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Rezension zu „Stunde der Drachen“ von Ewa Aukett

„Sie wird Feuer und Tod in diese Welt tragen und doch ist sie dem Leben gleich …“

Endlich! Ja, endlich ist es so weit und es gibt ein neues Buch von Ewa Aukett, der sympathischen Autorin, die mit ihrem Erstlingswerk „Crafael“ für Aufsehen gesorgt hat. Jetzt kommt ihr neuster Roman „Stunde der Drachen“, und als ob das nicht schon genug Anlass zur Freude wäre, stellt man beim Anlesen auch noch fest, dass es sich um eine Fortsetzung von „Crafael“ handelt, die man jedoch problemlos auch ohne Vorkenntnisse genießen kann. Was will man mehr?

Man kriegt sogar NOCH mehr, denn „Stunde der Drachen“ ist der Auftakt einer Trilogie. Aber der Reihe nach, nicht dass sich der begeisterte Rezensent vor Aufregung noch vertippt…

Crafael“ ist ja im Genre „Fantasy-Romance“ angesiedelt. Es beginnt mit klassischen Fantasy-Elementen, entwickelt sich dann aber nicht nur zu einer wundervollen Romanze, sondern auch zu einer komplexen Zeitreisegeschichte, die nicht zuletzt durch einen ausgezeichneten Schreibstil vollauf überzeugt. Dass Ewa Aukett ein Faible sowie ein ausgeprägtes Talent für gefühl- und niveauvolle Liebesgeschichten hat, konnte man in „Crafael“ bereits feststellen. Und auch ihre folgenden Werke gingen ja in diese Richtung. Mit „Stunde der Drachen“ hat sie nun ein Buch geschrieben, das sowohl die Fantasy- wie auch die Romantikfans begeistern wird.

Zu Beginn von „Stunde der Drachen“ lernen wir die Protagonistin Lee kennen. Sie ist sehr einsam und sieht keinen Sinn mehr in ihrem irdischen Dasein. In allergrößter Verzweiflung stürzt sie sich in einen reißenden Fluss, doch… tja… anstatt im Jenseits zu landen, findet sie sich unter einem Baum im eiskalten Schnee liegend wieder. Sie ist völlig verwirrt, da sie sich an kaum etwas erinnern kann. Glücklicherweise kommt ihr aber ein brummiger, doch gutmütiger Krieger zu Hilfe, der sie nach Callahan-Castle im Lande Sijrevan bringt. Dort trifft sie erstmals auf Royce McCallahan, den Anführer eines Clans von Highlandern. Obwohl ihr ihre Erinnerungen nach wie vor beharrlich den Dienst verweigern, spürt sie beinahe überdeutlich, dass Royce für sie kein Unbekannter zu sein scheint. Was steckt hinter diesen Gefühlen? Und wird sie sich in dieser mittelalterlichen Umgebung behaupten können? Ein spannendes Abenteuer beginnt.

Um es gleich vorwegzunehmen, „Stunde der Drachen“ wird sowohl die Fans von Liebesgeschichten wie auch die von Fantasy-Abenteuern in seinen Bann ziehen. Die Handlung beginnt zunächst ein wenig geheimnisvoll, da Lee sich erst mal an die ungewohnte Welt und Zeit (!) gewöhnen muss. Nach und nach entwickelt sich dann eine zarte Romanze, die von einigen Wirrungen begleitet wird, denn die Hauptfigur beschließt, sich zu ihrem Schutz als Mann auszugeben, was ein paar skurrile Situationen verursacht. Dann, ungefähr ab dem zweiten Drittel des Buches, setzen die Fantasy-Elemente ein, worauf sich die Spannung enorm ausdehnt. Erfreulicherweise ist der Roman recht umfangreich ausgefallen, weshalb die einzelnen Handlungsstränge genügend Raum zur Entfaltung haben. Dadurch ergeben sich zahllose detaillierte Szenenbeschreibungen, die das Lesen zu einem sagenhaften Ereignis werden lassen.

Ewa Aukett ist ja bereits für ihre qualitativ hochwertigen Bücher bekannt. Auch „Stunde der Drachen“ fügt sich in diese lobenswerte Tradition ein und gibt in puncto Rechtschreibung und Grammatik überhaupt keinen Anlass zur Kritik. Das Erzähltempo ist ebenfalls gut umgesetzt. Langatmige Stellen gibt es nicht und die Spannung kann sich immer weiter steigern, bis sich dann am Schluss die Ereignisse förmlich überschlagen. Man hat also stets das Gefühl, einen hochkarätigen und sehr durchdacht erarbeiteten Roman vor sich zu haben.

Inhaltlich bietet uns Ewa Aukett eine interessante Mischung von Romantik und Fantasy. Auch etwas „knackigere“ Szenen sind enthalten, was für das nötige Knistern sorgt, auch wenn, wie ich persönlich anmerken möchte, die Formulierungen ebendieser Szenen nicht so kreativ wirken wie das Buch an sich. Das wird aber nur sehr pedantischen Rezensenten auffallen, die Liebhaber feuriger Erotik werden es ohnehin genießen und voll auskosten.

Fazit: Als Nachfolger von „Crafael“, als erster Teil einer ereignisreichen Trilogie, als perfekt abgestimmte Synthese aus Liebe, Schwertkämpfen und geheimnisvoller Zeitreise zieht „Stunde der Drachen“ so ziemlich alle Register. Und das Tolle ist, dass es Ewa Aukett grandios gelingt, aus diesen Zutaten einen bombastischen Roman zu zaubern, der nicht nur aus einem Guss ist, sondern auch großartige Unterhaltung bietet, die den literarischen Anspruch nicht vermissen lässt. Mit „Stunde der Drachen“ kann man nichts falsch machen, weil einfach alles passt. Und dazu ist der Roman auch noch so umfangreich, dass man damit ein ausgedehntes Leseerlebnis haben wird. Man kann ihn übrigens auch ohne Kenntnisse zu „Crafael“ problemlos verstehen. „Stunde der Drachen“ ist also der heißeste Tipp, seit es Bücher von Ewa Aukett gibt.

Rezension zu „Crafael“ von Ewa Aukett

„Wenn ich falle in diesem Krieg, der nie der meine war, wirst du um mich weinen?“

Die Indie-Autorin Ewa Aukett ist schon seit einer Weile Mitglied auf BookRix und hat bereits viele Leser mit ihren Werken begeistert. So hat beispielsweise ihr „Commissario Andretti“ im Newbie-Schreibwettbewerb den Sieg davongetragen. Deshalb habe ich mir für den heutigen Beitrag zu dieser Rezensionsreihe einen längeren Text von ihr erwählt, um ihn hier vorzustellen. „Crafael“ nennt sich ihr Fantasy-Roman, der zu den Büchern zählt, die ich ohne Abstriche als „literarische Schätze“ bezeichnen möchte. Warum das so ist, lest ihr nun.

Buchcover Ewa Aukett - "Crafael"Die Geschichte nimmt ihren Anfang in den schottischen Highlands. Wir befinden uns in einer tausend Jahre zurückliegenden Vergangenheit. Eine dunkle Macht bedroht den Clan der McCallahans. Leandra, die Schwester des Clanführers, erhält jedoch überraschend Hilfe. Ein uralter Drache wird zu ihrem Begleiter und unterstützt sie auch im Kampf. Eines Tages werden die beiden an der Grenze des Landes der Dunkelalben überfallen und von den Soldaten des Crafael Ledoux gerettet. Zunächst ist Leandra von dem Fürsten der Dunkelalben nicht eben begeistert, obwohl er sich ihr gegenüber neutral verhält, doch nach und nach ergibt sich für die beiden ein gemeinsames Leben.

Was Leandra jedoch nicht weiß, ist, dass Crafael als Dunkelalb über Fähigkeiten verfügt, die ihr fremd sind. So kann er seine Seele vom Körper trennen und mit dieser durch die Zeit reisen. Als Leandra eines Tages auf dem Schlachtfeld aus dem Leben gerissen wird, beschließt Crafael, ihrer Seele durch die Zeiten zu folgen.

An diesem Werk gibt es fast nichts zu bemängeln. Ab und zu begegnet einem ein Flüchtigkeitsfehler, den man aber kaum bemerken wird, da die Handlung einen völlig in ihren Bann zieht. Diese ist recht komplex, aber dennoch stets nachvollziehbar und verständlich geschildert. Anfangs verwirren die vielen mitwirkenden Figuren zwar ein wenig, aber das legt sich nach ein paar Seiten wieder. Außer Leandra und Crafael betreten nämlich noch weitere Charaktere die Bühne, aber nach und nach wird klar, was sie miteinander verbindet. Man befindet sich beim Lesen dieses Romans also auf einer faszinierenden und äußerst spannenden Entdeckungsreise, auf welcher man immer wieder mit überraschenden Wendungen und Fügungen belohnt wird.

Zu Beginn des Textes erscheinen zwar solche Begriffe wie „Drachenkriegerin“, „Highlander“ oder „Alben“, die gewisse Assoziationen bezüglich des Buchinhaltes wachrufen. Davon sollte man sich jedoch keinesfalls beirren lassen, denn die Handlung geht weit über das hinaus, was man für gewöhnlich in Fantasy-Romanen vorfindet. Die Geschichte ist romantisch und gefühlvoll, doch ebenso mysteriös und tragisch. Keine dieser Emotionen erscheint dabei gekünstelt oder konstruiert. Sie wirken stattdessen stets organisch und lebendig und reißen einen mit.

Ewa Aukett verfügt über einen überzeugenden, prägnanten Schreibstil, der keinerlei Wünsche offen lässt. Ihr Ausdruck passt perfekt zum jeweiligen Szenario und bewegt sich weit abseits ausgetretener Pfade. Wer einen gepflegten und versierten Umgang mit dem Medium Sprache zu schätzen weiß, wird sich hier sofort wohl fühlen.

Die 0,99€ für den Download halte ich eindeutig für zu wenig, denn „Crafael“ hat so viel an hervorragend ausgestaltetem Inhalt zu bieten, dass man dafür gerne mehr bezahlt. Das aufmerksame Lektorat tut sein Übriges zum rundum positiven Eindruck. Man hat hier das Gefühl, etwas Ganzes, Vollwertiges zu bekommen. „Crafael“ steckt voller Überraschungen, weshalb hier nicht nur die Fans der Fantasy unbedingt zugreifen sollten, sondern auch diejenigen Leser, die hochwertige Literatur lieben. Selten war eine so formvollendete Geschichte so günstig zu haben wie hier.

Rezension zum Selfpublishing-eBook „Time Dynasty“ von Jane Montgomery

„Die Nacht breitete sich vor ihr aus und verweigerte jegliche Stellungnahme zu den Vorkommnissen.“

Die 13-jährige Amanda hat ein ziemlich großes Problem: Ihr Körper verselbstständigt sich nämlich eines Nachts und verlässt gegen ihren Willen ihr Zimmer. Draußen läuft er einfach weiter, ohne dass sie etwas dagegen unternehmen kann. So skurril beginnt der Roman „Time Dynasty“ von Indie-Autorin Jane Montgomery, der seit Kurzem auf der Selfpublishing-Plattform BookRix zu bewundern ist. Ein im wahrsten Sinne „eigenwilliger“ Anfang, der mich sofort neugierig gemacht hat.

Buchcover Jane Montgomery "Time Dynasty"Amanda stellt bald darauf fest, dass sie von zwei Männern telepathisch kontaktiert wird, die ihr etwas Erstaunliches mitteilen möchten. Sie halten sie für eine Auserwählte, die auf eine Zeitreise ins Mittelalter gehen soll. Dort ist nämlich einer ihrer Vorfahren bedroht und Amanda soll ihn unterstützen. Ein unglaubliches Abenteuer beginnt für sie, bei dem jedoch nicht alles so läuft, wie es geplant worden ist. Da sie nämlich nicht im vorgesehenen Jahr eintrifft, wird kurzerhand ihr kleiner Bruder Ian hinterhergeschickt, um sie zu suchen.

Die Geschichte ist komplex und die einzelnen Handlungsstränge werden durch mehrere Perspektivwechsel miteinander verflochten. Das sorgt für jede Menge Spannung und auch der Unterhaltungswert ist hoch, da der Schreibstil der Autorin neben einem exquisiten, distinguierten Ausdruck auch noch über reichlich Humor verfügt. Weiterhin fließt historisches und biologisches Wissen in den Text ein. Fehler sind hier äußerst rar und wohl nur der Flüchtigkeit geschuldet. Insgesamt fällt das Fazit also positiv aus. Hilfreich beim Lesen ist außerdem die konsequente Kursivschreibung der Stimmen, die sich lediglich in Amandas Gedanken melden, sowie der telepathischen Unterhaltungen der übrigen Figuren untereinander.

3,99€ kostet der Download des kompletten Romans. Das Preisleistungsverhältnis stimmt auf jeden Fall, denn der Text gibt sich sprachlich ausgereift und inhaltlich spannend und originell. Jane Montgomery zeigt uns, wie perfekt eine Mischung aus gepflegtem Ausdruck und abwechslungsreicher Unterhaltung gelingen kann. „Time Dynasty“ sollte man sich daher nicht entgehen lassen, auch dann nicht, wenn man das Genre Fantasy für gewöhnlich eher meidet, denn dieses Werk dürfte mit seinem besonderen Charme sicherlich so Manchen auf den Geschmack bringen. Es ist zwar als Kinder- und Jugendbuch eingestuft, fasziniert aber problemlos auch volljähriges Publikum. Na, neugierig? Dann lies schnell rein!

Dr. Who – einfach nicht totzukriegen

Reise zum

Ursprung der Menschheit

Er weiß einfach alles und wird auch nicht müde, uns mit seinen Weisheiten zu füttern. Ist ja auch kein Wunder, denn seit mittlerweile 49 Jahren reist er durch Raum und Zeit. Die Rede ist natürlich von Doctor Who, der mit seiner Zeitmaschine TARDIS viele Abenteuer erlebt, sich mit gefährlichen Gegnern herumschlagen muss und ganz nebenbei ganze Zivilisationen rettet. Am 23. November 1963 wurde die Pilotfolge dieser Serie ausgestrahlt und eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht, nahm ihren Lauf. Nach grandiosen 26 Staffeln wurde die Serie 1989 eingestellt. Doch genau wie sein Pendant Dr. Who, ist wohl auch das  Sendeformat nicht totzukriegen. Seit 2005 werden wieder brandneue Abenteuer des exzentrischen und etwas verschrobenen Zeitreisenden  ausgestrahlt. Dr. Who ist somit die erfolgreichste Science-Fiction Serie aller Zeiten und hat absoluten Kultstatus erreicht.

Eine Reise, die wohl ganz nach dem Geschmack von Dr. Who gewesen wäre, ist die „Reise zum Ursprung der Menschheit“. Man sollte nämlich nicht alles glauben, was in den Geschichtsbüchern steht. Vielmehr sollte man sich lieber einfach selbst einmal ein Bild machen…

P.S. Wenn ihr noch mehr Lesestoff aus dem Bereich Science-Fiction such, schaut doch mal hier vorbei. Da dürfte wirklich für jeden etwas passendes dabei sein.

Sand im Zeitmaschinengetriebe

Die Gewinner!

Wenn ihr fleißig mitgerechnet habt, wisst ihr das Ergebnis jetzt natürlich schon. Vielen Dank nochmal an alle Teilnehmer für die durchwegs gelungenen Beiträge. Ihr habt es unseren Juroren nicht grade leicht gemacht.

susymah: Der dreizehnte Schädel 10

Vivian Angelique: Diamanten der Zeit 8

Melpomene: Wimpernschläge 7

Brigitta Wullenweber: Animusa 5

Juli Weiß: Die Sanduhr der Schattenstreicher 4

Elisabeth Alicia Lorey: Sound of Time 3

wolfseibert (W), lillekat (L), robustus (R), buechereimaus (B):The Dreamers Inn 2

Crinwell: Maries letzte Stunden 2

Reggi67: IFTT 1

Sookie A. Jupiter: The Time-Cab 0

Hollly: Juliette 0

Alessa S. Liat: Windgeflüster 0

Jana Oltersdorff: Am Anfang und am Ende 0

Brigitte R.: Kurzes Glück 0

Katja Zwieselfuss: Wo sind alle hin? 0

Damit steht fest:susymah hat mit Der dreizehnte Schädel die Jury überzeugt und darf sich über einen Kobo Touch Edition eReader + 100€ Amazongutschein freuen.  Vivian Angelique wird für ihre Geschichte Diamanten der Zeit mit einem 150€ Amazongutschein belohnt. Auch Melpomene gewinnt für Wimpernschläge einen 100 € Amazon-Gutschein! Herzlichen Glückwunsch!

Die Leser gehen bei diesem Wettbewerb wie gewohnt auch nicht leer aus. Über einen kleinen Leserpreis in Form des amüsanten Romans „Zeitreisen für Anfänger“ von Sharon Griffiths können sich folgende Leser freuen:

loddenschatz828
crinwell
isipisii
reggi67
lemmy1211

fictron
rolli55
augenprobe
harryaltona
nisilsey

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer!


Sand im Zeitmaschinengetriebe

Die letzte Jurybewertung!

Wir haben euch ganz schön auf die Folter gespannt, aber jetzt stehen die Gewinner unseres Schreibwettbewerbs “Sand im Zeitmaschinengetriebe” endlich fest.  Doch zuerst sehen wir uns nocheinmal die Punkteverteilung nach Runde 6 an. Es wird spannend!

Vivian Angelique: Diamanten der Zeit 8

susymah: Der dreizehnte Schädel 7

Melpomene: Wimpernschläge 5

Brigitta Wullenweber: Animusa 5

Juli Weiß: Die Sanduhr der Schattenstreicher 3

Elisabeth Alicia Lorey: Sound of Time 3

wolfseibert (W), lillekat (L), robustus (R), buechereimaus (B):The Dreamers Inn 2

Crinwell: Maries letzte Stunden 2

Reggi67: IFTT 1

Sookie A. Jupiter: The Time-Cab 0

Hollly: Juliette 0

Alessa S. Liat: Windgeflüster 0

Jana Oltersdorff: Am Anfang und am Ende 0

Brigitte R.: Kurzes Glück 0

Katja Zwieselfuss: Wo sind alle hin? 0

So, jetzt gehts an´s Eingemachte! Die alles entscheidende Bewertung kommt diesesmal von Sundown. Vielen von Euch ist sie sicher als sehr aktives Mitglied und als einfallsreiche Autorin bestens bekannt. Als Mitgründerin des Sperling-Verlags und Gewinnerin des Jurywettbewerbs “Fremde Weihnacht”, weist Sundown alle Fähigkeiten auf, die ein Jurymitglied benötigt, um ein hartes, unparteiisches Urteil zu fällen.

Die vielen guten Beiträge haben Sundown die Entscheidung nicht leicht gemacht: “Zuerst einmal war ich überrascht über die durchweg qualitativ guten Beiträge. Das machte eine Auswahl sehr schwer. So habe ich mich an ein Punktesystem gehalten um die Siegerbeiträge zu ermitteln. Platz 3 lag mit einer weiteren Geschichte punktgleich, wobei ich mich dann gefühlsmäßig entschieden habe.”

1. Platz  – der dreizehnte Schädel von susymah

“Der dreizehnte Schädel” von susymah ist eine sprachlich hervorragend erzählte Story. Der Leser wird von Anfang an mitgenommen und mit einem aufrecht gehaltenen Spannungsbogen durch die Geschichte getragen. Die Idee fällt gegenüber den anderen Geschichten durchaus aus dem Rahmen, auch wenn der Hintergrund – die Welt muss gerettet werden – kein Neuer ist. Das Thema wurde voll getroffen, das Ende überzeugt. Die Regeln der Rechtschreibung, Grammatik und Orthographie wurden durchweg beachtet. Auch die Covergestaltung hat mich überzeugt.

2. Platz -  Wimpernschläge von Melpomene

“Wimpernschläge” von melpomene hat mich vor allem durch die Idee des Storyaufbaues überzeugt. Das Wort “Zeitreise” gewinnt durch die Rückblicke noch eine zusätzliche Bedeutung. Auch der Spannungsbogen kann dadurch aufrecht erhalten werden. Das Ende ist passend und gut gewählt. Der sprachliche Ausdruck liegt auf ebenso hohem Niveau wie Rechtschreibung, Grammatik und  Orthographie. Die Covergestaltung fügt sich vollendet ein. Gerade um die “Monalisa” ranken sich viele Geschichten, die hier gut recherchiert eingefangen wurden und sich zu einer neuen Legende formen.

3. Platz -  Die Sanduhr der Schattenstreicher von Juli Weiß

“Die Sanduhr der Schattenstreicher” von arlynn ist eine gut erzählte,  märchenhafte Story. Sprachlicher Ausdruck, Rechtschreibung, Grammatik und  Orthographie sind solide. Der Schreibstil ist bildhaft und trägt den Leser durch die Handlung. Der Spannungsbogen wird generell aufrecht erhalten. Das Ende macht bewusst, dass alle Handlungen in der Vergangenheit im Grunde nicht mehr beeinflussbar sind und lässt den Leser nachdenklich zurück. Das Cover und auch die Innengestaltung des Buches überzeugen.

Sand im Zeitmaschinengetriebe

Jurywertung – die Sechste

Mit riesigen Schritten geht´s nun dem Ende  entgegen…wir freuen uns schon, Euch bald den Sieger unseres Wettbewerbs präsentieren zu können. Doch zwei Entscheidungen stehen noch aus. Die Vorletzte zeigen wir Euch jetzt. Aber vorher schauen wir uns nochmal die bisherige Punkteverteilung an.

susymah: Der dreizehnte Schädel 7

Vivian Angelique: Diamanten der Zeit 5

Melpomene: Wimpernschläge 5

Brigitta Wullenweber: Animusa 5

Juli Weiß: Die Sanduhr der Schattenstreicher 3

Elisabeth Alicia Lorey: Sound of Time 3

wolfseibert (W), lillekat (L), robustus (R), buechereimaus (B):The Dreamers Inn 1

Reggi67: IFTT 1

Sookie A. Jupiter: The Time-Cab 0

Crinwell: Maries letzte Stunden 0

Hollly: Juliette 0

Alessa S. Liat: Windgeflüster 0

Jana Oltersdorff: Am Anfang und am Ende 0

Brigitte R.: Kurzes Glück 0

Katja Zwieselfuss: Wo sind alle hin? 0

Jetzt kommt die Bewertung von Fianna. Ihre Kurzgeschichte “Entkommen” wurde beim Wettbewerb “Im Bann der Piraten” auf den ersten Platz gewählt. Nun entscheidet sie als Jurymitglied selber mit.

1. Platz: „Diamanten der Zeit“ von Vivian Angelique

„Diamanten der Zeit“ von Vivian Angelique zeigt in meinen Augen die mit Abstand besten sprachlichen Fertigkeiten in diesem Wettbewerb. Diese Kurzgeschichte ließ sich am flüssigsten lesen, keine hölzernen oder ungeschickten Sätze trüben den Lesefluss, kein Satz ist unnötig. Die Autorin reichte den Beitrag am letztmöglichen Tag an, und man merkt dem Werk die Zeit an, die in es investiert wurde.
Zugleich vermittelt sie am eindringlichsten die Emotionen der Charaktere und zieht schon auf den ersten Seiten den Leser in den Bann, obgleich dort vollkommen alltägliche Rangeleien zwischen Geschwistern beschrieben werden.
Auch das Thema von „Diamanten der Zeit“ ist erfrischend anders und hebt sich von literarischen und kinematographischen Vorbildern erfreulich ab. In dieser Geschichte geht es nicht um eine tragische Liebesgeschichte, vorherbestimmte Schicksale oder ein wagemutiges Experiment. Die Protagonistin tritt die Zeitreise unabsichtlich mit ihrem Bruder an – und ebenso suggeriert das Ende, dass keine wiederholte Benutzung der diamantgefüllten Sanduhr statt finden wird.
Aufgrund dieses Gesamtbildes – die flüssigen Sprache, die plastischen Charaktere, der logisch aufgebaute Plot und der Bruchs mit Stereotypien des Genres – wähle ich „Diamanten der Zeit“ auf den ersten Platz.

2. Platz – „Maries letzte Stunden“ von Crinwell

Auch Crinwells Werk „Maries letzte Stunden“ hebt sich durch überdurchschnittliche Sprache ab.
Crinwell spielt mit dem klassischen Motiv des Wissenschaftlers, fügt dem Ganzen jedoch einige einzigartige Komponenten hinzu. Seine skurill zusammengewürfelten Begleitpersonen akzeptieren des Professors Arbeit ohne Widerspruch; und auch die Charaktere selbst wirken vollkommen glaubwürdig und nachvollziehbar.
Diese Besetzung macht das zuletzt von Romantik, Schicksal und Ernst beladene Thema „Zeitreise“ zu einem unterhaltsamen Road Trip in die Vergangenheit. Da sieht man auch gerne darüber hinweg, dass der Professor rein zufällig eine Übersetzungspille parat hält oder dass die zeitgenössisch gekleideten Punker einen vollen Nachmittag auf einer Wiese herumlungern, ohne von den Franzosen des Revolutionsregimes angesprochen oder bedroht zu werden.
Bei aller vordergründiger Action hat sich der Autor jedoch auch mit der historischen Seite des Themas beschäftigt, wie am deutlichsten die kleine Referenz an einen französischen Maler, Jaques-Louis David, beweist.
Eine ernste Note klingt an, als sich der Zweck der Zeitreise erfüllt: Marie-Antoinettes Hinrichtung erschüttert den Professor sehr. Geschichte lesen und Geschichte erleben sind zwei verschiedene Paar Schuhe, und es ist fraglich, ob er weiterhin zu den dunkelsten Stunden seiner Vorbilder reisen wird.
Doch seine jugendliche Begleitung hat ohnehin das nächste Ziel festgelegt: bei einem Elvis-Konzert sollen Außerirdische erschienen sein. Also warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, den „King of Rock’n'Roll“ live erleben und mit den Aliens sprechen? .
Obwohl offensichtlich für den Wettbewerb erstellt, bietet die Besetzung in meinen Augen Stoff für eine Kurzgeschichtenreihe. Ich würde gerne das Elvis-Abenteuer dieser Zeitreise-Crew lesen.

3. Platz – „The Dreamer’s Inn“ von der Autorengruppe Federfuchser

„The Dreamer’s Inn“ ist die mit Abstand ungewöhnlichste Geschichte in diesem Wettbewerb.
Zum einen hat ein Team von mehreren Autoren diesen Text geschrieben, und zwar nicht kapitelweise, sondern in unregelmäßigen Abschnitten (jeweils übertitelt mit dem Anfangsbuchstaben ihres Namens).
Zum anderen geleitet sie den Leser als eine der wenigen Geschichten nicht in die Vergangenheit, sondern in eine komplett andere Realitätsebene. Die man jedoch nur erreichen kann, wenn der Neigungswinkel zu unserer Realitätsebene kleiner als 45 ° ist.
Hierbei ergänzen sich die verschiedenen Stile und Ideen der Autoren hervorragend: während Lillekatt den Gegensatz zum luziden Träumen entwirft – Langeweile im Traum – und durch eine falsche Türe die Protagonistin ins Dreamer’s Inn geleitet, bringt Buechereimaus Fantasy-Elemente wie Drachen oder die in ihren Werken bevorzugten Indianer hinein. Wolfseibert ist der Spezialist für Realitäsverschiebungen, und Robustus bereichert das Dreamer’s Inn mit ihren skurillen Einfällen und knappen, aber dennoch aussagekräftigen Beschreibungen, die der Kurzgeschichte Tiefe verleihen.
Ein Bonus ist die zum Nachdenken anregenden Weisheit, die in einigen Sätzen anklingt; beispielsweise „Gibt es denn Erklärungen, die keine neuen Fragen aufwerfen?“
„The Dreamer’s Inn“ existiert für sich selbst, nicht als bloße Hommage an Adams (dessen Bücher ich persönlich nicht mag) und war auch beim wiederholten Lesen ein Genuss.
Lediglich zwei kleine Dinge stören das Bild: ein Schreibfehler im Namen eines bekannten Physikers sowie der Kommentar eines Autors an einen anderen.
Da die drei Geschichten meiner persönlichen Endauswahl allesamt so verschieden sind, fiel es mir schwer, sie in eine Reihenfolge zu bringen.
Letztendlich war für meine Platzierung von „The Dreamer’s Inn“ der Kommentar eines Autors mitten im Text ausschlaggebend. Den Leser ansprechen ist eine Sache, den Autor mehrfach in den Text einbringen ebenso – aber eine einmalige Kommentierung des Textes durch einen Autor, dazu noch gerichtet an einen Mit-Autor – das bricht den Textfluss und hat für mich auch in einem Text auf anderer Realitätsebene nichts verloren.
Daher von mir „nur“ Platz 3 für „The Dreamer’s Inn“.

Sand im Zeitmaschinengetriebe

Jurywertung – die Fünfte

Ihr wartet sicher schon alle sehnsüchtig darauf: jetzt geht´s weiter mit der Jurywertung:)

Aber erstmal schauen wir wie immer, wie der aktuelle Punktestand so aussieht:

susymah: Der dreizehnte Schädel 7

Vivian Angelique: Diamanten der Zeit 4

Juli Weiß: Die Sanduhr der Schattenstreicher 3

Melpomene: Wimpernschläge 3

Elisabeth Alicia Lorey: Sound of Time 3

Brigitta Wullenweber: Animusa 2

wolfseibert (W), lillekat (L), robustus (R), buechereimaus (B):The Dreamers Inn 1

Reggi67: IFTT 1

Sookie A. Jupiter: The Time-Cab 0

Crinwell: Maries letzte Stunden 0

Hollly: Juliette 0

Alessa S. Liat: Windgeflüster 0

Jana Oltersdorff: Am Anfang und am Ende 0

Brigitte R.: Kurzes Glück 0

Katja Zwieselfuss: Wo sind alle hin? 0

Dann schauen wir uns mal an, wie der nächste Juror, Andreas, geurteilt hat. Er hat sich die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht und sich eine fundierte Meinung über die einzelnen Bücher gebildet…hier seht ihr zu welchem Ergebnis er gekommen ist:

Platz 1: Brigitta Wullenweber
Animusa

Orthographie und Grammatik

Der Text ist größtenteils fehlerfrei. Einige komplexe Sätze halten zwar die vom Lehrbuch vorgegebene Zeitenfolge nicht ein, was jedoch ein von der Autorin bewusst eingesetztes Stilmittel ist, um die temporale Allgegenwart, bzw. Zeitlosigkeit der Protagonistin zu beschreiben.

Form und Stil

Der sprachliche Ausdruck bewegt sich auf einem hohen Niveau. Immer wieder erscheinen Formulierungen, die den Leser überraschen, wie etwa „Eines Tages, mitten außerhalb dessen, was …“ auf Seite 5 oder „Die Geburt … war eine Tortur, die ihresgleichen suchte und in den Personen ihrer Eltern und den Umständen fand.“ auf Seite 7.

Kreativität und Gestaltung

Der Beitrag ist von der ersten bis zur letzten Seite eine kreative Meisterleistung. Nicht nur die Idee, die gesamte Existenz einer Seele als Zeitreise aufzufassen, sondern vor allem die vielen ungewöhnlichen und außerordentlich innovativen Formulierungen verblüffen im positiven Sinne, wirken sie doch stets frisch und aufgeweckt.

Natürlich ist die Reinkarnationslehre nichts, was nicht schon irgendwann einmal Thema einer Geschichte gewesen wäre, aber diese Art der Umsetzung bringt den Stoff zu einer neuen Blüte.

Für die grafische Gestaltung benutzt die Autorin nur eigenes Material.

Persönliches Fazit

Dieser Beitrag zeigt beispielhaft, was mit dem Medium Sprache möglich ist. Es ist ein stilistischer Höhenflug von einem Ausdruckswunder zum nächsten. Das Wettbewerbsthema ist hier auf interessante Weise umgesetzt.

Der Text zeigt nicht nur eine perfekte Ausarbeitung, sondern vielmehr auch eine Liebe zum Detail und eine deutlich wahrnehmbare spielerische Experimentierfreudigkeit bei seiner Ausgestaltung, die man zwischen den Zeilen erahnen kann.

Für besonders erwähnenswert halte ich auch die Titelwahl. „Animusa“ existiert in dieser Form (noch) nicht, ist aber wohl bewusst aus „Animus“ und „Anima“ nach C. G. Jung abgeleitet, soll aber durch die Aneinanderreihung zweier Genusendungen sowohl den männlichen als auch weiblichen Aspekt beinhalten, was aus einer Textstelle auf Seite 8 hergeleitet werden kann, in welcher es heißt: „Sie lebte ihr Leben in Männerkörpern und in solchen von Frauen, …“ Leider ist so ein ganzheitliches Verständnis der menschlichen Seele etwas, vor dem sich die Öffentlichkeit gerne ein bisschen scheut.

Platz 2: Melpomene
Wimpernschläge

Orthographie und Grammatik

Der Beitrag ist bis auf vereinzelte Flüchtigkeitsversehen fehlerlos.

Form und Stil

Der sprachliche Ausdruck bewegt sich auf angenehmem und sehr gepflegtem Niveau. Auch der Aufbau des Textes mit seinen vielen Einschüben, in welchen aus der Vergangenheit erzählt wird, lässt eine sorgfältige Konzeption und Ausarbeitung erkennen.

Kreativität und Gestaltung

Dieser Beitrag verbindet einen Aspekt der Kunstgeschichte mit Elementen des Mystery-Genres. Leonardo da Vinci hat hier eine Zeitmaschine in seinem wohl berühmtesten Gemälde verborgen. Die Mona Lisa, die seit jeher ihre Betrachter in einen ganz eigentümlichen Bann versetzt, wird somit also zum Vehikel ihres genialen Schöpfers, der sich in ihr durch die Zeiten bewegt.

Sehr gut gelungen sind die vielen Rückblenden, in denen einzelne Begebenheiten aus der bewegten Historie des Gemäldes berichtet werden, da sie oftmals auch in die Unterhaltung der beiden Hauptfiguren in der Gegenwart mit einfließen. Dadurch gestaltet sich der Text sehr lebendig und abwechslungsreich.

Schön ist auch die Erwähnung des „Sandkorns“ auf Seite 5, womit sofort ein Bezug zum Wettbewerbsthema hergestellt wird. Ebenso treffend ist der Titel der Geschichte, der sowohl mit den Gesichtszügen der Mona Lisa wie auch schließlich mit  der Erklärung zu Leonardos Wahrnehmung in Verbindung steht.

Persönliches Fazit

Stilistisch lässt dieser Beitrag kaum Wünsche offen. Die Wortwahl ist äußerst ausgefeilt und die Idee, das merkwürdige Lächeln der Mona Lisa zum Thema zu machen, eröffnet natürlich viele Möglichkeiten, eine extravagante Handlung zu entwickeln. Dabei wirkt die Unterhaltung zwischen Claire und Michel weder abgehoben noch langweilig.

Nur die Erklärung auf Seite 16 bezüglich der Beobachtung eines Objekts innerhalb eines Schwarzen Loches von außerhalb ist nicht stimmig, da ein Schwarzes Loch die von sich ausgehenden elektromagnetischen Wellen inklusive derjenigen im Bereich des sichtbaren Lichts aufgrund seiner immensen Gravitation nicht entkommen lässt. Ein Beobachter kann also nicht hineinblicken.

Am Ende bleibt zwar offen, wie sich Leonardo rein technisch „an Bord“ seiner Zeitmaschine begeben haben mag. Dieser Umstand ist aber nicht weiter störend, da alleine die tatsächlichen Geschehnisse um das Gemälde die Phantasie des Lesers auf Hochtouren bringen.

Platz 3: Vivian Angelique

Diamanten der Zeit

Orthographie und Grammatik

Bis auf wenige Flüchtigkeitsfehler ist der Text in einem tadellosen Zustand.

Form und Stil

Der Ausdruck dieses Beitrags ist gut gelungen. Ab und an taucht eine Wiederholung auf, die aber den positiven Gesamteindruck kaum zu trüben vermag, da die Wortwahl stets abwechslungsreich und präzise ist.

Unklar ist lediglich, warum in einem deutschsprachigen Text englische Wortformen wie z.B. „Mommy“ enthalten sind.

Das Erzähltempo ist angenehm und die Beschreibungen der einzelnen Szenen sind so ausführlich und liebevoll, dass man sie sich ohne große Mühe bildhaft vorstellen kann.

Kreativität und Gestaltung

Im Grunde ist die Idee zu dieser Geschichte nicht sonderlich spektakulär, denn die Schilderung der Zeitreise in die Vergangenheit beinhaltet zunächst keine wirklich neuartige Herangehensweise an diese Thematik. Das Ende ist dann jedoch gelungen. Zu oft haben Geschichten dieses Genres nämlich die Eigenschaft, dass die Hauptfiguren vorschnell ihre Zweifel an der Möglichkeit einer Zeitreise ablegen und sich auf das Geschehen einlassen. Hier passiert dies nicht. Laurie ist selbst nach ihrer Internetrecherche fest davon überzeugt, alles nur geträumt zu haben.

Allerdings hätte auf die konkrete Benennung eines Suchmaschinendienstes verzichtet werden können.

Persönliches Fazit

Dieser Beitrag verfügt über einen guten sprachlichen Ausdruck und eine solide Ausarbeitung. Seine große Stärke ist die genaue Darstellung der Protagonisten. Deren Charakterzüge und Handlungsweisen werden glaubhaft und überzeugend beschrieben, weshalb man sich wunderbar in die Situation hineinversetzen kann. Dazu passen auch die vielen kleinen und stimmigen Details, z.B. die Anmerkung bezüglich des Geruchs alter Möbel auf Seite 14, der aber in der bereisten Vergangenheit nicht festzustellen ist, weil die Einrichtung des Raumes da ja noch nicht alt ist.

Sand im Zeitmaschinengetriebe

Jurywertung, die Vierte

So, bevor wir anfangen, schauen wir uns doch nochmal den aktuellen Stand der Dinge an:

susymah: Der dreizehnte Schädel 4

Juli Weiß: Die Sanduhr der Schattenstreicher 3

Melpomene: Wimpernschläge 3

Elisabeth Alicia Lorey: Sound of Time 3

Vivian Angelique: Diamanten der Zeit 2

Brigitta Wullenweber: Animusa 2

wolfseibert (W), lillekat (L), robustus (R), buechereimaus (B):The Dreamers Inn 1

Sookie A. Jupiter: The Time-Cab 0

Crinwell: Maries letzte Stunden 0

Hollly: Juliette 0

Alessa S. Liat: Windgeflüster 0

Jana Oltersdorff: Am Anfang und am Ende 0

Brigitte R.: Kurzes Glück 0

Katja Zwieselfuss: Wo sind alle hin? 0

Reggi67: IFTT 0

Hier nun die Wertung von Monirapunzel, die bereits den Schreibwettbewerb “Crazy Christmas” gewann. Als Moderatorin der Kurzgeschichtengruppe und bookrix-Heavyuserin ist die den meisten von uns schon lange bekannt.

1. Platz Susymah – Der dreizehnte Schädel

Das auffällige Cover und der interessante Titel erwecken sofort Neugierde. Der Klappentext spricht durch das aktuelle Thema “Der Maya-Kalender” eine breite Leserschaft an. Die zeitgemäße, frische und lebendige Sprache passt sehr gut zu dieser äußerst kreativen Idee, die hervorragend umgesetzt wurde. Sofort ab der ersten Seite wird spannendes Kopfkino mit einer schönen Prise Humor erzeugt.

Eine Studentin schlittert unerwartet in ein großes Abenteuer. Jede Situation wird glaubwürdig und vorstellbar erzählt. Die Legende von den Kristallschädeln ist wunderbar mystisch. Das Szenario des drohenden Weltuntergangs in Form einer Atom-Rakete ist besonders gut gewählt, weil es so erschreckend möglich ist. Das “vorläufige” Verhindern dieser Katastrophe durch eine geniale Reise in die vergangene Maya-Welt, ermöglicht durch eine Geheimorganisation, ist durch die Identifizierung der Protagonistin mit dem kleinen Mädchen der absolute Höhepunkt dieser fesselnden Geschichte. Die Kultur der Maya wird greifbar. Das Ende lässt noch viele Fragen offen, aber gerade das ist faszinierend. Eine fantastische, mitreißende und spannende Geschichte, die sich auch auf interessante Weise mit dem Heldentum beschäftigt.

Der Stil ist sehr flüssig und der Autorin ist ein sehr kluger Schachzug gelungen. Die fünf Personen, die für den Hintergrund der Geschichte wichtig sind, für die Handlung aber eine etwas geringere Bedeutung haben, werden nicht mit Namen genannt. Sie werden kurz und knapp sehr treffend charakterisiert. Der Leser kann sich so gut ein Bild von den einzelnen Personen machen. Auf diese Art wird geschickt vermieden, dass viele Namen den Leser in einer Kurzgeschichte verwirren. Insgesamt ist es sehr lobenswert, eine Geschichte mit so vielen Details, die Stoff für einen großen Roman bietet, auf so kleinem Raum facettenreich darzustellen.

Orthografie und Grammatik sind sehr gut. Die wenigen Flüchtigkeitsfehler sind nicht erwähnenswert.

2. Platz Vivian Angelique – Diamanten der Zeit

Das edle Cover und die schöne Buchgestaltung fallen auf. Der Klappentext erweckt Neugierde. Die zeitgemäße und schöne Sprache passt sehr gut zu diesem sehr flüssig geschriebenen und spannenden Jugendbuch. Diese ungewollte Zeitreise zweier Kinder wird sehr bildhaft und nachvollziehbar beschrieben. Der Übergang von Spiel und Abenteuer zu Angst und Sorge ist sehr gelungen. Die sichere Rückreise ist besonders schön erzählt. Die Beschreibungen der Personen und der Geschehnisse wirken sehr lebendig und bescheren dem Leser ein wunderbares Erlebnis. Orthografie und Grammatik sind sehr gut.

3. Platz Reggi67 – IFTT böses Erwachen

Das Cover ist unscheinbar, aber Titel und Klappentext erwecken sofort Neugierde. Die umgangssprachlichen Ausdrücke passen gut zur Protagonistin. Das atemlose Tempo passt sehr zur Geschichte. Diese ungewollte, bittere Zeitreise ist sehr spannend und gefühlvoll beschrieben. Panik und Verzweiflung sind in jeder Zeile spürbar. Der Leser bleibt schockiert und entsetzt zurück. Eine sehr dunkle und beeindruckende Geschichte. Orthografie und Grammatik sind gut.

Sand im Zeitmaschinengetriebe

Jurywertung, die Dritte.

Rufen wir uns noch einmal kurz die Punkteverteilung ins Gedächtnis:
Juli Weiß: Die Sanduhr der Schattenstreicher 3

Melpomene: Wimpernschläge 3

susymah: Der dreizehnte Schädel 2

Brigitta Wullenweber: Animusa 2

Vivian Angelique: Diamanten der Zeit 1

wolfseibert (W), lillekat (L), robustus (R), buechereimaus (B):The Dreamers Inn 1

Sookie A. Jupiter: The Time-Cab 0

Crinwell: Maries letzte Stunden 0

Hollly: Juliette 0

Elisabeth Alicia Lorey: Sound of Time 0

Alessa S. Liat: Windgeflüster 0

Jana Oltersdorff: Am Anfang und am Ende 0

Brigitte R.: Kurzes Glück 0

Katja Zwieselfuss: Wo sind alle hin? 0

Reggi67: IFTT 0

Und nun schauen wir uns einmal die Dritte Jury-Wertung von Moonlook an.

Sound of Time von bookfreak13

Was die Protagonisten betrifft; sie hat die Erkenntniss gewonnen, das man für den eigenen Erfolg nicht alles tun sollte. Sie war eine Spur zu naiv im Umgang mit einem anderen, außerdem nicht wirklich geneigt, ihrem Lover zu glauben, was er erzählte. Ihr Lover hatte möglicherweise zu viel erwartet. Schon ihre Reaktion, woher er kam, hätte ihn vorsichtiger werden lassen müssen.

Eine süße, intensiv geschriebe Liebesgeschichte, die um den Erfolg willen, einen bitteren Nachgeschmack erhält. Alles in allem wurde hervorragend über Liebe, Vertrauen und Verrat erzählt. Eine einfallsreiche Idee wurde hier spannend umgesetzt.

Dazu kommt, dass mir das Cover sehr gut gefällt.

Der dreizehnte Schädel von susymah

Diese Geschichte startet meiner Meinung nach langsam, nimmt dann aber immer mehr Fahrt auf. Nämlich ab da, als ihr gesagt wird, dass sie die Einzige wäre, die etwas finden kann, was den anderen verborgen bleibt. Am Ende flocht die Autorin die Gedanken der Protagonistin besonders intensiv ein. Z.b.ihre Leere nach einem Abenteuer, die aber doch vergeht, weil sie eine Zukunft sieht.

Ein Satz dieser Geschichte hallte mir besonders nach. “die wahren Helden operieren immer im Hintergrund” wie wahr! Von der Idee her, gefällt mir diese creative Geschichte besonders gut.

Das Cover dazu, sieht geheimnisvoll, ansprechend aus.

Diamanten der Zeit von little.fairy.tale

Ein nervtötender Bruder sorgt für Ärger. Nun, man könnte annehmen, das dies kein neues Thema ist. Und doch, in Verbindung mit dem, was sie mit ihm erlebt, schon. Sie ist Dank eines Erbstückes ihres Großvaters mit ihrem Bruder in der Vergangenheit gelandet. Sie sieht alles als einen Traum, man spürt ihren Trotz, zu erkennen, was ihr Gastgeber zu ihr sagt. Als sie zurück sind, spürt sie tief in ihrem Innern, das sie etwas erlebten, was nicht alltäglich war.

Mir gefällt der Schreibstil, weil er klar und deutlich rüber kommt. Eben ganz der Protagonistin angepasst. Auch das sie ihren Bruder beschützt und erkennen lässt, dass sie an ihm hängt, diese Tatsache wurde sehr gut herausgearbeitet.

Das Cover, ein Stundenglas, gefüllt mit Diamanten, passt sehr gut dazu!