Schlagwort-Archiv: Schreibtipps

Minitipp

Ratschläge fürs Bücherschreiben von Philipp Bobrowski

Wir freuen uns auch diesen Monat wieder darüber, dass der erfahrene Lektor Philipp Bobrowski seine Expertise in unsere Dienste stellt und uns erneut mit einem seiner praktischen Minitipps versorgt. Diesmal geht es um die wichtigsten Charaktere in Deinem Buch…die Protagonisten. Und die darf man auch ruhig mal ein wenig leiden lassen…Hauptsache, es wird ihnen (und vor allem natürlich dem Leser) nicht langweilig.

Schone deine Protagonisten nicht. Ihr Weg sollte von einer Prüfung zur nächsten führen.

Wenn ihr übrigens die vorhergehenden Ratschläge verpasst haben solltet, ist das auch kein Beinbruch. Denn unter der Kategorie „Minitipps“ könnt ihr euch alle noch einmal auf unserem Blog anschauen.

Wie wärs, wenn ihr euch jetzt gleich einmal ein neues Abenteuer für eure Hauptperson einfallen lassen würdet. Wir sind schon ganz gespannt, was ihnen zukünftig so passieren wird…

Außerdem: Wenn ihr mögt, schaut doch auch einmal auf Philipps Homepage vorbei.

Schreibtipps:

Sollte ein Genre Genre bleiben?

Wenn ein Autor ein Buch schreibt, stellt sich ihm früher oder später die Frage: „Zu welchem Genre gehört mein Buch eigentlich?“
Dank der Subgenres kann sich ein Leser immer leichter zu Recht finden. Fantasy ist nicht einfach Fantasy.
Ob „klassische“ High Fantasy, welche mit einer fiktiven Welt und Magie aufwartet oder Low Fantasy, in deren Handlungszentrum meist ein unerschrockener, einsamer Held steht.
Spätestens seit Twilight können immer mehr Menschen etwas mit Urban Fantasy anfangen: Fantastische Wesen wie Vampire, Werwölfe, Dämonen, Engel oder andere mystische Elemente werden mit der Realität verwoben. Auch Harry Potter oder die Bartimäus-Trilogie sind in diesem Subgenre anzusiedeln.
Ein Autor sollte sich also zunächst fragen: Für wen schreibe ich? Welche Leser möchte ich erreichen?
Seine Fantasy-Geschichte kann als Zeitreisegeschichten, Märchen, Animal Fantasy (Warrior Cats), Dark Fantasy, All Age Fantasy, Humoristische Fantasy, Pseudodokumentation, Pseudohistorische Fantasy oder Social Fantasy gelten. Welcher Autor soll da noch den Durchblick behalten?
Für den Leser bietet es jedoch einen klaren Vorteil: Möchte er eine Geschichte lesen, die ebenfalls realistische Elemente enthält, kann er im Urban Fantasy Regal nachschauen.
Eine fremde Welt wird er vor allem in der klassischen High Fantasy-Kategorie finden. Als Autor ist man also gut beraten, wenn man sein Buch entsprechend kategorisiert. Was passiert jetzt aber, wenn ein Buch mehrere Genres bedient?
Harry Potter beispielsweise gehört sowohl zu Urban, als auch zu All Age Fantasy. Zieht eine Vermischung der Fantasy-Genres also mehrere Leser nach?
Eine Einordnung fällt selbst den geübten Kritikern immer schwerer, zu unklar sind die Linien zwischen einzelnen Subgenres gezogen.
Eine Liebesgeschichte, die auf einem Raumschiff spielt: Liebesroman oder Sci-Fi? Macht es für einen Autor Sinn, eine Geschichte, deren Fokus eine tragische Liebesgeschichte ist, auf einem Raumschiff anzusiedeln? Oder ist hier ein realistisches Setting vom Vorteil?
Letztendlich liegt es immer im Ermessen des Autors, bzw. des Lesers. Denn was dem Leser nicht gefällt, wird nicht verkauft/weiterempfohlen.
Somit ist ein Autor irgendwie immer an die „Fesseln“ des Genres gebunden und muss die jeweiligen Klischees erfüllen… Oder nicht?

Gruppenvorstellung

Wie Charaktere das Leben lernen.

Viele Autoren kennen das Problem: Eine Geschichte steht, doch die Personen wollen nicht wirklich anfangen zu leben. Dieser Angelegenheit möchte die Gruppe „Fictional characters“ auf den Grund gehen.  „Wir beschäftigen uns mit Charakterentwicklung/ -weiterentwicklung und –überarbeitung“ – Mit allem also, was eine glaubhafte Persönlichkeit benötigt, um dem Buch Leben einzuhauchen.
Das Ziel beschreibt die Administratorin mit folgenden Worten:
„Diese Gruppe ist für all jene, welche ihre Charaktere lieben, sie verbessern oder vervollständigen wollen. Zudem wird hier bei typischen Problemen wie der Charakterisierung, Authentizität oder dem glaubhaften Hintergrund usw. geholfen bzw. darüber diskutiert. Damit unsere Figuren noch lebhafter werden!“
Wenn Du also Hilfe bei der Charakterentwicklung brauchst, dann schau einfach mal dort vorbei und lass Dir helfen. Denn nur wenn die Personen eines Buches überzeugend sind, ist das Buch es auch.

HIER geht’s zur Gruppe