es denn ihrer Meinung nach weitergehen sollte. So hat´s zum Beispiel auch BookRix-Autorin Mona Lida gemacht. In ihrer Geschichte „Kim – Schlimmer geht immer“ geht es um eine Frau, die sich gleich in zwei Männer verliebt. Die Autorin lässt nun die Leser(innen) abstimmen, wer der beiden ihnen mehr zusagt. Ob man als Autor die Tipps und Wünsche der Leser einfließen lässt, steht auf einem anderen Blatt. Aber es macht als Leser Spaß, sein Feedback zu geben und so vielleicht einen kleinen Teil zum Verlauf der Folgegeschichte beizutragen.

4. Preisaktionen

Besonders bei Buchreihen macht es Sinn, sich Gedanken darüber zu machen, Preisaktionen anzubieten. Zu Verkaufsstart des zweiten Teils einer Reihe kann man sich zum Beispiel überlegen, den ersten Teil für kurze Zeit kostenlos (bzw. zu einem Sonderpreis) anzubieten, um auch die Aufmerksamkeit für dieses Buch wieder zu steigern. Natürlich dann auch im eBook-Kauf den bereits erschienenen zweiten Teil aufmerksam machen.

5. Sammelband

Wenn Du die verschiedenen Teile Deiner Reihe veröffentlicht hast, bietet es sich an, einen Sammelband anzubieten, der insgesamt kostengünstiger ist, als alle Teile zusammen. Auch das kann Dir durchaus noch einige Leser einbringen. Tatana Fedorovna hat es mit ihrem „Lach Russisch“ Sammelband vorgemacht.

Du hast noch andere Tipps zur Veröffentlichung einer Reihe? Teile sie gerne mit unserer Community!

Social Media Marketing für Self Publisher, Teil 2

Welches Netzwerk ist für Dich das Richtige?

Social Media Expertin Frauke Bitomsky gibt uns in ihrem zweiten Teil von “Social Media Marketing für Selfpublisher” einen Einblick, welches Portal für wen am besten geeignet ist. Vielen Dank, Frauke.

Der Entschluss Social Media für das Marketing des eigenen Buchs zu nutzen wurde gefällt und eine Strategie wurde entwickelt? Dann ist es höchste Zeit das passende Netzwerk für die Social Media Aktivität auszuwählen. Dieser Artikel soll bei der Entscheidung helfen.

Welche Netzwerke sind die richtigen?

Zu aller erst: Das richtige soziale Netzwerk gibt es nicht. Niemand ist gezwungen sich auf Facebook anzumelden, wenn er dies partout nicht möchte. Ehe man aber vorschnell einzelne Netzwerke ausschließt, sollte man sich ein paar Gedanken über die Gründe machen.

Für Indie Autoren bieten sich drei Präsenzen in den sozialen Netzwerken an: Ein eigenes Blog, Facebook und/ oder Twitter. Diese drei können sich sehr gut ergänzen, es können aber auch nur ein oder zwei davon gewählt werden.

Wichtig in allen sozialen Netzwerken ist insbesondere eins: Kommunikation. Wer nicht auf andere Beiträge reagiert wird es schwerer haben, ein eigenes Netzwerk aufzubauen, als jemand, der kommentiert, teilt und diskutiert und darüber in Kontakt und Austausch mit anderen Nutzern kommt.

Ebenso wichtig ist es gerade bei Facebook und Twitter, Profil- und Titelbilder hochzuladen, um diese individueller zu gestalten und zu personalisieren. Denn wer unterhält sich gerne mit jemandem, der es nicht einmal nötig hat, ein Profilbild (und sei es nur eine Comicfigur) zu haben?

Bloggen als Königsdisziplin

Ein Blog ist ideal, um sich im Social Web darzustellen und als Experte bekannt zu werden. Zudem ist ein Blog unabhängig von den Vorschriften und willkürlichen Änderungen von Netzwerkbetreibern, die z.B. Beiträge löschen oder Seiten schließen können (kommt, wenn auch extrem selten, durchaus vor). Es ist der Raum vorhanden, in längeren Artikeln Themen zu behandeln und die Aktualität durch regelmäßig neue Beiträge sorgt dafür, dass ein Blog in den Suchmaschinen höhere Plätze in den Ergebnissen erzielt als statische Seiten, die nur selten aktualisiert werden.

Ein Artikel pro Woche sollte erscheinen, aber auch zwei oder drei sind nicht verkehrt. Die ideale Länge eines Blogposts liegt bei 400 – 800 Wörtern, wenn es deutlich mehr werden sollte er ggf. in zwei Artikel gesplittet werden. Eine aussagekräftige Überschrift lockt Leser an, während Unterüberschriften den Text gliedern und besser lesbar machen. Wer WordPress nutzt ist mit dem SEO Plugin gut bedient, das eine große Hilfe dabei ist, Texte für Suchmaschinen zu optimieren.

Bei WordPress.com kann ein kostenloses Blog eingerichtet und mit den verschiedenen Themes individuell gestaltet werden; wer es sich zutraut kann sich bei einem der vielen Anbieter für wenig Geld Webspace mieten (etwa 5€/ Monat) und ein Blog hochladen, der dann noch freier gestaltet werden kann.

Facebook erreicht eine große Zahl von Lesern

Facebook wird von vielen vehement abgelehnt, ist aber nicht so schlecht wie sein Ruf. Bei 1 Milliarde aktiver Nutzer hat man natürlich gute Chancen, eine Vielzahl potentieller Leser anzusprechen. Durch die Möglichkeit, zielgruppenspezifische Werbung zu schalten ( z.B. „Frauen aus dem Raum Berlin zwischen 18 und 25“ o.ä.) kann man die eigene Seite gezielt denen empfehlen, die sich vermutlich dafür interessieren. Eine solche Werbeaktion kann schon für etwa 10-15€ durchgeführt werden.

Auf einer Facebook Seite sollten 2-4 Beiträge pro Woche erscheinen. Diese sollten deutlich kürzer als ein Blogpost sein (etwa 100 Wörter), da lange Texte auf Facebook kaum gelesen werden. Ein passendes Bild erhöht die Chance, dass Beiträge gelesen, geteilt und kommentiert werden. Es kann eingestellt werden, wann ein Beitrag veröffentlicht werden soll, so dass auf Vorrat gearbeitet werden kann. Übrigens: Das Durchschnittsalter der Facebook Nutzer liegt bei 38 Jahren, so dass Facebook kaum noch als bloßes „Kiddie-Netzwerk“ betrachtet werden kann.

Wichtig: Wer bei Facebook Bilder hochlädt, räumt Facebook damit die Nutzungsrechte für diese Bilder ein. Dies bedeutet, dass nur Bilder hochgeladen werden dürfen, für die man selbst die nötigen Rechte hat. Bei Stockfotos u.ä. trifft dies nicht zwangsläufig zu. In diesem Video erklärt der auf Social Media spezialisierte Rechtsanwalt Thomas Schwenke, worauf zu achten ist.

Interessante Inhalte über Twitter teilen

Twitter wird insbesondere genutzt, um interessante Links zu teilen, prägnant auf den Punkt gebrachte Gedanken auszutauschen oder einfach einen kurzen Einblick in den Alltag des Schreibers zu geben. Positiver Nebeneffekt: Die Zeichenbegrenzung kann eine gute Hilfe dabei sein, Gedanken präzise und knapp zu formulieren.

Über ein Plugin in einem WordPress Blog kann eingestellt werden, dass ein Twitter Account automatisch einen Tweet mit dem Titel eines neuen Blogposts versendet, wenn dieser veröffentlicht wurde.

Mit Hootsuite können Twitternutzer den Überblick über die Tweets der Leute behalten, denen sie folgen, und die Zeitpunkte definieren, an denen ihre eigenen Tweets veröffentlicht werden sollen. Ein Arbeiten im Voraus ist also auch hier möglich. Insgesamt sollten bei Twitter pro Tag wenigstens 2 oder 3, besser 4 bis 6 Tweets veröffentlicht werden. Am Wochenende darf aber auch der Twitter Account einmal ruhen.

Rechtliche Grundlagen für den Social Media Auftritt

Wer sich für einen Social Media Auftritt entscheidet, sollte sich um die rechtlichen Aspekte Gedanken machen. Dazu gehört ein Impressum, das nicht nur auf ein Blog gehört, sondern auch auf die Facebook Seite und das Twitter Profil. Zwar dürften Abmahnungen bei Indie Autoren sehr selten sein, aber man sollte es trotzdem nicht darauf ankommen lassen.

Wer ein Blog aufgesetzt hat und dort ins Impressum schreibt, dass es auch für die Facebook Seite und das Twitter Profil gilt, kann von Facebook und Twitter aus einfach auf dieses Impressum verlinken.  Der richtige Platz für diese Links auf Facebook ist die Infobox, bei Twitter das Bio im Profil. Wie bei Facebook ein Impressum korrekt in seine Seite eingebaut wird, wird hier erklärt

Hier kannst Du den ersten Beitrag von Frauke Bitomskys  noch einmal nachlesen:

Social Media Marketing für Selfpublishing Autoren – Setze Deine Ziele fest!

Frauke´s Homepage: B2N Social Media Services

Interview mit einer Indie-Autorin: Tanja Rauch

Ihr wolltet schon immer einmal wissen, wer hinter den Blutsdämmerung-Romanen mit den charismatischen Protagonisten Tamara und Julian steckt? Dann solltet ihr euch dieses Interview unbedingt einmal ansehen. Die erfolgreiche BookRix-Autorin Tanja Rauch stellte sich nämlich dieses Mal den Fragen unserer Community. Gerade hat sie ihr neustes Buch “Bittersüße Sehnsucht” herausgebracht.

Sie erzählt offen und ehrlich, welche Bücher sie auf BookRix ihrer Tochter vorliest, welche ihrer Geschichten ihr am meisten bedeutet und wie die BookRix-Community auf ihre eBooks reagiert hat. All das könnt ihr in diesem Interview nachlesen

BookRix: Da Du mit 12 Jahren schon mit dem Schreiben begonnen hast,  konntest Du schon viel Erfahrung sammeln. Was sind Deine Tipps und Tricks für einen guten Roman?

Tanja Rauch: Na ja, mit 12 waren die Geschichten eher noch Fanfiction. Bis zu meinem ersten richtigen Roman ist ja dann noch ein bisschen Zeit vergangen. Ich bin mit meinen eigenen Geschichten immer sehr selbstkritisch, deshalb fällt es mir schwer, anderen Tipps zu geben. Es gibt aber auf jeden Fall ein paar Dinge, die für mich persönlich wichtig sind, wenn ich mit einer neuen Geschichte beginne: Zuerst schwirrt immer die Idee für eine neue Story in meinem Kopf herum, die schreibe ich schnellstmöglich auf. Oft passiert es dann, dass ich den Text erstmal so stehen lasse und sehe, ob sich etwas daraus entwickelt.

Danach arbeite ich die Charaktere aus. Ich fertige zwar keinen Lebenslauf für sie an, aber trotzdem hat jeder seine eigene kleine Geschichte. Wenn dann die Story grob umrissen ist, beginne ich einfach mit dem Schreiben. So war es zum Beispiel mit dem zweiten Teil von Blutsdämmerung und auch mit meinem neuen Projekt. Wenn ich dann mal merke, dass ich keinen sinnvollen Satz mehr aufs Papier, bzw. den Bildschirm bringe, habe ich ein paar Tricks, die mir oft helfen, wieder den Anschluss zu finden:  Ich lasse die Geschichte einfach ruhen und konzentriere mich auf ganz andere Sachen, ich fotografiere nahezu alles, was mir vor die Linse kommt, lese ein, zwei Bücher und versuche, nicht krampfhaft über die Geschichte nachzudenken. Oft kommt die Inspiration dann wieder ganz von allein.

Bleibt Dir neben Deiner Mutterrolle noch viel Zeit zum Schreiben?

Hm, ja und nein ;-) Ich denke, wenn ich in meinem Bürojob Vollzeit arbeiten würde, hätte ich vielleicht abends nicht mehr so große Lust, schon wieder vor dem PC zu sitzen. Aber da ich ja meistens den ganzen Tag auf Achse bin, ist das Schreiben auch eine Art der Entspannung und eine willkommene Abwechslung zu meinem sonst eher quirligen Alltag. Andererseits kommt es auch immer wieder vor, dass ich schlicht und einfach zu müde bin, oder ein Kind krank wird, oder sonst irgendetwas dazwischen kommt. Fakt ist aber, wäre ich die letzten Jahre nicht zu Hause gewesen, hätte ich mich wahrscheinlich nicht aufgerafft, um meinen Traum von einem Roman zu verwirklichen.

Liest Du Deine Geschichten auch Deinen Kindern vor?

Ich habe ihnen zu Weihnachten eine Geschichte geschrieben, von zwei kleinen Sternen, die vom Himmel fallen und nicht wissen, wie sie zurück nach Hause kommen. Die finden sie immer noch ganz toll. Für die anderen Bücher sind sie allerdings noch viel zu klein ;-)

Weil ich aber vornehmlich Bücher für Erwachsene schreibe, stöbere ich immer wieder mal auf BookRix, da gibt es nämlich auch tolle Kindergeschichten. Meine Tochter liebt z. B. „Prinzessin Muffin“ von Casssandra Amelie.

Hattest Du schon vor, Dein Buch zu veröffentlichen, bevor Du Dich bei BookRix angemeldet hast?

Ja, ganz klar. Damals habe ich zig Manuskripte an etliche Verlage versandt. Ich bin das Ganze aber (wie ich heute weiß) sehr naiv angegangen. Nach dem Motto: Irgendein Verlag wird sich für meine Vampirgeschichte schon begeistern. Dass die Lektoren aber wahrscheinlich mit ähnlichen Manuskripten überflutet werden, wurde mir erst klar, als eine Absage nach der anderen eingetrudelt ist. Mein Mann hat mich dann darauf gebracht, im Internet zu suchen, ob man seine Bücher auch einfach online und im Selbstverlag veröffentlichen kann. Und siehe da, so bin ich zu Bookrix gekommen ;-)

Welches Deiner Bücher liegt Dir am meisten am Herzen?

Also im Moment würde ich sagen, auf jeden Fall der erste Teil von „Blutsdämmerung“. Ganz einfach, weil es mein „Baby“ ist. Ich habe sehr lange daran geschrieben, immer wieder Sachen verändert und sogar den Schluss umgeschrieben, bis ich endlich zufrieden war. Etwa ein Jahr, war die Leseprobe bei BookRix online, bis ich mich dazu durchgerungen habe, es tatsächlich zum Verkauf anzubieten.

Hast Du schon wieder ein Buch in Arbeit? Wenn ja, wird  es wieder Fantasy sein?

Ja, mein nächstes Buch ist fertig und wird gerade überarbeitet. Wenn ich mal nichts schreibe, fehlt mir definitiv etwas. Deshalb habe ich in den letzten Monaten an meinem neuen Buch gearbeitet, das diesen Sommer erscheint. Es wird diesmal allerdings kein Fantasy-Roman sein. Obwohl ich diesem Genre wohl nicht den Rücken kehren werde, denn die ersten Seiten vom dritten Teil der Blutsdämmerung Reihe sind bereits geschrieben ;-)

Tamara oder Julian? Welchen Deiner beiden Protagonisten aus Blutsdämmerung magst Du lieber?

Puh! Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Was ich an beiden mag ist, dass sie nicht perfekt sind, egal ob als Mensch oder Vampir. Auf jeden Fall haben sie beide immer wieder mit ihrer dunklen Seite zu kämpfen. Julian ist im ersten Teil ja eher ein grausames Monster, doch so war er nicht immer. Im zweiten Teil lernt man ihn besser kennen und deshalb mag ich den „reiferen“ Julian lieber. Meine Favoritin bleibt aber Tamara. Mit ihr habe ich einfach schon so viel Zeit verbracht (ja, ich Lebe, Liebe und Leide mit meinen Charakteren ;-)

Wie hat die BookRix-Community auf Deine Bücher reagiert?

Durchweg sehr positiv, was mich zuerst wirklich überrascht, gleichzeitig aber natürlich auch sehr gefreut hat. Dass war letztendlich auch ein Faktor, der in meine Entscheidung, „Blutsdämmerung“ zu veröffentlichen, mit eingeflossen ist.

Wie wichtig ist Dir die Meinung Deiner Leser?

Wie man oben vielleicht schon herauslesen kann, ist sie mir sehr wichtig. Ich schreibe die Bücher ja nicht nur für mich selbst, sondern will die Leser damit auch erreichen und im besten Fall unterhalten. Deshalb freue ich mich über jedes Feedback und über jede ehrliche Kritik, denn nur so kann ich mich stetig verbessern.

Wer ist Dein persönlicher Lieblingsautor?

Das kann ich gar nicht auf einen Autor beschränken, es gibt so viele gute Bücher von verschiedenen Autoren. Eins meiner Lieblingsbücher z. B. ist „Veronika beschließt zu sterben“ von Paulo Coelho. Aber ich liebe auch die Stephanie Plum – Reihe von Janet Evanovich. Ich lese also nicht nur Fantasy, bzw. Vampirgeschichten ;-)

Vielen Dank, Tanja für dieses nette und aussagekräftige Interview. Wir hoffen, auch in Zukunft ein wenig von Dir lesen zu dürfen.

Verlag sucht Geschichten

“Im Angesicht des Todes – leben!”

In der Gruppe „Antholologie sucht Geschichte“ werden derzeit von Verlag Marmilin Werke für eine Verlagsveröffentlichung gesucht, die sich mit dem Thema „2.Weltkrieg: Erinnerungen, insbesondere über die Flucht“ beschäftigen. Gerne können aber auch fiktive Geschichten, in denen es sich um den Krieg handelt beim Verlag eingereicht werden. Auch allgemeine Gedanken zum Krieg und Frieden, sowie Gedichte zum Thema sind willkommen.

Weitere Infos zu der geplanten Verlagsanthologie findest Du hier.

Falls Du Interesse hast an der Ausschreibung teilzunehmen, kannst Du  gerne per PN mit der Userin marinamillioti Kontakt aufnehmen oder Dich direkt per eMail unter dieser Adresse marina.millioti@gmx.de an den Verlag wenden.

Bevor der Osterhase kommt, meldet sich nochmal der Weihnachtsmann zu Wort

Fremde Weihnacht: Die Gewinner stehen fest

Fremde Weihnacht

Lange hat es gedauert, doch nun stehen die Gewinner des Wettbewerbs „Fremde Weihnacht“ endgültig fest.Folgende Texte werden lektoriert und sowohl als Text, als auch als Hörbuch bei Birkenbihl-Sprachen als Deutschsprachkurs in Form einer CD-Rom gegen Ende des Jahres 2011 veröffentlicht. Die Autoren der Kurzgeschichten erhalten außerdem einen professionellen Autorenvertrag und werden am Verkaufserlös beteiligt. Zudem erhalten die ersten drei Gewinner von BookRix noch zusätzliche Preise.

Die unangefochtene Siegerin des 1.Platzes ist Sundown mit der Geschichte „Dem Leben dankbar“. Neben der Veröffentlichung erhält die Autorin einen Amazongutschein im Wert von 250€.

Über den zweiten Platz kann sich Viktoria89 freuen, die mit ihrem Beitrag „Das verlorene Kind“ die Jury begeisterte. BookRix möchte sich zusätzlich mit einem Amazongutschein im Wert von 150€ für die Teilnahme bei ihr bedanken.

Die dritte Siegerin des Wettbewerbs ist Makosch mit dem Märchen „Väterchen Frost“. Die Autorin erhält außer der Veröffentlichung in dem Deutschsprachkurs einen Amazongutschein im Wert von 100€.

Den vierten Platz und somit einen Autorenvertrag und eine Beteiligung am Verkaufserlös erhalten folgende sieben BookRixer:
Ichbinina “Feste der Winterzeit”
Lernclub “Fremde Weihnacht”
Martina89 “Herr Weltfremd entdeckt Weihnachten”
Cosimetta “Wo ist der Weihnachtsbaum”
Dernachtleser “Das Weihnachstwunder”
Summertimez “La Cava-a Christmas Story”
moonlook “Fremde Weihnacht”

Kurzrezensionen und ein knappes Urteil, warum diese Bücher die Gewinner darstellen, wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten:

1.Perdita Klimeck – Dem Leben dankbar

Handlung:

Den „wahren Sinn des Christfestes“ bringt uns die Autorin in dieser Geschichte näher, eine Geschichte einer Flüchtlingsfamilie, die an Weihnachten von gütigen Menschen aufgenommen wird und so dem möglichen Kältetod entgeht. Fortan feiert sie den Heiligen Abend ganz genau so, wie es ihre Retter taten. Als Nachfahrin der Flüchtlinge muss die Ich-Erzählerin irgendwann feststellen, dass sich diese Tradition ihrer Familie bedeutsam von modernen Weihnachtsbräuchen unterscheidet. Bei ihrer ersten Weihnacht außerhalb des Elternhauses ist sie daher recht irritiert. Somit gelingt der Autorin die Einbettung der Handlung in die Zielsetzung des Wettbewerbs.

Technik:
Der Erzählstil der Autorin ist nicht weit vom Optimum entfernt. Wortwiederholungen sind selten, Flüchtigkeitsfehler unauffindbar und der Wortschatz ist außerordentlich variantenreich. Die Schilderungen sind plastisch und nahe gehend, ohne dass irgendwelche Klischees bedient werden. Es gibt kaum einen Grund zur Klage.

Fazit:

Als Sprachbeispiel für einen Kurs ist dieser Text sehr gut geeignet. Dafür sorgen der durchweg gute Stil und die grammatikalische Perfektion. Und auch die rührende Handlung macht die Geschichte sehr mitreißend und leicht zu verstehen.

2. Viktoria89 – Das verlorene Kind

Handlung:
Herr Muster, ein Antiheld, zu klein, zu dick, arm, der sich nicht mal gegen die seine Wohnung übernehmenden Kakerlaken wehren kann, liest eine sonderbare Anzeige und beschließt, sich auf die darin ausgeschriebene Stelle zu bewerben. Diese Entscheidung führt ihn jedoch in eine äußerst magische Welt, in welcher er zum ersten Mal im Leben dem Weihnachtsmann begegnet. Im weiteren Verlauf wird das Fest auf eine humorvolle aber auch emotionale Weise gekonnt beschrieben. Man kann förmlich das Kribbeln und die Vorfreude spüren, während Herrn Muster sein neuer Arbeitsplatz vorgeführt wird. Doch die Autorin vermag es, diesem gelungenen Szenario noch die Krone aufzusetzen, indem sie den Fokus auf Herrn Musters Kindheit und Familie verlegt. Die Geschichte kommt dadurch zu einem sehr gefühlsbetonten Ende. Gerade dadurch wirkt die Beschreibung von Weihnachten jedoch völlig authentisch und der Sinn des Festes wird völlig transparent.

Technik:
Es finden sich zwar recht viele Verstöße gegen die Orthographieregeln, die wie Flüchtigkeitsfehler wirken, Wortwiederholungen sind hingegen selten und der Text überrascht bisweilen mit humorvollen, pfiffigen Passagen, die das Lesen zu einer wahren Freude machen. Die Handlung wird flüssig und abwechslungsreich beschrieben und das verwendete Vokabular ist ausgesprochen variantenreich.

Fazit:

Trotz der Rechtschreibfehler ist der Text sehr geeignet für einen Sprachkurs, denn der Ausdruck ist vielseitig, es kommen häufig idiomatische Bildungen vor, deren Kenntnis für das Verständnis einer Fremdsprache unerlässlich ist. Diese werden im Text auf eine plastische, geradezu spielerisch leichte Art eingesetzt, sodass sie einfach aufgenommen und verinnerlicht werden können.

3.Makosch – Väterchen Frost


Handlung:

Die kleine Mascha muss nach dem Tod ihrer Eltern zusammen mit dem Großvater bei ihrer verärgerten Tante wohnen. Zu Weihnachten wird Mascha von dieser auf eine gefährliche Reise geschickt, die sie ohne die Hilfe kluger Tiere, ihres Großvaters und schließlich der Himmlischen nicht bewältigen kann. Am Ende werden aus Großvater und Enkelin die russischen Weihnachtsboten Väterchen Frost und Schneeflöckchen, die sich seit der Revolution in Russland etabliert haben.

Technik:
Der Text weist märchenhafte Züge auf. Es kommt allerdings dann und wann zu auffälligen Wortwiederholungen. Bisweilen wird auf das Substantiv „Mädchen“ abwechselnd mit femininen, dann wieder mit neutralen Personal- und Possessivpronomen referiert, was ein wenig verwirrend ist. Einige Aspekte der Handlung wirken etwas zu gehastet erzählt, was aber zu verschmerzen ist. Lobend zu erwähnen ist außerdem die Illustration auf dem Cover, die die Autorin selbst erstellt hat. Verwundert hat mich nur die Namensform „Schneegurotschka“, da ich die Figur als „Snegurotschka“ kenne.

Fazit:
Die Geburt von Väterchen Frost und Schneeflöckchen zu schildern, ist eine nette Idee, die von der Autorin in ein kurzes Märchen gefasst wird. Für einen Sprachkurs ist die angesprochene Verwirrung beim Genus einiger Pronomina sicherlich hinderlich, da der Text aber recht bildhaft geschildert wird, besteht eine grundsätzliche Eignung für diesen Zweck.

Ina Stumpf- Feste der Winterzeit

Handlung:
Oma Marie erinnert sich an ihr erstes Jolka-Fest in der russischen Heimat und durchlebt ihre erste Begegnung mit dem Christkind. Dabei lässt uns die Autorin an der freudigen Zusammenkunft teilhaben und erzählt in bildhafter Sprache, wie Marie die Erlebnisse in sich aufnahm.

Technik:
Die Wortwahl ist recht gut gelungen. Stilistisch kommt es zwar zu einigen Mängeln wie der Vermischung der Erzählzeiten Präsens und Präteritum und Unregelmäßigkeiten bei der Groß- und Kleinschreibung, diese scheinen aber Flüchtigkeitsfehler zu sein. Die Handlung wird jedoch unabhängig hiervon auf lebendige und geradezu liebenswerte Weise umgesetzt.

Fazit:
Trotz der angesprochenen Mängel ist die Eignung des Textes als Teil eines Sprachkurses durch den aufgeweckten Erzählstil gewährleistet. So kann man die Erinnerungen der Großmutter wie in einem bunten Film miterleben, was bei der Vermittlung einer Fremdsprache immer vorteilhaft wirkt.

Doris Salam – Fremde Weihnacht

Handlung:
Der Maschinentechniker Karim, ein Moslem, kommt zur Weihnachtszeit nach Deutschland, um ein dienstliches Treffen zu absolvieren. Mit Tanja, die sich um ihn kümmert, verbringt er einige angenehme Momente, wobei es anfänglich zu einem kleinen interkulturellen Missverständnis kommt, das aber keine ernsten Folgen hat. Tanja und Karim tauschen sich ein wenig über Bräuche in ihrer jeweiligen Heimat aus, bis Karim wieder davonfliegt.

Technik:
Der Erzählstil ist durchaus zufrieden stellend. Hin und wieder fallen Flüchtigkeitsfehler auf, die aber zu verschmerzen sind. Der sprachliche Ausdruck ist vielleicht nicht überwältigend, vermag aber zu gefallen.

Fazit:

Grundsätzlich ist die Geschichte für einen Sprachlernkurs geeignet, da der Protagonist selbst kein Muttersprachler des Deutschen ist, sodass er quasi als „Leidensgenosse“ aufgefasst werden kann. Allerdings zeigt der Text gewisse Schwächen bei der Handlung, da hier kulturelle Eigenheiten nur angerissen werden, ohne sie wirklich ausführlich zu erläutern. So wird beispielsweise der Brauch des Küssens nach dem Verzehr einer weißen Traube nicht weiter beschrieben.


Martina Grgic – Herr Weltfremd entdeckt Weihnachten

Handlung:
Die kleine Luisa trifft an Heiligabend auf Herrn Weltfremd und wird vom ihm gebeten, ihm Weihnachten zu erklären. Es entspinnt sich somit ein munterer Dialog über Herkunft und Sinn des Festes, der allerdings etliche Fragen unbeantwortet lässt, da sich Luisa selbst nicht auf alle Bräuche einen Reim machen kann. Oftmals lautet die Antwort auch „Das ist halt so.“ Und dieser Mangel an Erläuterung steht für mich im Widerspruch zur Idee hinter der Geschichte, einem Menschen Weihnachten zu erklären, der es nicht kennt.
Zwar geht Luisa schließlich von der grauen Theorie zur handfesten Praxis über, indem sie Herrn Weltfremd kurzerhand zu sich nach Hause mitnimmt, aber die Eindrücke, die dieser dann empfinden, werden nicht ausführlich genug geschildert, um den zuvor aufgekommenen Mangel an Erläuterungen auszugleichen.

Technik:
Es kommt zwar zu einer Reihe von Wortwiederholungen (z.B. „ruhte ruhig“, „behandschuhte Hände“, „zugedeckt mit einer Decke“ etc.), bildet der Text mit dem fortlaufenden Dialog eine gute Basis für einen Teil eines Sprachlernkurses. Die Schilderungen der Aspekte des Weihnachtsfestes sind anschaulich ausgefallen.

Fazit:

Die Idee ist recht nett, auch wenn nicht alle Facetten des Christfestes erläutert werden. Stilistisch ist der Text, abgesehen von den angesprochenen Wiederholungen, ordentlich.

Cosimetta – Wo ist der Weihnachtsbaum?

Handlung:
Die Familie Herzog begibt sich von Stuttgart aus in den Winterurlaub auf die Insel Teneriffa. Da es in ihrem Ferienhaus keinen Weihnachtsbaum gibt, wird von der Mutter kurzerhand eine Juccapalme zweckentfremdet und allerhand Actionfiguren dienen als Beigabe der Krippe.

Technik:

Es fällt auf, dass die Autorin bemüht ist, die Ereignisse auf eine humorvolle Weise zu schildern. Die Dialoge der Familienmitglieder wirken erfrischend. Ein paar kleine technische Mängel trüben das Bild ein wenig. So werden die Figuren meist nur mit ihrem Namen genannt, d.h. die Mutter ist stets „Silvia“ und nicht „die Mutter“ und die Begleitsätze zur direkten Rede folgen dieser in fast allen Fällen. Beides ist zwar nicht wirklich störend, macht aber den Unterschied zu den höher platzierten Texten deutlich. Da die wörtliche Rede den größten Teil des Textes bildet, wirkt die Geschichte sehr umgangssprachlich und als Sprachbeispiel sehr anschaulich.

Fazit:

Die Geschichte geht recht kreativ mit der Thematik des Wettbewerbs um, auch wenn sie stilistisch nicht wie aus dem Ei gepellt wirkt. Ihre klaren syntaktischen Strukturen machen sie aber für einen Fremdsprachenkurs nutzbar.

Der Nachtleser – Ein Weihnachtswunder

Handlung:
Der sechsjährige Sam nimmt sich vor, Santa Claus nachts bei der Anlieferung der Geschenke abzupassen. Tatsächlich gelingt es dem Kleinen, zur passenden Uhrzeit aufzuwachen und den erleuchteten Schlitten zu sichten. Als er sich daraufhin voller Neugier aus dem Elternhaus schleicht und im Schnee zu erfrieren droht, entdeckt ihn der Weihnachtsmann und lässt ihn eine Runde auf seinem Gefährt über die Stadt fliegen.

Technik:
Der Text wirkt originell. Man fühlt sich an die eigene Kinderzeit erinnert, als die Nacht noch etwas ganz Außergewöhnliches war. Dieser Eindruck wird hier gut transportiert. Stilistisch gibt es einige Kritikpunkte. So finden sich vermehrt recht auffällige Wortwiederholungen (z.B. „leise“ auf den Seiten 5 und 6, „… so wie zu dem Zeitpunkt, als es Zeit geworden war, …“, „Aufs Neue neugierig geworden …“, „Man hörte Sams Mutter nach Sam rufen, …“) und generell wird Sam zu häufig mit seinem Namen genannt.

Fazit:
Der Text bietet eine neue Perspektive auf die Heilige Nacht. Wann hat man sie schon mal von oben und auf einem Schlitten erlebt? Zwar bleiben die Wortwiederholungen störend in Erinnerung, aber die Schilderungen des nächtlichen Ausfluges sind gelungen und erlauben den Einsatz im Rahmen eines Sprachlernkurses.

M. Pohl – La Cava ….A Christmas Lovestory


Handlung:

Raphael gewinnt eine Reise nach Buenos Aires und diese soll zur Weihnachtszeit stattfinden. Obwohl ihm das nicht so ganz recht ist und er auch keine Begleitung hat, nimmt er den Preis an und begibt sich auf die Südhalbkugel. Dort lernt er nach einigen Wirrungen Ayashe kennen, ein Mädchen aus dem Ghetto. Bevor dies geschieht, gewährt uns die Autorin einen kurzen Einblick in die religiöse Vielfalt der argentinischen Metropole, so dass wir etwas über jüdische und islamische Feste erfahren können, die ebenfalls am 24. Dezember begangen werden. Am Ende der Handlung driftet die Geschichte ein wenig ab, aber die Autorin gibt dieser Wendung einen Sinn, indem sie das Näherkommen zwischen Raphael und Ayashe mit der Predigt des Pfarrers verbindet.

Technik:

Der sprachliche Ausdruck ist solide und auch die Rechtschreibung wird beherrscht. Die Schilderung der Handlung ist vielleicht ein wenig zu knapp gehalten, aber die außergewöhnliche Perspektive auf Weihnachten wirkt sich hier positiv aus.

Fazit:

Der Text ist flüssig und größtenteils fehlerfrei geschrieben. Die Idee, den Protagonisten in Buenos Aires mit Vertreter/inne/n anderer Religionsgemeinschaften zusammentreffen zu lassen, kommt der Zielsetzung des Wettbewerbs recht nahe. Es wäre möglicherweise vorteilhafter gewesen, wenn dieser Aspekt mehr Raum bekommen hätte. So wirken sowohl die Beschreibungen der außerchristlichen Feste wie auch die Liebesgeschichte der Hauptfiguren etwas zu knapp und gedrängt.

Moon(whisper)look – fremde Weihnacht

Handlung:
Mirija und Jonas lernen sich am Heiligen Abend im Zug kennen, als abrupt die Fahrt unterbrochen werden muss, da der heftige Schneefall die Strecke versperrt. Also finden sich die Reisenden wohl oder über in einer Bar nahe der Strecke ein und verbringen Weihnachten gemeinsam. Dabei spielt eine ältere Dame mit silbernen Zöpfen eine wichtige Rolle. Auch der Barkeeper scheint in irgendeiner Weise von Bedeutung zu sein. Was genau aber vor sich geht, erfahren wir nicht. So verwandelt sich beispielsweise die Inneneinrichtung der Bar, während sich Mirija und Jonas kurz draußen die Füße vertreten. Und der Barkeeper ist am nächsten Morgen plötzlich der Zugschaffner. Mirija und Jonas kommen sich näher, alle anderen Reisenden bleiben namenlos.

Technik:
Gelegentlich kommt es zu ein paar grammatikalischen Ungenauigkeiten (z.B. „aufsaugte“ statt „aufsog“ etc.) und auch Wortwiederholungen finden sich (z.B. „eine kleine, armselige Tanne mit kleinen Kugeln“, „Jetzt standen sie staunend davor und staunten“, „Kleinigkeiten wie kleine Parfümflakons“). Ansonsten ist der Erzählstil nicht schlecht und der Wortschatz bietet reichhaltige Abwechslung. Das Ende bleibt hier bewusst offen, um dem eigenen Nachdenken genügend Raum zu geben. Dadurch wird der Text dem Wettbewerbsmotto voll gerecht.

Fazit:
Das Szenario, nämlich die Insassen eines Regionalzuges am Heiligen Abend ungewollt in einer Bar stranden zu lassen, hat Potential. Dies wird im Verlaufe der Geschichte allerdings nicht optimal genutzt. Die Protagonisten und Handlungsstränge wirken bisweilen etwas planlos zusammengewürfelt und ungenügend erläutert. Jedoch verfolgt der Text das Ziel, den Blick auf Weihnachten in eine andere Richtung zu lenken; es wird Besinnlichkeit erzeugt, indem sich das lesende Publikum selbst Gedanken über das Fest machen kann. Allein dieser Aspekt führt zu einer geglückten Umsetzung des Wettbewerbsthemas.

Wir gratulieren allen Autorengewinnern herzlich!

Kurzgeschichtenausschreibung auf BookRix:

Schreibe ein Märchen aus 1001 Nacht und werde veröffentlicht!

Märchen aus 1001 Nacht

Pack Deinen fliegenden Teppiche und Flaschengeister aus! Ab heute startet die Kurzgeschichtenausschreibung Märchen aus 1001 Nacht und verwandelt BookRix bis zum 06.01.2011 in eine orientalische Märchenwelt.

Der Sperling-Verlag veranstaltet diesen außergewöhnlichen Wettbewerb und präsentiert eine große Überraschung: Die besten Geschichten werden als Märchenanthologie in einer Hardcoverausgabe veröffentlicht! Außerdem gibt es für Autoren und Leser zusätzlich noch geheimnisvolle orientalische Überraschungen im Wert von insgesamt über 500€ zu gewinnen.

Nimm uns mit auf die Reise in den Orient und schreibe deine persönliche Geschichte aus 1001 Nacht. Erzähle uns von den geheimnisvollen Gärten des Sultans, der unglücklichen Prinzessin Soraya oder einem heldenhaften Abenteuer des Seefahrers Sindbad. Lass Deiner Fantasie freien Lauf!

Warte also nicht lange, sondern lass den Zauber beginnen! Wir freuen uns auf eure mystischen und abenteuerlichen Geschichten!