Schlagwort-Archive: Werwolf

Rezension zu „Der Blutmond – Teil 1“ von T. J. Hudspeth

„Eine Mischung aus Abenteuer, exzessiver Lust und brutaler Gewalt“

 

Buchcover T. J. Hudspeth "Der Blutmonde - Teil 1"Heute wenden wir uns einem Buch über die berühmte Spezies der Vampire zu. Es nennt sich „Der Blutmond – Teil 1“ und stammt aus der Feder von T. J. Hudspeth. Die Überschrift dieses Blogbeitrages habe ich dem Klappentext des Buches entnommen und sie macht augenscheinlich sehr neugierig, was sich in der Geschichte wohl so alles abspielt.

Der Blutmond – Teil 1“ bildet die Fortsetzung der Reihe „Dark Craving“ von derselben Autorin. Hier begleiten wir mehrere Vampirpärchen auf unterschiedlichen Exkursionen. Da sind zunächst Luna und Onyx, die feindlich gesinnten Werwölfen eine geheime Schriftrolle entwenden. Die nächsten beiden sind Mimma und Ardric. Sie begeben sich auf die Reise nach Ungarn, wo Ardric alte Bekannte trifft. Und schließlich kommen noch Elester und Jinx dazu, die nur geschäftlich miteinander zu tun haben. Interessant wird es dann, wenn sich die Wege dieser drei Paare kreuzen.

Wir treffen hier auf eher klassische Vampire, die ihre Schattenseiten haben. Auch das Sonnenlicht ist für sie gefährlich, weshalb sie nachtaktiv sind. Sie verzehren sich in erster Linie nach menschlichem Blut, gern auch von noch lebendiger Beute. An zweiter Stelle folgt dann gleich die zügellose Wollust, womit ich andeuten möchte, dass sich das Buch gezielt an die volljährige Leserschaft richtet. Zart besaitet sollte diese allerdings nicht sein, denn manche Dinge werden schonungslos direkt angesprochen.

Die Handlung hat durchaus ihre Momente, auch wenn sie stellenweise stark an Motive aus bekannten Vampirfilmen des 21. Jahrhunderts erinnert. Ein Beispiel dafür ist die Episode mit Millan und Noemi. Und die Tatsache, dass Vampire gegen Werwölfe kämpfen, ist auch nicht unbedingt neu.

Stilistisch ist der Text zwar insgesamt recht ordentlich, aber es kommt doch sehr häufig zu auffälligen Wortwiederholungen. Vor allem werden die Hauptfiguren stets mit ihren Vornamen benannt, anstatt sie hin und wieder mit Substantiven zu umschreiben. Auch die Orthographie weist leider oftmals vermeidbare Fehler auf. Allerdings merkt man an den vielen Ausschmückungen, mit welchen die einzelnen Szenen ausgestaltet sind, mit wie viel Hingabe und Liebe zum Detail die Autorin ihre Geschichte erzählt. Den Spaß am Schreiben kann man also deutlich zwischen den Zeilen lesen.

Mein abschließendes Fazit lautet daher, dass das Buch ein heißer Tipp für alle volljährigen Fans zeitgenössischer Romane über Blutsauger darstellt. Hier treffen mehrere interessante und ziemlich eigenwillige Charaktere aufeinander und erzeugen durch ihre impulsive, unberechenbare Natur eine ganze Menge Spannung. Auch die Aussicht auf eine baldige Fortsetzung trägt zu dieser bei. Dann lohnen sich auch die 99 Cent für den Download des kompletten Textes. Für Publikum jenseits des Vampirfandoms ist das Buch jedoch ungeeignet.