Rezension zum Selfpublishing-eBook „Time Dynasty“ von Jane Montgomery
„Die Nacht breitete sich vor ihr aus und verweigerte jegliche Stellungnahme zu den Vorkommnissen.“
Die 13-jährige Amanda hat ein ziemlich großes Problem: Ihr Körper verselbstständigt sich nämlich eines Nachts und verlässt gegen ihren Willen ihr Zimmer. Draußen läuft er einfach weiter, ohne dass sie etwas dagegen unternehmen kann. So skurril beginnt der Roman „Time Dynasty“ von Indie-Autorin Jane Montgomery, der seit Kurzem auf der Selfpublishing-Plattform BookRix zu bewundern ist. Ein im wahrsten Sinne „eigenwilliger“ Anfang, der mich sofort neugierig gemacht hat.
Amanda stellt bald darauf fest, dass sie von zwei Männern telepathisch kontaktiert wird, die ihr etwas Erstaunliches mitteilen möchten. Sie halten sie für eine Auserwählte, die auf eine Zeitreise ins Mittelalter gehen soll. Dort ist nämlich einer ihrer Vorfahren bedroht und Amanda soll ihn unterstützen. Ein unglaubliches Abenteuer beginnt für sie, bei dem jedoch nicht alles so läuft, wie es geplant worden ist. Da sie nämlich nicht im vorgesehenen Jahr eintrifft, wird kurzerhand ihr kleiner Bruder Ian hinterhergeschickt, um sie zu suchen.
Die Geschichte ist komplex und die einzelnen Handlungsstränge werden durch mehrere Perspektivwechsel miteinander verflochten. Das sorgt für jede Menge Spannung und auch der Unterhaltungswert ist hoch, da der Schreibstil der Autorin neben einem exquisiten, distinguierten Ausdruck auch noch über reichlich Humor verfügt. Weiterhin fließt historisches und biologisches Wissen in den Text ein. Fehler sind hier äußerst rar und wohl nur der Flüchtigkeit geschuldet. Insgesamt fällt das Fazit also positiv aus. Hilfreich beim Lesen ist außerdem die konsequente Kursivschreibung der Stimmen, die sich lediglich in Amandas Gedanken melden, sowie der telepathischen Unterhaltungen der übrigen Figuren untereinander.
3,99€ kostet der Download des kompletten Romans. Das Preisleistungsverhältnis stimmt auf jeden Fall, denn der Text gibt sich sprachlich ausgereift und inhaltlich spannend und originell. Jane Montgomery zeigt uns, wie perfekt eine Mischung aus gepflegtem Ausdruck und abwechslungsreicher Unterhaltung gelingen kann. „Time Dynasty“ sollte man sich daher nicht entgehen lassen, auch dann nicht, wenn man das Genre Fantasy für gewöhnlich eher meidet, denn dieses Werk dürfte mit seinem besonderen Charme sicherlich so Manchen auf den Geschmack bringen. Es ist zwar als Kinder- und Jugendbuch eingestuft, fasziniert aber problemlos auch volljähriges Publikum. Na, neugierig? Dann lies schnell rein!
Neue eBook-Verlosung: Hinter Türen
Gewinne eines von fünf eBooks!
BookRix verlost bis zum 17.06.2013 fünf Mal die wundervoll ausgearbeitete Sammlung an Kurzgeschichten “Hinter Türen” unserer Selfpublishing Autorin Anja Ollmert, die äußerst flüssig und stimmungsvoll schreibt.
“Das Leben schreibt Geschichten, die erzählt werden wollen.
Wir Menschen sind versucht, einen Blick hinter verschlossene Türen zu wagen, einen Blick voller Interesse, Neugier, Mitgefühl und wohligem oder ängstlichem Schaudern.
Hinter den Türen dieses Buches verbirgt sich Verblüffendes, Geheimnisvolles, Kriminelles, Mörderisches, Unterhaltsames und Skurriles.”
Unter diesem Link könnt ihr in einer aussagekräftigen Rezension etwas mehr zu dem Buch erfahren:
http://blog.bookrix.de/?p=7553
Was ihr tun müsst, um an der Verlosung teilzunehmen? Beantwortet einfach die Frage zur Leseprobe richtig und werft so euren Namen in den Lostopf! Viel Glück!
Rezension zum Selfpublishing-eBook „Aschenputtel“ von Silvia Götschi
Konfetti, Guggenmusik und eine Leiche …
Vor einer Weile habe ich hier im Blog den Liebesroman „Sonnensturm“ der Indie-Autorin Silvia Götschi vorgestellt, der mich durch seine Mischung aus Romantik, Poesie und Philosophie auf ganzer Linie überzeugt hat. Nun hat Silvia noch mehr Bücher auf der Selfpublishing-Plattform BookRix veröffentlicht, was mich sehr freut. Deshalb habe ich mir ihren Krimiroman „Aschenputtel“ für eine Rezension vorgeknöpft.
Das eBook enthält insgesamt elf Kapitel plus Pro- und Epilog, sowie Informationen zur Autorin. Die elf Kapitel schildern jeweils die Ereignisse eines Arbeitstages von Kommissar Thomas Kramer. Sein Revier ist Luzern. Dort kommt es einmal im Jahr zum Ausnahmezustand, nämlich dann, wenn am „Schmotzige Donnschtig“ die Fasnet losbricht. Doch diesmal ist der Startschuss zum närrischen Treiben gleichzeitig das Ende eines Menschenlebens. Ein Maler aus dem Tessin wird im Trubel der Feiernden von hinten erschossen. Thomas Kramer und sein Kollege Armando Bartolini nehmen die Ermittlungen auf. Da das Opfer aus Ascona am Lago Maggiore stammt, begeben sich die beiden ebenfalls in die Südschweiz. Dort ticken die Uhren zwar etwas anders, aber die Fasnet mit ihrer Guggenmusik ist auch dort im Gange. So gelingt es den Polizisten nur mit Mühe, das Verbrechen zu untersuchen. Dabei gerät vor allem Thomas Kramer mitten hinein in die Wirrungen, die mit dem Fall zusammenhängen.
Wie schon beim vormals besprochenen Roman „Sonnensturm“ angemerkt, ist auch „Aschenputtel“ ein Meisterstück. Silvia Götschis Schreibkünste hinterlassen einen professionellen Eindruck, der das Lesen zu einem Vergnügen macht. Außer ein paar Flüchtigkeitsfehlern bei Zeichensetzung und Zusammenschreibung, die unbemerkt durch das akribische Lektorat geschlüpft sind, ist absolut nichts zu monieren. Die Detailbeschreibungen der Szenen, die akkurate Darstellung der verschiedenen Charaktere und die Verstrickungen der Handlung wirken wohldurchdacht und zudem auch sehr feinsinnig ausgestaltet. Auch die Konzeption des Tatherganges ist plausibel, was für einen Kriminalroman essenziell ist. Spannung ist reichlich vorhanden und wird bis ganz zum Schluss aufrechterhalten.
„Aschenputtel“ ist für 7,99€ zu haben. Das mag im ersten Moment für eBook-Verhältnisse vergleichsweise hoch erscheinen. Man sollte jedoch bedenken, dass der Roman stilistisch wie inhaltlich aufwändig und gewissenhaft ausgearbeitet ist. Man bekommt also ein wertvolles Stück Literatur, das sich für Krimifans sicher als Schmankerl herausstellen wird. Generell wird hieran aber jeder Gefallen finden, der spannende und formvollendete Unterhaltung lieben. Außerdem hat „Aschenputtel“ einen beträchtlichen Seitenumfang. Das ist bei eBooks durchaus von Vorteil, da sich längere Bücher erfahrungsgemäß besser verkaufen als kurze.
Rezension zum Selfpublishing-eBook „Rock me, Baby“ von C. Griethe
Romeo und … Noah!
Heute wenden wir uns der Gay-Romance zu, ein Genre, das bekanntlich reichlich Gefühl zu bieten hat. So ist „Rock me, Baby“ der Indie-Autorin C. Griethe denn auch ein Roman, der eine gleichgeschlechtliche Beziehung zum Thema hat, die sich in Musikerkreisen abspielt.
Noah Mills ist der Sänger einer erst kürzlich entdeckten Band. Zusammen mit seinen drei Kollegen, von denen der eine, Jason, sein Stiefbruder ist, steht er am Anfang einer Bilderbuchkarriere in der Welt der Musik. Der äußere Schein ist also blendend, doch hinter den Kulissen brodelt es gewaltig. Von einer Internetseite hat Noah nämlich erfahren, dass er vor Kurzem eine Affäre mit einem weiblichen Fan gehabt hat. Selber weiß er davon allerdings nichts. Obwohl die Story also offenkundig frei erfunden ist, distanziert sich Jason merklich von ihm, was ihm schwer zu schaffen macht, da sein Stiefbruder ihm stets Halt gegeben hat. In einer Art Kurzschlussreaktion möchte sich Noah mit einem Callboy ablenken. Er kann nicht ahnen, welche ausufernden Verwicklungen er damit auslöst.
Außer ein paar Flüchtigkeitsversehen gibt es nichts Gravierendes festzustellen. Nur die Kommasetzung ist gelegentlich nicht ganz stimmig, da öfters mal keine Trennung zwischen Haupt- und Nebensatz erfolgt. Davon abgesehen, ist der Text stilistisch recht gut ausgefallen. Der Ausdruck ist eine gelungene Mischung aus angenehmer Schrift- und eher salopper, aber nie niveauloser Umgangssprache, was man sich durchaus für Unterhaltungen zwischen Bandmitgliedern vorstellen kann. Die Nutzung des Präsens’ in der gesamten Geschichte lässt die Handlung aufgelockert dahinschwirren. Man muss allerdings sagen, dass diese gelegentlich etwas vorhersehbar erscheint, weshalb sich die Spannung ein wenig in Grenzen hält. Romantisch ist sie allerdings trotzdem.
Der Preis für den kompletten Download beträgt 3,99€. Da der Text stilistisch in Ordnung ist und der sprachliche Ausdruck perfekt zum Setting passt, ist das angemessen. „Rock me, Baby“ ist gute Unterhaltung für sinnliche Momente, weniger ist es für Leser geeignet, die sehr Tiefsinniges oder Philosophisches erwarten. Stattdessen spricht es in erster Linie das Herz an und das tut es recht sympathisch.
Geheimtipp für Indie-Autoren:
Tolle Cover zum kleinen Preis.
Unsere BookRix-Userin „Smaragdscherben“ hat es gewagt: Sie hat sich selbstständig gemacht.
Unter dem Label „GedankenGrün“ bietet sie ab sofort nicht nur Covergestaltung, sondern auch Marketingunterstützung in Form von Lesezeichen, 3D-Aufstellern und vielem mehr an.
Frisch, jugendlich, überdacht und aussagekräftig – Dafür steht GedankenGrün.
Hierbei bewegen wir uns vor allem in der Literaturwelt: Coverdesign, Buchillustrationen, Lesezeichengestaltung oder optische Marketingunterstützung;
Dank unserer langjährigen Erfahrung und Zusammenarbeit mit Autoren und Verlagen wissen wir, wie man Bücher ansprechend verpackt und die Leser mit zielgruppengerechten Marketingmaterial anspricht.
Aber auch für neue Wege sind wir offen. Sehen Sie sich in Ruhe um und bei Interesse machen wir Ihnen gerne ein unverbindliches Angebot.
So beschreibt sie ihr frisch ins Leben gerufene Label.
Da Smaragdscherben seit Jahren eine treue BookRix-Userin ist, wollen wir sie natürlich unterstützen und wünschen ihr deshalb viel Glück und Erfolg mit „GedankenGrün“!
Die eBook-Erstellung – Automatische Einrückungen
Von den Shops verlangt
Auf BookRix können Indie-Autoren ganz leicht ihre eBooks in den Verkauf bringen, denn unser Selfpublishing-Angebot ist für all unsere Autoren gratis! Dazu müsst ihr euer Buch lediglich über den eBook-Editor auf unserer Seite erstellen.
Vielen unserer Autoren ist bei der Bucherstellung schon aufgefallen, dass vor jedem neuen Absatz automatisch eine kleine Einrückung erstellt wird. Warum das Ganze? Das möchten wir euch jetzt kurz erklären.
Warum gibt es diese automatische Einrückung?
Um eure Bücher an die eBook-Shops weiterleiten zu können, ist es nötig, dass diese mit den erwähnten Einrückungen formatiert sind. Dies ist nämlich eine besondere Anforderung vieler der von uns belieferten Shops (z.B. Amazon). Damit eure Bücher dort also überhaupt im Shopangebot gelistet werden können, braucht es diese Einrückungen.
Hintergrund davon ist der Wunsch der Shops (und natürlich auch der Autoren!), ihre Bücher so leserfreundlich wie möglich zu gestalten. Und glückliche Leser sind doch genau das, was wir möchten, oder?
Wie erstelle ich ein perfektes eBook? Ein BookRix-Ratgeber
Euch interessiert, wie ihr mit wenigen Schritten ein perfektes eBook gestalten könnt? Oder ihr seid euch bei einem der drei Bearbeitungsschritte der Bucherstellung noch nicht so ganz sicher? Dann schaut unbedingt einmal in unseren kostenlosen BookRix-Ratgeber “Wie erstelle ich ein perfektes eBook”. Darin findet ihr viele nützliche Tipps zur eBook-Erstellung.
Interview mit einer Selfpublishing-Autorin: Stellt eure Fragen
Sandra Todorovic
Für unser nächstes Interview haben wir bei einer eBook-Autorin angeklopft, die den Mitgliedern unserer BookRix-Community keine Unbekannte sein dürfte: Sandra Todorovic, die mit eBooks wie „Wächter der Unterwelt“, „Blutmagier“ oder „Angel of Darkness“ schon viele begeisterte Leser für sich gewinnen konnte.
In einem kurzen Text stellt sich die sympathische Indie-Autorin kurz selbst vor:
Es gibt nicht viel über mich zu sagen. Ich bin 26, lebe mit meinem Freund in Zürich, wo ich auch arbeite. Durch den frühen Tod meiner Mutter, als ich vierzehn war, bin ich zum Schreiben gekommen. Aber erst mit 20 habe ich mich hingesetzt und gesagt ich schreibe ein Buch und nun mache ich in jeder freien Minute nichts anderes, auch wenn die Zeit manchmal knapp ist, neben Arbeit, Partner, Familie und Freunde.
Wenn ihr noch mehr über diese begabte Autorin erfahren möchtet, habt ihr jetzt die Gelegenheit dazu. Denn bis zum Montag, den 27. Mai 2013, könnt ihr diejenigen Fragen an sie stellen, die euch schon lange auf der Seele brannten
. Entweder könnt ihr dazu das untenstehende Formular verwenden oder die Frage direkt an unseren BookRix-Interview-Account schicken.
Die Autorin und wir sind schon sehr gespannt auf eure Fragen.
P.S. Eines von fünf eBooks von Sandras wohl bekanntestem Werk “Wächter der Unterwelt” könnt ihr übrigens derzeit auf BookRix gewinnen.
Rezension zum Selfpublishing-eBook „Zarin der Vampire: Böse Spiele“ von Tatana Fedorovna
„Soldatin der Rache, Anwältin der Drangsalierten, Zarin der Vampire“
Vor einer Weile habe ich hier im Blog den Horror-Roman „Zarin der Vampire: Blut der Sünde“ vorgestellt, der mich durch seine ungewöhnliche Mischung aus Gruselelementen und historischen Ereignissen sehr beeindruckt hat. Auch der philosophische Aspekt um das Prinzip von Ursache und Wirkung, der im Hintergrund immer wieder dezent auftaucht, übt einen gewissen Reiz aus. Mittlerweile hat die Selfpublishing-Autorin Tatana Fedorovna eine Fortsetzung geschrieben, die nahtlos an die Ereignisse im ersten Teil anknüpft und ebenso blutrünstig und mysteriös ist. Da kann ich einfach nicht widerstehen.
Zur Erinnerung: Die Hauptfigur des mehrteiligen Romans ist Olga Nikolajewna Romanowa, Tochter des letzten russischen Zaren, die gemeinsam mit ihrer ganzen Familie im Juli 1918 auf grausame Weise ermordet worden ist. Doch kurz zuvor hat sie von ihrer Mutter in weiser Voraussicht ein Fläschchen Vampirblut erhalten und im Angesicht des drohenden Todes auch zu sich genommen. Dieses macht sie unsterblich, aber auch zu einer untoten Blutsaugerin, die sich fortan von menschlichem Lebenssaft ernähren muss. Ihre neue Existenz hat sie der Rache verschrieben. Sie muss zwar töten, aber sie will dies nur bei solchen Opfern tun, die selbst beträchtliche Schuld auf sich geladen haben.
Im Laufe der Zeit hat sich Olga Berlin als Wahlheimat ausgesucht. Sie arbeitet dort für eine Detektei. Diese wird von höchster Stelle für die Aufklärung eines brisanten Falles engagiert und soll mit der Kriminalpolizei kooperieren. So geschieht es, dass Olga mit dem Kommissar Gordon von Mirbach zusammenarbeiten muss. Dieser ist ein Nachfahre des Grafen von Mirbach-Harff, der wiederum mit dem letzten Zaren befreundet gewesen ist. Olga hält diese merkwürdige Fügung keineswegs für einen Zufall.
„Blut der Sünde“ endet schließlich mit einer Rückblende zur Mordnacht des Jahres 1918. Wir erfahren auf diese Weise, wie Olgas Verwandlung in einen Vampir vor sich gegangen ist.
„Böse Spiele“, Teil 2 der Reihe, setzt die Handlung genau an dieser Stelle fort. Olga kämpft sich verzweifelt und völlig durcheinander aus der umkämpften Stadt Jekaterinburg und versteckt sich im Wald. Doch dort wird sie von einer zwielichtigen Bande entdeckt und gefangen genommen. Die Burschen führen selber nichts Gutes im Schilde, was Olga bald am eigenen Leibe spüren muss.
Auch die Geschehnisse in der Gegenwart werden weitererzählt. Olga und Gordon sind immer noch mit der Aufklärung der Vermisstensache beschäftigt. Konkrete Anhaltspunkte hat der Kommissar nicht, denn er kann ja nicht ahnen, wer da an seiner Seite arbeitet. Doch nach und nach stößt das ungleiche Ermittlerpaar auf vielversprechende Hinweise.
Wie schon bei „Blut der Sünde“ angemerkt, ist auch die Fortsetzung stilistisch äußerst ansprechend ausgefallen. Der sprachliche Ausdruck bewegt sich auf einem sehr hohen, gepflegten Niveau. Durch das sorgfältige Lektorat macht auch die Orthographie einen sehr erfreulichen Eindruck. Ein paar vereinzelte Flüchtigkeitsfehler sind alles, was man bemängeln kann. Inhaltlich zeigt sich „Böse Spiele“ durch das parallel geschilderte Geschehen in Vergangenheit und Gegenwart wiederum sehr abwechslungsreich. Gelegentlich finde ich zwar die Glorifizierung des Adels durch Olga ein wenig zu eindringlich, aber letztlich ist diese Haltung aus dem ihr zugefügten Leid zu erklären und deshalb verständlich. Ein äußerst lobenswerter Umstand ist schließlich noch zu nennen: Das Buch enthält einige farbige Illustrationen der Zeichnerin Anja Uhren, die die Handlung auf ansprechende und einzigartige Weise unterstützen.
Für 2,99€ bekommt man ein Werk, das sich inhaltlich deutlich von anderen Vampirgeschichten abhebt, indem es die beliebten Blutsauger mit historischen Begebenheiten in Verbindung bringt. Da die Geschehnisse rund um den Zarenmord aber teilweise im Verborgenen liegen oder Gegenstand kontroverser wissenschaftlicher Diskussion sind, bedient es auch die Mystery-Schiene mit. Spannung ist somit beinahe im Überfluss vorhanden. Allerdings muss man klar sagen, dass das Buch nicht für eher zartbesaitete Leser geeignet ist, da einige Szenen wirklich blutig oder sogar noch schlimmer enden. Ansonsten kann es empfohlen werden.
Nachtrag: Zum ersten Teil der Reihe, „Zarin der Vampire: Blut der Sünde“ gibt es gegenwärtig eine Verlosung.
Minitipp für Selfpublishing-Autoren: Erzählzeit
Das Präsens erfordert Geschicklichkeit
Der Monat Mai bringt uns viele Sonnenstrahlen, gute Laune und…einen neuen Minitipp für eBook-Autoren vom erfahrenen Autor und Lektor Philipp Bobrowski. Dieses Mal wendet sich Philipp an alle Autoren, die ihre Geschichte gerne im Präsens (Gegenwartsform) schreiben.
Wer seine Geschichte im Präsens verfasst, muss geschickt agieren, um aus einer spannenden Erzählung keinen trockenen Bericht werden zu lassen.
Vielen Dank, dass Du jeden Monat einen praktischen Minitipp für uns übrig hast, Philipp. Wir sind schon gespannt, was Du als nächstes für unsere eBook-Autoren bereit hältst.
Wenn ihr die vorherigen Minitipps verpasst haben solltet, könnt ihr diese übrigens hier nachlesen: Mintipps von Philipp Bobrowski.
Rezension zum kostenlosen eBook „Angst“ von Katja Rübsaat
„Sie hat mich angelächelt, dachte er.“
Heute geht es in dieser Rezensionsreihe mal wieder um eine Kurzgeschichte. Sie stammt von der Indie-Autorin Katja Rübsaat und heißt „Angst“.
Der Text beschreibt eine Verfolgungsjagd. Ein Schüler flüchtet vor drei Klassenkameraden, die hinter ihm her sind. Während er nach einem geeigneten Versteck Ausschau hält, lässt er die Vorgeschichte, die zu diesem Ereignis geführt hat, noch einmal im Geiste Revue passieren: Alles hatte damit angefangen, dass er dem Rädelsführer Klaus kein Geld leihen wollte. Jetzt wünscht er sich, er hätte es einfach getan, denn die gnadenlosen Verfolger rücken unaufhaltsam näher.
Katja Rübsaat besitzt die Fähigkeit, die Emotion und ihre Auswirkungen nachfühlbar in Worte zu fassen. Die Angst wird mit all ihren unangenehmen Facetten lebendig und greifbar. Man leidet mit dem Gejagten und erlebt wie er die kurzen Momente der aufflackernden Hoffnung, die sich immer wieder in die bedrückende Gewissheit einschleichen, dass er wohl nicht wird entkommen können. Sowohl der sprachliche Ausdruck wie auch Grammatik und Rechtschreibung zeigen sich in hervorragender Form und machen somit neugierig, was die Autorin noch alles in ihrem Fundus hat.
Mein abschließendes Fazit fällt also umfassend positiv aus. „Angst“ ist ein ansprechender und überzeugender Text, den ich gerne gelesen habe. Der Text ist kostenlos zu haben.





