Wahr oder nicht:

Empfehlungen dominieren das Kaufverhalten?

Bücherblogs, Musikblogs, Leserblogs, Filmblogs, Beautyblogs, Autorenblogs, Amazon-Rezensionen, Lovelybooks-Kommentare – All das tummelt sich im Netz… Und beeinflusst die Meinung und folglich auch das Kaufverhalten der Konsumenten ungemein. Logisch: Was oft gelobt wird, muss gut sein. So wurden beispielsweise Sebastian Fitzeks Thriller durch Mundpropaganda in Krimi-Foren erfolgreich. Doch wie gehen Verlage mit dieser meinungsbildenden Masse an Lesern um? Einige haben ihre Marketing-Strategie schon verändert: Via Facebook werden eine begrenzte Anzahl an Probeexemplaren eines Buches angeboten. Einzige Voraussetzung, um sich für ein solches Exemplar zu bewerben: Ein Blog, auf dem nach dem Lesen eine Rezension dieses Werkes auftauchen sollte.
Allerdings wurden kritische Stimmen laut: Ist eine Meinung von solchen Bloggern wirklich repräsentativ?
Zum einen Ja, weil es sich hierbei um die Stellungnahme zu einem Werk von einem objektiven Leser handelt. Zum anderen Nein, da viele Blogger derselben Zielgruppe entsprechen: Jung und internetaffin. Ist man ebenfalls Teil dieser Zielgruppe, kann man sich meist ohne Probleme auf ihre Meinung verlassen – ist man jedoch beispielsweise ein Klassik-Fan, so werden Werke, die in diese Richtung gehen, kaum auf Internetblogs auftauchen, welche immerhin die breite Masse bedienen sollen. Es bildet sich ein Hauptstrom, welcher über den Erfolg oder Misserfolg eines Werkes größtenteils bestimmt, daneben bleiben „literarische Schätze“ leider meist auf der Strecke.
Man sollte jede Meinung, jede Rezension, jedes Wort im Netz kritisch betrachten und stets abschätzen, wer genau dahinter steckt. Vertritt der Kritiker meine Meinung? Hat er mir schon mehrere Werke empfohlen, von denen ich begeistert war? Oder sind unsere Geschmäcker so verschieden wie „Twilight“ und „Die Leiden des jungen Werther“?

Mehr zu diesem Thema gibt es HIER.

Ein Gedanke zu „Wahr oder nicht:

  1. Fianna

    Nun, bei einem guten Blog wird nicht eine bloße Meinung geschrieben, sondern Bezug genommen auf vergleichbare Werke, auf Stil, auf positive und negative Punkte.

    Einige Blogs sind nur „Das hat mir so und so gefallen“, gute Blogs verraten genug, dass man sich eine Meinung über das Buch bilden kann.

    Es gibt soviele Unterschiede, man könnte fast schon Rezensionen über Blogs schreiben 😉

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