ZwischenZeilen

Für Autor:innen, Leser:innen und alle die Bücher lieben

Becoming – Newcomer

Bist du interessiert daran, wie man Autor:in wird? Warum jemand schreibt und woher Inspiration kommt? Wie wird man zum Self-Publisher/ zur Self-Publisherin? Wir freuen uns dir unsere Top-Newcomer:innen vorstellen zu können. Treffen durften wir das Autorenduo Jensen Schiesser, ein Dreamteam ohnegleichen, die Liebesromanautorin Veronica Fields, Romantasy-Autorin Lizzy Waters und zu guter Letzt noch Jou F. Hall, Autorin von FantasyBüchern.

Was hat dich dazu bewegt, Autor:in zu werden?

Lizzy Waters: Ideen zu spinnen und sie auf Papier zu bringen ist für mich eine der größten Leidenschaften und eine Art zu zeigen, wer ich bin. Die Vorstellung andere in meine Gedankenwelten zu entführen und sie Charaktere erleben zu lassen, die ich geschrieben habe, erfüllt mich mit großem Glück.

Veronica Fields: Die Liebe zu Worten und wie man mit ihnen spielen kann.

Jensen Schiesser: Ein Buch zu schreiben war für uns jeweils ein großer Lebenstraum. Von Kindheit an waren wir begeisterte Leser und äußerst fantasiebegabt. Der Gedanke, durch unsere Geschichten Menschen eine Fluchtmöglichkeit aus dem Alltag zu bieten, treibt uns stets voran.

Jou F. Hall: Zum Schreiben bin ich gekommen, als ich meine eigene Lebensgeschichte für meine Kinder niedergeschrieben habe. Ich wollte das sie meine Emotionen spüren können und das ich für sie nach meinem Ableben somit ein kleines Stück weiterlebe.

Was hat dich inspiriert, dein Buch zu schreiben?

Lizzy Waters: Inspiriert hat mich die Geschichte selbst. Zu Beginn hätte ich mir nie erträumen können, wo die Reise noch hingeht.

Veronica Fields: In Welten abzutauchen, die fernab der Realität entstehen und dabei neue Figuren zu entwickeln macht unglaublichen Spaß und mittlerweile nehme ich vieles in meinem Umfeld auf, was vielleicht einmal in einem Roman von mir vorkommen wird. Quasi tägliche, nie endende Recherche!

Jensen Schiesser: „A Tale of Gods and Monsters – A Viking Story” basiert lose auf einem Online Roleplay Game, das wir vor Jahren hatten. Dieses wiederum war von der TV Serie „Vikings“ inspiriert. Hinzu nehme man eine ordentliche Portion Liebe und Begeisterung für Geschichte und Mythologie, sowie Drama. Geboren war die Grundidee, welche durch die Recherchearbeit und während des Schreibprozesses stetig gewachsen ist.

Gab es Hürden, die du überwinden musstest? Wenn ja, wie hast du diese gehandhabt?

Lizzy Waters: Sowohl während dem Schreiben als auch der Überarbeitung gab es immer wieder Momente, in denen ich die Geschichte hinterfragt habe. Aber vor Sonnenaufgang ist es bekanntlich am dunkelsten und die Vorstellung von einem veröffentlichten Buch hat mich jedes Mal weitermachen lassen. 😊

Veronica Fields: Mein Perfektionismus stand mir manchmal im Weg und forderte einiges an Zeit ein.

Jensen Schiesser: Da wir unterschiedliche Charaktere sind, hat jede eigene Hürde zu nehmen. Doch wir beide teilen die Erfahrung, dass es sich lohnt, an sich zu arbeiten, eigene Schwächen zu bekämpfen und Grenzen zu überwinden. Dann gibt es Schreibflauten. Kreativität ist ein Balanceakt. Manchmal muss man sich distanzieren, dann sollte man sich wieder in den Hintern treten. Was oft hilft, kann ein anderes Mal das letzte bisschen fließende Schaffensfreude gefrieren lassen.
Für uns ist es großartig, dass wir einander haben, um uns zu erden und wieder aufzurichten.

Jou F. Hall: Inspiriert wurde ich von einem Deja-vu. Ich habe mir die Frage gestellt, was wäre wenn diese kurzen Momentaufnahmen tatsächlich der Wahrheit entsprechen würden. In diesem Augenblick wurde die Idee zu Rescue me – Bis in alle Ewigkeit geboren.

Wie kam die Entscheidung hin zum Self-Publishing?

Lizzy Waters: Wie bei einigen Autor:innen war mein ursprünglicher Plan bei einem Verlag zu veröffentlichen. Als dann aber die zwanzigste Absage kam, unter anderem mit der Begründung, dass sie keine Debütautorin nehmen, dachte ich mir: Ich mach das jetzt einfach selbst! Ich glaube an meine Geschichte und lasse mich von niemandem davon abhalten sie zu erzählen. 😊

Veronica Fields: Ich wollte gerne alle Facetten des Autorendaseins kennenlernen, und bin froh, diesen Weg für mein erstes Buch eingeschlagen zu haben. Ich habe unglaublich viel gelernt daraus und gehe an ein neues Projekt mit ganz anderen Augen heran. 

Jensen Schiesser: Überraschend und zufällig. Während unser Fokus früher stets auf (kleinen) Verlagen lag, weil wir vor der Verantwortung und dem Risiko zurückscheuten, erfuhren wir per Zufall von BookRix und dem Zeilenfluss Verlag. Auf einmal war da dieser tolle Deal, den wir nicht ausschlagen konnten. Et voilà!

Jou F. Hall: Ich habe mich über verschiedene Kanäle zu den
unterschiedlichen Veröffentlichungsmöglichkeiten informiert und war mir lange nicht im Klaren welchen Weg ich einschlagen möchte. Die Entscheidung hat mir mein Unterbewusstsein abgenommen. Ich habe ein Cover entdeckt, das perfekt zu meiner Geschichte gepasst hat und kurzerhand gekauft. Ehe ich selbst realisiert hatte, was da
eigentlich gerade passiert war, führte dann eins zum anderen.

Was war dein größtes Ah-Ha Erlebnis bei der Vorbereitung und Veröffentlichung?

Lizzy Waters: Ich denke mein größtes Ah-Ha Erlebnis war, dass es mit dem bloßen Schreiben eines Buchs noch lange nicht getan ist :D. Aber zum Glück gibt es wunderbare Expert:innen, die einem bei jedem Schritt mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Es ist wichtig zu wissen, dass man nie allein ist!

Veronica Fields: Der Buchsatz – wir waren erst keine guten Freunde. Doch dann haben wir uns geeinigt, dass wir gemeinsam eine Lösung finden müssen und haben am Ende doch noch an einem Strang gezogen ^^. 

Jensen Schiesser: Im Vergleich zu unserer Erfahrung mit einem kleinen Verlag waren wir fast schockiert darüber, wie es sein kann, echten Support zu erleben und wie toll die Zusammenarbeit mit BookRix funktioniert.

Jou F. Hall: Tatsächlich, dass die eigentliche Arbeit erst nach dem Schreiben beginnt. Ich hatte den naiven Gedanken, dass mit Abschluss des Romans, das Lektorat, Korrektorat und der Veröffentlichungsprozess ein Kinderspiel sind. Da lag ich ganz und gar nicht richtig. Man merkt erst wenn man mitten drin steckt, dass es sehr viel gute Organisation erfordert, die
einzelnen Schritte der Veröffentlichung unter einen Hut zu bekommen.

Wovon hast du bei der Vorbereitung zur Veröffentlichung am meisten profitiert?

Lizzy Waters: Am meisten habe ich in der Vorbereitung und Veröffentlichung von meinem Netzwerk an Autor:innen profitiert, die mich in den richtigen Momenten ermutigt, unterrichtet und gefeiert haben. Es ist unbezahlbar diese Gemeinschaft zu haben und sich gegenseitig durch die Herausforderungen zu tragen.

Veronica Fields: Vom Korrektorat und Lektorat

Jensen Schiesser: Von der Betreuung und Hilfe, die wir erfahren haben. Dass man auch Vorschlägen von unserer Seite gegenüber offen ist und sich austauschen kann.

Jou F. Hall: Zu Fragen rund um den Titelschutz und den Veröffentlichungsprozess selbst. Das richtige Platzieren meines Buches auf dem Markt.

Welche Tipps & Tricks würdest du neuen Autor:innen geben?

Lizzy Waters: Hör nie auf an deine Geschichte zu glauben. Irgendwen wird sie immer berühren und irgendwo findet sich immer ein Platz wo genau diese Geschichte richtig ist.

Veronica Fields: Recherche vorab darüber, was zu einem guten Buch dazu gehört: Spannungsbogen, Charakterentwicklungen, Plothmethoden, … und dann einfach losschreiben und kreativ werden! 

Jensen Schiesser: Wer aufgibt, hat schon verloren. Wer es wagt, an seine Träume zu glauben, für den kann es nur nach oben gehen. Glaube an dich und deine Geschichte. Sei authentisch und mutig. Schreibe das Buch, das du selbst gern lesen würdest. Trau dich auch hässlich, dreckig und unbequem zu schreiben. Lerne konstruktive Kritik, an der du wachsen und dich weiter entwickeln kannst, von Meinungen zu unterscheiden. Was einen Leser begeistert, wird einem anderem missfallen. Nicht jedem muss gefallen, was du schreibst.

Jou F. Hall: Stellt euch eure Geschichte virtuell vor. Damit könnt ihr gut euren Spannungsbogen überprüfen. Macht auf jeden Fall ein Teillektorat, um eure Schwachstellen zu filtern und auszumerzen. Ich finde zum Beispiel eine Plotanalyse wichtig, bevor ihr mit dem Schreiben beginnt. So entstehen erst gar keine groben Patzer und das Schreiben geht einem lockerer von der Hand. Schreibt jeden Tag, auch wenn es nur fünfhundert Wörter sind. Es ist wichtig sich täglich mit seiner Geschichte zu befassen, es zahlt sich aus.

Welches Gefühl hast du, wenn du daran denkst, dass dein Werk in den Shops sein wird und viele Leser:innen begeistern wird?

Lizzy Waters: Die Vorstellung ist einfach nur überwältigend und eigentlich nicht in Worte zu fassen! Vor allem aber empfinde ich riesige Dankbarkeit, dass Leser:innen meiner Geschichte eine Chance geben und sie somit erst lebendig machen.

Veronica Fields: Unbeschreiblich … mehr gibt’s dazu nicht zu sagen 😊

Jensen Schiesser: Da ist von Aufregung über Glückseligkeit bis hin zu Panik und Euphorie alles dabei. Jede veröffentlichte Rezension lässt den Puls in die Höhe schnellen. Lob ist Balsam für die Seele. Mit Kritik umzugehen, ist mal schwerer, mal leichter. Meist schwerer, wenn was dran ist. Man ist unheimlich stolz und gleichzeitig unsicher.

Jou F. Hall: Es erfüllt mich in erster Linie mit sehr viel Stolz. Genau aus diesem Grund schreibe ich. Ich möchte in emotionalen Momenten das Glitzern in den Augen sehen, möchte das meine Leser*innen durch mein Buch dem stressigen Alltag entfliehen und in eine andere Welt
abtauchen können. Gleichzeitig sollen meine Bücher zum Nachdenken anregen. Die besten Bücher, die ich je gelesen habe, sind jene, über die ich noch Wochen danach nachdenken musste. Wenn ich das erreicht habe, macht es mich umso glücklicher. Ich freue mich sehr, wenn mich begeisterte Leser anschreiben und sich mit mir in Verbindung setzen.

Danke für den Einblick in euren Schreiballtag und die Welt des Self-Publishens aus Sicht von Autor:innen! Folge ihnen doch auf Instagram ( Lizzy, Veronika, Autorenduo Jensen, Jou F. Hall) , um immer über neue Buchprojekte informiert zu sein.
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