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Technische Grundlagen zur eBook-Produktion (Self-Publishing-Day 2017)

Am 10.6.2017 ist es soweit: Der SPDay17 öffnet seine Pforten. Der BookRix-Workshop von Dennis Schmolk wird sich mit der Frage beschäftigen, wie es zwischen Schreiben und Vermarktung am besten gelingt, sein eBook in Form zu bringen. Einen Vorgeschmack gibt es hier: Wir stellen die besten Tools, Tipps und Links zum Thema vor.

Zum Workshop

Der Workshop findet am #SPDay17 (10.6.2017) zwischen 11.15–12.45 Uhr statt. Tickets gibt es hier. Der Workshop richtet sich eher an Einsteiger und behandelt vorrangig EPUB 2.

Wer am Workshop teilnehmen will, kann gerne einen eigenen Rechner mitbringen – idealerweise sind darauf die wichtigsten Tools installiert, notfalls holen wir das vor Ort nach. Außerdem bietet es sich an, ein Manuskript mitzubringen, das sich (jedenfalls teilweise) in ein eBook konvertieren lässt.

Tools und Tipps

Grundlagenwissen

Workflow festlegen

  • Wo und wie wird geschrieben? Es macht einen großen Unterschied, ob in einem Texteditor, auf einer Schreibmaschine, in einer Textverarbeitung (MS Word, Libre Office) oder in einem Schreibprogramm wie Papyrus oder Jutoh geschrieben wird
  • Wann erfolgt der Satz/die Formatierung? Prinzipiell ist es zu bevorzugen, erst zu schreiben und dann zu formatieren. Gerade bei Textverarbeitungsprogrammen in Kombination mit “einfachen” Manuskripten formatieren Autoren aber gerne auch schon während des Schreibens
  • Gibt es weitere Anforderungen wie den Satz für eine Printausgabe?

Anforderungen klären

  • Werden viele Bilder, Grafiken oder andere Nicht-Text-Elemente benötigt? Bei starker Abhängigkeit von Bild und Text (Fachbuch, Kinderbuch, Comic) kann die Wahl eines anderen Formats (PDF, Kindle Comic Creator, iBooks Author) sinnvoll sein. Achtung: Diese Formate werden von vielen Distributoren nicht unterstützt und funktionieren nur im Hersteller-Kosmos!
  • Gibt es besondere Ansprüche an die Schriftart? Dann sollten sich Autoren informieren, wie die wichtigsten Geräte und Apps mit eingebetteten Schriftarten umgehen, ob sich der Aufwand lohnt und welche Lizenzkosten u.U. entstehen
  • Gibt es weitere Anforderungen, die technisch schwierig werden könnten? Die Antwort auf diese Frage ist natürlich Erfahrungssache. Googlen hilft aber fast immer weiter!

Vorbereitungen erledigen

  • Manuskript formatieren: Je nach Ausgangsdokument, verwendeter Software und Zielformat müssen die richtigen Formatierungen gewählt werden.
  • Faustregel 1: Auf alles verzichten, was nicht zwingend notwendig ist!
  • Faustregel 2: Wenn es zu Problemen kommt, sind in mindestens 50% der Fälle “versteckte” Formatierungen, formatierte leere Absätze o.ä. das Problem
  • Alle Zusatzmaterialien zusammenstellen
  • Kaffee kochen

Die richtigen Tools wählen

  • Calibre: Zum Konvertieren, Verwalten und Lesen von eBooks
  • Amazon Kindle Previewer: Zum Konvertieren in die Amazon-Formate und für Anzeige-Tests auf Kindle-Geräten
  • Sigil: Der wichtigste eBook-Editor, der EPUB-Dateien zu bearbeiten hilft. Auch direkte Arbeit am Quellcode ist möglich
  • Jutoh (kostenpflichtig): Schreibprogramm, das auch zur Konvertierung eines bestehenden Manuskripts gut geeignet ist. Mit Clients für Mac, Windows und Linux zudem sehr plattformunabhängig
  • andere Schreib- und Satzprogramme: Hier kommen mindestens Papyrus und Scrivener in den Sinn
  • Kindle Create: eBook-Konverter und -Ersteller für Amazon-Formate (noch in der Beta)
  • Kindle Comic Creator: Für die Erstellung von Comics, Bilderbücher und Co. für Amazon-Endgeräte (Kindle Fire u.ä.)
  • iBooks Author: Für die Erstellung von aufwändigen Büchern für Apple-Endgeräte

EPUB erstellen

  • Eine sowohl relativ einfache als auch relativ mächtige Möglichkeit, EPUBs aus Word- oder LibreOffice-Dokumenten zu erstellen, bietet Jutoh. Wie das genau geht, schauen wir uns im Workshop an
  • Gerade für das automatisierte Konvertieren bietet sich Calibre an, ist aber auch deutlich “arbeitsintensiver” und fehleranfälliger. Oder einfach gesagt: Nur etwas für Leute, die sich gut auskennen bzw. einarbeiten wollen
  • Natürlich kann man auch gleich in einem Programm schreiben und Formatieren, das einen guten EPUB-Export beherrscht (Jutoh, Papyrus, Scrivener u.a.). Wer sich vor eher hakeligen Editoren nicht scheut, kann auch gleich in Sigil schreiben

Ergebnis überprüfen

  • technische Validierung: Eine einfache Überprüfung liefert z.B. Sigil (F7 drücken oder unter “Werkzeuge” den Punkt “EPUB-Integrität prüfen” wählen). Wer es komplexer haben möchte, kann sich an den EPUB-Validator epubcheck halten (auf Englisch oder Deutsch)
  • Test auf Geräten oder in Emulatoren: Den Kindle Previewer und Calibre haben wir weiter oben schon angesprochen. Darüber hinaus können auch Adobes ADE, Browser-Erweiterungen oder diverse Smartphone-Apps helfen. Eine Übersicht gibt es hier
  • Gefundene Schwachstellen und Fehler lassen sich meistens a) googlen und beheben oder b) selbst mit Sigil ausbessern
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